Was haltet ihr von der Seite Homöopathie?

Huhu,

ich interessiere seit kurzem für alternative Behandlungsmethoden, wie Kinesiologie, Akkupunktur, Homöopathie und so weiter :smile: Mir wurde ua. die Seite Initiative Homöopathie hilft empfohlen (http://www.homoeopathiehilft.at/ ), allerdings kann ich von hinten bis vorn nicht beurteilen, ob das nun eine seriöse Seite ist und die Informationen stimmen. Ich konnte mir zwar gewisse Grundkenntnisse erwerben, aber im Internet werden solche Grundsatzdiskussionen geführt, Theorien bestätigt und wieder verworfen und mit endlos langen chemischen Formeln versucht zu beweisen, ob Homöopathie nun hilft oder nicht… da blick ich nicht mehr durch :smiley:
Kennt sich jemand von euch mit Medizin bzw. Homöopathie aus? Was haltet ihr von der Seite, ist das was Seriöses oder nur Geschwätz?
Danke!

meinung

Was haltet ihr von der Seite, ist das was Seriöses oder nur
Geschwätz?

meiner meinung nach ein geschickter schachzug der dental- & pharmalobby, um karies & alkoholismus schon bei kindern zu fördern.

e.c.

Hallo!

Das ist eine einseitige Werbung für die Homöopathie, gesponsert unter anderem von der Homöopathie-Industrie. Von dieser Seite kannst du dir keine unabhängigen Informationen erwarten.

Eine neutrale Betrachtung findest du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Hom%C3%B6opathie (insbesondere Punkt 7.2.1)

Gruß
Peter

Hallo,

(http://www.homoeopathiehilft.at/ ),
eine seriöse Seite ist und die Informationen stimmen.

Tja, das ist schon mal so ein Problem mit der Seriosität.

Da es bisher keinen naturwissenschaftlichen Hinweis
auf die Wahrheit der von den Homöopathen behaupteten
Wirkmechanismen gibt, bleibt die Grundfrage einfach
mal als ein Dogma stehen.
Das ist so ähnlich wie mit Religion. Wenn man festlegt,
dass es Gott gibt, dann kann man darauf trefflich ein
ganzes Lehrgebäude und ganze Weltanschauungen aufbauen.

Interessant finde ich dazu diese:
http://www.homoeopathiehilft.at/show_content2.php?s2…
Zitat:
„In diesem Sinn ist das Ergebnis der Diplomarbeit, dass die
Homöopathie nicht als ‚Energiemedizin’ zu verstehen ist,
sondern alles darauf hinweist, dass die Homöopathie als
‚Informationsmedizin’ erklärt werden kann,
Das nenne ich mal hohes Geschwätz. Da werden zunehmend
irgend welche Begriffe aus Technik und Naturwissenschaft
entlehnt und daraus esoterische Neuheiten abgeleitet.

Ich konnte mir zwar
gewisse Grundkenntnisse erwerben, aber im Internet werden
solche Grundsatzdiskussionen geführt, Theorien bestätigt und
wieder verworfen und mit endlos langen chemischen Formeln
versucht zu beweisen, ob Homöopathie nun hilft oder nicht…
da blick ich nicht mehr durch :smiley:

Und nu?
Da wirst du nicht raus kommen, wenn du jetzt nur nach
Meinungen fragst.
Die Frage ist, ob die Hokuspokus haben willst oder
doch eher der rationale Typ bist.
Es ist ja nicht so, das Homöopathie nicht hilft,
im Gegenteil. Nur sind die rationalen Erklärungen
wie Placebo und Autosuggestion den Homöopathen einfach
zu trivial.

Kennt sich jemand von euch mit Medizin bzw. :Homöopathie aus?

Mit Medizin kennen sich Mediziner aus.
Erstaunlich finde ich schon, dass offenbar viele
Mediziner gerne auf den Zug Homöopathie aufspringen
und sich somit einen guten teil der Klientel sichern,
die eben lieber Hokuspokus haben wollen als
nüchterne Schulmedizin. Aber wenn die Kundschaft das
unbedingt will? Warum sollte man sich dagegen wehren?

