Was ist Borderline ?

Hallo, dass es sich um eine Krankheit handelt weiß ich zwar schon und ich glaube auch zu wissen, dass Psychologen und / oder Psychiater die Fachärzte dafür sind - aber woher kommt diese Krankheit, was löst sie aus und ist sie heilbar? MvFG und vielen Dank im Voraus.

Hallo,
habe Ihnen ein paar Internetseiten herausgesucht, wo man es gut nachlesen kann.

de.wikipedia.org/.../Borderline-Persönlichkeitsstörung

www.borderline.at/

www.borderline-selbsthilfe.de/…/page10357.html -

www.psychosoziale-gesundheit.net/.

Hoffe, Ihnen ein bisschen weitergeholfen zu haben.
Liebe Grüße

Hallo.

Borderline bezeichnet eine Persönlichkeitsstörung.

Gekennzeichnet wird die Störung hauptsächlich durch Impulsivität und Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen, Stimmung und Selbstbild. Sie zeigt sich häufig in negativem und zum Teil paradoxen Verhalten in zwischenmenschlichen Beziehungen und in einem gestörten Verhältnis zu sich selbst. Grund hierfür sind Beeinträchtigungen in bestimmten Bereichen des Fühlens, des Denkens und des Handelns.
Wodurch eine psychische Störung, in dem Fall Borderline ausgelöst wird, läßt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Man nimmt an, dass eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle bei der Entstehung der Borderline-Störung spielen wie z.B. eine genetische Veranlagung, Umwelteinflüsse (viele Patienten weisen z.B. sexuellen Missbrauch, Vernachlässigung und Gewalterfahrungen in der Kindheit auf). Es gibt verschiedene Erklärungsmodelle zur Entstehung einer Borderline-Störung, eine allgemeingültige verbindliche Erklärung liefert jedoch keines.
Inwieweit Borderline heilbar ist, kann ich auch nicht abschließend beantworten. Heute stehen eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung wie z.B. Psychotherapie, Medikation, Einbeziehung der Familien, Traumatherapie, Dialektisch-behaviourale Therapie, Mentalisierungsgestützte Behandlungskonzepte, Psychodynamische Ansätze usw.
Heilbar würde aus meiner Sicht deshalb zunächst bedeuten, dass man mittels der oben genannten Methoden im besten Fall erreicht, dass jemand „gut“ mit einer Borderline-Störung leben kann, indem man beispielsweise den Menschen erstmal Erklärungen für ihr eigenes Verhalten an die Hand gibt, so dass diese es einordnen können, und im besten Fall die Symptomatik unter Kontrolle bekommt. Wie erfolgreich dies sein wird, hängt dabei auch davon ab, ob noch weitere psychische Erkrankungen vorliegen (was bei Borderline-Patienten nicht untypisch ist)und sicherlich auch, ob sich jemand in einem stützenden, verständnisvollen, schützenden Umfeld bewegt oder nicht.

So, ich hoffe einen kurzen Abriss gegeben zu haben.
Viele Grüße

schau bei wikipedia nach

hallo C.Bark
erstmal vielen Dank für deine Frage ich versuche dir natürlich so gut zu helfen wie ich kann!
Das Borderline-Syndrom ist eine „Erkrankung“ der Psyche, die meist durch Verlustängste, fehlenden Grundwerten im Leben, Armut, zerstörten Familien, Arbeitslosigkeit, Leistungsdruck, Drogen und Krankheiten entsteht. Aber auch körperliche Gewalt oder Mißbrauch können eine solche Erkrankung auslösen.
Die Kinder bekommen über lange Zeit das Gefühl, wertlos zu sein.
Die Chancen auf eine völlige Heilung der Borderline - Störung ist eher gering.
Derzeit geht man davon aus, dass bei rund 10 % die Störung soweit zurückgeht,
dass die Diagnose Borderline nicht mehr zutrifft.

