Was genau tun bei dysthymie u Sprechprobleme

Hallo ihr Lieben,

Ich bin schon in Ärztlicher und Therapeutischer Behandlung (Kunsttherapie), aber ich glaube nicht, dass die Zwei die richtige Hilfe auf meinem Weg sind.

hier mein mein Problem in Kurzform: Bin nun 23, habe mein Abi 2007 mehr schlecht als recht geschafft (viel geschwänzt aufgrund der neurotischen Depression) und habe vor ca 7 monaten mein Studium wegen psychischen Zusammenbruch abbrechen müssen. Heute ein gebrochener Junge, der eigentlich mit seinen anderen Feunden ins Leben starten sollte …
Heute nach intensivster Eigenanalyse und weniger erfolgreichen Selbsttherapeutischen Versuchen bin ich nun endlich auf den Namen meines Problems gestoßen.

Einhergehend mit der Depression oder auch Grund für die immer schlimmer werdende Situation ist ein schon länger bestehendes Sprech- und Artikulationsproblem und ganz schlimme Konzentrationsschwierigkeiten. Psychosoziale Kontakte zu Freunden und Verwandten sind äusserst strapaziert und meine Oft motivierte Suche nach einem geeigneten Praktikum/Ausbildungsplatz wird von meinen labilen Schwankungen immer wieder zu Nichte gemacht. Soziale Phobie hat sich mit der Zeit auch entwickelt

Eigentlich wollte ich ab September ein längeres Praktikum in einem Waldkindergarten machen, aber meine Panik und Ängste lässt mir allein die Vorstellung im Halse stecken …

Nun ja, die Infos sind eher knapp gehalten, auch weil ich meine Gedanken kaum strukturieren kann, aber ich hoffe doch sehr mir kann jemand helfen welche Klinik für meine Sache geeignet wäre und welche Therapeutische Maßnahmen bei eher zu Empfehlen seien, z.B.: Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie, (evtl. Antidepressiva)

vielen Dank schon mal im Voraus und gerne auch Fragen stellen, Vince

Hallo vincenoir,

da hast Du ja schon sehr gut recherchiert und Dein Verhalten bzw. die Auffälligkeiten detailliert analysiert… macht es Therapeuten nicht unbedingt leichter.
Fakt ist: Kliniken o.Ä. kann ich Dir nicht nennen, auch weiß ich nicht, welche Art von Therapie für Dich die Beste ist.
DAS sollten Fachleute entscheiden, die Dich persönlich kennen.
Viel Erfolg.

MfG,
Doro

Hallo Vince,

Ja ich kenne das…mit den Freunden ins Leben starten zu wollen jedoch nicht zu können. Also wie genau äußern sich deine Sprachstörungen? Ist ja ein ziemlich umfangreiches Wort was in der Praxis alles bedeuten kann. Stotterst Du oder „verschluckst“ Du Wörter beim Sprechen sagst Du sie in falscher Reihenfolge oder versagt deine Stimme komplett? Das sind alles Dinge die ich wissen müsste :smile:! Also bei mir kam das alles ohne Grund quasi über Nacht. Ich habe gerne und gut Referate gehalten war sogar bei Vorlesewettbewerben als Beste hervorgegangen und eines grauenhaften Tages fing ich an zu schwitzen während eines Vortrages. Meine Kehle schnürte sich zu und mir wurde speiübel. Die Blicke und das Gelache der Anderen war auch nicht gerade förderlich. Meine Gesamte Schulzeit wurde zum Disaster. Erst bekam ich kein Wort mehr raus bei Vorträgen dann schon beim simplen Vorlesen eines Arbeitsblattes und zum guten Schluss nicht einmal mehr wenn der Lehrer eine Antwort auf eine Frage wollte. Ich musste mit einem 1,0 Notendurchschnitt mit Hauptshulabschluss abgehen und wurde mehr oder weniger nur belächelt oder als Besheuert abgetan. Daraufhin folgten unzählige Termine bei einem Jugend-Psychiater der erstmal vermutete das ich Blöde war und einen IQ-Test anordnete. Als dieser Überdurchschnittlich gut ausfiel wusste er sich keinen Rat mehr und schob mich ab. Der nächste gab mir innerhalb von einem dreiviertel Jahr 6 verchiedene Medikamente doch keines wirkte. Danach kam ich für 6 Wochen in eine Psychosomatische Klinik auch hier wurde mein Problem sogar von den Ärzten belächelt da sie viel Beklopptere gewohnt waren…Auch das habe ich selbst sehr schnell gemerkt! Dort waren Menschen die die Türen nicht selbst aufmachen wollten aus Angst ihr Arm fiele ab. Also Witzig war das nicht. Ich bin mittlerweile 22 und habe diese Ängste immenoch! 6 Jahre später habe ich jedoch einigermaßen gelernt damit umzugehen so gut es eben möglich ist. Für junge Leute sind diese Einrichtungen übel also meiner Erfahrung nach zumindest. Also ich habe ua auch die Gruppentherapie probiert weil ich mich ja da in meiner Größten Angst befunden habe. Geholfen hat es nicht. Aber das ist ja auch bei jedem Anders. Ich hoffe Dich ein wenig schlauer gemacht zu haben :smile:! Aber erläutere dein Problem doch mal genauer.

