Was habt Ihr gegen höhere/neue Steuern ?

Hallo,

ein Heulen und Wehklagen hat begonnen. Nun will unsere Regierung Nägel mit Köpfen machen, die Wahlversprechen erfüllen und schon blärrt das gesamt Land darüber, dass Steuern erhöht oder neue eingeführt werden sollen.

Was ist denn daran falsch, wenn die Raucher für die von ihnen verursachten Gesundheitsrisiken selbst einiges durch die Tabaksteuer beitragen ?

Ich kann mir vorstellen, dass auf Alkohol auch Risikozuschläge, auf Sportarten wie Ski, Fussball und andere erhoben werden, zumindest im Sport ein Risikoanteil bei einem Aufenthalt im Krankenhaus erhoben wird. Ich kann mir vorstellen, dass jeder im Krankenhaus Liegende, der sein Haushaltsgeld spart,noch höher zur Kasse gebeten wird wie bislang.

Ich kann mir vorstellen, dass die Rezeptgebühren erhöht werden. Wie sonst sollen sich sonst die defizitären Verwaltungsapparate, insbesondere der AOKs mit deren dicken selbstbewilligten Geschäftsführergehältern finanziert werden ? Und natürlich, wo das Geld nicht reicht, sollte auch über die Streichung der Leistungen gesprochen werden.

Was ist den falsch, wenn im Rahmen der Hartz-Pläne zwei Millionen Arbeitslose innerhalb von zwei Jahren in Arbeit vermittelt werden ?

Wer Leistungen vom Staat erhält, muss dem Staat auch etwas geben. Sei es nur seine Arbeitskraft. Weshalb kann man hier nicht verlangen, dass jemand als Arbeitsloser über das Sozialamt verwaltet wird und wenn er zugewiesene Arbeiten nicht annimmt eben sein geld gestrichen oder gekürzt wird ?

Was ist denn daran falsch, wenn die Verluste in der Krankenversicherung durch höhere Ökosteuern ausgelichen werden, wenn es der Politik nicht gelingt, das System umzubauen ?

Was ist denn falsch, wenn notfalls sogar noch die Mehrwertsteuer in dieser Legislaturperiode erhoben wird, damit die Leistungen finanziert werden können ?

Wieso soll der von der jetzigen Regierung propagierte Aufschwung durch Steuererhöhungen abgebremst werden ?

Warum denkt niemand an die Interessen von Gerhard Schröder und Josef Fischer und alle nur daran, wie man Steuern vermeiden muss ?

Dee Einzige der erkennt, dass Neid kein guter Ratgeber ist, ist der DGB untr Sommer. Er ist auch für Steuern bei Anderen. Warum können wir Sommer nicht folgen frage ich mich ?

Gruss Günter

Hallo,

mit deiner eloquenz hast du in der samstagnacht show mehr bewunderer als hier.
und sicher noch mehr spass.
meint
REWE

die frage muss anders lauten:
hallo an alle,

die frage muss lauten, was wir von den staatsabgaben allg. halten!

es ist doch wieder mal unsäglich, was hier veranstaltet wird, es ist nicht so, das man die ursachen bekämpfen will, sondern nur die auswüchse behandelt.

als ob ein kluger gärtner das unkraut nur oberhalb der erde abschneiden würde…

um nochmals günters gedanken aufzugreifen:

  • selbst verursachte Gesundheitsrisiken
  • defizitären Verwaltungsapparate der KK
  • Hartz-Pläne zwei Millionen Arbeitslose
  • zugewiesene Arbeiten nicht annehmen
  • Verluste der KV durch höhere Ökosteuern ausgleichen
  • Mehrwertsteuer in dieser Legislaturperiode erhöhen

um mal die langen fragen im crash-kurs zusammen zufassen!

irgendwie erinnert mich das alles an auswüchse behandeln und nicht an ursachenforschung.

