Vorsichtshalber würde ich aus dem Quark, den geriebenen (und dann mit ein wenig Salz 1/2h in ein Abtrockentuch gelegten und hernach gut ausgedrückten) Salatgurken und einem Becher Creme ein herkömmliches Tzatziki herstellen.
Den Käse (zerdrückt), den Frischkäse und die zweite Creme würde ich zu einer würzigen Schafskäsecreme verarbeiten, ein überaus leckerer Brotaufstrich.
Brauchst du halt noch Brot und für beide Varianten zum würzen jeweils Pfeffer, Knoblauch, Cayennepfeffer und Olivenöl.
Beides dann einfach zusammenrühren-warum eigentlich nicht?
Wobei gegen Tzatziki der Quark spricht. Tzatziki wird nur in arg eingedeutschten Varianten mit Quark gemacht. Und die „leichte Creme“ in dem Zusammenhang ist eh wieder ein Hinweis auf alberne Kalorienzählerei. Magerquark nehmen - aber dafür mit Sahne aufpeppen. Und damit es nicht der Pepperei zu viel ist, ein (überteuertes) fettreduziertes Produkt rein, anstatt direkt gescheiten Quark kaufen, den braucht man dann auch nicht auffetten
aber selbstverfreilich *g*. Entweder man reibt ein wenig Zwiebel rein oder für Leute mit publikumsverkehrhaltigen Jobs am nächsten Tag die überaus leckere Variante mit frischer Minze, sozusagen eine Art gehaltvolle Kaltschale. Schon mal probiert? Der Hammer.
Ich möchte bei der Gelegenheit anmerken, dass die Minze nicht etwa irgendeine Spielerei ist (von wegen Kaltschale! *kleine-Entrüstungsfalte-auf-der-Stirn). Dieses harmlose Kraut unterscheidet die griechische Variante Tzatziki von der türkischen Variante Cacik
300g Joghurt und 200g Quark (eher weniger), ein franz. Knofel fein gehackt, halbe Gurke fein geraspelt (mit Schale), zwei ordentliche Spritzer Zitrone, Salz und Pfeffer, Dill, das Ganze mind. einen halben Tag im Kühlschrank ziehen lassen und dann auf Zimmertemperatur.
mit frischer Minze
anstelle Dill? Werd ich mal probieren, absolut vorstellbar
man nimmt Joghurt. Am leckersten (und auch *oweia Hüftgold grüßt* ist natürlich der originale griechische Total.
Aber mit dem handelsüblichen türkischen Ömur Yogurdu zum Beispiel (preislich Welten erschwinglicher) geht das natürlich auch.
Wichtig ist halt, die geschrabselte Gurke gut gesalzen so 1/2-1h mindestens ziehen lassen und denne in ein Geschirrtuch zu legen und gründlich auszuwringen (der austretende Saft ist besonders im Sommer sterbenslecker).
Sonst verwässert das Ganze zu sehr. Wobei *HUHU PETRA* meine türkischen Gewährsleute ihre Variante, das Cacik mit viel Minze anstatt griechischer Knofiorgien in der Tat absichtlich ein gutes Teil suppiger als die Griechen zubereiten, womit der Vergleich mit einer Kaltschale (gleich gips Haue) durchaus gegeben wäre.
Das wird dann auch tatsächlich fast wie Gazpacho zuweilen gelöffelt, einfach, wenn nichts anderes vorhanden ist zum Raufkippen (außer Pide), weil zu heiss das Wetter oder zu klein die Zwischenmahlzeit oder, unfreiwillig, aus wirtschaftlichen Gründen.
Ohne jetzt den Glaubenskrieg zwischen Cacik und Tzatziki anzuzetteln…
-> Basis türkischer / griechischer, ergo stichfester Joghurt. Es kann fetter (10%) sein, muss aber nicht. Wir nehmen eigentlich immer ca. 3,5% igen und mögen den sogar lieber, weil der 10%ige doch deutlich fettiger schmeckt und nicht ganz so erfrischend ist.
-> Die Gurke raspeln, salzen (das braucht nicht so üppig sein, wie Annie schreibt, es reicht normales salzen), Wasser ziehen lassen und ausdrücken. Auch hier mache ich mir nicht die Mühe mit Tuch sonder drücke per Hand aus. Bei festem Joghurt reicht das eigentlich, es sei denn, man will wirklich eine ganz dicke Creme haben.
-> Knoblauch, fein gewürfelt (wobei wir den auch oft weglassen, wegen der Ausgehtauglichkeit. Richtig gemacht schmeckts auch ohne)
So. Und nun scheidet sich das ein bisschen.
Man kann etwas säuern (mit einem Spritzer Zitronensaft oder Essig)…(eher griechisch),
man kann Dill oder Minze oder beides nehmen (Minze ist eher türkisch), aber kein Schnittlauch, keine Petersilie oder son Quatsch, das wäre dann Kräuterquark,
man kann mit Olivenöl beträufeln
Deutlich wichtiger: kein Quark, kein Schmand oder son Zirkus, keine Zwiebel.
Wenn wir schon bei Spielereien sind, dann richtig. Dann Crossover nach Italien und Tzatziki zur Pannacotta verwursten. Das ist dann eine durchaus witzige Vorspeise bzw. macht sich besonders nett auf einem Vorspeisenteller, bei dem dann noch weitere Spielereien drum herum liegen: http://goccus.com/rezept.php?id=2213
Tendenziell eher ohne Minze und selten nur mit Minze. Wobei „der Süden“ (besonders Kreta) kulinarisch ja eh stärker unter osmanischen / orientalischen Einflüssen steht.
Danke für eure Ratschläge
Es wurde dann Tzaziki und Schafskäsecreme. Beides mit Knobi, denn in einem gut sortierten Haushalt sollte Knobi immer vorrätig sein.
Ich persönlich kenne Tzaziki nur aus Schmand, einem geringen Anteil Yoghurt , Gurke , Knobi, Salz und Pfeffer