ein gläubiger kennt folgendes SICHER über den schuldner.
er hat ein festes einkommen von ca 1600 bis 1700 euro netto im monat. bekommt im jahr einmal 2000 euro urlaubsgeld, dazu noch ca 1800 euro weihnachtsgeld ( brutto ). er muss 1 kind bezahlen. er ist ledig.
nun folgende situation.
schuldner muss gläubiger ca 3500 euro bezahlen. die klage des gläubigers war erfolgreich und der schuldner wurde zur zahlung verdonnert. die beiden einigten sich auf eine monatliche einmalzahlung von 150 euro.
nach 6 monaten keine zahlung mehr. nach mehrmaligen auffordern immer noch nichts. gläubiger beauftragt zwangsvollstreckung.
es wird kontopfändung betrieben und das konto gesperrt.
der schuldner meldet sich telefonisch beim gläubiger und teilt ihm mit das er die kontosperrung aufheben soll und die monatliche zahlung von 150 euro akzeptieren soll ( es soll laut anrufer nun sicher jeden monat gezahlt werden ). sollte der gläubiger dies nicht tun so wird der schuldner privatinsolvenz anmelden und der gläubiger soll leer ausgehen. laut anrufer besteht noch eine andere schuldverpflichtung bei einer bank von 70.000 euro !!!. diese akzeptiert im moment auch eine monatliche zahlung von 150 euro ( mehr würde laut anrufer nicht gehen im monat ).
was soll der gläubiger am besten tun ? wieder monatliche zahlung hinnehmen, oder die pfändung anstehen lassen und eine etwaige privatinsolvenz des schuldners hinnehmen ?
würde der gläubiger überhaupt noch geld bekommen danach ?
Hallo.
Ich würde die Pfändung, hier auch die Kontopfändung bestehen lassen. So ist gewährleistet, dass der Gläubiger hier über die Kontopfändung zu seinem Geld kommt. Ist der Lohn auch gepfändet?
Der Schuldner kann nicht einfach in die Privatinsolvenz gehen, nur weil er die Schulden nicht begleichen kann. Damit kommt er auf dem Insolvenzgericht nicht durch. Aber dies näher zu erläutern bedarf es einer anderen Kommunikation Der Schuldner ist hier sehr schlecht informiert.
der Gläubiger sollte sich auf keinen Fall auf diese Weise erpressen lassen. Die Kontopfändung würde ich auf jeden Fall bestehen lassen, und wenn dadurch nichts hereinkommt, könnte man ja auch noch eine Lohnpfändung beantragen.
der Schuldner hatte genug Chancen. Nun musste der Gläubiger den durch Urteil vorliegenden Schuldtitel zwangsvollstrecken lassen und die Lohn- und Kontenpfändung betreiben, weil der Schuldner sich nicht an die Ratenzahlung hielt.
Der Gläubiger sollte alles, was ihm rechtlich pfändbar ist, auch vollstrecken lassen. Wie die anderen Gläubiger des Schuldners zu ihrem Geld kommen, sollte nicht weiter „kratzen“.
ich würde dem Schuldner nicht glauben. Wenn er der Bank 70000 schuldet und 150 im Monat abzahlt, würden die Schulden jeden Monat größer. Bei 5% müsste er ca. 290 an Zinsen zahlen.
Soweit ich mit 150 im Monat einverstanden wäre, würde ich mit dem Schuldner sprechen und mich mit ihm einigen, dass 150 Euro per Gehaltspfändung geholt werden.
Auf eine Überweisung von ihm würde ich nicht hoffen. Bei der Vorgeschichte macht er das wahrscheinlich wieder ein paar mal und dann läufst Du wieder hinterher.
Wenn die Gehaltspfändung durch ist, kann die Kontopfändung aber aufgehoben werden. Ich würde damit jedoch so lange warten, denn manche Arbeitgeber sprechen die Kündigung aus, wenn Pfändungen kommen.
Der Gläubiger hat sich mit dem Schuldner auf eine „monatliche Einmalzahlung“ geeinigt ?
Vermutlich liegt es daran, dass nunmehr kein Geld kommt. Der Schuldner hat einfach bemerkt, dass er einen Fehler gemacht hat und mit einer Einmalzahlung alles erledigt ist.
moantliche Einmalzahlung widerspricht sich doch vom Wortlaut schon, es gibt Einmalzahlungen und monatliche Ratenzahlungen… aber nicht beides zusammen.
Hi ich denke dass du dich hier verschrieben hast, ich glaube nicht dass der Gläubiger hier einen so dummen Fehler gemacht hätte, nochdazu nach erfolgreicher Klage.
Ich denke das mit den 70.000 ist ein Bluff und wenn nicht, ist es letztlich auch egal.
ja, aber was wäre bei privatinsolvenz ? da würde eine
lohnpfändung auch nichts bringen, oder ?
Sowas geht mW aber auch nicht von heute auf morgen. Da gehen
meist auch einige Monate ins Land.
Hallo,
genauso sieht es aus. Zudem herrscht wohl bei manchen der Glaube vor, dass man einfach Privatinsolvenz beantragt, und damit wäre man alle Schulden los. Tatsächlich ist dies ein mehrstufiges Verfahren, dass mit dem Versuch einer außergerichtlichen Einigung beginnt. Näheres kann man leicht im Internet nachlesen. Möglicherweise will der Schuldner nur bluffen. Hierfür spricht schon der angesprochene Umstand, dass die 150€ pro Monat nicht mal für die Zinsen bei 70.000€ Darlehen reichen.