Was ist bei 20jährigen 'normal'?

Hallo,
ich bin in der psychologischen Beratung tätig und habe es zur Zeit mit einer jungen Frau zu tun, die mit 21 das „Problem“ hat, dass sie nicht nach 2 Wochen mit ihrem Freund Sex möchte. Sie braucht mehr Zeit. Nun ist das etwas, was für mich selbstverständlich ist.

Ich hatte als Jugendliche und ich hätte auch heute als Erwachsene kein Problem, zu (m)einem Freund zu sagen, ich brauche Zeit, möchte dich kennenlernen, im ersten halben Jahr nur kuscheln. Sie hält sich deshalb für unnormal, weil alle ihre Freundinnen anders drauf sind (und sie auch eher für unnormal halten). Sie kommt in die Beratung, weil sie lockerer werden möchte. Ich denke allerdings, dass das nicht die Lösung ist (denn es ist einfach nicht ihre Art), sondern dass sie lernen kann, zu ihrem Bedürfnis nach Zeit und Langsamkeit zu stehen.
Daher meine Frage an euch: Stimmt es wirklich, dass es in diesem Alter als unnormal gilt, wenn jemand im ersten halben Jahr noch keinen Sex möchte?

Um einschätzen zu können, wie schwer sie es hat, da zu sich selbst zu stehen, wüsste ich einfach gerne, wie denn tatsächlich da derzeit der „Trend“ ist. Und ob es sich da vor allem um ihren Freundeskreis handelt, oder ob es tatsächlich allgemein eine große Ausnahme (in diesem Alter) ist, wenn sich jemand mit dem Sex Zeit lassen möchte.

Danke,
Julia

ich denke schon dass sie sowohl von den jungen Männern als auch von ihren Freundinnen einem höheren Druck ausgesetzt ist als früher. Auf der anderen Seite gibt es aber auch in gewissen kleinen Kreisen eine Gegenbewegung bis hin zur Enthaltsamkeit vor der Ehe.
Deine Patientin wird einen harten Test durchzustehen haben. Trotz allem auf sich zu hören, egal wieviel Freunde es kosten könnte…

Da ich 24 bin, kann ich da denke ich was zu sagen :wink:

„Normal“ ist immer so 'ne Sache. Was ist schon normal?
Wenn sie es nicht möchte, ist das halt so. Ist ja nich so, dass wir heutzutage dafür noch Leute hängen oder verbrennen würden, dass sie was anderes wollen :wink:
Ich denke mal, es ist nur für ihren Freundeskreis und viele viele andere Menschen nicht zwingend nachvollziehbar, aber wenn sie es für richtig hält, ist es halt „normal“ :wink:

Also von daher … ich denke mal, wenn sie auf ihr Inneres hört, wird’s schon passen. Egal, was der Rest sagt und ob’s für den Rest nachvollziehbar ist oder nicht :wink:

Cheers
gilaras

Hallo Julia,

zur Recherche lege ich Dir gerne die Schell-Studie Jugend 2010 und die BauerMedia Studie 2009 ans Herz.
Allerdings würde ich in der Beratung bei einer 20jährigen eher auf das Selbstbild schauen. Das Gesundheitsverhalten und der Umgang mit der eigenen Sexualität hängt mehr mit dem soz. Umfeld und der eigenen Lebensgeschichte zusammen, als mit dem Trend.
Aber vielleicht ist es für Deine Klientin eine Hilfe, sich mit den Quellen auseinanderzusetzen?!

Liebe Grüße
Thorn

Moin Julia,

Um einschätzen zu können, wie schwer sie es hat, da zu sich
selbst zu stehen, wüsste ich einfach gerne, wie denn
tatsächlich da derzeit der „Trend“ ist. Und ob es sich da vor
allem um ihren Freundeskreis handelt, oder ob es tatsächlich
allgemein eine große Ausnahme (in diesem Alter) ist, wenn sich
jemand mit dem Sex Zeit lassen möchte.

wenn überhaupt, könnte sowas bestenfalls mit einer Umfrage erfasst werden, wobei ich den Wahrheitsgehalt bei derartigen Umfragethemen bezweifle (m. E. wird nur noch bei der Steuererklärung mehr gelogen als beim Thema Sex) . . . :wink:

Ich fürchte überdies, dass Deine Rechercheergebnisse nicht akzeptiert werden, wenn sie nicht dem gewünschten Ergebnis entsprechen . . .

