Hallo miteinander,
um es gleich vorwegzunehmen:
Auch ich war als Kind immerhin 2 x in bekannten Freizeitparks. Mit meinen Kindern waren wir bisher nur im Legoland in Billund und fanden es sehr schön - waren allerdings an einem Tag fast ohne Warteschlangen und Menschenmassen dort. Weitere Parkbesuche gab es unter anderem deshalb nicht, weil wir die letzten Jahre immer noch ein Baby/Kleinkind dabei hatten und diesem und uns den Stress nicht zumuten wollten (ja, ich weiß, man kann auch auf der Parkbank stillen - aber ich finde, es beeinträchtigt das Gesamtvergnügen für die ganze Familie ganz erheblich). Ich bin also nicht grundsätzlich gegen Erlebnisparks.
Diese Freizeitparks sind ja momentan so „in“, dass ich mich wirklich wundere. Immer wieder erzählen mir Eltern von dem ach so tollen Sonntag, nur die Wartezeiten mit mindestens einer Stunde waren zäh, aber da muss man die Kinder eben ablenken. In den Klassen meiner Töchter sind Parkbesuche mehrmals im Jahr mittlerweile eine ganz normale Freizeitbeschäftigung: Autotür auf, 1-3 Stunden Autobahn, den Tag im Park verbringen, müde heimfahren.
Was ist daran so toll ? Wir leben beispielsweise recht großstadtnah, es gibt 2 x pro Jahr in Stuttgart einen riesigen Rummel (Frühlings- und Volksfest), die Fahrgeschäfte, Zuckerwatte und Magenbrot können Kinder also locker auch hier erleben. Natürlich ist ab und zu (so etwa alle 2 Jahre) ein Parkbesuch vielleicht eine nette Abwechslung, aber öfter ??? Es gibt hier massenhaft tolle Alternativen, kleinere Parks, Naherholungsgebiete, Museeen usw. fast vor der Haustür, aber die werden kaum genutzt.
Außerdem fangen die Familien mit Dreijährigen bereits den Parktourismus an. Was bleibt da noch, wenn die Kinder einmal älter sind ? Ich kenne nicht wenige Achtjährige, die jedes Wochenende ein recht aufwendiges Programm brauchen…
Erklärt mir doch bitte, warum Ihr Euch bei den großen Parks in die Schlange stellt !
Viele Grüße,
Sylvia