jeder der sich mal mit der steuererhebung und der erhebungsgerechtigkeit befasst hat, weiss folgendes:

umso subjektiv gerechter eine steuer wird, umso höher ist auch die akzeptanz der bevölkerung diese zu zahlen, denn das jeder zur staatsquote beitragen muss, ist ziehmlich allen mitbürgern klar.

nur überlegen wir mal, welche steuern z.zt. in der bevölkerung anerkannt und gerecht zu sein scheinen… gehe ich die steuerspirale durch, finde ich keine der steuern die wirklich etwas an der einnahmensumme ausmacht, welche mir gerecht vorkommt.

ebenso verhält es sich bei den sozialkassen, welche sich vereinfacht auf die 5 einnahmen KV, PV, AV, RV, UV beschränken. welche dieser versicherung hat wirklich akzeptanz? keine, denn irgendwie kann jeder an jeder was zu meckern finden. der arbeitnehmer meckert über die 6,5% AV beitrag, weil alle arbeitslosen ja doch schmarotzer sind, die 19,1% zur rente sind eh verlorenes geldund die kranken/pflegekassen sind eh nicht das, was sie sein sollten.

folglich setzt/e sich folgendes verfahren in gang, alle versuchen
soviel wie möglich an den steuern/sozialkassen vorbeizukommen,
wodurch die basis geschwächt wird und noch höhere sätze benötigt
werden. gelackmeiert sind die, die sich nicht davonstehlen können.
dies ist allg. verbreitete these. die armen lohnsteuerempfänger
können nichts gegen den steuerabzug machen, aber der kapitalist,
der kauft sich ein motorboot und spart noch steuern…

so siehts doch z.zt. aus, oder?

warum will man nicht das steuernetz etwas klarer gestalten und somit auch für die allgemeinheit als sinnvollen beitrag zum
system gestalten.

erste maßnahme muß m.E. sein, SV und Steuern zu trennen, d.h.
leistungen, welche staatsausgaben sein sollen, aus der SV rausnehmen und in den steuerhaushalt packen. so finde ich, sollte es allg. staatsausgabe sein, das es krankenhäuser und altersheime gibt. ebenso sollten grundversorgung durch arzt & medizin durch den staat übernommen werden.

folge: die SV kassen werden durchsichtige VERSICHERUNGSsystem und nicht abgabenkassierer. für grundversorgung übersteigende dinge muss man dann entscheiden, ob man den deluxevertrag bei der AOK
nimmt oder doch eher den vertrag der BKK. so dumm sind doch die
deutschen nicht, das sie selber entscheiden könnten, was sie mit
ihrem geld machen.

tja, nach gleichem system kann man auch die AV reformieren. die
grundversorgung (existenzminimum im sinne der sozialhilfe) übernimmt der steuerhaushalt. eine AV sorgt dann für versorgung von x-y monaten.

dto. die rente, grundversorgung durch staat und aufpeppung durch
versicherungsleistungen.

somit würde man die sozialkassenausgaben von mehr als 40% auf
sagen wir 20% absenken. das dies mehr steuereinnahmen bedarf ist
dann natuerlich auch klar.

dann würde ich bevorzugen, das die zwangs-sv abgaben 100%ig von
weiteren steuern entlastet werden (vorsorgeaufwendungen) und die
freiwilligen ausgaben auf einen %satz der eigenen einkünfte darüber hinaus frei sind.

nun zum steuersystem, z.zt. bestehen immernoch steuerarten, welche
viel aufwand machen, aber kaum zur einnahmequote des staates beitragen. die big-player sind wohl ohne zweifel die einkommensteuer (incl. KSt) und die umsatzsteuer. wenn ich recht in erinnerung habe, machen diese beiden steuersysteme mehr als 70% der steuereinnahmen aus!!!

wozu hier noch 20 weitere steuerarten erhalten?

wenn man die steuererhebungsgebiete betrachtet, kann man diese grobin folgende teilen: vermögen, einkommen, verkehr. warum sollte man nicht also das deutsche steuerrecht so vereinfachen, das es alles abdeckende 3 gesetze gibt: EStG, UStG, VStG. warum mehr?