Hi,

jeder ist sein eigener Freak. Es wird immer einen geben, der dich als unnormal bezeichnen wird.

Mach einfach das, was du für richtig hälst und was du für richtig fühlst.

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom :wink:

mfg,

Hanzo

Ein halbes jahr finde ich recht viel, zwei Wochen (wenn man auf was Ernstes aus ist) recht wenig.
Es kommt natürlich auch auf die Anzahl und Länger der Treffen an…

Ich persönlich finde zwei Monate recht „normal“, mein Umfeld auch…

Allerdings ist es auch heute nichts mehr Ungewöhnliches, das Sex zum Kennenlernenprozess dazugehört.

ich bin in der psychologischen Beratung tätig und habe es zur
Zeit mit einer jungen Frau zu tun, die mit 21 das „Problem“
hat, dass sie nicht nach 2 Wochen mit ihrem Freund Sex möchte.
Sie braucht mehr Zeit. Nun ist das etwas, was für mich
selbstverständlich ist.

Ich hatte als Jugendliche und ich hätte auch heute als
Erwachsene kein Problem, zu (m)einem Freund zu sagen, ich
brauche Zeit, möchte dich kennenlernen, im ersten halben Jahr
nur kuscheln. Sie hält sich deshalb für unnormal,

Von wem stammen die Begriffe „unnormal“, „nicht normal“, „normal“? Stammen die wirklich von der Klientin oder sind die von dir?

Wenn ich beratend mit dieser Situation konfrontiert wäre, würde ich sofort über diese Begriffe stolpern. Es ist nicht hilfreich, diese Fragestellung in solchen Kategorien zu denken. Das wäre auch in meinen Augen der erste Ansatz für eine Auseinandersetzung. Man kann von „üblich“ oder „verbreitet“ sprechen.

Erst, wenn die Grundlage steht, dass es hier nicht um etwas an der oder über die Grenze zum pathologischen geht, kann man weitermachen.

Außerdem empfinde ich die Spanne 2 Wochen zu 6 Monate auch viel zu hart. Sie verschärft das Problem nur. 2 Wochen sind, wenn ich mich so in der Altersgruppe umgucke, mit denen ich zu tun habe, eher wenig. Üblich scheinen einige Wochen zu sein, aber deutlich kürzer, als gleich ein halbes Jahr.

Aber was sagt das eigentlich aus? Ich würde das ganz vom Thema Zeit wegholen und anders aufziehen. Es geht um Vertrautheit. Vertrautheit als Basis für Sex ist eine gute Angelegenheit, weil sie seine Qualität erhöht. Das kann man erst einmal positiv festhalten. Nur kann man Vertrautheit nicht auf Knopfdruck herstellen. Weder nach 2 Stunden, noch nach 2 Tagen, Wochen, 2 Monaten oder 6. Insofern ist es völlig Kokolores, das an irgendeine Zeitspanne zu knüpfen, egal wie kurz oder lang.

Wenn die Ausgangsbasis ist, das Sex erst auf Basis einer gewissen Vertrautheit stattfindet, dann kann das dazu führen, dass Treffen bewusster, intensiver stattfinden. Dann kommt der Rest, wenn die Zeit da ist und meldet sich ganz von alleine. Geknüpft an eine konkrete Zeitspanne kann gut passieren, dass man das Gespür für die eigenen Bedürfnisse verliert, was gerade ja nicht Sinn der Sache sein sollte.

Ergänzend dazu schadet es dann vielleicht nicht, mal mit den Begriffen Vertrautheit, Vertrauen, Selbstvertrauen zu spielen.

Hallo,

danke für eure Beiträge. Viele von euch haben da offenbar was missverstanden. Es geht nicht darum, dass ich wissen möchte, ob das Mädchen „normal“ oder „unnormal“ ist (ja, das kommt von ihr), es geht erst recht nicht darum, was ich ihr raten möchte oder soll etc.(ich rate übrigens gar nichts, da ich systemisch arbeite).

