aber warum ist es denn so schlimm das schröder sein
parteivorsitz abgibt??
würde er nich n besseren kanzler abgeben…wenn der sich NUR
100% auf den einen job konzentrieren würde??
Müntefering wird auch nicht jünger.
Ich könnte mir vorstellen, dass er nicht erst 2010 Kanzlerkandidat werden will, sondern schon 2006. Er ist/wird Partei- und Fraktionsvorsitzender und hat mehr Rückhalt in der Partei als Schröder.
Schröder muss es sich jetzt 3 mal überlegen, ob er nochmal bei einer kontroversen Diskussion innerhalb der SPD mit Rücktritt „drohen“ kann.
Der Feundschaft Schröder/Müntefering gebe ich persönlich maximal noch ein Jahr.
Du fragtest, was so schlimm daran ist, dass er den Parteivorsitz abgibt. Ich denke es ist nicht schlimm, aber ich gehöre auch zum anderen politischen Lager
Schmidt war nie Parteivorsitzender und hatte nie den wichtigen Rückhalt der Vorsitzenden Brandt und dann hat der Natodoppelbeschluss zu seiner Demontage geführt. Es war die eigene Partei und nicht die Opposition, die Schmidt fallen liess.
Müntefering wird auch nicht jünger.
Ich könnte mir vorstellen, dass er nicht erst 2010
Kanzlerkandidat werden will, sondern schon 2006.
Will er denn? Ich glaube, dass momentan auch alle in der SPD daon ausgehen, dass sie 2006 erst mal die Wahl mit Schröder verlieren. Deshalb haben auch ein Haufen Leute aus der zweiten Reihe (Gabriel, Vogt, Nahles…) vermieden, jetzt als Generalsekretär-Kandidaten in die Diskussion zu kommen. Die wollen nicht während der Talfahrt aufspringen sondern erst wenn die Partei sich nach dem Crash (hoffentlich) wieder aufrappelt.
aber warum ist es denn so schlimm das schröder sein
parteivorsitz abgibt??
An sich erst mal nichts. Ich halte es sogar für sehr sinnvoll. Er hätte den Doppelposten damals erst gar nicht annehmen dürfen. Erstens wegen der von dir schon angesprochenen Arbeitsbelastung, zweitens vor allem aus taktischen Überlegungen: Wenn die Regierungsarbeit schon unbeliebt ist, dann wird bei personell getrenntem Vorsitz nicht auch noch die Partei in dem Maß runtergezogen, so wie es jetzt passiert.
Andererseits sollte der Vorsitz natürlich sicherstellen, dass die Partei dem Kanzler bei unangenehmen Reformprojekten nicht in den Rücken fällt. Allerdings ist in letzterer Beziehung das Amt des Fraktionsvorsitzenden viel wichtiger. Und hier könnte der gute Münte in arge Probleme kommen: Wenn er als Fraktionschef die Kanzlermehrheit für weitere Reformen durchpeitscht, andererseits als Vorsitzender die Seele der Partei streicheln soll, kann er schnell vor ähnlichen Problemen stehen wie Schröder heute.
Insofern wäre Schröder gut beraten, wenn er demnächst jemand anderen für den Fraktionsvorsitz findet, der (und das ist schwierig) genauso loyal und geschickt wie Müntefering ist.
Die Wähler haben ein kurzes Gedächtnis. Wer die nächste BTW gewinnt (wenn sie erst 2006 kommt) kann m.M. nach heute noch niemand wissen.
Ich denke, dass es trotz Schröder bis 2006 wirtschaftlich bergauf geht.
Also kann Münte 2005/06 gegen Schröder agieren und ihn beerben.
Er braucht dazu nur taditionelle sozialdemokratische Thesen vertreten, die der Wirtschaftsfreund Schröder nicht mitmachen würde.
Aber das ist alles nur Spekulation.
Gruß, Joe
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Insofern wäre Schröder gut beraten, wenn er demnächst jemand
anderen für den Fraktionsvorsitz findet, der (und das ist
schwierig) genauso loyal und geschickt wie Müntefering ist.
die Macht, den Fraktionsvorsitzenden zu bestimmen, oder auch nur Einfluss darauf zu nehmen hat er m.M. nach mit der Stärkung Münteferings verspielt.
Die Wähler haben ein kurzes Gedächtnis. Wer die nächste BTW
gewinnt (wenn sie erst 2006 kommt) kann m.M. nach heute noch
niemand wissen.
Ich denke, dass es trotz Schröder bis 2006 wirtschaftlich
bergauf geht.
Also kann Münte 2005/06 gegen Schröder agieren und ihn
beerben.