um fragen des unteren threads vorwegzunehmen: ich würde eine
erbanfallsteuer mit einbauen!

hier sollte es aber den experten überlassen bleiben, in welchem prozentsatz die 3 steuern zum haushalt beitragen sollen. ich persönlich würde aber persönlich gerechte besteuerung empfinden, wenn ich alle 3 erhebungen bei mir direkt verfolgen kann:

  • die EST auf meinen lohnzetteln oder bei sonstigen vorauszahlungen wenn ich selbständig bin und deren jährlicher abrechnung auf dem bescheid

  • die USt auf jedem kassenzettel und jeder ausgabe die ich tätige

  • die VSt in einem wiederkehrenden zeitraum von 2-5 jahren in denen ich angaben zum vermögen machen muss, welches ich dann besteuert bekomme

haette man da probleme? nur wenn man sich aus dem staatssystem verabschieden will und sich nicht der eigenen persönlichen verantwortung bewusst sein will.

im klartext bedeutet dies in meiner idee, eine einfache einkommensteuer die nur den steuerpflichtigen kennt. förderungen und freistellungen für subventionen sollen wegbleiben. einfach einkünfteermittlung, abzug von vorsorgeaufwendungen (idee hierzu oben!) und dann der steuersatz. so einfach, das jeder bürger einfach seinen bescheid lesen kann und auch einfach die erklärung bereiten kann. das wäre ein schritt in sachen subjektiver gerechtigkeit. alles andere muss gestrichen werden!

die umsatzsteuer muss klar und einheitlich sein. es sollten wie gehabt steuerfreie und steuerpflichtige umsätze sein. steuerfrei und gemindert steuerpflichtig dinge der grundsaetzlichen
existenzsicherung (apotheke, lebensmittel, wohnen etc.). dann einen steuersatz für 90% aller umsätze. luxussteuersaetze etc. würde ich nicht einführen, denn dieses würde wieder ungerecht sein. jeder zahlt soviel umsatzsteuer, wie er selber konsumiert. umsatzsteuer aus den umsätzen der grundsicherung dürften dann bei jedem steuerpflichtigen ungefähr gleich hoch sein. wer darüber hinaus 10.000 EUR im monat ausgibt, zahlt natürlich 10x soviel ust wie der, der nur 1.000 EUR im monat konsumiert.

und im dritten schritt eine vermögens/schenkungs/erbschaftsteuer, welche die steuerwerte gerecht ermittelt (nicht wie heute), existenzgrundlagen frei lässt (haben wir i.d.R. heute) und den rest nach tarif besteuert. zahlungen der steuer sollen je nach art auch in raten gezahlt werden. hier würde ich die ratenzahlung bei der erbsch./schenk. zulassen um keine existenzen zu gefährden. und wenn jd. nun ein vermögen von 1.000.000,- erbt und davon sagen wir 100.000 steuern zahlen muss, dann muss es auch zumutbar sein, wenn nicht genügend liquide mittel vorhanden sind, aus dem vermögen teile zugunsten der steuerzahlung zu veräussern. nur wenn dies nicht möglich ist, sollte die ratenzahlung möglich sein. die
vermögenssteuer sollte m.E. in bestimmten zeiträumen 2-5 jahren erhoben werden. wer dann 10 fabriken, 20 haeuser und 10 autos hat, der hat auch das geld regelm. ergaenzende steuerabgaben zu tragen. wer nur ein EFH, 2 autos und 30.000,- auf dem sparbuch hat, muss hiervon aber frei bleiben.

und ich denke, wenn die finanzierung des staates gerecht für jeden ist, macht man es auch gerne, wenn gleichzeitig auf der ausgabenseite auch gerechte positionen stehen. hier muss im gleichen maße sinnvolle dispositon geschaffen werden. bsp. aufschlüsselung des bundeshaushaltes in positionen nach ministerien getrennt und dann kann auch der steuerbürger sehen, aha xx% meiner steuern werden für … genutzt.

und wenn solch ein solides system ersteinmal eingelaufen ist, dann wird man auch leichter mit konjunkturproblemen fertig, welche ja z.zt. unseren staat in die knie zwingen.

tja, ich denke das war genug von mir… mal sehen, wie viele diesen beitrag auch bis zum ende schaffen…

gruss vom

showbee, der immernoch an eine gerechtere welt glaubt!