Es ging schlicht und einfach darum, dass ich wissen wollte, wie da der derzeitige Trend ist in der Altersgruppe, und zwar einzig um einschätzen zu können, wie schwer sie es hat, da ihre eigenen Bedürfnisse durchzusetzen, wenn sie das braucht und möchte. Und ihr Bedürfnis lautet nunmal ZEIT.

Ich möchte wirklich nichts anderes wissen als den derzeitigen Trend, der in dieser Altersgruppe herrscht. Habe da ja auch schon einen guten Tip von Thorn bekommen. Hoffentlich kann man diese Studien irgendwo online einsehen?

LG,
Julia
PS: Ich hätte mir denken können, dass es unklug ist, den Titel so provokant zu formulieren.

Waste
Hi,

ich hab noch nicht alles gelesen, aber muss ich glaub ich auch gar nicht vorm antworten, wenn ich deinen Beitrag lese.

Ich möchte wirklich nichts anderes wissen als den derzeitigen
Trend, der in dieser Altersgruppe herrscht.

Hier kommt jetzt eine _ persönliche, extremistische, anmaßende,… Einschätzung _ eines 20jährigen (naja, n bissl bin ich mittlerweile drüber, aber noch Zielgruppe :wink: )
Die Farben sind _ übertrieben und grell _, doch das dient nur der Kontrastbetonung. Die Übergänge sind natürlich fließend.

Was den sozialen Druck angeht, ist die Hauptfrage, wie sehr die Umgebung dem „Waste“ verfallen ist.

Exkurs: „Waste“, engl. Abfall
Kam mir in den Sinn, als ich überlegt habe, wie ich das „alles“ benennen könnte. Fand ich dann sehr treffend, da „to waste“ „verbrauchen“/„verschwenden“ heißt und „I’m wasted“ „Ich bin total betrunken/voll/dicht/abgefuckt“ und man dieses hehre Ziel mit „let’s get wasted“ in Angriff nimmt.
(Ich finde das Bild vom verschwendeten Abfall einfach sehr treffend.)

Wir leben in einer Konsum- um vor allem Wegwerfgesellschaft. Die Welt verändert sich mit unglaublicher Geschwindigkeit, an allen Ecken wird man mit Informationen und Eindrücken zugebombt, Reizüberflutung, Schulzeit wird verkürzt, Lehrplan erweitert, der Stoff wird einfach reingeprügelt, Leistungsanforderungen sind fern der Realtität (23Jahre, Ausbildung + 2Hochschulabschlüsse, 3 Fremdsprachen, 7Jahre Auslands- und Praxiserfarung), Krieg, Finanzkrise, Genozid, Politikskandal, Wirtschaftskrise, McDonalds-Werbung, soziales-Netzwerk-Dauerstress, …
RAUSCHEN … nichts wird mehr differenziert, nur noch der Masse nach
Es gibt keine Stabilität, keine Zukunft, keine Sicherheit (kommt in allen Nachrichten und im Internet gibt’s noch viel mehr davon).
Kein Ziel auf das man zuarbeiten kann/soll/muss/braucht, allerhöchstens, um die Erwartungen von irgendwem (Eltern, Amt) zu erfüllen.
Da bleibt nur noch das Jetzt&Hier. Das Leben -SOLANGE ES NOCH GEHT- aufsaugen, den Rausch suchen, der stärker als das Rauschen ist.

Und ganz allgemein:
Es wird nur noch konsumiert und was nicht gefällt wieder weggeworfen.
Und vor allen Dingen muss es schnell gehen und darf nicht kompliziert sein. (zB Maggi-Suppen oder Facebook-Datenschutzeinstellungen :wink: )
Und genau das ist von Generation zu Generation immer tiefer in Lebensansprüche und Verhalten eingedrungen.

„Freunde“ hat man nun zu tausenden, wer Probleme hat, wird umständlich und weggeworfen, nach der nächsten Party hat man sowieso 20 neue. Freunde sind keine Menschen mehr denen man vertraut, hilft, um Hilfe fragt, … Freunde sind nur noch Menschen, mit denen man den nächsten Rausch sucht, je unkomplizierter, desto „stabiler“ die gemeinsame „Zukunft“.