Er braucht dazu nur taditionelle sozialdemokratische Thesen
vertreten, die der Wirtschaftsfreund Schröder nicht mitmachen
würde.
Aber das ist alles nur Spekulation.
Ich befürchte, das Wahlvolk schluckt es, wenn
die SPD plötzlich wieder kurzt vor der Wahl
erklärt, dass *sie* ja eigentlich die *Sozial*-Demokraten
sind, und dass der ganze wirtschaftliche Niedergang
von der Wirtschaft, der CDU und den Irak-Krieg verursacht
worden ist.
Ich befürchte, das Wahlvolk schluckt es, wenn
die SPD plötzlich wieder kurzt vor der Wahl
erklärt, dass *sie* ja eigentlich die *Sozial*-Demokraten
sind, und dass der ganze wirtschaftliche Niedergang
von der Wirtschaft, der CDU und den Irak-Krieg verursacht
worden ist.
Gruss, Marco
Dazu wird man die Renten mal wieder erhöhen (Damit man sie nach der Wahl besteuern kann) usw. Ob das die Wähler wirklich wieder schlucken? Ich gehe auf leden Fall wählen und ich hoffe, diesmal richtig.
MfG
Vanic.
zweitens vor allem aus taktischen
Überlegungen: Wenn die Regierungsarbeit schon unbeliebt ist,
dann wird bei personell getrenntem Vorsitz nicht auch noch die
Partei in dem Maß runtergezogen, so wie es jetzt passiert.
Andererseits sollte der Vorsitz natürlich sicherstellen, dass
die Partei dem Kanzler bei unangenehmen Reformprojekten nicht
in den Rücken fällt.
wieso sollte denn ne partei ihrem vordersten mann in den rücken fallen ?? sprechen die sich vorher nicht über ihre marschrichtung ab??
wieso sollte denn ne partei ihrem vordersten mann in den
rücken fallen ?? sprechen die sich vorher nicht über ihre
marschrichtung ab??
Das passiert doch im Moment. Durch die Austrittswelle wird deutlich, dass Schröder in seiner eigenen Partei kaum noch Rückhalt hat. Das beschädigt natürlich auch seine Position als Bundeskanzler. Außerdem kann die Basis in den Wahlkreisen sehr wohl auf die einzelnen Abgeordneten Druck ausüben, was bei der knappen Mehrheit im Bundestag sehr unangenehm werden kann. Außerdem stärkt das Rumoren in der SPD natürlich auch die innerparteilichen Gegner Schröders. Prominente Vertreter des linken Flügels, die vor einem Jahr noch weitgehend die Klappe gehalten haben, fühlen sich jetzt zu Kritik an Schröder ermutigt, da ein Großteil der Genossen das mitträgt.
bevor ich diese frage stelle, möchte ich vorher erwähnen das
ich nicht den grossen durchblich über politik habe…
Weshalb stellst Du Dein Li8cht gleich am Anfang derart unter den Scheffel?
Das ist taktisch unklug.
Und sei beruhigt: viele der Leute, die hier sehr häufig posten, haben ebenfalls keine Ahnung…
aber warum ist es denn so schlimm das schröder sein
parteivorsitz abgibt??
Ich als jemand, der die SPD nicht wählt, halte das keineswegs für schlimm.
Für die SPD hingegen ist es schlimm, da Schröder als Kanzler und Parteivorsitzender leicht mal ein „Machtwort“ an den Sauhaufen Bundes-SPD richten konnte, was er nun nicht mehr mit diesem ANchdruck tun kann.
Er hat ein Stück Macht aufgegeben.
würde er nich n besseren kanzler abgeben…wenn der sich NUR
100% auf den einen job konzentrieren würde??
Wohl kaum.
Generell darf ich daran erinnern, dass Helmut Schmidt (deutscher Bundeskanzler, SPD, vor Helmut Kohl, durch Misstrauensvotum abgewählt) vor einigen Jahren bemerkte, seine Misere hätte die Ursache v.a. darin, dass er neben dem Kanzleramt nicht auch das Amt des SPD-Parteivorsitzenden innehatte…
wenn jeder von „Denen da oben“ seinen Job zu 100 % machen würde, dann bräuchten wir das Politikforum gar nicht, hätten ein paar Probleme weniger!!!
Ich für meinen Teil weiss nicht, ob es gut ist, dass wir nicht alles wissen, was die hinter verschlossenen Türen noch ausbrüten, denn das was wir präsentiert bekommen reicht jetzt schon dafür aus, das die Menschen nicht mehr ein noch aus wissen.