Was ist bei Anleihen zu beachten, bzw. welche

…sind als „lohnenswert“ zu bezeichnen.
Folgendes Angebot habe ich im Blick:
Solar Millenium
Festzins - 6,75 % p.a.
Laufzeit 5 Jahre bis 19.April 2010
Zinszahlung jährlich
Ausgabekurs 100 %, kein Aufschlag
Mindestanlagesumme 1000 Euronen
beliebige Stückelung a 1000.-

für mich als absoluter Laie hört sich das für eine
kurzfristige Geldanlage (6,75 % fest auf 5 Jahre)
richtig gut an.
Gibt es aus dieser Sparte bessere?
Wo könnte ein Haken bei so’ner Geldanlage sein?

Danke für Tipps,
Erik

Wenn es nicht zuviel Mühe macht, könntest Du vielleicht die Fragen mal lesen, die sich unmittelbar unter der Deinigen befinden. Die Antwortn könnten vielleicht erhellend sein.

Gruß,
Christian

Wenn es nicht zuviel Mühe macht, könntest Du vielleicht die
Fragen mal lesen, die sich unmittelbar unter der Deinigen
befinden. Die Antwortn könnten vielleicht erhellend sein.

o.k., hab’ ich direkt nach dem Abschicken auch gesehen
(hätte nie gedacht, dass ein anderer fast zeitgleich,
die fast gleiche Frage hat).
Tausend mal Entschuldigung und tiefe Reue.

Hätte ich es vorher gesehen, hätte ich aber trotzdem (fast) das
gleiche gefragt (wahrscheinlich als Antwort).

Also, was is’ das mit dem Risikoaufschlag im Zins?
In der Broschüre steht da kein Wort von,
sondern nur „Festzins von 6,75%“!
Wenn’s trotzdem seriös ist,
dann isses zumindest (so sag’ ich’s mal als Laie)
„legale Täuschung“, also das NICHT-Benennen von
Risiken und evt. anderen Faktoren, die dem potentiellen
Kunden nicht gefallen.

Grüße,
Erik

Investment in alternative Energien
Hallöchen.

o.k., hab’ ich direkt nach dem Abschicken auch gesehen
(hätte nie gedacht, dass ein anderer fast zeitgleich,
die fast gleiche Frage hat).

Es ist nicht nur einer, es sind drei.

Also, was is’ das mit dem Risikoaufschlag im Zins?
In der Broschüre steht da kein Wort von,
sondern nur „Festzins von 6,75%“!
Wenn’s trotzdem seriös ist,
dann isses zumindest (so sag’ ich’s mal als Laie)
„legale Täuschung“, also das NICHT-Benennen von
Risiken und evt. anderen Faktoren, die dem potentiellen
Kunden nicht gefallen.

Ein Emittent mit einwandfreier Bonität zahlt derzeit rd. 2,5%, jeder andere muß einen vom Markt verlangten Risikoaufschlag zahlen, weil er seine Papiere sonst nicht loswird. Diesen Risikoaufschlag bekommt man allerdings nicht mit dieser Bezeichnung in Rechnung gestellt, sondern er ist im vom Markt verlangten Zinssatz schlichtweg enthalten. Aus diesem Grund muß niemand diesen Risikoaufschlag erwähnen, weil ihn jeder mit bloßem Auge sofort sieht, der sich mit der Materie auskennt.

Daß niemand freiwillig 5%-Pkte. mehr bezahlt, als er müßte, sollte darüber hinaus auch klar sein. Insofern vermittelt das ganze einen Eindruck, wie der Kapitalmarkt die Veranstaltung sieht. In diesem Fall ist die Rendite höher als bei einer Anleihe von Uruguay oder Kamps mit gleicher Laufzeit.

Weiterhin ist nicht die Broschüre als Informationsquelle heranzuziehen sondern der Verkaufsprospekt, für dessen Richtigkeit der Emittent und die evtl. begleitenden Institute haften und in dem in der Tat auch die speziellen Risiken aufgeführt sind (hier: S. 36 ff.). Ob die Risiken vollständig oder zutreffend dargestellt sind, lasse ich mal im Raume stehen.

Persönliche Anmerkung für zwischendurch: Jeder, der mir hier mit einer Finanzierung im Bereich der alternativen Energien ankommt, fliegt in hohem Bogen raus. Jeder, der möchte, kann sein privates Kapital dort investieren, aber bitte nicht das dieser Bank.

Der ganze Sektor hängt letztendlich am Tropf des Staates, der mit direkten und indirekten Förderungen dafür sorgt, daß sich die Teilnehmer mit den unangenehmen Realitäten des Marktes nicht oder nur wenig beschäftigen müssen.

Allgemein formuliert: Wer sich über die Risiken im Klaren ist, soll sein Geld dort investieren. Er bekommt mit Sicherheit ein Risiko, daß der Rendite angemessen ist.

Gruß,
Christian