Die Frage ist halt: „Mach ich mit?“

Die Antwort ist allerdings schwierig.

Das hat sehr viel mit den Erfahrungen im Heranwachsen zu tun.
Da zählen natürlich die Eltern, Familie(nwerte) und gar nicht mal die soziale Schicht, denn Konsumverhalten kann man in jeder Schicht total falsch vermitteln, es unterscheidet sich dann lediglich in der Qualität.

Aber es kommt auch darauf an, ob man Vertrauen außerhalb der Familien finde konnte. Ob man alles glaubt oder selber nachdenkt, etc.
Bildungsgrad ist auch nicht unbedingt ausschlaggebend, der verändert nur das Alter, wann Weichenstellungen vollzogen werden. So, denke ich, haben Studenten es leichter, diese Strukturen zu erkennen und wider zu handeln, allerdings sind Druck und Anforderungen an Studenten in den letzten Jahren stark gestiegen und das Verlangen mal ordentlich zu wasten und nicht nachzudenken auch.
Aber an der großen Uni hat man auch die einfachste Möglichkeit, nach Menschen zu suchen, die zu einem passen. Das ist ein mächtiger Vorteil gegenüber anderen Jugendgruppen.

Mit 20 ist man natürlich nicht mehr an die Familie gebunden, da ist dann die Frage, wie stark man in so einer „schnelllebigen“ Gruppe steckt und ob sie Eigenmeinungen und gruppenabweichendes Verhalten akzeptiert.

Ach, das lässt sich noch ewig weiter ausdehnen und Gruppenzwang ist ja kein neues Phänomen.
Um’s kurz zu machen, der Druck ist verdammt hoch, aber wer stark ist, lässt sich „nicht“ beeinflussen.

Ich finde es gut, wenn sie etwas warten will, Vertrauen aufbauen, echtes Kennenlernen. Wessen Beziehungen nie länger als 2Monate gingen, wird kein Interesse haben 6 zu warten, aber das ist ja nicht unbedingt nachteilig :wink:
Wichtig, gerade in dem Bereich ist, was man wirklich selber will! Es geht nicht darum anderen zu gefallen oder einen Gefallen zu tun! Aber das ist ja eigentlich nix neues.

Und ihr Bedürfnis lautet nunmal ZEIT.

Ja nee, is nich. Aber das sollte nicht ihr Problem sein :wink:

LG,
Julia

mfg,
ziegenbart

PS: Ich hätte mir denken können, dass es unklug ist, den Titel
so provokant zu formulieren.

Das denk ich mir morgen bestimmt auch :smiley:

PPS: Das Geschriebene lässt sich sicher noch an tausend Stellen ergänzen und verbessern, aber dazu habe ich gerade keine Zeit. Hat schon viel zu lange gedauert, das alles hier :wink:

tja da du professionell arbeitest sollte hier nicht geschaut werden, was normal ist, sondern was dich motiviert, diese Frage hier zu stellen.

Welchen Einfluss hat es, dass du auf den Zug von Normalitaet aufspringst. Sei es nun offen oder verdeckt (sprich, dass diese Frage mit der Klientin so gar nicht diskutiert wird von deiner Seite aus). Welche Bedeutung hat es fuer dich und dein professionelles Handeln? inwieweit wirkt hier deine Lebenswelt mir hinein? Welche systemischen Prozesse finden zwischen deiner Klientin und dir statt dass du zu dieser Frage motiviert bist(als Therapeuten/ Helferin bist du nun auch Teil ihrer Welt geworden)?

Vom technischen her waere meine Antwort uebrigens, das die Frage nicht gerade zielfuehrend ist.
Denn selbst wenn es einen Trend gibt, im individuellen Fall haengt das Normalitaetsverstaendnis stark von der sozialen Umgebung ab. Was fuer ein staedtisch sozialisiertes Wesen normal ist kann sich ziemlich mit den Standards eines Land-Jugendlichen beissen. Religioese Vorstellung spielen eine Rolle. Und natuerlich Familienhintergruende.

Als Gespraechsansatz waere eine Idee von mir, genau dieses zu thematisieren. Dass es von vielen Faktoren abhaeangig ist. Und wie Freundschaften gelebt werden koennen, die Unterschiede aushalten, akzeptieren oder sogar respektieren.

