Hi Toni,
Du kannst die Einstellung akzeptieren, oder die Beziehung beenden.
Einfluß nehmen wirst Du kaum können.
Gandalf
Hi Toni,
Du kannst die Einstellung akzeptieren, oder die Beziehung beenden.
Einfluß nehmen wirst Du kaum können.
Gandalf
Hi nh,
Wenn Ihnen aber jemand sagt, dass sie
es so machen MÜSSEN, weil MAN es so macht und sie nicht
kapieren, warum nicht, DANN wird Gehorsam verlangt und die
Kinder wissen nicht, warum.
Grenzen aufzeigen hat aber nichts mit Gehorsam zu tun, man kann Kindern auch sagen WAS sie WARUM tun sollen. Klar bringt eine einfache Aufforderung ohne Begründung Rebellion und Missverständnis hervor. Aber deswegen halte ich es trotzdem für falsch Kinder einfach machen zu lassen mit dem Hintergedanken, sie werden schon irgendwo
„anecken“ mit ihrem Verhalten und dann lernen, dass es falsch ist. Für solche Sachen sind in der Regel schließlich die Eltern zuständig. Man muss eben erklären WARUM dies und jenes zum Leben dazu gehört. Grenzen aufzeigen, bedeutet nicht, ständig nur Befehle zu erteilen, sondern gewisse Dinge zu vermitteln die einfach zum Umgang mit Eltern und auch anderen Menschen dazu gehören. Ich kann doch nicht drauf spekulieren, dass irgendjemand mal kommt und meinem Kind verständlich macht, es soll freundlich sein, „bitte“ und „danke“ sagen, gelber Schnee is bäh usw. usw. Das muss ich schon selbst tun.
Gruß
Heli
.
Danke für diese ehrliche Antwort.
MfG
Toni ( …obwohl es mir sehr weh tut.)
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Hallo Heli.
Toll gesprochen. Ist auch meine Meinung.
MfG
Toni
Hallo!
Das finde ich ja auch. Natürlich kann man es dem Kind erklären, eigentlich sind es aber auch die eigenen Grenzen. Ich denke, so viele Mütter gibt es nicht, die gerne „blöde Kuh“ genannt werden… Es kommt auch auf das Alter drauf an. Mit 2 darf mein Kind Kind sein und muß noch nicht auf Teufel komm raus irgendwelche Tischmanieren zum Besten geben. Und wenn es trotzdem etwas tut, was nicht okay ist, werde ich es NICHT bestrafen. Denn es geht auch ohne. Das meinte ich eigentlich…
Gruß,
N.
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Das Wichtigste
hätte ich fast vergessen: Die Vorbildfunktion. Wenn das Kind mitbekommt, wie sich seine Eltern verhalten und dass diese immer „bitte“ und „danke“ sagen, wird es das Kind auch tun. Automatisch. Ohne dass man es „belehren“ muß…
Gruß,
N.
Hallo,
Naja, ich unterstelle den meisten Kindern aber schon, dass sie
merken, dass das bei der Mutter funktioniert, sie woanders
aber damit anecken. Und genau das lernen sie dann. Jeder
Mensch ist halt anders und wenn es die Mutter nicht stört -
bitte. Deswegen werden die Kinder aber trotzdem merken, dass
das woanders eben NICHT gut ankommt und dementsprechend
handeln. Behaupte ich.
Also ganz im Ernst, ich möchte als unbeteiligter Dritter aber nicht das Versuchskaninchen sein, an dem sich die lieben Kleinen dann die Hörner abstoßen. Und ich sehe es auch nicht als meine Aufgabe an, durch meine Missbilligung die Erziehung fremder Kinder zu betreiben. Als Vater bin ich für meinen eigenen Nachwuchs verantwortlich, und der wird nicht dressiert, aber lernt durch Vorgelebtes und durch meine Reaktionen auf sein Verhalten, was die allgemein anerkannten Verhaltensweisen sind. Das hat auch nichts mit Bestrafen zu tun, sondern einfach nur mit ständigem Einüben und learning-by-doing, geht aber weit darüber hinaus, was Dinge sind, die meine persönlichen Grenzen überschreiten.
Wenn Ihnen aber jemand sagt, dass sie
es so machen MÜSSEN, weil MAN es so macht und sie nicht
kapieren, warum nicht, DANN wird Gehorsam verlangt und die
Kinder wissen nicht, warum. Wenn sie aber MERKEN, dass es
schlecht ankommt, dann verstehen sie es auch und überlegen
sich, ob sie nicht vielleicht mehr davon haben, wenn sie
freundlich sind.
Es ist aber leider nicht immer so einfach möglich wirklich stichhaltige Begründungen zu liefern. Und da finde ich es ehrlicher zu sagen, dass sich bestimmte Dinge nun mal so eingebürgert haben und allgemein erwartet werden, als mir einem Abriss über 2000 Jahre Mitteleuropäische Sittenlehre aus den Fingern zu saugen. Zum Erwachsen werden gehört nun mal auch, dass man - ohne alles und jedes unhinterfragt hinnehmen zu sollen - lernen muss, dass es Dinge gibt, die man einfach so akzeptieren muss. Dass man nicht am Tisch mit dem Besteck herumspielt, weil man sich damit selbst und andere verletzen könnte, hat eine wunderbar nachvollziehbare Begründung. Dass man sich die Hand gibt ist zwar in unserem Kulturkreis verbreitet, andere Kulturkreise zeigen aber, dass es auch anders geht, und mehr als die Aussage „weil es alle machen/erwarten/es so üblich ist“ kann man da in von Kindern zu verstehenden Worten wohl kaum geben.
