Was denkt ihr ?

hallo!

Ich habe vor 2 jahren meine Mutter verloren nachdem sie monate lang wegen einenem schlaganfallim krankenhaus war,zu dem Zeitpunkt als sie verstarb…war ich auf klassenfahrt…ich erfuhr es als ich wider kam…für mich brach eine welt zusammen , jeden abend wartete ich bis sie nach hause kommt aber i-wann musste ich einsehen das sie nie wieder kommt !!! :frowning: nach einen halben jahr verstarb dann mein vater, im gleichem Krankenhaus und gleiches zimmer wie bei meiner mutter !! ich war ganz alleine als die ärtze mir sagen das er nur noch 3 stunden zu leben hätte…ich hab mein bruder angerufen…aber er hat so lange gebraucht bis er kam…ich hielt mein vaters hand bis sein herz nicht mehr schlug…jetzt habe ich einen freund seit 15 monaten und bin sehr sehr glücklich mit ihm er unterstützt mich bei allem…er trauert mit mir!! Meine Tante sagt trozdem das ich Hilfe brauche was denkt ihr ???
mir gehts auch so gut ?!

lg. vanessa

Hallo,

das tut mir leid mit deinen Eltern, das wäre für jeden ein harter Schlag gewesen, für jemand, der so jung ist noch mehr.

Meine Tante sagt trozdem das ich Hilfe brauche was
denkt ihr ???
mir gehts auch so gut ?!

Ich weiß es nicht, ich kenne dich nicht. Warum sagt deine Tante es denn?
Oder sieh es andersrum: was hast du denn zu verlieren?
Du kannst zum Beispiel bei der örtlichen Caritas einen Gesprächstermin vereinbaren und einfach mal hingehen. Vielleicht merkst du dort dann, dass es dir gut tut oder dass das doch etwas ist, was du nicht ganz allein (und auch nicht mit Freund und Tante) bewältigen kannst.
Versuchs doch mal!

Gruß
Elke

Hi,

ich kann mich Elke nur anschließen.

Manchmal ist es so, daß man denkt, man hätte bestimmte Sachen gut verarbeitet und Jahre später fällt man in ein tiefes Loch und es trifft einen wie ein Schlag ins Genick.

Versuch doch Elkes Vorschlag umzusetzen, schaden kann das auf keinen Fall.

Gruß
Tina

Hallo, Vanessa,

mein Mitbewohner war mal mit einer Frau zusammen, die überhaupt keine Familie hatte. Ihre Mutter hatte mit ihrer ganzen Familie schon vor langer Zeit auf ewig gebrochen und war dann gestorben, ihr Vater war schon früh über alle Berge.

Mein Mitbewohner hat es bei aller Zuneigung nicht lange mit dieser Frau ausgehalten, weil er das Gefühl hatte, er müsste ihr die ganze Familie ersetzen und dass er dieser Verantwortung nicht gerecht werden könnte.

Daran musste ich denken, als ich Deine Geschichte las. Lass Deinen Freund nicht Deine einzige Stütze sein.

Grüße,
GoThen

Hallo,

Du bist Schülerin, und ich weiß nicht, ob die Zahl in deinem Nickname etwas mit deinem Alter zu tun hat. Aber auch wenn Du ein paar Jahre weiter bist, dann wird dein Freund vermutlich ja auch in einem ähnlichen Alter sein, und wir reden hier von einer ersten Teenager-Beziehung (oder der zweiten oder dritten, …).

Ich kenne Beispiele, da haben solche Beziehungen - gerade aus gemeinsam erlebten Schicksalsschlägen heraus - durchaus lange gehalten. Aber alterstypisch ist das nicht. D.h. auch wenn es aktuell bei Euch gut läuft, solltest Du realistisch genug sein, dass die nicht geringe Chance besteht, dass das eine nicht unbedingt auf größere Dauer angelegte Beziehung ist. Sich vor diesem Hintergrund mit der ganzen zu verarbeitenden Trauer nur auf den Freund zu stützen, könnte also etwas riskant sein.

Auf der anderen Seite stellt sich natürlich auch die Frage, wie diese Beziehung von beiden Seiten gesehen wird, und ob es da tatsächlich eine identische Sichtweise gibt. Du musst ohne Eltern schon sehr stark in Richtung eines eigenverantwortlichen Lebens denken, was mehr beinhaltet als das Leben, was Jugendliche sonst so in deinem Alter leben. Und Du ziehst deinen Freund natürlich jetzt sehr stark in dein Leben hinein. Ist er hierzu auf Dauer wirklich bereit? Wieviel von dem, was sein Leben sonst ausmachen würde ist er bereit aufzugebenm um Teil deines Lebens zu sein (was Du gezwungener Maßen leben musst, das er aber jederzeit auch aufgeben könnte)?

Ein anderer Aspekt dürfte sein, dass es sicherlich nicht schaden kann, in deiner Situation Hilfe von Menschen zu bekommen, die schon ein deutliches mehr an Lebenserfahrung haben. Sie können auch mit dem, was Du los werden musst selbst vielleicht besser umgehen, als wenn ein Jugendlicher/junger Erwachsener damit umgehen muss. Und es stellt sich natürlich auch die Frage nach der Professionalität von Hilfe. Menschen in deiner Situation zu helfen kann man lernen, und es gibt Menschen die dies gelernt haben. Diese professionelle Hilfe kann ganz andere Dinge ansprechen, als die persönliche Hilfe durch einen guten Freund.

Gruß vom Wiz

Ein Vorschlag
Hallo!

Hart, was Dir passiert ist, sehr sogar.

Wenn Du momentan das Gefühl hast, keine Hilfe zu brauchen:
Vielleicht kannst du ja vorsorgen, für den Fall, dass sich das schlagartig ändert. (Was ich für möglich bis wahrscheinlich halte).

Suche Dir ein Hilfsangebot heraus und mache einen Termin dort aus, um es kennenzulernen. Oder eine lockere Reihen von Terminen, zur Sicherheit. Falls Dich die Auswirkungen des Erlebten doch einholen, hast du es leichter, sofort Hilfe zu bekommen.

Das ist übrigens kein Zeichen von Schwäche, sich in Deiner Situation Hilfe zu holen, eher im Gegenteil.

Viele Grüße und gute Wünsche
kernig

Hallo Vanessa,

vieles ist schon gesagt worden. Dir sind einschneidende Verluste widerfahren - das wird seine Wirkung haben, auch wenn Du diese vielleicht jetzt nicht unmittelbar spürst (außer der Trauer).

Meine Tante sagt trozdem das ich Hilfe brauche was
denkt ihr ???
mir gehts auch so gut ?!

U.U. denkt Deine Tante schlicht etwas vorausschauend. Du hast keine Vorstellung, wie Dich diese Verluste evtl. in 10 oder 20 Jahren einholen können, wie Dein Leben vielleicht auch irgendwann anders aussehen kann - daran denkt sie vielleicht.

Und ich finde es durchaus richtig, dass sie Dir den Rat gibt, jetzt schon eine professionelle Auf- und Verarbeitung in Angriff zu nehmen.

Es ist weitaus schwerer, u.U. sogar nicht mehr möglich, 10/20 Jahre später manifestierte Persönlichkeitsstrukturen, die durch solche Verluste beeinflusst gewachsen sein können, wieder aufzuweichen und zu therapieren.

Das wäre noch so ein Gedankenanstoß von mir.

Gruß
Demenzia