Sind alle deine Fragen beantwortet?
Ich hoffe ich konnte dir etwas weiter helfen!
Liebe Grüße und alles Gute
Jenny

Man kann darüber Bücher lesen.
Die klingen aber komisch und sind unverständlich.
Entweder hat man´s selber oder man kennt jemanden, der es hat.
Ich kenne da jemanden.
Äußerst wankelmütig, kippt immer hin und her.
Heute findet sie dieses und jenes gut, nächste Woche findet sie das Gleiche voll Scheiße.
Vorsätzlich und absichtlich werden Aktionen unternommen, die die Gesundheit schwer schädigen und sogar zum Tod führen können.
Polypseudoschizophrenie. Man hat den Eindruck, man habe es mit zwanzig Personen in einem Körper zu tun.
Psychologische Hauptkriterien:
Überidealisierung, Entwertung, Verleugnung, Spaltung und Omnipotenzgefühle.
Äußerst unangenehme Zeitgenossen, die es fertig bringen, dass ihre Umgebung auch anfängt Borderlinezüge an den Tag zu legen.
Die Borderliner sehnen sich nach Nähe, haben aber gleichzeitig Angst davor.
Am liebsten hängen sie sich an Leute, die böse zu ihnen sind und sie zerstören.
Wenn man nett zu einer Borderlinerin ist, bekommt man einen Tritt.
Spruch: „Ich hasse dich, verlass´ mich nicht.“
Vorher das kommt?
Nach Otto F. Kernberg (Borderline Conditions and Pathological Narcisissm) zwei Hauptkriterien:

  • die kalte Mutter
  • der aggressive Vater
    Heilbar? - mitnichten! Je oller, desto toller. Das Syndrom nimmt im Laufe des Alters mächtig zu.
    Wenn eine Borderlinerin erstmal die 40 überschritten hat, dann kann man sie nur noch als Ein-Frau-Mafia bezeichnen. (Jedenfalls die, die ich kenne.)
    MfG
    Der schwarze Thomas

Hallo, dass es sich um eine Krankheit handelt weiß ich zwar
schon und ich glaube auch zu wissen, dass Psychologen und /
oder Psychiater die Fachärzte dafür sind - aber woher kommt
diese Krankheit, was löst sie aus und ist sie heilbar? MvFG
und vielen Dank im Voraus.

Es ist wie du schon sagst psychisch, es gibt viele Kurse wo man mehr erfahren kann, wende dich mal an die LKH´s bei dir da kannstt du mehr erfahren. Es gibt verschiedene Arten, deshalb ist das nix hier fürs Forum

Hallo, dass es sich um eine Krankheit handelt weiß ich zwar
schon und ich glaube auch zu wissen, dass Psychologen und /
oder Psychiater die Fachärzte dafür sind - aber woher kommt
diese Krankheit, was löst sie aus und ist sie heilbar?

Über Borderline ist sehr viel Information im Umlauf, aber vieles davon ist veraltet. Es ist eine Art Sammelbecken-Diagnose, weil die Symptome sehr breit gefächert sind und auch nur mindestens 5 von 9 Diganosekriterien vorliegen müssen.

Diese Diagnose ist beschreibend. Dh, die Diagnose wird gestellt, wenn ein Mensch die Symptomkriterien erfüllt, es wird nicht danach gefragt, wodurch diese verursacht werden.

Die Forschung bezüglich Borderline ist grade mal in den Anfängen. Es gibt viele Annahmen und Erklärungsmodelle, wenn man sich genauer damit befasst, sieht man, dass vieles noch gar nicht genau bekannt ist und mehr Forschung notwendig sein wird, um endlich Klarheit zu haben.

Während die Borderline-Störung heute noch offiziell zu den Persönlichkeitsstörungen gerechnet wird, gelten in der Forschung längst andere Begrifflichkeiten wie z.B. komplexe Posttraumatische Belastungsstörung (komplexe PTBS), Entwicklungsstörungstrauma, Childhood-Disorder.

Der Großteil der später als Borderliner diagnostizierten Patienten hat in Kindheit und Jugend sehr schlimme, oft traumatisierende Erfahrungen gemacht. Insgesamt ist Borderline als stressassoziierte Erkrankung zu sehen, womit insbesondere traumatischer Stress gemeint ist.