Hi Showbee!

Keine schlechten Gedanken, die du da spinnst. Ich hätte auch noch eine Idee, wie wir das Rentenproblem lösen. Aber leider wird es sicher nie so kommen, da Politiker nichts anpacken werden, was über ihre Legislaturperiode hinaus geht.

Die AOK in ihrer jetzigen Form würde ich sowieso abschaffen. Die sind doch für die hohen Beitragssätze verantwortlich. Wer sich keine KK leisten kann, wird automatisch in einer Sozial-KV versichert, die aber nur bei lebensbedrohlichen Fällen zahlt. Die ges. KK sollten mehrere Tarife anbieten: von Grundversorgung bis Rundumschutz und ich wette, die Beiträge wären deutlich niedriger als heute.

Gruß

Marcus

Riskogruppen
Hi,

Was ist denn daran falsch, wenn die Raucher für die von ihnen
verursachten Gesundheitsrisiken selbst einiges durch die
Tabaksteuer beitragen ?

allein schon dies ist ein Trugschluß. Aufgrund der geringeren Lebenserwartung kosten Raucher trotz der potentiellen Kosten die Kassen insgesamt weniger als ein Nichtraucher.

Eher noch könnte man Vegetarier mit höheren Kosten belegen, weil sie in der Masse aufgrund der falschen Ernährung an diversen Krankheiten leiden (z.B. Mangelerscheinungen bei Eisen, Folsäure etc., Übergewicht aufgrund überdurchschnittlichen Konsums tierischer Fette, z.B. Käse und Sahne).

C.

hi

allein schon dies ist ein Trugschluß. Aufgrund der geringeren
Lebenserwartung kosten Raucher trotz der potentiellen Kosten
die Kassen insgesamt weniger als ein Nichtraucher.

weisst du, was ne chemo kostet? und erst die voruntersuchungen und das orten eines tumors! und dann die schäden, die die bei andern verursachen, die passiv mitkonsumieren „dürfen“!

Eher noch könnte man Vegetarier mit höheren Kosten belegen,
weil sie in der Masse aufgrund der falschen Ernährung an
diversen Krankheiten leiden (z.B. Mangelerscheinungen bei
Eisen, Folsäure etc., Übergewicht aufgrund
überdurchschnittlichen Konsums tierischer Fette, z.B. Käse und
Sahne).

ja, oder die leute, die zuviel fleisch essen und dazu auch noch überdurchschnittlich viel tierische fette z.b. käse und sahne konsumieren!

gruss

weisst du, was ne chemo kostet? und erst die voruntersuchungen
und das orten eines tumors!

Weißt Du was eine Dauerbehandlung wegen Altersdemenz oder Alzheimer kostet, ein Platz im Alten- oder Pflegeheim oder betreuten Wohnen, die ganzen Langeweilebesuche beim Arzt, dritte Zähne oder oder oder…

Eher noch könnte man Vegetarier mit höheren Kosten belegen,
weil sie in der Masse aufgrund der falschen Ernährung an
diversen Krankheiten leiden (z.B. Mangelerscheinungen bei
Eisen, Folsäure etc., Übergewicht aufgrund
überdurchschnittlichen Konsums tierischer Fette, z.B. Käse und
Sahne).

ja, oder die leute, die zuviel fleisch essen und dazu auch
noch überdurchschnittlich viel tierische fette z.b. käse und
sahne konsumieren!

