Was haltet Ihr von diesem Arbeitszeugnis?

Bitte gebt doch mal einen Kommentar zu diesem Zeugnis ab. Sind da noch irgendwelche Stolpersteine? Vielleicht hat ja auch noch jemand eine Idee wegen dem sich im Zeugnis wiederholenden „jederzeit“ z. B. bei „unser Unternehmen wird von ihr jederzeit gut repräsentiert“. Müssen die Geschäftspartner beim Verhalten nach den Vorgesetzten genannt werden, oder reicht das am Ende der Aufzählung?

Zwischenzeugnis

Frau xxx, geboren xxx in xxx, ist seit dem 1. Juli 2006 für die xxx tätig. Die xxx arbeitet europaweit mit mehr als 2000 Mitarbeitern an einer Vielzahl von Standorten erfolgreich im industriellen Umweltservice. Wir sind der Spezialist für technische Dienstleistungen und Problemlösungen für lndustrieanlagen, -prozesskomponenten sowie die -entsorgung. Zertifizierte Kundenorientierung, Qualität, Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz bilden die wesentlichen Elemente unserer Unternehmenspolitik.

Nachdem Frau xxx vom 1. Juli 2006 bis zum 31. Juli 2007 in unserer Tochtergesellschaft xxx in der Arbeitnehmerüberlassung für uns tätig war, wurde Sie zum 1. August 2007 in die xxx übernommen und als kaufmännische Mitarbeiterin eingesetzt.

Zu ihren wesentlichen Aufgaben gehören:

• die Auftragsbearbeitung anhand von Leistungsnachweisen
• die Erfassung von Personal- sowie Geräteeinsatzstunden anhand
von Baustellen- und Tageseinsatzberichten
• die Einkaufsbearbeitung anhand von Bestellanforderungen
• die Datenpflege anhand von Vorgaben des Vorgesetzten
• die Aktenführung und Archivierung anhand von Vorgaben des
Vorgesetzten
• arbeiten mit den Programmen SAP R/3, AES, MS-Office, Remote
Entry

Des weiteren gehört zu Ihrem Aufgabengebiet die Bearbeitung der Arbeitnehmerüberlassung.

Die vorgenannten und alle gängigen EDV-Programme beherrscht Frau xxx gut. Sie verfügt über das nötige Fachwissen und kann die ihr gestellten Aufgaben jederzeit erfolgreich bearbeiten. Sie ist stets motiviert und findet sich in neuen Situationen zurecht.

Sie erledigt ihre Arbeiten sicher und selbständig. Ihre Arbeitsqualität ist konstant gut. Die Arbeitsmenge und das Arbeitstempo entsprechen stets und in jeder Hinsicht unseren Erwartungen. Wir können Frau xxx daher bescheinigen, dass sie die ihr übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt.

Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen, Mitarbeitern sowie gegenüber unseren Geschäftspartnern ist stets einwandfrei.

Unser Unternehmen wird von ihr jederzeit gut repräsentiert.

Diese Zwischenzeugnis wird auf Wunsch von Frau xxx erstellt, da sie sich seit dem 26. Oktober 2008 in Elternzeit befindet.

Hi wandfarbe (manchmal frag ich mich wirklich, warum sich Leute genau so einen Nick wählen *fg*)

Frau xxx, geboren xxx in xxx, ist seit dem 1. Juli 2006 für
die xxx tätig. Die xxx arbeitet europaweit mit mehr als 2000
Mitarbeitern an einer Vielzahl von Standorten erfolgreich im
industriellen Umweltservice. Wir sind der Spezialist für
technische Dienstleistungen und Problemlösungen für
lndustrieanlagen, -prozesskomponenten sowie die -entsorgung.
Zertifizierte Kundenorientierung, Qualität, Sicherheit,
Gesundheits- und Umweltschutz bilden die wesentlichen Elemente
unserer Unternehmenspolitik.

Die Firmenbeschreibung kommt mir ein wenig lang vor. Manche der Experten hier sagen sogar, dass sie ganz rausgehört, ich persönlich finde einen Satz ganz nett, aber das hier ist doch allzu ausführlich.

Nachdem Frau xxx vom 1. Juli 2006 bis zum 31. Juli 2007 in
unserer Tochtergesellschaft xxx in der Arbeitnehmerüberlassung
für uns tätig war, wurde Sie zum 1. August 2007 in die xxx

„sie“ schreibt man in dem Fall klein

übernommen und als kaufmännische Mitarbeiterin eingesetzt.

