Ich habe in der letzten Zeit dieses Brett mal sehr intensiv verfolgt, und mir stellt sich eine Frage immer wieder!
Habe ich einfachnur ein Schweineglück, oder liegt es vielleicht auch ein Stück weit an mir, dass ich noch nie irgendwelche größeren Probleme mit irgendeinem Amt hatte…
Egal, ob es sich um das viel gescholtene Arbeitsamt handelt (auf meinen letzten Bewilligungsbescheid wartete ich 10 Tage) oder auch um das hiesige Sozialamt, was ich im Januar besuchen musste - ich muss echt Glück haben in der Stadt, in der ich wohne…
das kann schon sein, dass du ein Glückskind bist. Die größten Probleme hat man/habe ich mit der LVA - dies allerdings ist selbst in vielen anderen Behörden bekannt, dass die Herrschaften bei der LVA nicht sonderlich kooperativ sind. Scheint also nicht unbedingt ein subjektives Empfinden zu sein.
Ansonsten liegt’s sicherlich ab und an auch an einem selbst, wie es so klappt mit den Amtsschimmeln…
Gruß
Gerry
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Ich bin total zufrieden mit meinem Finanzamt.
Nur 4 Tage, nachdem ich mein neues (gebrauchtes) Auto angemeldet habe,
hatte ich bereits einen Brief mit der neuen Steuerforderung in meinem
Briefkasten. Da sage noch mal einer, unsere Beamten seien faul…
also:
mein zuständiger Sachbearbeiter beim Finanzamat ist ein Supernetter und auch die Damen und Herren bei uns im Rathaus sind klasse. Immer freundlich, hilfsbereit und sehr kompetent!
Aber vor vielen Jahren hatte ich riesigen Ärger mit einem Sachbearbeiter einer Kindergeldkasse.
Der gute Mann schickte mir alle 10 Tage eine Aufforderung, ein bestimmtes Schreiben einzureichen. Ich hatte das zwar längst erledigt, aber es kann ja mal was verloren gehen. So habe ich mir dieses Schreiben noch mal ausfertigen lassen und eingereicht.
Trotzdem forderte er mich alle 10 Tage (sechs Wochen lang) auf, endlich das fehlende Schreiben beizubringen.
Auf meine unzähligen Anrufe bekam ich immer die gleiche monotone Antwort:
„Ich kann hier an meinem Computer keinen Eingang ersehen. Und was ich hier nicht sehe, das ist auch nicht da!“
Ich wurde bald wahnsinnig und mir platzte irgendwann der Kragen!
So kam es dann, dass ich ihm wütend erklärte, dass er den blindeste und unfähigste Sachbearbeiter sei, mit dem ich es jemals zu tun hatte. Nachdem ich den Hörer aufgeknallt hatte, setzte ich mich mit dessen Vorgesetzten in Verbindung.
Tja und was soll ich sagen!?!
Der Sachbearbeiter war tatsächlich blind!!!
also im großen und ganzen kann ich mich auch nicht beklagen - vor allem, seitdem bei uns alle städtischen Behörden quasi vor meine Bürotür gezogen sind, und zudem ein Bürgerbüro eignerichtet wurde mit moderaten öffnungszeiten (ja - die haben manchmal ab 7 uhr früh auf) in dem alle Sachbearbeiter ALLES machen.
Geht flott, freundlich und effizient. Man kann auch viele Anträge schon online abrufen und in Ruhe zu Hause ausfüllen. Und bei manchen Leuten hab ich - wenn ich mal im Amt bin - auch das Gefühl, die sind zu doof für alles und beschweren sich dann auch noch! (duck und weg…)
ich kann auch mal was Positives über das viel gescholtene Arbeitsamt berichten:
Mein Bewilligungsabschnitt für meine Alhi läuft am 26.9. aus. Ich bekam bereits am 18.8.(!) meine Unterlagen für den nächsten Bewilligungsabschnitt. Ich suchte meine Unterlagen zusammen und ging am Montag, dem 1.9. hin.
Kurze Prozedur, die Sachbearbeiterin hatte nach fünf Minuten bereits alles abgehakt.
Am Samstag, dem 6.9. hatte ich bereits den Bewilligungsbescheid im Briefkasten! In der Kürze liegt die Würze!
