Hi,
was heisst eigentlich Diskurs ?
MfG,
Tris
Hi,
was heisst eigentlich Diskurs ?
MfG,
Tris
Hi, Tris,
der Fremdwortduden sagt:
_ Dis|kurs der; -es, -e:
© Dudenverlag._
Das Wort kommt vom lateinischen Verb diskurrere, was hin- und herlaufen bedeutet. So wie in einem Gespräch die Äußerungen der Teilnehmer hin- und herlaufen oder bei einer Abhandlung die Argumente oder bei einem Streit die Schimpfwörter hin- und herlaufen oder eher geworfen werden. 
Gruß Fritz
hallo tristan,
fritz hat natürlich recht mit seiner erklärung. ich möchte sie aber noch
ergänzen, denn man spricht auch von gesellschaftlichen diskursen oder
gesellschaftlichem diskurs.
damit ist mehr gemeint, als das bloße hin und her konversieren. der
gesellschaftliche diskurs meint vielmehr die öffentliche behandlung und das
öffentliche reden über bestimmte themen.
beim gesellschaftlichen diskurs werden normen transportiert, assoziationsfelder
aufgemacht und gesprächsstrategien verwendet.
ein gutes beispiel ist z.b. der einwanderungsdiskurs. wer vertritt welche meinung
und versucht sie zu transportieren, mit welchen bildern werden haltungen und
meinungen verknüpft (das boot ist voll bspw.) und wer hat die macht, was zu sagen
und wer hört ihm zu. welche meinungen schaffen es, öffentlich zu werden, welche
meinungen können sich durchsetzen und mit welchen mitteln passiert dies.
es gibt eine forschungsrichtung, die in deutschland vor allem vom duisburger
institut für sprach- und sozialforschung (diss) vertreten wird. dort ist es vor
allem professor siegfried jäger, dessen veröffentlichungen zum thema sehr
interessant sind. das diss hat sehr viel auch zum thema rechtsradikalismus und
dem konservativen diskurs gemacht. in dem zusammenhang ist zum beispiel
interessant, wie sich der konservative diskurs im laufe der letzten jahre immer
weiter nach rechts entwickelt hat und die „politische mitte“ in bestimmten fragen
(z.b. der der einwanderung) heute positionen vertritt, die vorher eindeutig der
rechten vorbehalten waren.
liebe grüße
burkhard
hab hier ein zitat… ich mein es ist von habermas:
In Diskursen „tauschen wir keine Infoirmationen aus, sondern Argumente, die der Begründung (oder Abweisung) problematisierender Geltungsansprüche dienen“.