Was ist denn „zuviel Fleisch“ und was ist schlecht daran? Ich kenne Vegetarier und weiß was da an Mangelerscheinungen auftritt und was da an Untersuchungen anfällt, bis man überhaupt weiß, welche das sind.

Und was den zweiten Halbsatz angeht: Genau damit zeigst Du nämlich auf, wie zweifelhaft der diskutierte Ansatz ist. Was ist mit Leuten, die gerne an Modellflugzeugen basteln (Dämpfe durch Lacke und KLeber), mit solchen, die Tapeten nur im Vollrausch anklebt oder in seiner Freizeit gerne Bangee jumpt?

C.

Der veralbert euch doch ! owt
jajaja

gewählt, also sollen Euch doch auch die Früchte treffen.

Hallo REWE,

es mag zwar sein, dass ich meinen Text in eine lustige Ecke gestellt habe, aber ich freue mich durchaus, wenn die SPD und die Grünen ganz gemeine Einschnitte - die nicht zu umgehen sind -machen werden. Es schadet doch nicht, wenn alle, die bis zur Wahl gemeint haben, dass unter Schröder alles für sie so bleibt wie bisher und nur unter Stoiber etwas geändert wird, einmal erkennen, dass Wahlkampf was anderes ist als Regieren.

Glaubst Du wirklich, dass Eichel 10 Milliarden Euro, das sind rd. 20 Milliarden DM dieses Geld nur bei den „Großen“ holt. Da wird es Leistungsabstriche geben.

GRuss Günter

Hallo,

selbst wenn mir die sanfte Ironie deines Postings nicht entgangen ist, schreibst Du einiges, dem ich zustimmen kann.

ein Heulen und Wehklagen hat begonnen. Nun will unsere Regierung Nägel mit Köpfen machen, die

Es wäre in der Tat interessant zu hören, welch Heulen und Wehklagen bei einem Regierungswechsel durch das Land gegangen wäre. Wenn man sich das Regierungsprogramm der Union, das ‚100-Tage-Sofortprogramm‘ und auch die immer noch gültigen Petersberger Beschlüsse, sprich das Grundsatzprogramm, anschaut, wird man nicht umhinkommen, festzustellen, dass auch hier einige Nettigkeiten auf die Republik zugekommen wären. Das kann man zwar als Nicht-Gewähler prima dementieren, bleibt aber abzusehen. Von den interessanten Ideen eines Koalitionspartners mal ganz abgesehen…

Was ist denn daran falsch, wenn die Raucher für die von ihnen verursachten Gesundheitsrisiken

Nichts. Das sage ich als Raucher. Und was soll’s auch? Seitdem ich rauche, haben sich die Preise für Zigaretten ganz gemütlich verdoppelt und die Welt ist nicht untergegangen, die Zigarettenhersteller sind nicht in Konkurs gegangen und der Verbrauch ist auch nicht rückläufig, im Gegenteil. In Deutschland werden trotz der Erhöhung auf 6 DM/3 € rund 140 Mrd. Zigaretten im Jahr geraucht, Tendenz stabil. Das Gejammere der Wirtschaft in diesem Fall sind Krokodilstränen und der Verbraucher, dem das zu teuer wird, hat immer noch die Möglichkeit, mit dem Rauchen aufzuhören (oder, wenn er das nicht will, die Klappe zu halten!). Ganz davon abgesehen wird sich hier im Zuge der EU-weiten Neuregelungen sowieso eine Harmonisierung der Tabakbesteuerung einstellen. Und wenn man sich die Besteuerung in anderen EU-Ländern anschaut, zahlen wir eh noch herzlich wenig.