Diese Bezeichnung „kaufmännische Mitarbeiterin“ steht auch so im Vertrag? „wurde sie übernommen“ klingt mir ein bisserl passiv, vielleicht eher sowas dass man sich gefreut hat, sie zum … in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu übernehmen oder so.

Zu ihren wesentlichen Aufgaben gehören:
• die Auftragsbearbeitung anhand von Leistungsnachweisen
• die Erfassung von Personal- sowie Geräteeinsatzstunden
anhand
von Baustellen- und Tageseinsatzberichten
• die Einkaufsbearbeitung anhand von Bestellanforderungen
• die Datenpflege anhand von Vorgaben des Vorgesetzten

Wieso brauchtest dafür Vorgaen?

• die Aktenführung und Archivierung anhand von Vorgaben des
Vorgesetzten

Und wieso hier? Das deutet auf eine sehr unselbstständige Arbeitsweise hin. Überhaupt erscheint mir das „anhand von“ bei jedem Punkt etwas übertrieben, aber da sollen die anderen nochmal was dazu sagen.

Und diese Liste ist soweit richtig, vollständig und nach Häufigkeit sortiert?

• arbeiten mit den Programmen SAP R/3, AES, MS-Office, Remote
Entry
Des weiteren gehört zu Ihrem Aufgabengebiet die Bearbeitung
der Arbeitnehmerüberlassung.

Und hier irritiert’s mich ein wenig. Ich persönlich würde die Sache mit der „Arbeitnehmerüberlassung“ noch zu der Aufzählung dazu nehmen oder erklären, warum dieser Punkt so hervorgehoben wird.
Zu der Sache mit der Software. Da finde ich’s fast schöner, wenn man das mit dem nächsten Satz verquickt:

Die vorgenannten und alle gängigen EDV-Programme beherrscht
Frau xxx gut.

Der Umgang mit > ist ihr (Frau xxx) selbstverständlich (oder: beherrscht sicher)

Sie verfügt über das nötige Fachwissen und kann
die ihr gestellten Aufgaben jederzeit erfolgreich bearbeiten.
Sie ist stets motiviert und findet sich in neuen Situationen
zurecht.

Der zweite Satz stösst mir ein bisserl auf. „findet sich in neuen Situationen zurecht“ „…nachdem man sie wochenlang geschult hat und ewig auf sie eingequasselt hat, dass sie sich da echt nicht fürchten muss“ :wink:

Sie erledigt ihre Arbeiten sicher und selbständig.

Da fehlt ein „stets“, „immer“, „jederzeit“ so lässt’s Interpretation zu „naja, manchmal zumindest“

Ihre
Arbeitsqualität ist konstant gut. Die Arbeitsmenge und das
Arbeitstempo entsprechen stets und in jeder Hinsicht unseren
Erwartungen.

Das mit den Erwartungen, denen was entspricht ist immer schwierig, denn wenn der Cheffe von ner Trantüte eh schonmal nix erwartet und dann auch erwartungsgemäss nix kommt, dann „entspricht das den Erwartungen“ :wink:

Wir können Frau xxx daher bescheinigen, dass sie
die ihr übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen
Zufriedenheit erledigt.

Und das relativiert manche der oben erwähnten negativen Interpretationsmöglichkeiten und stellt (soweit ich mich erinnere, kann grad nicht nachgucken) den Standard-Zeugnisgeneratorsatz für „gut“ dar.

Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen, Mitarbeitern
sowie gegenüber unseren Geschäftspartnern ist stets
einwandfrei.

Mitarbeiter? Hattest Du echt Mitarbeiter im Sinne von „Untergebenen“? Wenn ja, dann ist die Reihenfolge: Mitarbeiter, Vorgesetzte, Kollegen. Und dann die Kunden. Die gehören an allererste Stelle, gerade wenn Du doch Kundenkontakt hattest. Also ganzganz deutlich hervorheben.

Diese Zwischenzeugnis wird auf Wunsch von Frau xxx erstellt,
da sie sich seit dem 26. Oktober 2008 in Elternzeit befindet.

Und kein Wort, dass man Dich gerne nach Beendigung der Elternzeit wieder einstellen möchte oder so?

*wink*

Petzi