Was fasziniert das menschliche Hirn an TV-Bildern?

Fernsehn zieht magisch an. Nahezu niemand ist in der Lage NICHT hinzuschauen, sich NICHT ablenken zu lassen, wenn irgendwo ein Bildschirm flimmert. Was passiert dabei eigentlich neurobiologisch? Warum ist das so?

Bei allem, was uns Menschen umgibt, gibt es immer auch etliche, die darauf überhaupt nicht anspringen - es gibt Menschen, die mögen keine Süßigkeiten, keinen Alkohol, keinen Fußball . . . aber gerade bei Kindern kann man fast 100% davon ausgehen, dass sie vor der Glotze kleben bleiben. Warum? Warum langweilt sie das nicht? Was passiert da im Körper, im Gehirn?
Warum gibt es KEIN Kind, das anfägt zu weinen „bitte, bitte, ich mag jetzt nicht fernsehgucken müssen“ . . . .

hi

Fernsehn zieht magisch an. Nahezu niemand ist in der Lage
NICHT hinzuschauen, sich NICHT ablenken zu lassen, wenn
irgendwo ein Bildschirm flimmert. Was passiert dabei
eigentlich neurobiologisch? Warum ist das so?

da schlägt das kleinhirn und damit der Jäger in uns durch - die Bilder bewegen sich …

Warum gibt es KEIN Kind, das anfägt zu weinen „bitte, bitte,
ich mag jetzt nicht fernsehgucken müssen“ . . . .

das sind unsere Urinstinkte - und gerade Kidner sind NOCH instinktgesteuerter als Erwachsene

Gruß H.

Huhu!

Es gibt sehr wohl Kinder, die sagen, ich mag jetzt nicht fernsehgucken. Ich kenne da zumindest 2 Exemplare :smile:
Ich persönlich schaue auch nicht gerne fern, meist langweilt mich die Handlung und das stillsitzen ohne was tun zu können nach ein paar Minuten.
Wenn ich in einer Bar oder so sitze, wo im Hintergrund ein Fernseher läuft, fällt es mir hingegen unglaublich schwer, den Blick abzuwenden.
Das liegt daran, das wir Augentiere sind - die Augen sind unser wichtigstes Instrument, um Informationen über unsere Umwelt zu erlangen.

Außerdem funtktioniert das mit dem sehen ungefähr so:
Es gibt nur einen ganz kleinen Bereich auf der Netzhaut, der zu wirklich hohen Auflösungen in der Lage ist, der sogenannte gelbe Fleck. Hier ist die Dichte von Sehzellen am höchsten.
Außerhalb des gelben Flecks sind die Sehzellen nicht sehr dicht, die Sehschärfe sehr schlecht.
Das liegt daran, das wenn die komplette Retina so dicht besetzt wäre wie der gelbe Fleck, unsere Hirne und der Sehnerv um einiges größer sein müßten, um den Input zu verarbeiten.
Das Gehirn bedient sich nun des folgenden Tricks:
Wenn ihm im Bereich des eher unscharfen sehens ein Lichtreiz auffällt, der möglicherweise spannend ist, wird sofort das Auge dahinbewegt. Meist nur ganz kurz, und so schwach, das es kaum auffällt, weil die Augen wieder zur eigentlichen Aufgabe zurückkehren.

Und normalerweise ist der Lichtreiz danach abgearbeitet:
Da war ein Eichhörnchen, da war ein leckeres Exemplar des bevorzugten Geschlechts, da ist ein Auto, muss ihm ausweichen …

Beim Fernseher treten aber ständig und ununterbrochen neue Lichtreize auf, die das Gehirn alle als „neu und beachtenswert“ einstuft.

Darum ist fernsehn aus rein Sinnesphysiologischen Gründen so ablenkend.

Das die Fernsehmacher sich natürlich bemühen, ein möglichst spannendes Programm anzubieten, verschlimmert das Problem.
Außerdem wird einem immer sugeriert, das man was verpasst, wenn man jetzt abschaltet - und aus eigener Erfahrung weiß ich, das der Drang zu schauen, wie es bei der Lieblingserie weitergeht erst nach einiger Zeit verfliegt.

Viele Grüße!
Ph.

das sind unsere Urinstinkte - und gerade Kidner sind NOCH
instinktgesteuerter als Erwachsene

das würde aber nur erklären, warum man hinschaut - aber nicht, warum man davor hängen bleibt! Und dann noch lustvoll - wären es die Instinkte, dann wäre der Körper dabei ständig voller Adrenalin . . .