Hallo Günter,
Dann erkläre mir mal bitte, wer diese heutigen TOP in der
Debatte beantragt hat. Nach meiner Information hat die CDU
diese Debatte beantragt, nicht die SPD.
Falsch: Die Bundesregierung hat beantragt, eine Regierungserklärung zur Lage im Nahen Osten abzugeben. Nur nochmal zur Klarstellung: Die Regierung ist nicht gleich die SPD.
Die CDU/CSU-Fraktion hat im Anschluss daran den Tagesordnungspunkt: „Eine deutliche gemeinsame europäische Position für eine gerechte Friedenslösung im Nahen Osten“ beantragt.
Okay, Du widersprichst aus Prinzip.
Du unterschätzt mich *g*
Nur, Schröder hat entgegen
aller bisherigen Gepflogenheiten zunehmen alle Macht an sich
gerissen und - man merkt - es geht auf die Wahl zu - er nimmt
jetzt Stellung und direkt - was er bislang nie gemacht hat.
Erstens würde ich nicht aus einer Regierungserklärung den Schluss ziehen, dass Schröder mit dem Vortrag „alle Macht an sich gerissen“ hat. Ganz davon abgesehen hat er diese sowieso. Er ist der Kanzler mit einer mehrheitsfähigen Regierung im Rücken.
Zweitens merkt man allen Parteien sehr deutlich an, dass es auf die Wahl zugeht. Am deutlichsten Herrn Stoiber.
Drittens ist es falsch, dass der Kanzler „nie“ Stellung bezogen hat.
Diese Pflicht besteht nicht. Außerdem hast Du Dich, wenn ich
mich recht erinnere, auf seine Erklärung zur Nahost-Frage vor
dem Deutschen Bundestag bezogen. Diese begann um 8.45 Uhr und
dauerte zirka 25 Minuten. Danach begann eine Aussprache zu
dieser Regierungserklärung. Es handelte sich also noch nicht
einmal um eine klassische Debatte…
Muss denn alles Pflicht sein, was von einem Politiker in einer
solchen Frage erwartet werden kann ?
Also weißt Du, ich habe hier den Plan des Betreffenden vor mir, aber ich darf Dir davon nicht berichten, da das geheim ist. Aber glaube mir einfach, dass es triftige Gründe gab, okay?
Es gibt Pflichten - und es gibt Pflichten!
Sein Weggehen ist für mich Missachtung des
Parlaments,
Das sehe ich nicht so. Das legst Du jetzt einfach so aus.
Ich habe nicht behauptet, dass dies Deine Meinung ist, Ich
habe behauptet, dass ich es so sehe.
Hab ich schon richtig verstanden. Und ich sehe es anders, und noch dazu glaube ich, dass Du Dir das lediglich einbildest, dass der Kanzler so denkt.
Und wenn schon, das wäre auch nicht tragisch gewesen.
Schließlich ging es hier um eine „Regierungserklärung“ und
keine „Kanzlererklärung“. Außerdem zählt das Thema, der Inhalt
- nicht die Farbe seines Schlipses oder ob Du persönlich ihn
für unhöflich hältst.
Eben, es ging um eine Regierungserklärung. Und nach der Abgabe
( meine Auffassung) der Regierungserklärung zeigt der Kanzler
durch sein Verhalten, dass ihn die Meinung der anderen nicht
interessiert.
Darauf bin ich schon weiter oben eingegangen. Haltlose Unterstellung. Aber gut. So ist das halt in einer Diskussion 
Grüße
Jana