…könnte ein Zahnarzt illegalerweise benutzen, die bei unsachgemäßem Umgang irreparable Nervenschäden verursacht?
Eine Sprechstundenhilfe bei meinem Zahnarzt kann nicht mehr arbeiten, hat chronische Migräne, Gelenk- und Nervenschmerzen etc., angeblich weil in der Praxis irgendeine verbotene Chemikalie angewendet wurde.
Abgesehen vom zweifelhaften Wahrheitsgehalt solcher Gerüchte…hat jemand eine Idee, um was für eine Chemikalie es sich handeln könnte? Mehr Details hab ich leider nicht, außer dass die Person ziemlich lange dort gearbeitet hat.
Grüße
Sonja
In den neunziger habe ich ein aktuelles Buch gelesen aus den Daunderer VErlag - „Quecksilber und Quecksilbervergiftungen“ oder so ähnlich. Es war interessant, weil dort auch Berichte usw. darin veröffentlicht wurden. Von dem Krankheitsbild würde ich auf so eine Quecksilbervergiftung tippen - bin aber kein Arzt. Dagegen spricht aber, dass streng genommen Hg kein Gift ist, aber als Gift behandelt wird. Erst die Verbindungen, machen dieses Element zu einer hochgradigem Gift.
Gruß
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In den neunziger habe ich ein aktuelles Buch gelesen aus den
Daunderer VErlag - „Quecksilber und Quecksilbervergiftungen“
oder so ähnlich. Es war interessant, weil dort auch Berichte
usw. darin veröffentlicht wurden. Von dem Krankheitsbild würde
ich auf so eine Quecksilbervergiftung tippen - bin aber kein
Arzt. Dagegen spricht aber, dass streng genommen Hg kein Gift
ist, aber als Gift behandelt wird. Erst die Verbindungen,
machen dieses Element zu einer hochgradigem Gift.
Gruß
Servus Liebelt,
das einzige, was Daunderers Bücher je gewesen sind, ist tatsächlich, daß sie irgendwann einmal aktuell (also neu erschienen) waren. Ansonsten hatte dieser ‚Guru‘ von nichts eine Ahnung. Doch - vom Kohle machen!
Trotzdem: Quecksilber in Dampfform ist sehr giftig. Die gesetzlich vorgeschriebene maximale Arbeitsplatzkonzentration liegt bei
0,01 mg/m³
Gerade in Altpraxen (Zahnärzte in n-ter Generation) mit Dielenböden, wo die ‚Helferinnen‘ von Papa und Opa schon Amalgam mit Mörser und Pistill angemischt haben, ist eine chronische Quecksilberbelastung theoretisch denkbar. Da könnten in den Bodenritzen schon mal ein paar hundert Gramm gefunden werden.
Erst seit das Amalgam in Kapselanmischgeräten aufbereitet wird (80iger Jahre), ist der Umgang damit auch für Assistenz und Behandler sicher geworden. Die PatientInnen waren zu kurz und zu selten in den Praxen, um in Gefahr gewesen zu sein.
Also … bei dieser Symptomatik würde ich schon ärztliche Beratung suchen, und dabei gezielt nach einer chronischen Hg-Vergiftung fragen.
Kai
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Neben dem Dauerthema Quecksilber (das in ZArztpraxen ja nicht verboten ist und daher nicht ganz zum Fall passt)kann evtl auch ein scharfes Desinfektionsmittel oder Reinigungsmittel in Frage kommen, da gibt es einige, die zB. für die Reinigung/Desinfektion von bestimmten Gewerbebereichen erlaubt sind, aber eben nicht für Arztpraxen oder Lebensmittelindustrie oder bei deren Benutzung gewisse Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen sind (Atemmaske, Ganzkörperkondom)
Ich denke das könnte eher in die Richtige Richtung führen.
Vieleicht wäre sie bei einem Arbeits- oder Umweltmediziner an der richtigen Stelle für eine genauere Diagnose. Falls die nicht im Telefonbuch stehen, hilft auch eine Anfrage bei der Ärztekammer zur Adresse.
Gruß Susanne
Hallo Liebelt,
mir fallen da neben dem Hg aber auch noch Desinfektionsmittel ein, die auch zu solchen Anzeichen führen könnten (z.B. Formalin).
Um eine aufwändige ärztliche Untersuchung wird hier kein Weg führen 
Ich habe das Buch im Zeitrahmen 1992 bis Ende 1993 in der Deutschen Bücherei in Leipzig nebenbei gelesen, als Entspannung, weil ich extra nach etwas anderes recherieren mußte und deswegen ich extra nach Sachsen fuhr. Deswegen müßte das Buch so 1987 - 1993 erschienen sein.
In dem Buch wurden BErichte aufgeführt, die die Symtomatik von Patienten mit Quecksilberfüllungen aufführten - vor der Zeit, wo in den Medien über diesen Amalgamfüllungen diskutiert wurde.
In anderen Quellen habe ich gelesen, daß metallisches Hg nicht giftig wäre, weil man es trinken könne - macht nur dunkle, feste Exkremente. x-tausendfach giftiger sollen die Allyl- und Alkylverbindungen von Hg sein. Das man im Mittelalter mit Hg-Dampf im Vatikan die Hierachie zurechtrückte ist mir auch bekannt.
Aber warum ich mich melde ist der Grund, daß ich in Erinnerung hatte Daunderer sei ein VErlag für Mediziner und nicht der Verfasser.
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Servus Liebelt,
es hat doch Sinn, wieder mal in die alten Beiträge zu schauen.
Daunderer war ein paranoider Toxikologe. Wer ihn hat Professor werden lassen, weiß ich nicht, er führte diesem Grad jedenfalls.
Er war jedenfalls nicht verrückt genug, um nicht die übliche Claque multimorbider ‚von-Allem-Betroffener‘ um sich zu scharen, und sie auch ein bißchen auszunehmen. Jedenfalls betrieb seine Frau ein Institut, das den Zahlungsfähigen unter den Vergifteten dabei half, die toxischen Quecksilberspiegel (die er im Röntgenbild ‚nachwies‘) zu messen und auszuleiten.
Daß in Bayern die Leut’ drum betteln, daß man sie über den Tisch zieht, hat Mindestens seit dem 19ten Jahrhundert Tradition - es muß aber jemand mit einem guten bayerischen Namen sein
)
Kai
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