Ein kleiner, vielleicht nützlicher Tip für alle Gestreßten: Bei mir hat es immer geholfen, wenn kurz, bevor ich irgendeinen Antrag abgeben wollte, im jeweiligen Amt angerufen. Kurz gesagt, was ich wollte und gefragt, welche Unterlagen ich denn mitbringen müsse. Dann hat das immer geklappt! Wenn irgendwas unklar war, habe ich auch zweimal vorher angerufen.
das kann schon sein, dass du ein Glückskind bist. Die größten
Probleme hat man/habe ich mit der LVA - dies allerdings ist
selbst in vielen anderen Behörden bekannt, dass die
Herrschaften bei der LVA nicht sonderlich kooperativ sind.
Scheint also nicht unbedingt ein subjektives Empfinden zu
sein.
Hallo!
Da muss ich jetzt als LVA Mitarbeiter schon mal widersprechen. Mir ist auch nichts davon bekannt, dass wir laut anderen Behörden nicht sehr kooperativ sind.
Im Grunde genommen ist in jedem Unternehmen und in jeder Behörde das gleiche. Überall sitzen solche und solche. Es gibt nun mal Menschen, die nicht ganz für ihren Job geeignet sind und besser etwas anderes machen sollten.
Es gibt übrigens auch Versicherte, die sich nicht wundern sollten, wenn sie manchmal dumm angeredet werden. Wenn ich als Versicherter zum 01.12. mein Geld will und mit dem Antrag am 30.11. daher komme, dann darf ich auch nicht motzen, wenn das Geld am 01.12. nicht da ist.
So ist es halt nunmal. Chaoten gibts überall und Fehler können nunmal passieren. Ich halte aber überhaupt nichts davon, gleich immer alle über einen Kamm zu scheren!
Übrigens: Es gibt in Deutschland nicht nur eine LVA, sondern viele LVA’en. Deshalb, wenn du hier schon so was schreibst, dann schreib wengistens dazu, welche LVA es ist und was für ein Fall es war!
Ich habe schon mal Rentenanträge für Betreute stellen müssen, da waren meine Angaben unter aller Sau. Ging auch nicht anders, denn jemanden, der seinen Verstand völlig versoffen hat (war nun mal so) kann man nun mal nicht mehr nach seinen Arbeitsverhältnissen, Versicherungszeiten usw. fragen bzw. die Antworten sind nicht verwertbar.
Tja, die Rente wurde ohne Probleme berechnet, und alles war ok.
Ansonsten: wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus (Ausnahmen bestätigen die Regel).
Wenn mir einer mit den Worten kommt „Ich hab hier einen Schrieb von euch erhalten“ und so ein verknittertes und zum Teil dreckiges Schriftstück auf den Tisch wirft, dann geht die Klappe runter.
Ich bin jetzt mal provokativ und frage: wie wäre es mit einem Knigge für Mitbürger (jemand anders kann ja dann den Knigge für den öffentlichen Dienst schreiben).
Anklopfen ist kein Muss, sondern eine Höflichkeit
Man grüsst wieder in Deutschland !
Auf die Frage nach dem Namen sollte man diesen auch nennen und nicht antworten „Ich wollte mal wissen, was mein Antrag macht.“
Es heißt nicht „Ihr“ oder „euch“. Wir haben nicht zusammen in der Sandkiste gespielt !
Duzen ist nicht.
Ämter versenden weder einen Schrieb noch einen Wisch.
RTFM ! Heisst bei den Behörden: Lesen Sie bitte erst die Hinweise durch !
der Geruch von Schnaps, Bier und /oder Knoblauch muss nicht sein
es ist nicht so toll, wenn der Besucher einem fast am Hals klebt oder sich beinahe über den Schreibtisch legt, Ausnahme: mindestens 16 Jahre alt und weiblich
es heisst nicht „junger Mann“ bei der Anrede, ich sage ja auch nicht „alte Frau“
Einige Bitten (!) für Anrufer:
Nennen Sie Ihren Namen !
Es glaubt keiner, wie oft am Telefon einfach ohne Punkt und Komma losgeredet wird, ohne sich mit Namen zu melden
Halten Sie das Akten-/Geschäftszeichen bereit
Lesen Sie sich das Schreiben der Behörde in Ruhe durch und rufen Sie bitte erst an, wenn Sie ALLES gelesen haben und dann nicht weiter wissen.
Es kommt bei uns dauernd vor, dass Mitbürger einen Bescheid erhalten haben und sofort anrufen, weil sie einfach nicht Lust haben, zu lesen. Es ist ja einfacher, zu fragen
Wenn Sie einer Behörde etwas zugeschickt haben (z. B. Paßbild für Schwerbehindertenausweis) und ein Schreiben der Behörde bekommen, dass dem Schreiben kein Bild beilag, so ist es reine Zeitverschwendung, dort anzurufen. Bild nicht da ? Neues senden. Alles andere ist Quatsch.
ohne jetzt die anderen Antworten gelesen zu haben…
Glückwunsch, dass du so gute Erfahrungen mit „unseren“ Ämtern gemacht hast. Ich persönlich gehöre auch zu denen, die nicht nur, aber viele positive Erfahrungen gemacht haben.