Was haltet ihr von der Seite,

Auf den ersten Blick? „Flower-Power“ und „Heile Welt“

ist das was Seriöses oder nur Geschwätz?

Ja, ich würde sagen, es ist seriöses Geschwätz.

Homöopathie ist meinen Augen reine Verarschuung.
Wenn sie denn von Schulmedizinern kontrolliert
angewendet wird, um dem psychologischen Aspekten
der Medizin mehr Rechnung zu tragen, weil es eine
große Zahl von Leuten wirklich genau so haben will…

Gruß Uwi

Hallo,

bevor du deine Zeit mit solchen Homepages verschwendest, ist es durchaus sinnvoll, sich den Grundsatzdiskussionen zu widmen, insbesondere, da du erwähnst, dass es dir schwer fällt, den Wahrheitsgehalt dieser Seite adäquat zu hinterfragen.

In den Diskussionen wirst du erfahren, dass es keinerlei belastbare Studien gibt, die die Wirksamkeit des Homöopathie um einen statistisch signifikanten Wert gegenüber dem Placeboeffekt beweisen würden.
Für Kinesiologie gilt Analoges.

Viele der Studien, die es zur Akupunktur gibt, sind kritisch zu betrachten, scheinen aktuell jedoch eine gewisse Wirksamkeit zu besitzen, auch wenn ich persönlich mich nicht darauf verlassen würde.

Grüße
Liete

Es ist ja nicht so, das Homöopathie nicht hilft,
im Gegenteil. Nur sind die rationalen Erklärungen
wie Placebo und Autosuggestion den Homöopathen einfach
zu trivial.

Kennt sich jemand von euch mit Medizin bzw. :Homöopathie aus?

Mit Medizin kennen sich Mediziner aus.
Erstaunlich finde ich schon, dass offenbar viele
Mediziner gerne auf den Zug Homöopathie aufspringen
und sich somit einen guten teil der Klientel sichern,
die eben lieber Hokuspokus haben wollen als
nüchterne Schulmedizin.

Alles bis dahin ja soweit OK. Nur sollte doch hier nicht Eindruck erweckt werden, dass Schulmedizin gleichbedeutend mit hokuspokusfrei und immer seriös ist. Es gibt auch unter diesem Label viel zu viele Behandlungen, deren Wirksamkeit mitnichten nachgewiesen sind.
Was ich übrigens persönlich noch schlimmer finde. Besonders dann, wenn sich ein Mediziner inbrünstig über die Homoöpathie und deren Scharlatane auslässt, selbst aber gewinnbringend in unbewiesenem IGeL macht.

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Hallo,

Alles bis dahin ja soweit OK. Nur sollte doch hier nicht
Eindruck erweckt werden, dass Schulmedizin gleichbedeutend mit
hokuspokusfrei und immer seriös ist. Es gibt auch unter diesem
Label viel zu viele Behandlungen, deren Wirksamkeit mitnichten
nachgewiesen sind.

Im Rahmen von sowas wie evidenzbasierter Medizin gibt es aber in der Schulmedizin zumindest ein Regulativ das die von Dir angesprochenen Behandlungen über kurz oder lang verifizieren oder falsifizieren wird.

I.d. Homöpathie verschliesst man sich aber von vornherein einem solchen Regulativ, das sehe ich als Problem.

Stefan

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Im Rahmen von sowas wie evidenzbasierter Medizin gibt es aber
in der Schulmedizin zumindest ein Regulativ das die von Dir
angesprochenen Behandlungen über kurz oder lang verifizieren
oder falsifizieren wird.

Oh. Diese Vermutung halte ich aber als sehr optimistisch! Als jemand, der seit weit über 10 Jahren in genau dem Bereich arbeitet, kann ich sagen, dass kurz mit Sicherheit nicht und ob ich lang noch erleben werde?!? Dafür ist der Widerstand in der Ärzteschaft viel zu groß.

I.d. Homöpathie verschliesst man sich aber von vornherein
einem solchen Regulativ,

Das ist eine Unterstellung. Wobei ich das jetzt nicht auf die Homöpathie beschränkt wissen will, sondern auf die so genannten „alternativen“ Verfahren. Es gibt durchaus genügend seriöse Mediziner, die an ebenso seriösen Studien interessiert sind und die auch durchführen.

