die frage muss anders lauten:
hallo an alle,
die frage muss lauten, was wir von den staatsabgaben allg. halten!
es ist doch wieder mal unsäglich, was hier veranstaltet wird, es ist nicht so, das man die ursachen bekämpfen will, sondern nur die auswüchse behandelt.
als ob ein kluger gärtner das unkraut nur oberhalb der erde abschneiden würde…
um nochmals günters gedanken aufzugreifen:
- selbst verursachte Gesundheitsrisiken
- defizitären Verwaltungsapparate der KK
- Hartz-Pläne zwei Millionen Arbeitslose
- zugewiesene Arbeiten nicht annehmen
- Verluste der KV durch höhere Ökosteuern ausgleichen
- Mehrwertsteuer in dieser Legislaturperiode erhöhen
um mal die langen fragen im crash-kurs zusammen zufassen!
irgendwie erinnert mich das alles an auswüchse behandeln und nicht an ursachenforschung.
jeder der sich mal mit der steuererhebung und der erhebungsgerechtigkeit befasst hat, weiss folgendes:
umso subjektiv gerechter eine steuer wird, umso höher ist auch die akzeptanz der bevölkerung diese zu zahlen, denn das jeder zur staatsquote beitragen muss, ist ziehmlich allen mitbürgern klar.
nur überlegen wir mal, welche steuern z.zt. in der bevölkerung anerkannt und gerecht zu sein scheinen… gehe ich die steuerspirale durch, finde ich keine der steuern die wirklich etwas an der einnahmensumme ausmacht, welche mir gerecht vorkommt.
ebenso verhält es sich bei den sozialkassen, welche sich vereinfacht auf die 5 einnahmen KV, PV, AV, RV, UV beschränken. welche dieser versicherung hat wirklich akzeptanz? keine, denn irgendwie kann jeder an jeder was zu meckern finden. der arbeitnehmer meckert über die 6,5% AV beitrag, weil alle arbeitslosen ja doch schmarotzer sind, die 19,1% zur rente sind eh verlorenes geldund die kranken/pflegekassen sind eh nicht das, was sie sein sollten.
folglich setzt/e sich folgendes verfahren in gang, alle versuchen
soviel wie möglich an den steuern/sozialkassen vorbeizukommen,
wodurch die basis geschwächt wird und noch höhere sätze benötigt
werden. gelackmeiert sind die, die sich nicht davonstehlen können.
dies ist allg. verbreitete these. die armen lohnsteuerempfänger
können nichts gegen den steuerabzug machen, aber der kapitalist,
der kauft sich ein motorboot und spart noch steuern…
so siehts doch z.zt. aus, oder?
warum will man nicht das steuernetz etwas klarer gestalten und somit auch für die allgemeinheit als sinnvollen beitrag zum
system gestalten.
erste maßnahme muß m.E. sein, SV und Steuern zu trennen, d.h.
leistungen, welche staatsausgaben sein sollen, aus der SV rausnehmen und in den steuerhaushalt packen. so finde ich, sollte es allg. staatsausgabe sein, das es krankenhäuser und altersheime gibt. ebenso sollten grundversorgung durch arzt & medizin durch den staat übernommen werden.
folge: die SV kassen werden durchsichtige VERSICHERUNGSsystem und nicht abgabenkassierer. für grundversorgung übersteigende dinge muss man dann entscheiden, ob man den deluxevertrag bei der AOK
nimmt oder doch eher den vertrag der BKK. so dumm sind doch die
deutschen nicht, das sie selber entscheiden könnten, was sie mit
ihrem geld machen.
tja, nach gleichem system kann man auch die AV reformieren. die
grundversorgung (existenzminimum im sinne der sozialhilfe) übernimmt der steuerhaushalt. eine AV sorgt dann für versorgung von x-y monaten.
dto. die rente, grundversorgung durch staat und aufpeppung durch
versicherungsleistungen.
somit würde man die sozialkassenausgaben von mehr als 40% auf
sagen wir 20% absenken. das dies mehr steuereinnahmen bedarf ist
dann natuerlich auch klar.
dann würde ich bevorzugen, das die zwangs-sv abgaben 100%ig von
weiteren steuern entlastet werden (vorsorgeaufwendungen) und die
freiwilligen ausgaben auf einen %satz der eigenen einkünfte darüber hinaus frei sind.
nun zum steuersystem, z.zt. bestehen immernoch steuerarten, welche
viel aufwand machen, aber kaum zur einnahmequote des staates beitragen. die big-player sind wohl ohne zweifel die einkommensteuer (incl. KSt) und die umsatzsteuer. wenn ich recht in erinnerung habe, machen diese beiden steuersysteme mehr als 70% der steuereinnahmen aus!!!