Liebe Grüße,

Kathi

Hallo ihr Lieben,

Ich bin schon in Ärztlicher und Therapeutischer Behandlung
(Kunsttherapie), aber ich glaube nicht, dass die Zwei die
richtige Hilfe auf meinem Weg sind.

hier mein mein Problem in Kurzform: Bin nun 23, habe mein Abi
2007 mehr schlecht als recht geschafft (viel geschwänzt
aufgrund der neurotischen Depression) und habe vor ca 7
monaten mein Studium wegen psychischen Zusammenbruch abbrechen
müssen. Heute ein gebrochener Junge, der eigentlich mit
seinen anderen Feunden ins Leben starten sollte …
Heute nach intensivster Eigenanalyse und weniger erfolgreichen
Selbsttherapeutischen Versuchen bin ich nun endlich auf den
Namen meines Problems gestoßen.

Einhergehend mit der Depression oder auch Grund für die immer
schlimmer werdende Situation ist ein schon länger bestehendes
Sprech- und Artikulationsproblem und ganz schlimme
Konzentrationsschwierigkeiten. Psychosoziale Kontakte zu
Freunden und Verwandten sind äusserst strapaziert und meine
Oft motivierte Suche nach einem geeigneten
Praktikum/Ausbildungsplatz wird von meinen labilen
Schwankungen immer wieder zu Nichte gemacht. Soziale Phobie
hat sich mit der Zeit auch entwickelt

Eigentlich wollte ich ab September ein längeres Praktikum in
einem Waldkindergarten machen, aber meine Panik und Ängste
lässt mir allein die Vorstellung im Halse stecken …

Nun ja, die Infos sind eher knapp gehalten, auch weil ich
meine Gedanken kaum strukturieren kann, aber ich hoffe doch
sehr mir kann jemand helfen welche Klinik für meine Sache
geeignet wäre und welche Therapeutische Maßnahmen bei eher zu
Empfehlen seien, z.B.: Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie,
(evtl. Antidepressiva)

vielen Dank schon mal im Voraus und gerne auch Fragen stellen,
Vince

Leider kenn ich die Kliniken in Germany nicht so nahe.
Jedenfalls würd ich auf ne Psychotherapiestatione gehen, welche nicht nur mit einem Ansatz (Medi, Verhaltenstherapie, Kognitive, etc.) arbeitet, sondern einen integrativen Ansatz (siehe: http://www.therapiedschungel.ch/content/S_u_M_Haupt_…) mit Zugängen auf verschiedenen Ebenen anbietet.
Früher war die Hardtwaldklinik Bad Zwesten eine gute Adresse. Ich weiss aber nicht, wie sie sich nun entwickelt hat.
Liebe Grüsse

Ruedi Steiger
Psychotherapeut SPV-SVG-GedaP
Paar- und Familientherapeut
Dipl. Supervisor IAP-BSO, Coach BSO und Org.berater BSO
Postfach 1062, 8201 Schaffhausen
Telefon: 052 - 624 92 12
[email protected]
http://www.therapiedschungel.ch
http://www.coaching_schaffhausen.ch

Hallo und guten Tag,

es tut mir sehr leid aber aus dem doch sehr kurzen Text und aus der Ferne kann ich Dir hier wohl nicht wirklich weiterhelfen.
Außer der Empfehlung, mal zu schauen, ob eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie mit gleichzeitger Einstellung mit Antidepressiva (bzw. Opipramol gegen die Panik) Dir entspricht und weiterhelfen kann.