Worauf ich hinaus will, ist, dass es ein völliger Trugschluss ist, alternative Verfahren von vornherein als Hokuspokus abzutun und so zu tun, als ob Schulmedizin immer (oder zumindest fast immer) den Wirksamkeitsnachweis erbracht hat. Das ist noch nicht einmal nur bei IGeL so! Das trifft bspw. auch auf viele Operationsverfahren durch.

Ich habe unlängst einen sehr schönen Artikel gelesen, wo es genau darum geht: Kritisches Hingucken bei alternativen Verfahren ist wichtig. Aber genauso wichtig ist es im Bereich der Schulmedizin! Im zweiten Bereich halte ich das sogar beinahe für noch wichtiger. Aus verschiedenen Gründen:

Wenn die „Schulmedizin“ sich als die „bessere“ gegenüber alternativen Verfahren abgrenzen will, kommt sie eigentlich umhin, Verfahren zu überprüfen. Tut sie es nicht, hat sie die Möglichkeit zumindest stark eingeschränkt, wenn nicht verspielt, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Und genau das ist m.E. derzeit der Fall!

Für alternative Verfahren ist nur ein gewisses Klientel empfänglich. Die anderen sind durchaus kritisch, was die Wirksamkeitsnachweise angeht. Genau von diesem Teil gibt es aber sehr viele, die gar nicht wissen, dass es das Wirksamkeitsproblem auch in der Schulmedizin gibt. Das wissen ja oft noch nicht einmal Ärzte, die den Kram verordnen oder anwenden.

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Nachtrag
Als ich mit dem Thema angefangen habe - Mitte der 90er - da konnte man das Stichwort evidenzbasierte Medizin nicht gegenüber einem „normalen“ deutschen Arzt in den Mund nehmen, ohne dass der nicht geschäumt ist wie Rumpelstilzchen, weil schon der Gedanke an sich als inakzeptabler Eingriff in die ärztliche Kunstfreiheit gesehen wurde! Absolutes NoGo. Auch durchaus in offiziellen Stellungnahmen. Ich erinnere noch sehr gut diverse Podiumsdiskussionen auf einschlägigen Veranstaltungen.

Und noch heute ist die Kritik groß. Das witzige: Die Argumentation derer, die evidenzbasierte Medizin ablehnen, ist fast identisch mit der Argumentation der „alternativen“ - nur dass das die jeweiligen Schulmediziner nie zugeben würden! (Zum Teil sind die Kritikpunkte noch nicht mal unberechtigt) Noch eine weitere riesengroße Baustelle: Evidenz und Psychotherapie. Abgründe tun sich auf!

Es besteht also kein Anlass, sich aufs allzu hohe Ross zusetzen! Was nicht heißt, dass die anderen nicht kritisiert werden dürfen. Dann aber bitte nicht den Blick in den Spiegel vergessen.

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Vorneweg: ich nehme selber Homöop- Medizin - schlimmer noch, ich lasse sogar Akupunktieren!

Im Rahmen von sowas wie evidenzbasierter Medizin gibt es aber
in der Schulmedizin zumindest ein Regulativ […]

Oh. Diese Vermutung halte ich aber als sehr optimistisch!

OK, was ich meinte sind auch Entwicklungen über längere Zeiträume, mehr als 10 Jahren. Und wenn man sieht, wie sich zB die Behandlung div. Krebsformen zB der letzten 20 Jahre ansieht, dann hat sich da einiges getan.

I.d. Homöpathie verschliesst man sich aber von vornherein
einem solchen Regulativ,

Das ist eine Unterstellung.

Dann ist doch die übliche Frage wo Doppelblindstudien und etc. pp. ist. Meines Wissens nach ist es eine mögliche Definition von Alternativmedizin, dass ein stat. evidenter Nachweis für die Wirksamkeit fehlt.

Es gibt durchaus genügend
seriöse Mediziner, die an ebenso seriösen Studien interessiert
sind und die auch durchführen.