Ich kann mir vorstellen, dass auf Alkohol auch Risikozuschläge

Hier würde ich mir allen Ernstes eine ähnlich rigide Politik wie bei Tabak wünschen. Totales Werbeverbot, Aufdruck auf jedem alkoholischen Getränk ‚Alkohol tötet!‘, radikale Abgabebeschränkung, massive, wirklich massive Besteuerung. Das ganze hat sicher ein paar persönliche Hintergründe, aber Alkohol ist wohl die am meisten verharmloseste Droge weltweit. Hier muss endlich ein Umdenken der Gesellschaft stattfinden. Ausserdem gilt auch hier: der Verbraucher hat es in der Hand…

auf Sportarten wie Ski, Fussball und andere erhoben werden,

Nö, immerhin ist Sport Staatsziel, nicht wahr? Aber eine Zusatzversicherung für Bungeespringer, Paraglider oder Freeclimber halte ich nicht für wirklich abwegig.

Ich kann mir vorstellen, dass die Rezeptgebühren erhöht werden.

Ich bin für die Einführung der Patientenkarte, auf der gespeichert wird, welche Medikamente an den Versicherten ausgegeben wurden, da eines der Probleme im Gesundheitswesen eine akute Übermedikametierung ist. Es ist nicht wirklich ein Problem, von seinem Arzt ein Rezept zu bekommen, selbst wenn’s nicht wirklich notwendig ist. Kein Arzt oder Apotheker weiss, welche Medikamente ein Patient bereits hat oder einnimmt (was dann letztlich auch zu interessanten Wechselwirkungen wie bei Lipobay führen kann…)

Wie sonst sollen sich sonst die defizitären Verwaltungsapparate, insbesondere der AOKs

Tja, warum um alles in der Welt gibt es eigentlich Wettbewerb? Natürlich haben die AOKs einen rieseigen Verwaltungsapparat (und demzufolge relativ hohe Beiträge), es gibt aber auch andere Kassen, die das mit weniger Aufwand schaffen. Hallo Verbraucher, man darf seine Kasse auch wechseln. Aber solange Millionen von Menschen mit Begeisterung Verträge mit den teuerst-möglichen Versicherungen abschließen (das gilt auch für den Bereich Sach- und Kapitalversicherungen), wird sich da wohl nichts ändern.

Und natürlich, wo das Geld nicht reicht, sollte auch über die Streichung der Leistungen gesprochen

Und letztlich sollte sich auch der Verbraucher überlegen, ob er nicht selbst auch einen winzigkleinen Beitrag zur Senkung der Gesundheitskosten allein dadurch leisten könnte, nicht wegen jedem Firlefanz zum Facharzt (oder überhaupt zu einem Arzt) zu rennen. Gut, in diesem Zuge wäre es vielleicht auch eine Überlegung wert, ob es wirklich nötig ist, Arbeitnehmer bereits am 1. Krankheitstag zu einem Arzt zu beordern…

Was ist den falsch, wenn im Rahmen der Hartz-Pläne zwei Millionen Arbeitslose innerhalb von zwei

Nichts, wenn’s denn funktioniert. Die Vorschläge sind zumindest mal was Neues. Immerhin sind wir uns wahrscheinlich einig, dass kein Wirtschaftsaufschwung vom Himmel fällt; die weltweite Konjunkturprognose des IWF ist ja nicht gerade großartig. Da hätte auch kein Hr. Stoiber was daran geändert. Und die guten alten Rezepte wie: wir senken mal wieder die Steuern für die Unternehmer haben in der Vergangenheit zumindest keinen Erfolg gehabt.

Wer Leistungen vom Staat erhält, muss dem Staat auch etwas geben.

Hier gehen wir konform. Bessere Bildung, bessere Straßen, bessere Ausstattung der Soldaten, mehr innere Sicherheit, mehr, mehr, mehr. Angeblich will der Bürger das alles, irgendwie muss es auch finanziert werden.

Sei es nur seine Arbeitskraft. Weshalb kann man hier nicht verlangen, dass jemand als Arbeitsloser :über das Sozialamt verwaltet wird und wenn er zugewiesene Arbeiten nicht annimmt eben sein Geld :gestrichen oder gekürzt wird ?

War das nicht eine der beschäftigungsfördernden Forderungen der Union? Ach ja, im Hartz-Papier steht auch noch was davon. Aber ehrlich: Warum kann man nicht? Also ich meine natürlich, jemanden, der sogenannte zumutbare Arbeiten ablehnt, ein wenig unter Druck setzen?