Allerdings habe ich einige Jahre für einen Weiterbildungsträger psychosoziale Beratung, Kommunikationstraining und Bewerbungscoaching gemacht.
Zielgruppe: Arbeitslose.
Da habe ich sowohl mit dem Arbeitsamt, als auch mit sonstigen Kostenträgern (LVA, BfA) haarsträubende Geschichten erlebt, die sich erst auflösten, als jemand von Bildungsträgerseite (sprich ich) sich einmischte. Gut klarzukommen im Behördendschungel ist vielleicht Glückssache, vielleicht auch eine Sache des Tones, der ja bekanntlich die Musik macht…
Weiterhin viel Glück im Umgang mit Ämtern und Behörden…
selbstverständlich gibt es D mehrere LVAs. Hier in Berlin jedenfalls habe ich in den vergangenen 12 Jahren wenig gute Erfahrungen gemacht. Und das lag nicht daran, dass Anträge zu spät abgegeben wurden.
Sicherlich gibt es ganz viele nette und sehr freundliche LVA-Mitarbeiter, denen wollte ich nicht auf die Füße treten - vielleicht könnte man den einen oder anderen nach Berlin schicken, tät mich freuen!
Grüße
Gerry
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wie auch Florian ja schon so schön sagte: Verallgemeinern ist nicht so das Wahre. Den Knigge könnte man ebenso an Sachbearbeiter beim AA, LVA und anderen Einrichtungen verteilen.
deiner Aussage: „wie es in den Wald hereinruft, so schallt es heraus“ kann ich nur zustimmen - ganz genau!
Gruß
Gerry
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der erste text war ja eher als Witz gedacht… Zu meiner großen Verblüffung hatte ich gestern (also nur unwesentlich später) einen Verrechnungsscheck für die zu viel gezahlten Steuern auf mein altes parallel abgemeldetes Auto im Briefkasten! Das Rostocker Finanzamt scheint echt schnell zu sein - und das nicht nur, wenn sie was haben wollen!
Gruß
Manfred
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Das Rostocker Finanzamt scheint echt schnell zu
sein - und das nicht nur, wenn sie was haben wollen!
Leider kann ich Dir kein Sternchen geben, aber ich finde es schön, daß es auch faire „Meckerer“ gibt. Hat mich gefreut, auch wenn ich kein Beamter bin.
oder liegt es vielleicht auch ein Stück weit an mir, […]
Sicherlich auch möglich. Man kann Probleme auch provozieren, ganz klar. Es ist auch hier immer nur das sichtbar, was der Betroffene mitteilt. Was sonst vielleicht an Zwischenmenschlichem gelaufen ist, weiß natürlich keiner.
Gerechterweise müßte man in jedem Fall eben auch die Gegenseite hören. Es kann sich jeder ausmalen, welche Umfänge das annähme.
Aber bestimmt würden dann manche Beschwerden gar nicht erst vorgetragen.
Egal, ob es sich um das viel gescholtene Arbeitsamt handelt
(auf meinen letzten Bewilligungsbescheid wartete ich 10 Tage)
oder auch um das hiesige Sozialamt, was ich im Januar besuchen
musste
Es sind halt hier „Ämter und Behörden“ am Pranger. Man könnte sicherlich ein solches Board auch für viele große Unternehmen anlegen und würde dort ähnliche Beschwerden finden. Ich zum Beispiel habe erhebliche und grundsätzliche Probleme mit dem Rosa Riesen.
Einziger Unterschied — und das macht es so schwerwiegend und so schlimm in manchem Einzelfall — ist, daß man ein Unternehmen boykottieren kann, die Ämter und manch wenige verbliebene Monopolisten leider nicht (Ich habe infolgedessen kein Festnetztelefon).
ich muss echt Glück haben in der Stadt, in der ich wohne…
Vielleicht und deshalb wäre es sinnvoll gewesen, wenn Du Deinen Wohnort, womöglich mit Stadtteil angegeben hättest. Dann könnte man, wenn schon nicht boykottieren, eben auch dort hin ziehen und vielleicht an Deiner Freude teilhaben.
Aber gut finde ich, das auch einmal etwas Positives erwähnt wird, wenn es denn ein solches gibt.