klingt vielleicht blöde, aber welche bücher sollte man denn auf jeden fall in seinem regal stehen haben?
wie hier irgendwann schon einmal erwähnt lese ich sehr gerne. und auch fast alles. ich besitze sehr viele bücher, sehr viele geschenkt und mehr oder weniger anspruchsvoll. aber irgendwie besitze ich keine klassiker, wie goethe,schiller,etc.
leider haben wir in der schule auch nur Mutter courage gelesen,also ich hab wirklich keine ahnung. würde mir aber gerne auch solche lektüre zulegen. was würdet ihr denn so empfehlen? man will sich schließlich auch in diese richtung bilden.
was habt ihr denn so in euren regalen stehen?
dass man nichts, aber auch gar nichts, gelesen haben muss, steht wohl fest. Wenn Du wissen willst, was Fachleute für wichtige Elemente der literaturgeschichtlichen Entwicklung und nebenbei auch für das Verständnis der Zeitläufte als förderlich ansehen, habe ich ein paar Links für Dich:
Ich meide solche Listen, weil mir dann immer auffällt, wie viele von diesen ach so wichtigen Büchern ich noch nicht gelesen habe. Dass ich zahllose wunderbare Bücher verschlungen habe, auf deren Kenntnis ich nicht mehr verzichten wollte und die auf diesen Listen nicht auftauchen, vergisst man manchmal für die Dauer des Überfliegens einer solchen Zusammenstellung. Reich-Ranickis Liste gefällt mir am besten, da sie relativ übersichtlich ist. Andere Listen mit gut und gerne zweihundert Nennungen wirken auf mich eher demotivierend; die können warten, bis ich bei Reich-Ranicki durch bin. Weitergooglen – bei Interesse – mit den Begriffen „Leseliste“ oder „Literaturkanon“ kann ich empfehlen.
Faustregel (für mich): Ich habe nur das drin stehen, was ich auch gelesen habe (zu 80 %). Einiges habe ich aus der Leihbücherei gelesen - das hat dann gereicht.
Wie bereits gesagt, es bringt nichts, sich „auf Verdacht“ was zu holen.
Ich finde jedoch, Goethes „Faust“ und der Werther bringen einem sehr viel.
wie schon einige geschrieben haben: fehlen sollte jedenfalls
nicht das was dich sehr beeindruckt hat oder dich sogar einige
Zeit deines Lebens begleitet hat.
Das ist naturgemäß bei jedem anders, bei mir waren es
folgende Bücher: http://telemach.8ung.at/besten.htm
Wobei ich versucht habe, mich auf 25 Bücher zu beschränken
und die „Schulklassiker“ wie Goethe, Kafka, Hesse, Mann etc.
nicht aufzunehmen - die natürlich auch vollkommen wunderbar sind.
Mach einfach deine eigene ‚Liste‘ und freue dich daran.
Gruß Telemach
hallo lesebegeisterte,
klingt vielleicht blöde, aber welche bücher sollte man denn
auf jeden fall in seinem regal stehen haben?
Hi Tanja
Ich versuch jetzt mal so spontan aufzulisten, welche 10 von meinen Büchern ich gerne mitnähme, wenn ich umziehen müßte und nur wenig Platz in der neuen Bude hätte:
1.S.FREUD: „Das Ich und das Es“, „Trauer und Melancholie“, „Totem und Tabu“
2.RILKE: Duineser Elegien
3.NIETZSCHE: „Also sprach Zarathustra“, und Aphorismen
4.H.HEINE: Gedichte und „Geschichte der Philosophie und Religion“ und
„Deutschland, ein Wintermärchen“
5.M.WALSER „Meßmers Reisen“
6.L.F.CELINE: „Reise ans Ende der Nacht“
7.COETZEE „Schande“
8.FRIDA KAHLOS Skizzen- und Tagebuch
9.H.MILLER: „Wendekreis des Steinbocks“
10.F.ZU REVENTLOW: „Von Paul zu Pedro“
Ganz bestimmt habe ich mir gaaanz wichtige Bücher vergessen, aber da kann ich jetzt auch nix machen.
Schau Dir unter http://gutenberg.spiegel.de/autoren.htm
verschiedenes an, dort ist sooo viel zu finden, daß jeder etwas für seinen Geschmack entdecken kann.
Dazu noch zwei Bücher, die mich besonders beeindruckt haben:
„Siddharta“ von Hermann Hesse
„Der Leopard“ von Giuseppe Tomasi di Lampedusa
Nichts mag ich weniger, als wenn mir Bekannte sagen, das und das
müsse man unbedingt lesen. Ließ was dir Spaß macht - aber ließ! Nicht
diue Menge der geschafften Bücher zählt, sondern wie du ein Buch
ließt. Doch, ein Buuch wurde hier genannt: Der Faust I. Von Faust II.
kann ich nur abraten. A) versteht man ihn nicht und B) nimmt er dir
die Zeit für andere Bücher. Den Faust habe ich auf CD und er macht
süchtig!
Gehe in einen Buchladen und stöbere. Doch, meinen Favoriten will ich
hier nennen: J.G. Seume: Mein Leben.
Und dann lies einfach was zu den Texten gehört. Wer das Buch recht zu
lesen versteht, der taucht in die Welt 18./19. Jh. ein. Und dazu die
Musik aus dieser Zeit.
Gruß, Alexander