Was gegen Ängste tun

Hallo zusammen,

ich habe Höhenangst. Zwar nicht so, dass ich nicht auf einem Turm stehen und runtergucken kann, aber wenn ich dran denke, zu fliegen eine Hausaußenwand runterzugehen, mit dem Fallschirm zu springen, Bungee-Jumping zu machen, wirds mir flau Magen.

Des Weiteren habe ich Lampenfieber. Immer wenn ich vor größeren Gruppen sprechen muss, spreche ich zu schnell, verhaspel mich, finde, dass ich eine zittrige Stimme habe, zittere innerlich, bin aber äußerlich wie gelähmt, mir fehlen dann manchmal die passenden Worte, hab kleine Wortfindungsstörungen, will dann DAS Wort raushauen oder DEN Satz bringen, kommt aber oft murks raus. Dann werde ich bächtig möse. In Stresssituationen verliere ich gegen meine Impulsivität und lasse mich dann meist auf das verbale Niveau des Gegenübers herab.

Was kann man konkret gegen diese Ängste und Probleme machen?

Was kann man allgemein gegen irgendwelche Ängste machen? Ist es z. B. ratsam und hilfreiche, wenn man sich genau diesen Ängsten stellt und z. B. einfach mal eine Ballonfahrt z. B. macht? Oder sollte man sich an die Ängste langsam rantasten, damit man diese komplett bekämpfen kann? Wenn ja, wie?

Bitte um eure Antworten.

Vielen Dank im Voraus.

Schöne Grüße

DU

Hallo,

das Mittel der Wahl in Bezug auf die Überwindung von (irrationalen) Ängsten ist Konfrontation. Je nach Ausprägung einer Angststörung kann man diese alleine hinkriegen oder benötigt professionelle Begleitung.

Aber: Nicht jede Angst ist auch zwingend behandlungsbedürftig. Man kann vermutlich hervorragend damit leben, niemals im Leben von einem Kran zu springen. Zum Problem wird es erst dann, wenn die eigene Lebensgestaltung in Mitleidenschaft gezogen wird. Bei Flugangst wäre z.B. durchaus vorstellbar, dass diese - wenn sie nicht überwunden wird - eine langfristige Einschränkung der Urlaubsgestaltung bedeuten kann.

Reden vor anderen kann man trainieren. Auch hier ist Konfrontation mit immer neuen Redesituationen hilfreich.

In Stresssituationen verliere ich gegen meine Impulsivität und lasse mich dann meist auf das verbale Niveau
des Gegenübers herab.

Das hat in meinen Augen nicht unbedingt mit Ängsten zu tun.

Wie auch immer: Wenn du wirklich Handlungsbedarf siehst, kann dir mit ziemlicher Sicherheit eine Verhaltenstherapie weiterhelfen.

Schöne Grüße,
Jule

also ich hätte auch angst mich irgendwo runter zu stürzen nur mit einem gummiseil an den füssen. für mich stellt diese angst aber kein problem dar, weil ich nicht wirklich wild auf sowas bin. da könnte man genauso gut sagen: „ich habe angst davor ohne fallschirm aus einen flugzeug in einen see voller haie zu springen. wie kann ich diese angst überwinden?“ wenn man nicht gerade ein stuntman ist, der genau das tun soll, braucht man diese angst nicht zu überwinden.

beim reden vor einer gruppe ist es oft die angst fehler zu machen die einen unsicher werden lässt. und diese angst verliert man, bzw selbstvertrauen gewinnt man, indem man es einfach macht. das ist reine übungssache.