Alles Gute für Dich - ich hoffe, das konnte Dir ein winziges bisschen weiterhelfen!
Viele Grüße

Hallo Vince,

danke für Deine Anfrage! Das klingt alles überhaupt
nicht leicht gerade für Dich!
Ich glaube, ich bin da auch etwas überfragt, weil ich
bzgl. solcher „Störungen“ mich nicht wirklich auskenne
(und muss glaube ich auch meinen „Expertenstatus“ hier
mal reduzieren oder löschen).

Ich finde aber übrigens, dass Du Deine Gedanken sogar
auperordentlich gut strukturieren kannst und auch die
Abwägung zwischen den verschiedenen Therapieformen, ja
selsbt die Symptom-Beschreibung ziemlich klar sogar
formulieren kannst, so dass ich da optimistisch bin,
dass Du bald gute Hilfe bekommen wirst, wenn Du so klar
über Deine Schwierigkeiten schreiben kannst.

Eines erscheint mir jedoch in der Tat eindeutig: Ohne
akute Verhaltenstherapie und vermutlich auch eher noch
eine tiefenpsychologische Aufarbeitung der eigentlichen
Hintergründe für Dein Vermeidungsverhalten geht es
offenbar nicht mehr - aber das kann ja ganz, ganz
großartige neue Perspektiven und ein neue Stärke
bereithalten.
Auf diesem Weg wünsche ich Dir alles Gute, auch
natürlich Geduld und immer auch ein wenig Überwindung
kleinerer Ängste, damit es schritt für Schritt alles
besser wird! :smile:

Herzliche Grüße aus Berlin von Alexis

Hallo Vince,
wissenschaftliche Untersuchungen über Therapiemethoden sind häufig nicht an psychiatrischen Diagnosen ausgerichtet und stellen, selbst bei einer starken Wirksamkeit der jeweiligen Schule, nicht annähernd eine 100%ige Erfolgschance in Aussicht. Daher kann aus meiner Sicht die Diagnose nicht der Ausgangspunkt für die Wahl einer passenden Therapie sein. Wie es besser funktionieren kann kommt weiter unten. Erstmal möchte ich noch mit meinen Gedanken auf Ihre Ausführungen eingehen.

Depressionen sind die erlebte Leere der Überforderung. Und das Leben ist oft eine Überforderung, mit der man irgendwann doch wieder umgehen kann. Wichtig ist es von daher, diese Überforderung erstmal anzuerkennen und anzunehmen. Wird es von anderen oder einem Selbst klein geredet („du schaffst das schon“, „ist doch eigentlich gar nicht so schlimm“ usw.), fühlen Sie sich nicht ernst genommen und müssen Sie noch mehr Überforderung herstellen (natürlich nicht bewußt oder vorsätzlich). Aus dieser Sicht stellt sich die Frage, welche Aufgaben, Belastungen im Moment nicht so wichtig sind und Sie erstmal streichen können. Außerdem ist es nützlich, wenn Sie andere um Hilfe bitten können, auch bei Kleinkram und alltäglichem, das schafft Entlastung.

Aus einer traumatherapeutischen Perspektive (meine persönliche Grundhaltung) finde ich es wichtig, zu schauen seit wann Sie diese Symptomatik haben und was damals passiert ist. Oft waren es Situationen und Erlebnisse, die sich zu dem Zeitpunkt nicht adäquat verarbeiten ließen und die sich wieder und wieder in Erinnerung bringen mit dem Ziel integriert zu werden. Sie rutschen im Erleben des Damaligen in den Entwicklungsstand und die Gefühlslage der Altersstufe zum entsprechenden Zeitpunkt und können die Problematik auch nur mit Lösungen beheben, die dieser entsprechen. Das heißt konkreter, was braucht der Junge von damals und wie können Sie als Erwachsener es ihm heute liefern. Um diesen, in der Zeit vergangen und im Erleben nicht vergangenen, Situationen auf die Spur zu kommen gibt es zwei Ebenen. Zum einen können Sie versuchen zu erspüren, wie alt Sie sich fühlen, wenn Sie in das Gefühl der Dysthemie gehen. In diesem Alter hat die Geschichte wahrscheinlich ihren Anfang. Zum anderen können Sie nachspüren, wann und wie das Urgefühl zu Ihrer Symptomatik entstanden ist, wie die Urgeschichte dazu lautet.