wozu hier noch 20 weitere steuerarten erhalten?
wenn man die steuererhebungsgebiete betrachtet, kann man diese grobin folgende teilen: vermögen, einkommen, verkehr. warum sollte man nicht also das deutsche steuerrecht so vereinfachen, das es alles abdeckende 3 gesetze gibt: EStG, UStG, VStG. warum mehr?
um fragen des unteren threads vorwegzunehmen: ich würde eine
erbanfallsteuer mit einbauen!
hier sollte es aber den experten überlassen bleiben, in welchem prozentsatz die 3 steuern zum haushalt beitragen sollen. ich persönlich würde aber persönlich gerechte besteuerung empfinden, wenn ich alle 3 erhebungen bei mir direkt verfolgen kann:
-
die EST auf meinen lohnzetteln oder bei sonstigen vorauszahlungen wenn ich selbständig bin und deren jährlicher abrechnung auf dem bescheid
-
die USt auf jedem kassenzettel und jeder ausgabe die ich tätige
-
die VSt in einem wiederkehrenden zeitraum von 2-5 jahren in denen ich angaben zum vermögen machen muss, welches ich dann besteuert bekomme
haette man da probleme? nur wenn man sich aus dem staatssystem verabschieden will und sich nicht der eigenen persönlichen verantwortung bewusst sein will.
im klartext bedeutet dies in meiner idee, eine einfache einkommensteuer die nur den steuerpflichtigen kennt. förderungen und freistellungen für subventionen sollen wegbleiben. einfach einkünfteermittlung, abzug von vorsorgeaufwendungen (idee hierzu oben!) und dann der steuersatz. so einfach, das jeder bürger einfach seinen bescheid lesen kann und auch einfach die erklärung bereiten kann. das wäre ein schritt in sachen subjektiver gerechtigkeit. alles andere muss gestrichen werden!
die umsatzsteuer muss klar und einheitlich sein. es sollten wie gehabt steuerfreie und steuerpflichtige umsätze sein. steuerfrei und gemindert steuerpflichtig dinge der grundsaetzlichen
existenzsicherung (apotheke, lebensmittel, wohnen etc.). dann einen steuersatz für 90% aller umsätze. luxussteuersaetze etc. würde ich nicht einführen, denn dieses würde wieder ungerecht sein. jeder zahlt soviel umsatzsteuer, wie er selber konsumiert. umsatzsteuer aus den umsätzen der grundsicherung dürften dann bei jedem steuerpflichtigen ungefähr gleich hoch sein. wer darüber hinaus 10.000 EUR im monat ausgibt, zahlt natürlich 10x soviel ust wie der, der nur 1.000 EUR im monat konsumiert.
und im dritten schritt eine vermögens/schenkungs/erbschaftsteuer, welche die steuerwerte gerecht ermittelt (nicht wie heute), existenzgrundlagen frei lässt (haben wir i.d.R. heute) und den rest nach tarif besteuert. zahlungen der steuer sollen je nach art auch in raten gezahlt werden. hier würde ich die ratenzahlung bei der erbsch./schenk. zulassen um keine existenzen zu gefährden. und wenn jd. nun ein vermögen von 1.000.000,- erbt und davon sagen wir 100.000 steuern zahlen muss, dann muss es auch zumutbar sein, wenn nicht genügend liquide mittel vorhanden sind, aus dem vermögen teile zugunsten der steuerzahlung zu veräussern. nur wenn dies nicht möglich ist, sollte die ratenzahlung möglich sein. die
vermögenssteuer sollte m.E. in bestimmten zeiträumen 2-5 jahren erhoben werden. wer dann 10 fabriken, 20 haeuser und 10 autos hat, der hat auch das geld regelm. ergaenzende steuerabgaben zu tragen. wer nur ein EFH, 2 autos und 30.000,- auf dem sparbuch hat, muss hiervon aber frei bleiben.
und ich denke, wenn die finanzierung des staates gerecht für jeden ist, macht man es auch gerne, wenn gleichzeitig auf der ausgabenseite auch gerechte positionen stehen. hier muss im gleichen maße sinnvolle dispositon geschaffen werden. bsp. aufschlüsselung des bundeshaushaltes in positionen nach ministerien getrennt und dann kann auch der steuerbürger sehen, aha xx% meiner steuern werden für … genutzt.
und wenn solch ein solides system ersteinmal eingelaufen ist, dann wird man auch leichter mit konjunkturproblemen fertig, welche ja z.zt. unseren staat in die knie zwingen.
tja, ich denke das war genug von mir… mal sehen, wie viele diesen beitrag auch bis zum ende schaffen…
gruss vom
showbee, der immernoch an eine gerechtere welt glaubt!