Was ist denn daran falsch, wenn die Verluste in der Krankenversicherung durch höhere Ökosteuern ausgelichen werden, wenn es der Politik nicht gelingt, das System umzubauen ?

Das war die Rentenversicherung, nicht wahr? Würde Dir, um wieder auf die KV zu kommen, die Unionsidee einer Kasko-Versicherung (die letztlich darauf rausläuft, dass man den weitaus größten Teil der Heilbehandlungen selbst bezahlt) lieber? Ach ja, zum Thema Ökosteuer, steht da nicht was im Unionsprogramm von Ökosteuer abschaffen (*lautstarker Jubel*) und dafür eine Abgasabgabe einführen (*geht im lautstarken Jubel unter*)…

Was ist denn falsch, wenn notfalls sogar noch die Mehrwertsteuer in dieser Legislaturperiode erhoben :wird, damit die Leistungen finanziert werden können ?

Wird meiner Einschätzung nach im Rahmen der Steuerharmonisierung der Europäischen Union früher oder später kommen; immerhin liegen wir mit unserem Steuersatz am untersten Ende der Skala, ein rechnerisches europäisches Mittel läge bei 19,4 %. Und noch meine persönliche Meinung, mit der ich sicher ganz alleine dastehe: eine Erhöhung der Umsatzsteuer wäre mit das gerechteste, was man machen könnte, da sie verbrauchsabhängig anfällt, somit Menschen, die mehr Geld haben und mehr verbrauchen, auch mehr Steuern zahlen und es wieder mal jedem obliegt, seine Steuerbelastung durch gezielten Konsum zu steuern.

Wieso soll der von der jetzigen Regierung propagierte Aufschwung durch Steuererhöhungen :abgebremst werden ?

Die Frage stelle ich mir allerdings bei einer Diskussion über die Erbschafts- und Tabaksteuer. Hier sehe ich wahrlich monströse Belastungen für die Unternehmer…

Warum denkt niemand an die Interessen von Gerhard Schröder und Josef Fischer und alle nur daran, :wie man Steuern vermeiden muss ?

Tja, Schade eigentlich, dass Du ein durchaus vernünftiges Thema mit so einem Satz diskreditierst. Interessant, dass die Parteien, die Deutschland ja soooo gerne regiert hätten und jetzt ganz laut von Betrug schwadronieren, im Vorfeld zumindest zwischen den Zeilen die eine oder andere Steuerbelastung angekündigt hatten. Nicht mal eigentlich unionsfreundliche Wirtschaftler und Analysten hielten die Unionsprogramme wie 3x40 für realistisch finanzierbar.
Und letztens: manchmal, sorry, kotzt mich dieses Land richtig an. Da werden dringend einschneidende Reformen gefordert, aber bitte nur bei den Anderen. Da erzählt eine Vorsitzende etwas von „konstruktiver Oppositionspolitik im Bundesrat“, während andere jetzt bereits schon Blockadepolitik ankündigen. Und das konstruktivste daran sind die dauernden Rücktrittsforderungen. Da wird Sharholder-Value dermaßen pervertiert, dass Arbeitsplätze gestrichen werden nicht etwa weil man Verluste einfährt, sondern weil ‚nur‘ noch 5 Mrd. statt 6 Mrd. Gewinn eingefahren wird. Da gibt es hunderttausende offene Stellen, die von den Unternehmen nicht gemeldet werden.

Und damit es nicht zu einseitig wird:

Die Unternehmen haben teilweise massive Probleme, offene Stellen, insbesonders Ausbildungsplätze, zu besetzen. Es gibt kaum Bereitschaft zur beruflichen Weiterbildung und damit Verbesserung der Job-Chancen - oft mangelt es bereits bei der schulischen und beruflichen Grundausbildung (und das hat oft mehr mit Faulheit als mit angeblich schlechten Schulen). Da werden dringend Reformen gefordert, aber bitte nur bei den Anderen. Da werden Steuern hinterzogen, Sozialkassen betrogen, wo es nur geht.

