Eine Psychoärztin hat mich vor einiger Zeit zum LD-Diazepamentzug genötigt. Der passt mir zwar nicht, weil Ursache und Symptome bleiben werden, aber ich tu’ mein Bestes. Was mich jetzt - nach 4 Monaten - am meisten stört, ist das häufige nächtliche Erwachen mit trockenem Mund (ich bin schon mein Leben lang Mundatmer - insbesondere bei waagerechter Körperlage*). Das ist primär sicher durch vegetative Übererregung bedingt und wird sekundär vermutlich durch Betablocker und Übergewicht begünstigt. Die Betas bleiben , denn die, die ich jetzt nehme (Metoprololsuccinat), sind richtig klasse gegen vegetativ bedingte Arrhythmien - deutlich wirksamer als Bisoprolol.
*) Allergiedesensibilisierungen und Nasenscheidewandbegradigungen waren dagegen untauglich. Das einzige, was vor 30 Jahren mal half, war ein radikales Abnehmen von 110 auf 80 Kilogramm. M. a. W.: Die Mundatmung bleibt auch - wie die Betablocker.
Das Übergewicht darf mich dagegen gern verlassen, dabei aber weder Zeit noch Geld noch Nerven kosten. (Ich ahne aber schon, dass das nicht geschehen wird. Dazu hängt es einfach zu sehr an mir …)
Deshalb suche ich hier keinen Rat in Bezug auf Diagnosen und Therapien, sondern:
Zur Zeit erwache ich so etwa alle 1 bis 2 Stunden (gegen Morgen häufiger) und befeuchte meinen Mund jeweils mit ein paar Wasserschlucken (Gesamt-Trinkmenge pro Nacht ca. 0,5 bis 0,8 Liter). Das hilft aber immer nur kurzzeitig. In den letzten Stunden vor dem Aufstehen hält der Befeuchtungseffekt immer weniger lang an.
Welches Getränk kann die Mund- und Rachenschleimhäute länger (als einfaches Wasser) befeuchten, bzw. die Speichelsekretion anregen? Recherchen hier im Forum deuten auf Kamillentee hin.
Ist es erfolgversprechend, mir statt einfachen Wassers allabendlich einen Liter (kalten) Kamillentee ans Bett zu stellen, um diesen dann des nachts nach und nach zu „süppeln“? Oder gibt es eine andere Substanz , die den Speichelfluss - nach Mundspülung und Schlucken - etwas länger anregt, ohne gleich das ganze Vegetativum auf „wach“ zu bürsten?
Luftbefeuchter kommen nicht in Frage, weil „mein restlicher Körper“ nur bei kühler, trockener Raumluft gut schläft. Hab’s vor Jahren mal probiert: Die Dinger verdunsten elend viele Liter Wasser, um einen halbwegs messbaren Effekt bei der relativen Luftfeuchte zu erzielen, wobei ich aber das Schlafklima nicht angenehm/komfortabel empfand. Außerdem verlangten sie viel zu viel Pflege-(Hygiene-)Aufwand, um nicht zur Pilz-Schleuder zu werden und damit selbst pathogen zu werden.
Viele Grüße
FatzManiac