Hey-ho!
Schreiben die doch in unserer Tageszeitung, dass Napster diesen ominösen Filter bereits gesetzt hat und schon jetzt z.B. das Stichwort „Metallica“ gefiltert wird.
Tja Kinder, und was zieh ich gerade? I Disappear von Metallica. Aus Napster.
Trotzdem, Napster WIRD früher oder später dichtgemacht. Wie bitte sollen alle urheberrechtlich geschützen Titel dieser Welt durch einen „Wortfilter“ geschützt werden? Wie soll die Musikindustrie sich noch am Leben erhalten, wenn es mittlerweile mehr als 60 Millionen (!!!) Napster-User gibt? Allein im Monat Februar wurden knapp 3 Milliarden (!!!) Songs über Napster geladen! Die werden ganz schnell merken, dass sie mit ihrem Wortfilter nicht weit kommen. Mit dem Bertelsmann-Modell, mit dem nur kostenpflichtige No-Name Musik gesaugt werden kann werden sie aber ebensowenig Erfolg haben. Das will doch keiner. Da kann man dann nicht mehr schnell nach einem bestimmten Remix von einem bestimmten Song suchen, sondern bekommt eine begrenzte Auswahl an Interpreten vorgesetzt, von denen man noch nie was gehört hat und eigentlich auch gar nix hören will.
Die Zukunft liegt in meinen Augen in einem offenen Server-Netzwerk á la Gnutella. Wenn’s dafür bald mal gescheite, benutzerfreundliche Clients gibt und sich das ein wenig etabliert, haben wir endlich das, was wir brauchen: Napster Part II, unkontrollierbar.
Der Zug ist abgefahren. Spätestens seit Erfindung des MP3-Formats aus dem Hause Fraunhofer hat das Stündchen der Musikindustrie geschlagen. Das Internet wird dank Flatrate, DSL & Co. weltweit zum Standard-Medium und MP3’s zum beliebtesten Such-Objekt im Netz (sind sie jetzt eh schon). Ich bin mir sicher, in 10 Jahren wird es die Musik-CD schon nicht mehr geben. Da läuft alles übers Internet oder wird auf Chips im MP3-Format verkauft. Nur wenn nicht bald ein kluges Köfchen einen Riegel vor den MP3-Hype schiebt (wie auch immer - momentan fällt mir da nix ein), werden es Musik-Produzenten, Plattenfirmen und natürlich die Künstler selbst sehr schwer haben mit ihrem Tun überhaupt noch Geld zu verdienen. Leider arbeite ich selbst in dieser Branche und werde früher oder später die Konsequenzen zu spüren bekommen, aber momentan säge ich in meinem jugendlichen Leichtsinn munter weiter an dem Ast auf dem ich sitze indem ich gerade wieder 9 parallele Napster-Downloads laufen habe…
Einfach nicht drüber nachdenken. Man lebt für den Moment - nicht für übermorgen.
MfG, The Source