Wo fände ich die?

und so zu tun, als ob Schulmedizin immer (oder
zumindest fast immer) den Wirksamkeitsnachweis erbracht hat.

Da kannst Du Recht haben. Aber dies lässt sich für den krit. Patienten auch herausfinden, wie fundiert etwas ist. Die schulmed. Wirksamkeitsnachweise sind für mich nachvollziehbar. Woanders gehört auch Glaube dazu, dass die Welt, jenseits dessen was wir sonst wissen und im Alltag anwenden, auch noch so oder so anders sei.

Der Glaube, dass ein starker Rücken Rückenschmerzen vermeiden hilft ist da nicht so ungewöhnlich. Klingt irgendwie logisch. Aber, so lange dies niemand stat. nachgewiesen hat, so lange ists eben nur das: ein Glaube. Hier könnte jetzt nochwas mit Berge versetzen stehen aber das spare ich mir :wink:

ist das was Seriöses oder nur Geschwätz?
Danke!

Nur Geschwätz ist es sicherlich nicht;
oder meinst du , große Teile der Schulmedizin möchten sich vollkommen lächerlich machen, indem sie alternative Methoden wie Akupunktur oder Homöop. in ihr Angebot aufnehmen, die völlig wirkungslos sind ?

Auf der anderen Seite,
stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, Methoden wie Akupunktur oder Homöop. in die vorwiegend symptomatische Sichtweise der Schulmedizin zu integrieren;
oder ob sie als eigenständige Methoden zu betrachten sind, deren Potential man nur auf der energetischen Ebene ausnutzen kann.

Hallo,

die eben lieber Hokuspokus haben wollen als
nüchterne Schulmedizin.

Alles bis dahin ja soweit OK. Nur sollte doch hier nicht
Eindruck erweckt werden, dass Schulmedizin gleichbedeutend mit
hokuspokusfrei und immer seriös ist.

Nö, das will ich ja gar nicht behaupten.
Zur Medizin gehört in gewisser Weise auch Psychologie und die
braucht auch immer ein bisschen Hokuspokus. Jeder gute
Mediziner wird das wissen.
Bedenklich finde ich aber die Intensität und Systematik,
mit der das durchgezogen wird.

Es gibt auch unter diesem Label viel zu viele Behandlungen,
deren Wirksamkeit mitnichten nachgewiesen sind.

Leider ist das wohl so.

Ich habe aber zumindest den Eindruck, dass in der Medizin
versucht wird, mit wissenschaftlicher Methodik doch immer
mehr Licht in die dunklen Ecken zu bringen.

Ich denke, die Homöopathie wird diesen Anspruch gar nicht
haben können, weil sie damit ihre eigene Existenz stark
in Frage stellt.

Was ich übrigens persönlich noch schlimmer finde. Besonders
dann, wenn sich ein Mediziner inbrünstig über die Homoöpathie
und deren Scharlatane auslässt, selbst aber gewinnbringend in
unbewiesenem IGeL macht.

Naja, zumindest scheint es mir besser wenn ausgebildete
Mediziner mit einem halbwegs gesunden Verstand das Nutzen,
statt echte Spinner, die sich tatsächlich einbilden, sie könnten
mit Homöopathie Knochenbrüche, Blinddarmentzündungen und Krebs heilen.
Gruß Uwi

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ist das was Seriöses oder nur Geschwätz?
Danke!

Nur Geschwätz ist es sicherlich nicht;
oder meinst du , große Teile der Schulmedizin möchten sich
vollkommen lächerlich machen, indem sie alternative Methoden
wie Akupunktur oder Homöop. in ihr Angebot aufnehmen, die
völlig wirkungslos sind ?

Es ist hoffnungsloses Geschwätz. Aku. und H. werden auch nicht von der Schulmedizin angeboten, sondern nur von einzelnen Ärzten, die entweder Geld brauchen oder esoterisch angehaucht sind.

Nebenbei macht die Schulmedizin keine Angebote, sie ist eine Naturwissenschaft und manchmal eine Kunst, aber Angebote macht sie nicht.

oder ob sie als eigenständige Methoden zu betrachten sind,
deren Potential man nur auf der energetischen Ebene ausnutzen
kann.

