Hallo,
Was denn für eine Macke? Und was für ein Thinkpad?
Es ist ein Thinkpad T40, ach und es ist kapputt, weil das
Display nach 20 Minuten immer schwarz wird, wenn man es dreht
oder den Laptop nur bewegt. Naja das muss mal repariert
werden.
was denn nun, immer nach 20 Minuten, oder immer wenn man das Gerät dreht - oder beides?
Du musst das positiv sehen: Für dieses Gerät gibts jede Menge Ersatzteile. Wenn es sich um einen gleich alten Billig-Computer handeln würde, könnte das schon eng werden, da würde sich dann womöglich eher eine Neuanschaffung anbieten. So kommst du unter Umständen mit einem Bruchteil des Preises eines neuen Geräts hin. 
Nochmal eine andere Frage. Die neuen Laptops in dieser
Preisklasse scheinen ja alle solche spiegelnden Displays zu
haben.
Viele, aber nicht alle. Es ist halt so, dass glänzend immer schön, neu und ansprechend aussieht, das wird gerne gekauft. Die Marketingmaschinen der Hersteller tun ihr übriges.
Was ich bisher so gelesen habe sind die schlechter als
die „normalen“ matten Displays?! Stört das denn sehr? Ratet
ihr vom Kauf eines Notebooks mit so einem Display generell ab?
Spiegelnde Displays sollen brilliantere Farben darstellen können. Zu einem gewissen Grad ist das wahrscheinlich auch richtig, aber der Effekt wiegt nur in Ausnahmefällen die Nachteile auf, die sich gerade bei einem mobilen Computer bemerkbar machen. Schon geringe Lichteinfälle, den ein mattes Display ohne dass du es merkst zerstreut, reflektieren solche Glanzbildschirme nämlich. Das führt dann dazu, dass du je nach Bildhelligkeit mehr von dir selbst als vom dargestellen Bild siehst. Bei Office fällt das noch nicht so stark auf, weil die Hintergründe da meistens weiß sind, spätestens beim ersten Film ärgerst du dich aber, weil das Auge mindestens auf den schwarzen Balken oben und unten Spiegelbilder sieht und diese dann umso leichter auch im Bildmittelteil, wo du hinschaust, wiederfindet.
Daheim kannst du das durch geschickte Positionierung des Monitors und ein paar schwarze Flächen dahinter einigermaßen kompensieren, aber bei einem Laptop wirkt sich das doppelt schlimm aus: Erstens wirst du, wenn du den Computer tatsächlich unterwegs benutzt, nur sehr wenig Einfluss auf die Lichtverhältnisse haben. Du kannst dich zwar in Vorlesungen auf die dem Fenster abgewandte Raumseite setzen, aber nur wegen deinem Display wird der Professor kaum die Rollos runterlassen. Um besser zu erkennen, was dargestellt wird, kannst du die Helligkeit des Displays hochdrehen. Das hat den gleichen Effekt wie beim Monitor daheim: Die Beleuchtung blendet dich und führt zu wehen und gereizten Augen, überstrahlt dafür aber auch in gewissem Maß die Reflektionen. In geschlossenen Räumen funktioniert das meistens, gegen direkte Sonneneinstrahlung hat aber auch das nicht den gewünschten Effekt, schon gar nicht im Sommer.
Leider ist die Hintergrundbeleuchtung einer der Haupt-Energiekonsumenten im Laptop, das wird also eine womöglich sowieso schon kurze Akkulaufzeit weiter verkürzen, sodass du ohne Strom womöglich gar nicht effektiv mit dem Gerät arbeiten kannst.
Kurz zusammengefasst also nochmal die Nachteile: Schlechtes Bild wegen Reflektionen und zu heller Hintergrundbeleuchtung, daraus resultierend womöglich Augenschäden sowie eine verkürzte Akkulaufzeit. Dem gegenüber stehen nur eine etwas bessere Farbwiedergabe und der Shiny-Effekt.
Gibt es in der 500€ Preisklasse überhaupt Notebooks ohne
spiegelndes Display?
Lenovo (die stellen inzwischen die Thinkpads her) hatte mal ein Notebook im Angebot für 4xx Euro (das war allerdings kein Thinkpad), ich weiß aber nicht, ob es das noch gibt. Ich habe neulich irgendwo gelesen, die hätten die preiswerteren Modelle aus dem Sortiment gestrichen.
Es gibt aber ziemlich sicher auch noch andere Hersteller, die wenigstens ein paar matte Displays verbauen.
mfg
MB