Ich kenne niemanden, der es nicht gelernt hat „Guten Tag“ und
„Auf Wiedersehen“ zu sagen, auch wenn er vielleicht nicht
autoritär erzogen wurde. Deshalb sage ich: Ein Kind lernt
sehr, sehr schnell, welche Verhaltensweisen bei anderen
Menschen erwünscht sind und gut ankommen und welche nicht.
Nimm es mir nicht übel, aber ich mache leider eigentlich täglich in großer Zahl die genau gegenteilige Erfahrung. Und es kommt wohl auch nicht von ungefähr, dass angesichts eines gewissen Verfalls dessen, was wir bislang so als „gemeinsame Basis“ erlebt haben, zur Zeit Kurse boomen, und auch hier hin und wieder (leider viel zu selten) Fragen nach dem korrekten Benehmen kommen. Wir stehen in der Öffentlichkeit und haben mit extrem viel Leuten in unterschiedlichsten Situationen zu tun. Da geht es mal um die etwas höheren Anforderungen, oft aber auch um die ganz einfachen Basics. Und es ist einfach erschreckend, wie wenig selbst diese beherrscht werden. Ich sitze ja selbst auch vorzugsweise in Jeans und Sweatshirt am Schreibtisch, wenn keine Mandantentermine anstehen, mache auch gerne mal einen lockeren Spruch, und bei uns privat geht es auch oft eher „bäuerlich“ zu. Aber die Art und Weise, wie man oft in der Öffentlichkeit von mehr oder weniger Fremden plump vertraulich angesprochen wird, dass Ehegatten/Begleiter dumm stehen gelassen und weder vorgestellt noch begrüßt werden, dass in Säle nach dem Motto gestürmt wird, „ich bin erster“, Buffets vor Eröffnung schon während der Reden gestürmt werden, und man dann schmatzenden Halbaffen mit einem Arm unter dem Tisch und offenem Mund gegenübersitzt, dieständig in fremde Gespräche platzen und dabei nicht mal in der Lage sind einen vollständigen Satz zu bilden, Leute ohne Rücksicht auf Verluste ganze Tanzflächen für sich beanspruchen, ist wirklich mehr als ernüchternd.
Und gerade was so schlecht begründbare Dinge wie Tischmanieren angeht, die nicht damit zu tun haben, dass man eine Banane mit Messer und Gabel essen würde, oder wie man perfekt einen Hummer zerteilt, höre ich von mehr und mehr Mandanten und Kollegen, dass diese in den Elternhäusern oft offenbar vollkommen ignoriert werden, was sich dann später bitter rächt. Der „Messer-und-Gabeltest“ bei Bewerbungsgesprächen ist kein Spleen einzelner Wichtigtuer, sondern wird deshalb so gerne genutzt, weil man damit sehr schnell, einfach und unauffällig überprüfen kann, ob man einen Mitarbeiter an die „Front“ sprich in die Öffentlichkeit lassen kann. Und da sind mir in letzter Zeit wirklich wundersame Geschichten in großer Zahl zu Ohren gekommen, die ich aber dank eigener Erfahrungen in Restaurants unbesehen glaube. Also ganz so einfach schein es mit der Selbsterkenntnis wohl nicht zu sein.
Gruß vom Wiz
Hi!
Ich stimme Dir im Großen und Ganzen zu, aber:
Gar keine Grenzen macht ja auch
keinen Sinn, dann lernt das Kind nicht, andere Menschen zu
respektieren (antiautoritär).
ist FALSCH.
Antiautoritäre Erziehung im Sinne ihres Erfinders zielt sehr wohl darauf ab, Kinder die Grenzen anderer erkennen zu lassen. Nur mit anderen Mitteln. 
Was Du oben beschreibst, ist Laissez-faire.
Wobei ich persönlich wenig davon halte, die Kinder immer wieder an die Grenzen unbeteiligter Dritter stoßen zu lassen und so die Grenzen zu erfahren, ich ziehe es vor, ihnen zu vermitteln, welche Grenzen „allgemein üblich und anerkannt“ sind, ohne aber die Einhaltung zu erzwingen. (Wenn alle Beteiligten zufrieden sind, muß ich keine „Grenzen setzen“, weder wenn es mir zu weit geht, noch wenn mir die Grenzen Dritter äußerst eng erscheinen mögen.)
Dazu gehört aber auch, daß Kinder ihre Grenzen selbst ziehen und sich gegen Überschreitungen zur Wehr setzen dürfen.
alien
Hallo!
Naja, ich bin trotzdem der Meinung, dass man durch korrektes Vorleben und ein wenig Geduld korrektes Benehmen hevorrufen kann, ohne ständig und bei jedem Pups das Kind darauf aufmerksam zu machen, was sich gehört und was nicht. Die Menschen, die sich nicht benehmen können haben ja zumeist auch Eltern, die das nicht können, bzw so sehr darauf gepocht haben, dass diese Menschen dann ausbrechen wollten…
Gruß,
N.
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