Bei der energetischen Ebene kriege ich auch so meine Bauchschmerzen. Wie kriege ich diese energetische Ebene in den Griff? Wie wird sie gemessen? Volt, Ampere, Watt oder wie?

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Bei der energetischen Ebene kriege ich auch so meine Bauchschmerzen. Wie kriege ich diese energetische Ebene in den Griff? Wie wird sie gemessen? Volt, Ampere, Watt oder wie?

Zuerst sagst du,
dass alles nur Geschwätz ist;
und danach fragst du, wie es funktioniert.

Wie wäre es,
du würdest dich vorher mal informieren, wie es funktionieren soll,
wie man die Energie mißt bzw. deren Widerstände.
Danach kann man sich unterhalten, mit welchen Fehlerquellen das ganze behaftet ist.

Aber mit Leuten zu diskutieren,
wo das Ergebnis voher schon fessteht, hat natürlich wenig Sinn.

Insofern wäre es sicherlich auch ein Zeichen der Höflichkeit,
wenn man sich mit seiner (chronisch negativen )Meinung zu alternativen Methoden direkt an den Fragenden wenden würde.

Bei der energetischen Ebene kriege ich auch so meine Bauchschmerzen. Wie kriege ich diese energetische Ebene in den Griff? Wie wird sie gemessen? Volt, Ampere, Watt oder wie?

Zuerst sagst du,
dass alles nur Geschwätz ist;
und danach fragst du, wie es funktioniert.

Du weißt, was rhethorische Fragen sind?

Insofern wäre es sicherlich auch ein Zeichen der Höflichkeit,
wenn man sich mit seiner (chronisch negativen )Meinung zu
alternativen Methoden direkt an den Fragenden wenden würde.

Wieso? Du hast behauptet. Dann darf man nachfragen.

MfG
GWS

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oT
Hallo,

Bei der energetischen Ebene kriege ich auch so meine
Bauchschmerzen. Wie kriege ich diese energetische Ebene in den
Griff? Wie wird sie gemessen? Volt, Ampere, Watt oder wie?

schön, noch einmal von dir zu lesen :smile:
Ich find’s herrlich!

Grüße
Liete

Träum weiter!
Ich hatte es in einer anderen Antwort schon mal geschrieben: Eigentlich schlimmer als die esoterischen Befürworter alternativer Verfahren sind jene, „Schulmediziner“ die nicht wissen oder nicht wissen wollen, dass es viel zu viel unter dem Deckmantel der ach so naturwissenschaftlichen (und deshalb automatisch wirksamen ?!?) Schulmedizin gibt, das den Wirksamkeitsnachweis bisher nicht erbracht hat!

Nebenbei macht die Schulmedizin keine Angebote, sie ist eine
Naturwissenschaft und manchmal eine Kunst, aber Angebote macht
sie nicht.

Ach was.
www.igel-monitor.de/05_Statement_Pick_final.pdf
Daraus: 30% der Patienten sind im beobachteten Zeitraum IGeL angeboten (sic!) worden! Die überwiegende Zahl der untersuchten Leistungen ist als fragwürdig zu betrachten.
Natürlich sind unter den Angeboten auch solche, die man sehr eindeutig in die Esoterikecke stecken kann. Aber es bleibt eine ausreichend hohe Zahl „schulmedizinischer“ Leistungen.

EBM gibt es - zumindest nennenswert - erst seit wenigen Jahren. Bis heute gibt es noch zu einem guten Teil von Verfahren keine Leitlinien (hängt stark von der Fachdisziplin ab), der Prozess ist erst im Gang. Wenn man das gleiche Argument, was gegen die Alternativen gewendet wird, auf „schulmedizinische“ Verfahren anwenden würde, müssten diese Verfahren auch als unwirksam gelten, bis der Beweis der Wirksamkeit erbracht ist! Dabei dürften genauso wenig „Studien“ ausreichen, die unter fragwürdigen, nur sehr bedingt wissenschaftlichen Kriterien durchgeführt wurden.

