Hallo,
Ich will damit zur Arbeit fahren ca. 30 KM (alles gute Radwege oder Straßen (ca. 80 Mnuten) ).
Ich bin 40 nicht sehr sportlich und wiege ca 115 KG (min. 20 KG zu viel).
welche Rad ist richtig ?
Ein Trekkingrad oder geht schneller und leichter mit einem Fitnessbike oder einem Crossbike ?
zunächst mal ist eine ganz entscheidende Frage, ob du immer, bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit damit zur Arbeit fahren möchtest: In diesem Fall scheiden sowohl Cross- als auch Fitnessbikes in der Regel aus, weil sie normalerweise über keine Straßenausstattung (sprich: Schutzbleche und Lichtanlage verfügen). Es sei denn, du rüstest z.B. Schutzbleche nach und verwendest Batteriebetriebene Lampen. Auf jeden Fall sind fest montierte, dicht über den Reifen befindliche Schutzbleche bei Regen und nassen Wegen das einzig Wahre. Batteriebeleuchtung hat den Vorteil, daß man sich nicht mehr anstrengen muß und im Sommer eventuell nicht den Beleuchtungsballast mit rumschleppen muß (kommt natürlich auf die Arbeitszeiten an…)
Wenn du an einem Cross- oder Fitnessbike eine dynamobetriebene Lichtanlage nachrüsten willst, die was taugt, wird es schnell ziemlich teuer. Bei Trekkingrädern ist alles schon dran, und besonders gut ist es, wenn ein Nabendynamo vorhanden ist (unempfindlich gegen Witterungseinflüsse und sehr hoher Wirkungsgrad).
Bei täglich 60 Km macht es durchaus Sinn, etwas tiefer in die Geldbörse zu greifen und auf vernünftige Schaltungskomponenten zu achten, mindestens im Deore-Bereich, eher höher, weil die billigeren Gruppen bei so einem Allwetter-Dauereinsatz schnell an ihre Grenzen kommen. Eventuell käme vielleicht auch eine Nabenschaltung in Frage, der Wirkungsgrad und die Anzahl der Gänge ist i.d.R. geringer als bei Kettenschaltungen, dafür ist die Kapselung gegenüber Witterungseinflüssen besser.
Falls das Fahrrad nur die Option für besseres Wetter sein wird, ist ein Crossrad oder (weniger universell) Fitnessbike eine super Alternative, weil sie meistens erheblich leichter sind als vollausgestattete Trekkingräder und du demzufolge deutlich leichter und schneller unterwegs sein wirst…
ich fahre an ca. 120 Tagen im Jahr 25 km (einfache Strecke) zur Arbeit und kann dir nur empfehlen achte auf Qualität! Du ärgerst dich sonst nur und gibst das Fahren dann schnell wieder auf. Außer den bereits genannten Kriterien würde ich dir eine Federung empfehlen um die typischen Promleme mit den Handgelenken abzumildern. Ich bin anfänglich mit einem ganz normalen Trekkingrad gefahren und habe schnell Probleme mit den Handgelenken und im Nacken bekommen. Mittlerweile fahre ich ein Liegefahrrad (nicht ganz billig, würde es aber nicht mehr gegen ein normales eintauschen wollen).
Gruß, Quendi
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Ich will damit zur Arbeit fahren ca. 30 KM (alles gute Radwege
oder Straßen (ca. 80 Mnuten) ).
wenn das nicht alles Stadtverkehr ist, kann ich dir ein Liegerad empfehlen. Du fährst sehr entspannt, keine Probleme mit Nackenverspannungen, Schmerzen in den Handgelenken oder am Hintern. Und ein bisschen schneller ist es auch (nach einer längeren Trainigsphase um sich auf die geänderten Belastungsverhältnisse einzustellen). Es gibt Versionen vom Sesselrad (mehr für Stadtverkehr) über Tourenräder bis zu Halb- und Vollrennmaschinen.
Entgegen allgemeiner Ansicht sind die Dinger auch recht einfach zu fahren. Man sollte sich nur zu Anfang nicht gleich an einem Renngerät versuchen. Die sind auf Grund ihrer niedrigen Sitzposition etwas kippelig.
Ich selber fahre seit Jahren täglich 20 km(einfach) zur Arbeit. Zuerst mit einem Tourenlieger, jetzt mit einer Halbrennmaschine. Ich will auf keinen Fall mehr auf ein Normalfahrrad umsteigen. Bei dir stellt sich natürlich die Frage, ob du dich eher durchs Neckartal oder Richtung Odenwald bewegst. Für ausgeprägte Bergfahrten ist das Liegerad nicht so optimal. Ein bisschen hügeliges Kraichgau ist aber problemlos zu schaffen.
Der recht hohe Preis für ein gutes Liegrad wird bei deinen Fahrleistungen auch schnell durch das gesparte Benzin (+Nebenkosten) eingefahren.
Ich kann dir nur empfehlen, dich mal auf der Spezialradmesse in Germersheim umzusehen (ist ja nicht weit weg). Die findet dieses Jahr am 23. + 24. April statt und dürfte wohl die größte Messe zu diesem Thema in Europa sein. Außerdem kannst du dir im Laden in Germersheim auch jederzeit ein Liegerad gegen Gebühr ausleihen und bekommst sehr kompetente Beratung.
Ich will damit zur Arbeit fahren ca. 30 KM (alles gute Radwege
oder Straßen (ca. 80 Mnuten) ).
Ich bin 40 nicht sehr sportlich und wiege ca 115 KG (min. 20
KG zu viel).
hier möchte ich als selbst mit Übergewicht erfahrene noch etwas dazu beitragen, da sonst das wesentliche schon gesagt wurde:
welche Rad ist richtig ?
möglichst eines, das mehr als 120 kg Maximalgewicht (Standardwert bei „normalen“ Fahrradrahmen) verträgt. Sonst kannst Du außer Dir selber nichts mehr fortbewegen. Da sind nach meinen neuesten Erkenntnissen die Utopia-Räder http://www.utopia-fahrrad.de ziemlich vorne. Auf der Web-Site kannst Du Dich ja auch mal in Ruhe umschauen.
Bei Liegerädern kenne ich mich nicht so aus. Ich kann keines fahren, da ich von keinem mir bekannten Liegedreirad in Rückenschulgerechter Form absteigen kann. Aber dass die die Mindestzuladung tragen, glaube ich schon. Spezi ist hier sicher eine gute Idee. Da ist auch Utopia da, soweit ich informiert bin.
auf was soll man achten ?
Weniger auf die „Marketing“-Namen der Räder wie Trekkking, Fitness und wie sie alle heißen, sondern eher auf die passende Größe und bequemes Fahren. Daher geht ohne Probefahren gar nichts.