Zurück zur Therapie- und Therapeutenwahl: Bei der Auswahl der Therapierichtung ist der entscheidende Faktor folgender: Sie haben, nicht absichtlich oder bewußt, mit Ihren Symptomen ein stabiles System erstellt und Sie, als System betrachtet, haben durchaus Angst vor Neuem. An welcher Stelle, auf welcher Ebene hat dieses System sein schwächstes Glied? Konkreter: wo und wie funktionieren bei Ihnen am ehesten Veränderungen? Das ist die Ebene, auf der sie therapeutische Unterstützung suchen sollten. Wo ist Ihr Zugang zu Neuem? Dort wo Ihr Interesse liegt, wo Ihre Ressourcen sind, dort ist am leichtesten Entwicklung zu initiieren.

Die Auswahl eines Therapeuten, sofern man bei unserer Versorgungslage in Deutschland überhaupt eine hat, ist leicht: die Chemie muss stimmen. Sie sollten das Gefühl haben, dass der Therapeut Sie unterstützen kann.

Ich hoffe meine Worte waren nützlich, andernfalls vergessen sie sie einfach wieder. Wenn sie noch weitere Fragen oder Gedanken äußern wollen, bin ich gerne zu einem weiteren Austausch bereit und würde mich darüber freuen.

Viele Grüße
Thomas

Hallo Doro,

danke dir trotzdem für die Antwort. Ja, das mit dem analysieren zieht sich nun leider durch mein gesamtes Leben, sprich ich sehe die Welt nicht wirklich mit meinen Wahrnehmungsorganen oder Gefühlen, sondern nur mit dem Kopf … Das will ich aber nicht, dadurch wird alles komplizierter.

mfg Vince

Hallo,

Hab mir mal die Seite angeschaut und muss sagen der integrative Ansatz entspricht meiner Vorstellung einer geeigneten Therapie.

Vielen Dank für die Adresse, in der Richtung werde ich mich mal weiter informieren!

Gruß in die Schweiz

Hallo Vince,
da kommt einiges zusammmen. Meine Fragen:

  • Hast Du die „Eigendiagnose“ mit dem Arzt besprochen?
  • Wie lange hast Du die Beschwerden?
  • Bekommst Du Medikamente?
    Grundsätzlich denke ich, daß es bei Deinen Symptomen erst mal keinen Sinn macht einen Praktikumsplatz zu suchen. Im Vordergrund sollte zunächst mal die Behandlung stehen. Wenn du die Krankheit im Griff hast, dann kommst Du auch besser mit der Ausbildungsplanung zu recht. Wenn Du ein Praktikumsplatz findest und in einer Depression bist, dann könnte es sein, dass Du das Praktikum abbrechen musst was wiederum eine Verschlechterung der Symptomatik mitsichbringen könnte. Also, erst die Behandlung dann alles weitere!!!
    Gruß
    Frank

Hallo,

kann Dir hier leider nicht weiterhelfen.´

Nur meine eigene Erfahrung mit psychischen Problemen: das braucht Zeit, Zeit, Zeit.

Ich hoffe, jemand anders kann Dir helfen.

Viele Grüsse

Hallo zurück!
Ich würde gern tatsächlich einmal nachfragen.
Welche Symptome stellen für dich das größte Problem dar bzw. welche sind grundsätzlich vorhanden und ist die gesundheitl. Problematik (Depression) permant oder wiederkehrend?

Liebe Grüße!

Entschuldigung Vince, dass ich erst jetzt antworte. War selbst überfordert und vergaß dann deine Frage.

Ich würde empfehlen, dass du dir über eine Beratungsstelle, z.B. via http://www.kompetenznetz-depression.de/ oder einen Psychiater (ich weiß nicht, ob du oben einen solchen meinst), eine passende psychosomatische Fachklinik empfehlen lässt, und dort dann ein paar Wochen verbringst. Du bist so jung und es ist wichtig, dass du eben jetzt Zeit und Kraft investierst, statt sie ungewollt andauernd zu verlieren. Ein Psychiater kann dich auch beraten bezüglich eines passenden Medikamentes, wobei dies die Ursache nicht beseitigt, dir aber eine psychische Stabilität ermöglichen kann, die du brauchst, um dann an und in dir zu arbeiten.

Viele Grüße und alles Gute!

Niki