Was ist bei massiver Lärmbelästigung zu tun?

Hallo zusammen,

was haltet ihr von folgendem Fall? Um in möglichst Präzise zu schildern fange ich ganz von vorne an:

In einem 9 Parteienhaus ist vor knapp 7 Monaten ein verheiratetes Pärchen mittleren alters im 1. Stock eingezogen. In den darauffolgenden 2-3 Wochen bekam das Pärchen kaum jemand zu Gesicht (Rolläden dauernd verdunkelt, kein Licht) nur ab und an hört man Schritte oder umfallende Flaschen…

Etwa 2-3 Wochen nach deren Einzug steht eines morgends plötzlich der Leichenwagen vor der Haustüre und transportiert die Frau ab. Die geschockte Hausgemeinschaft rätselt über diesen mysteriösen Todesfall.

In den nächsten Wochen ist es realtiv ruhig in der besagten Wohnung, bis eines Tages eine neue Frau an der Seite des Witwers auftaucht.
Da diese Frau optisch deutliche verbrauchsspuren aufweist, kann man zu diesem Zeitpunkt bereits darauf schließen das sie massive Suchtprobleme hat (ob es Alkohol oder Drogen sind seien zu diesem Zeitpunkt mal dahingstellt).

Von da ab begann für die Nachbarn dieser Wohnung die tägliche/nächtliche Tortur. Vor allem die Mieter in der EG Wohnung fühlen sich massiv gestört :wink:

Es folgen ständig wiederkehrende, manchmal tägliche, stundenlange, lautstarke Streits mit allen erdenklichen Schimpfwörtern, zuschlagenden Türen, umherfliegenden Gegenständen und das egal zu welcher Uhr/Tageszeit.
Problematisch ist das in der Wohnung im Erdgeschoss unter anderm zwei Kinder leben (8 Monate / 3 Jahre) wovon vor allem der ältere des ötfteren nachts vom Lärm geweckt wird und völlig verstört weint.
Wenn der 3 Jährige tagsüber den Streit aus der darüberliegenden Wohnung mitbekommt (z.B. beim Sandspielen im Garten) fängt er bereits an diese zu imitieren.

Immer wenn diese Frau da ist, herrscht dieser Lärm. Kaum ist sie wieder weg ist es ruhig. Manchmal ist sie nur ein paar Tage da, manchmal ein paar Wochen.

Es wurde unzählige male geklingelt (allerdings macht niemand auf).Der Vermieter wurde (mündlich) darüber informiert, einmal hat er den Streit sogar selber mitbekommen. 3x wurde die Polizei gerufen, eimal davon nachdem die Frau 3x laut um hilfe gerufen hat. Vor knapp einem Monat wurde dann Anzeige erstattet…

Bisher schlugen alle dies Maßnahmen fehl. An der Situation hat sich nichts geändert.

Nun meine Fragen:

Um wieviel könnte man die Miete in diesem Fall mindern?

Würde es evtl. irgendeine Möglichkeit geben für den Vermieter die Störenfriede loszuwerden? Das läge im Interesse der gesamten Hausgemeinschaft.

Ich bin mal gespannt auf eure Antworten
Viele Grüße
Martin

Hallo.

dem Vermieter wäre schon mal sehr gedient, wenn jemand im Haus - der das feststellen kann - diese Dinge protokolliert, am besten mit weiteren Zeugen. Ansonsten ist es heute in Deutschland sehr schwierig, jemanden „rauszuklagen“.

Es gibt genau Protokolle mit Uhreizeit und Art der Ruhestörung über einen Zeitraum von 2 Monaten.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

dass Du ein Protokoll hast ist toll! Bei uns regelt soetwas das Ordnungsamt. Bei wiederholter Lärmbelästigung kann dieses auch mit Bußgeldern arbeiten. Wir haben im Nachbarhaus ähnliche Krawallschachteln und der nette Herr vom OA hat mir das als Tipp gegeben, nachdem ich zum wiederholten Male um Abstellung bat.

Mit Rausklagen hast Duschlechte Karten, das wird der Vermieter nicht machen solange deren Miete pünktlich überwiesen wird.

Gruß
Maja

Hallo,

dass Du ein Protokoll hast ist toll! Bei uns regelt soetwas
das Ordnungsamt. Bei wiederholter Lärmbelästigung kann dieses
auch mit Bußgeldern arbeiten. Wir haben im Nachbarhaus
ähnliche Krawallschachteln und der nette Herr vom OA hat mir
das als Tipp gegeben, nachdem ich zum wiederholten Male um
Abstellung bat.

Mit Rausklagen hast Duschlechte Karten, das wird der Vermieter
nicht machen solange deren Miete pünktlich überwiesen wird.

Nun, unser Vermieter hält sich da etwas bedeckt wenns um solche Informationen geht. Allerdings scheint es da wohl schon Probleme mit der Mietzahlung zu geben. Würd mich auch nicht wundern, schließlich sind beide Arbeitslos.

Ausserdem kann ich mir gut vorstellen das auch die Wohnung an sich schaden nimmt wenn sich die Bewohner ständig die Birne voll saufen oder die Nadel ansetzen…

Hi,

was die nächtliche Ruhestörung angeht, kannst Du pro gestörter Nachruhe eine Netto-Tagesmiete (1/30 der Monatsmiete) als Mietminderung einbehalten.
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Ansonsten ruft doch bei jeder Störung des Nachts (wenns mal wieder länger geht) die Freunde und Helfer oder das Ordnungsamt, dann wird das auch durch die protokolliert und vielleicht kennen die noch andere Maßnahmen.

Euch bald wieder ungestörte Nächte

Grüßle

Winni