Ich hab jetzt bald das erste Semester meines Mathe-Studiums hinter mir. Wenn ich anderen erzähle, dass ich Mathe studiere, ernte ich zunächst Blicke von ungläubigem Entsetzen über Bewunderung bis zu Verachtung und nach dem Bekenntnis, dass man selbst nie Mathe konnte, folgt die Frage, was man denn dann später wird.
Jedesmal frage ich mich das selbst auch. Man hört ja landläufig von den ausgezeichneten Berufschancen, die Mathematiker haben, aber in welchen Berufen denn???
Fragt mich bitte nicht, warum ich überhaupt Mathe studiere, wo ich doch nicht mal weiß, was ich später werden soll, bin schon froh, dass ich mich überhaupt mal für ein Studienfach entschieden habe, das mir Spaß macht und das ich kann.
Ja, also irgendwie müssen wir doch unsere Arbeitslosenstatistik voll bekommen …
Scherz beiseite
Folgende Antworten hätte ich parat:
Hochschulkarriere (falls Du zu den 0,1% Genies gehörst, die für einen geringen Lohn auf unsicheren Stellen ausharren wollen).
Lehrer (da gibt es eigentlich nicht genug - momentan)
An einem Versicherungsunternehmen arbeiten (Hier sind die Bandbreiten etwas weiter, aber die Aussichten - keine Ahnung)
In der IT-Branche (Bis Du mit dem Studium fertig, sind die Aussichten vermutlich wieder sehr gut)
In Verbindung mit einem Ergänzungsstudium - vorzugsweise BWL - in Richtung Management (aber das lernst Du nicht im Studium der Mathematik)
Du solltest Dir im Klaren sein, dass die reine Mathematik, die Du jetzt lernst, ein Werkzeug ist, das Du später vielleicht einmal anwendest. Aber eigentlich lernst Du „nur“ Methoden, die Du in Deinem späteren Beruf höchstwahrscheinlich fachfremd einsetzen wirst.
Ja, also irgendwie müssen wir doch unsere
Arbeitslosenstatistik voll bekommen …
Scherz beiseite
Folgende Antworten hätte ich parat:
Hochschulkarriere (falls Du zu den 0,1% Genies gehörst, die
für einen geringen Lohn auf unsicheren Stellen ausharren
wollen).
hallo? wo kommst du denn her? an den hochschulen, die ich kenne, sind die professoren weder genies, noch harren sie für einen geringen lohn aus. und schon gar nicht auf unsicheren stellen. im gegenteil. professor ist quasi ein job auf lebenszeit.
hallo? wo kommst du denn her? an den hochschulen, die ich
kenne, sind die professoren weder genies, noch harren sie für
einen geringen lohn aus. und schon gar nicht auf unsicheren
stellen. im gegenteil. professor ist quasi ein job auf
lebenszeit.
Hallo Michael,
Du hast dich wohl noch nicht so eingehend mit den Details einer wissenschaftlichen Karriere auseinandergesetzt.
Es geht hier nicht so sehr um die C4 (oder auch noch C3) Professoren, sondern um alle anderen und den Weg dahin.
Da gibt es keine festen Stellen, sondern nur befristete.
Gelegentlich gibt es auch mal nur eine Stipendium (Ist lustig, wenn man 35 ist und Kinder hat. Bei Stipendien werden keine Sozialabgaben gezahlt, also auch keine ANsprüche erworben).
Da bist Du auf Gedeih und Verderb und bis über die Habilitation hinaus dem Wohlwollen Deines Chefs ausgliefert (Und einfach kündigen geht nicht, dann ist Deine Karriere im Eimer).
Ich hab jetzt bald das erste Semester meines Mathe-Studiums
hinter mir. Wenn ich anderen erzähle, dass ich Mathe studiere,
ernte ich zunächst Blicke von ungläubigem Entsetzen über
Bewunderung bis zu Verachtung und nach dem Bekenntnis, dass
man selbst nie Mathe konnte, folgt die Frage, was man denn
dann später wird.
SO ist mir das auch immer gegangen. Ich habe dann gesagt ich werde mal Astronaut
Jedesmal frage ich mich das selbst auch. Man hört ja
landläufig von den ausgezeichneten Berufschancen, die
Mathematiker haben, aber in welchen Berufen denn???
Derzeit sucht die Versicherungsbranche, also die VU selbst, aber auch Beratungsunternehmen händeringend Aktuare (schöneres Wort für Versicherungsmathematiker). Ich (Und meine Kollegen) kriege regelmäßig Anrufe von Headhuntern. Umgekehrt haben bekommen wir seit Jahren offene Stellen nicht besetzt.
Wie das in 5 Jahren aussieht ist natürlich schwer zu sagen. Einerseits steigen durch die Deregulierung die Anforderungen und damit der Bedarf an Mathematikern, andererseits gibt es einen Konsolidierungsprozeß in der Branche, dem einige kleinere Unternehmen zum Opfer fallen werden.
Die weiteren klassischen Felder sind natürlich die IT Branche im allgemeinen.
Des weiteren kommen auch in der deutschen Finanzbranche in den letzten Jahren moderne Methoden in Gebrauch. Auch hier kann man als Mathematiker seine Brötchen verdienen.
Wenn Du Lehrer werden willst brauchst Du ein Nebenfach und musst Dein Studium gleich darauf ausrichten.
Zur Hochschulkarriere wurde schon was gesagt. Wenn Du es Dir aber zutraust, ist es das schönste das es gibt.
Fragt mich bitte nicht, warum ich überhaupt Mathe studiere, wo
ich doch nicht mal weiß, was ich später werden soll, bin schon
froh, dass ich mich überhaupt mal für ein Studienfach
entschieden habe, das mir Spaß macht und das ich kann.
Wenn es Dir Spaß macht ist das der beste Grund es weiter zu machen. Alles weitere wird sich finden.
hallo? wo kommst du denn her? an den hochschulen, die ich
kenne, sind die professoren weder genies, noch harren sie für
einen geringen lohn aus. und schon gar nicht auf unsicheren
stellen. im gegenteil. professor ist quasi ein job auf
lebenszeit.
zusätzlich zu den schon erwähnten Möglichkeiten:
Kryptographie-Spezialist beim Geheimdienst (angeblich ist die amerikanische NSA der größte Arbeitgeber für Mathematiker weltweit).