Hi Ulrich,

Welchen Einfluss hat es, dass du auf den Zug von Normalitaet
aufspringst.

Sorry, aber das ist Käse. Ich habe die Frage etwas provokativ formuliert, damit sie öfter gelesen wird, das ist alles.

diese Frage mit der Klientin so gar nicht diskutiert wird von
deiner Seite aus)

Wow, hast du danebengesessen?
Lieber Ulrich, was du schreibst, bringt mir leider wirklich überhaupt nichts, denn das weiß ich alles und berücksichtige es auch, das darfst du mir glauben.
Du hast offenbar nicht gelesen, um was es mir einzig und allein ging: Ich möchte nur besser einschätzen können, welchem GESELLSCHAFTLICHEM Druck sie sich ausgesetzt sieht, denn so wie es Vorgaben der Mode gibt - denen man sich fügen kann oder auch nicht - so gibt es auch Trends innerhalb bestimmter Altersgruppen. Nur das wollte ich wissen. Alles andere, das genaue Beleuchten ihrer Situation, ihrer inneren Anteile, Werte usw. usw., darfst du getrost mir überlassen.

LG,
Julia

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Hallo Julia,

du sagst du willst den Druck mehr verstehen, dem sie ausgesetzt ist. Was hilft es dir da weiter nach einem nicht vorhandenen „normalverstaendnis“ zu fragen. Again: genauso wie das Modediktat unterliegt es stark der konkreten Lebenswelt.
Beispiel: Wo ich aktuell wohne ist es mehr angesagt in Arbeiterklamotten rumzuhaengen als wo ich noch vor vier Wochen gelebt habe. Da waer ich in Latzhose und und Stahlkappenschuhen aufgefallen. Und von der Party, wo ich gerade komme waren Leute genau so ausgeruestet. Weil es hier Normal ist.

Du schreibst, dass du provokant fragst, damit du mehr gelesen wirst.
Wie soll man deine Frage ernst nehmen, wenn du es selbst scheinbar nicht tust und nicht dahinter stehst?
Warum schilderst du den Fall, wenn er dann doch unwichtig ist?

Das du mein entweder oder gar nicht verstanden hast - lass ich hier jetzt mal unkommentiert. (nein ich habe dir nicht unterstellt, dass du mit ihr nicht darueber geredet hast.)

Und das es dir nicht hilft, dir zu ueberlegen, warum du diese Frage gestellt hast und nicht eine andere?
Soziale Arbeit (und damit Beratung) ist mir als reflexives Handeln vorgestellt worden. Also als Disziplin in der man genau das tut: Sein eigenes Handeln und Denken zu hinterfragen eben weil es in bester systemischer Tradition auf den Beratungsprozess einwirkt.
Ich weiss nicht ob du es tust oder nicht - aber warum reagierst du so heftig auf den Ansatz es zu tun? Das ich es dir glauben darf ist nett von dir - doch du es ist fuer mich ziemlich wurscht.

Ich habe gar nichts ueber ihre sondern ueber deine Situation zum Ausdruck gebracht - denn ihre kenne ich ja nur aus deiner Wahrnehmung - kann dazu also nicht wirklich was sagen. Ich kenne nur dein Posting.

Wenn du dich durch meine Antwort genoetigt fuehlst, deine Arbeit mit ihr zu verteidigen (so interpretiere ich deine Reaktion von mit „Kaese… lieber Ulrich …getrost mir ueberlassen“) - was sagt es ueber dich aus?

Oder ueber den systemischen Prozess :smile:

Ulrich

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ausgesetzt ist. Was hilft es dir da weiter nach einem nicht
vorhandenen „normalverstaendnis“ zu fragen.

Ja, siehst du, da gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, ob das - gesamtgesellschaftlich - vorhanden ist oder nicht.

  • was sagt es ueber dich aus?

Dass ich weder Lust noch Zeit habe, mich mit deinen persönlichen Problemen zu befassen :smile:
Ich habe eine Frage gestellt und von Einzelnen auch gute Antworten bekommen. Das genügt mir, und damit können wir diesen Thread auch schließen.

LG,
Julia