Und ganz zum Schluss: Da wird über ungelegte Eier diskutiert…

Gruss
Feanor

das kann man doch alles nicht mehr diskutieren …
wir brauchen eine lösung die total radikal ist. wie mit dem gordischen knoten. oder dem ei des kolumbus. immer mehr steuern, immer mehr abgaben, immermehr solidaritätsabgaben, immermehr
was weis ich ! mach das doch mal als familienvater. deine bank wird dir schon was erzählen !
ich denke 10 - 15% für den staat und basta. aber von A L L E N
und jeder hilft sich selbst. und der staat achtet nur noch auf regelverletzungen und stellt diese auf.
Z.B. bei der autohaftpflicht klappts doch auch.
das könnte man auf alle bereiche ausdehnen.
rewe

PS und ich hab doch wirklich gedacht du woltest die jungs nur profozieren! das nehme ich jetzt natürlich zurück. mit dem größten bedauern.

hi

Weißt Du was eine Dauerbehandlung wegen Altersdemenz oder
Alzheimer kostet, ein Platz im Alten- oder Pflegeheim

ab 5000 mark pro monat bist du dabei…

oder

betreuten Wohnen, die ganzen Langeweilebesuche beim Arzt,
dritte Zähne oder oder oder…

momende mal. raucher - 40 - lungenkrebs - behandlung - teuer - tot. dementer - 80 - 25 jahre mehr gearbeitet - 25 jahre mehr steuern und abgaben gezahlt - demenz inclu!

ja, oder die leute, die zuviel fleisch essen und dazu auch
noch überdurchschnittlich viel tierische fette z.b. käse und
sahne konsumieren!

Was ist denn „zuviel Fleisch“ und was ist schlecht daran? Ich
kenne Vegetarier und weiß was da an Mangelerscheinungen
auftritt und was da an Untersuchungen anfällt, bis man
überhaupt weiß, welche das sind.

ich ess auch kein fleisch und ich hab weder mängel noch übergewicht :smile:

nein, wie du schon gesagt hast: diese rechnungen gehen einfach nicht richtig auf.
nur extremsportler sollten wirklich zuzahlen, finde ich. drachenfliegen, bergsteigen oder fallschirmspringen sind beispielsweise sportarten, bei denen man sich leicht was verletzt. z.b. beim landen.

gruss

Hallo REWE,

sei mir nicht böse, aber es war eine Mischung zwischen Provokation, Ironie und Realität.

wir brauchen eine lösung die total radikal ist. wie mit dem
gordischen knoten. oder dem ei des kolumbus. immer mehr
steuern, immer mehr abgaben, immermehr solidaritätsabgaben,
immermehr
was weis ich ! mach das doch mal als familienvater. deine bank
wird dir schon was erzählen !
ich denke 10 - 15% für den staat und basta. aber von A L L E

Ich hättee gut lachen, da ich die jetzt Regierenden nicht gewählt habe. Stehe auf der anderen Seite. Doch leider trifft es auch mich, wie Dich und ich habe nichts davon, dass die so sehr Überzeugten, dass unter Schröder die „Tauben ab 2002 durch die Luft fliegen“ gewonnen haben. Aber ich habe soviel Ironie um diesem Kreis zu wünschen, dass die Streichungen kommen und sie sehen, dass Schröder eben auch nur bei den Kleinen spart.

und jeder hilft sich selbst. und der staat achtet nur noch auf
regelverletzungen und stellt diese auf.
Z.B. bei der autohaftpflicht klappts doch auch.
das könnte man auf alle bereiche ausdehnen.
rewe

PS und ich hab doch wirklich gedacht du woltest die jungs nur
profozieren! das nehme ich jetzt natürlich zurück. mit dem
größten bedauern.

Eine Provokation ist drin.

Gruss Günter