Was geschieht mit Blut im Wasser?

Hey,

ich hätte mal eine ziemlich spezielle Frage, also nicht erschrecken und keine dämlichen Kommentare bitte. Danke.
Aber mich interessiert mal, was mit Blut in Wasser passiert. Klar, es wird verdünnt, aber kann Wasser im richtigen Verhältnis zum Blut gegeben, oder anders herum, Blut vor der Gerinnung schützen?
So das man es zum Beispiel in eine Fiolve füllen könnte?

Ich wäre dankbar für jede ernst gemeinte Antwort.

Danke

was mit Blut in Wasser passiert.

Klar, es wird verdünnt, aber kann Wasser im richtigen
Verhältnis zum Blut gegeben, oder anders herum, Blut vor der
Gerinnung schützen?

Nein. In reinem Wasser würden die Erythrozyten platzen - die Leukozyten übrigens auch. Eine Frage der Osmose. Blut hält sich mur in einer isoosmotischn Flüssigkeit, z.B. wäre das 0,9%ige Kochsalzlösung.

So das man es zum Beispiel in eine Fiolve füllen könnte?

Bestimmt nicht. Nur: Was ist eine Fiolve?

Hi!

Bestimmt nicht. Nur: Was ist eine Fiolve?

Es war sicherlich „Phiole“ gemeint (was mir allerdings in diesem Zusammenhang gothic-angehauchte Gänsehaut bereitet).

Gruß
Dine

Wenn Du Blut verdünnen und am gerinnen hindern möchtest musst Du dem Blut Zitronensäure beigeben. Also Kochsalzlösung zusammen mit Zitronensäure und das Blut geht(erst mal) nicht kaputt.

Dr Priamos hats schon gesagt.
0,9%ige Kochsalzlösung.
Liegt die Lösung unter 0,9%, z.B. reines Wasser, quellen die roten Blutkörperchen auf bis sie platzen.
Liegt die Lösung über 0,9%, z.B. eine Salzlösung, schrumpfen die Erythrozyten zusammen.
Dies alles hat man wie bereits gesagt der osmotischen Kraft zu verdanken, einer Kraft die durch die Konzentrationsunterschiede zweier Medien erzeugt wird => Diffusion.
Das Verfahren mit hypotonischen Lösungen (also unter 0,9%) wird z.B. in der Mollekularbiologie/-medizin angewendet, wenn man „lästige“ Erythrozyten in Reagenzgläsern loswerden will.

Hallo,

Jetzt haben wir aber ein Problem im System. Das mit der 0,9% Kochsalzlösung funktioniert leider nur in der grauen Theorie dauerhaft. Im Körper spielt das keine nenneswerte Rolle bei Infusionen, weil die notwendigen Unterschiede vom Körper selbst rasch ausgeglichen werden.
In Vitro sieht es schon anders aus. Das liegt an der Zusammensetzung des Blutes und an viel mehr tieferer Grundlagentheorie über Blut und die Entstehung von onkotischen Drücken. Das ist auch der Grund warum viele Versuche der Mollekularbiologie/-mediziner nicht reproduzierbar funktionieren.

Sorry das ich mal wieder so kleinlich bin :smile:

Liebe Grüsse

Anja

Kein Problem, das stimmt auch.
Aber ab einer gewissen Flüssigkeitsmenge tut sich der Körper schwer, wenn die Lösung nicht isotonisch ist.
Das muss man auch hinzufügen.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil
Hallo,

Ich hatte eigentlich geschrieben, dass die 0,9% NaCl Lösung vom Körper ausgeglichen wird. Oder habe ich meine Brille heute schief auf?!

Liebe Grüsse

Anja

Da herrschte ein kleines Verständnisproblem.
Natürlich stellt sich der Körper auf seine Niveau an, der 0,9%ige Wert ist die Norm.
Obs 0,91% oder 0,89% ist…