Eine Behandlung zu wählen, die nicht der Leitlinie entspricht oder deren Evidenz nicht nachgewiesen ist, gilt nicht als „Kunstfehler“! (Da gegen verwahren sich noch ausreichend Mediziner mit engagierter Entrüstung - weil tiefer Eingriff in die ärztliche „Kunst“)

Es gibt zahlreiche OP-Verfahren, welche unter Wirksamkeitsgesichtspunkten fragwürdig bis höchst fragwürdig sind. Manche werden nur ein paar Jahre „angeboten“ (sic!) und verschwinden dann wieder vom Markt, andere bleiben. Hierunter fallen bspw. einige Arthrose-OPs, Bandscheiben OPs…
Verfahren, die auch nach Jahren nicht geschafft haben mit Wirksamkeit zu überzeugen. Umgekehrt gibt es durchaus Verfahren, die mal in der Kiste „alternativ“ waren, deren Wirksamkeit aber inzwischen belegt ist.

Es ist mit Sicherheit so, dass unter dem Stichwort „Schulmedizin“ erheblich mehr Wirksamkeit zu finden ist, als im Markt der Alternativen. Dennoch bleiben die Behauptungen falsch, dass alles wirksam ist, was Schulmedizin ist, und das unter dem Label „Schulmedizin“ nur das durchgeführt (um nicht angeboten zu sagen), was notwendig ist!

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Ich hatte es in einer anderen Antwort schon mal geschrieben:
Eigentlich schlimmer als die esoterischen Befürworter
alternativer Verfahren sind jene, „Schulmediziner“ die nicht
wissen oder nicht wissen wollen, dass es viel zu viel unter
dem Deckmantel der ach so naturwissenschaftlichen (und deshalb
automatisch wirksamen ?!?) Schulmedizin gibt, das den
Wirksamkeitsnachweis bisher nicht erbracht hat!

Nebenbei macht die Schulmedizin keine Angebote, sie ist eine
Naturwissenschaft und manchmal eine Kunst, aber Angebote macht
sie nicht.

Ach was.
www.igel-monitor.de/05_Statement_Pick_final.pdf

Ich träume. Ich träume von jenem Tag, an dem JaninaG sich genau nach meinem Text richtet.
Die Schulmedizin erbringt keine IGel-Leistungen, das aber tun Ärzte. Schulmedizin ist ein Abstraktum und keine konkrete Person. Und mit IGel-Leistungen hat das erst einmal gar nichts zu tun.

Die Krankenkassen haben bestimmte Leistungen aus dem Leistungskatalog gestrichen, weil die Wirkung nicht belegt ist. Die wurden dann zu IGel-Leistungen. Witzig, jetzt den Spieß umzudrehen und den Ärzten vorzuwerfen, daß diese Leistungen nicht Evidenzbasiert seien. Eben, darum sind es ja IGel-Leistungen!

Gut, daß es den EBM erst seit wenigen Jahren gibt. Jetzt frage ich mich bloß, wonach wir so vor 30/40 Jahren abgerechnet haben. Ich vermute mal, Sie denken da an Preisschilder an der Praxistür.

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Sicher darf man nachfragen.

Ich möchte das Problem dann aber mal von der anderen Seite angehen:

Die deutsche und österreichische Schulmedizin auf Postbotenniveau, deren Spezialität es ist,
mit symptomatischen und biochemischen Verdachtstheorien im luftleeren Raum rumzuzaubern,
ist nicht dazu geeignet, um eine praktische Erfahrungswissenschaft wie die Homöopathie sinnvoll beschreiben und anwenden zu können:

http://www.focus.de/wissen/mensch/psychologie/tid-15

Du kriegst den ersten Preis…
…für das größtmöglich konzentriert nebulöseste Dahergeschwurbel der Welt. So viele Buzzwords habe ich noch nie auf einen Haufen gesehen. Aber energetisch hast du vergessen…

Besonders schön finde ich, Homöopathie als praktische Erfahrungs- Wissenschaft zu bezeichnen *PRUUUST*. Hast du dir wirklich ein schönes Wort ausgedacht. Erklär mal, was das bedeuten soll und mein Tag ist gerettet.

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