Es gibt auch Borderliner, die aus intakten Familien kommen, wo man kein Trauma finden konnte. Diese Subgruppe verstellt das Bild auf Borderline. Es gibt vermutlich eben Menschen, die Borderline sozusagen in sich tragen. Bei der Mehrheit ist Borderline jedoch die Folge von chronischen, mehrfachen Traumatisierungen in Kindheit und Jugend. Der so oft zitierte genetische Faktor, von dem viele Profis sprechen ist so nicht nachgewiesen. Das wird total überbewertet. Es gibt zu diesem Thema nur wenige Studien und die Frage ist zudem noch, wie sie richtig zu interpretieren sind.

Ich vermute, dass es Menschen gibt, die evtl. eine biologische Determinante mitbringen (wobei sich auch fragt, woher sie kommt: Epigenetik, Vererbung im altherkömmlichen Sinne, Aktivierung/Deaktivierung von Genen durch Bindungserfahrungen(Prof. Bauer/Freiburg usw, Schädigung durch traumatischen Stress der Mutter schon im Mutterleib vor der Geburt???, Weitergabe innerhalb der Familie durch falsches Vorleben im Umgang mit Stress?? Da kommen soviele Erklärungen in Betracht…).

In den meisten Fällen ist Borderline aber einfach der dissoziative Schutzmechanismus, den sich das Gehirn zu Hilfe nimmt, wenn Kinder in Kontexten leben müssen, die Kinder nicht aushalten, hierzu gehören ganz besonders:

  • Kindesmisshandlung
  • sexueller Missbrauch
  • Vernachlässigung
  • chronische Erkrankungen und medizinische Behandlungen von Kindern
  • emotionaler/narzisstischer Missbrauch durch Bindungspersonen

Kinder, die ständig unter höchstem emotionalem Stress und/oder Traumatisierungen leben müssen, können keine normale Gehirnentwicklung machen, sondern das Gehirn muss sich vor den Traumatisierungen durch Dissoziation, also Abspalten von Traumainhalten aus der Psyche, im Inneren retten, weil eine Flucht, ein Schutz im Außen nicht erreichbar sind.

Borderline stellt sich somit in den meisten Fällen als ein psychisches Überlebensnotprogramm aus der Kindheit dar, dass im Erwachsenendasein zu vielfältigen psychischen Problemen führt.

Wer sich damit beschäftigt sollte sich mit komplexer PTBS auseinandersetzen, mit struktureller Dissoziation.

Therapieverfahren:

  • Traumatherapien, PITT, traumafokusiierte kognitive Verhaltenstherapie (je nach Ursache)
  • Schematherapie
  • DBT
  • TFT (auf keinen Fall bei Traumapatienten, diese Therapieform ist stark überfordernd und kann sehr schädlich sein)

Dazu ist zu sagen: Es gibt sehr viel mehr als die stark beworbende DBT. Die DBT versagt im Übrigen bei Depressionen, Suizidalität und ist für minder-oder hochbegabte Patienten oft ungeeignet. Zudem beinhaltet sie in Stage I nur Stabilisierung und die Stage II, die Traumaaufarbeitung wird bei vielen Therapeuten einfach weggelassen, womit die Behandlung nicht umfassend und vollständig erfolgt.

Borderline wird vielfach falsch behandelt und damit wird diese Erkrankung dann unberechenbar für die Betroffenen und für das Umfeld. Wichtig ist es, sich gut zu informieren und die geeignete (Trauma)therapie anzustreben. Borderline ist in vielen Fällen eine Traumafolgeerkrankung, eine von den möglichen Spätfolgeerkrankung und damit primär als gehirnorganische Funktionsstörung zu sehen, die eine darauf perfekt abgestimmte Therapie braucht. Diese Form von Therapie können aber nur weitergebildete Spezialisten anbieten. Dies gehört in die Hände von erfahrenen Fachtherapeuten. Viele Psychiater und Therapeuten verfügen über einen völlig veralteten Kenntnisstand über Borderline. Deshalb muss man aufpassen, dass man sich an die richtigen Leute wendet.

Stichwörter:
komplexe PTBS
Traumatherapie (Michaela Huber, Luise Reddemann, Ulrich Sachse, Jochen Peichl, Martin Sack, Andreas Maercker, Alexander Jatzko, Christian Schmahl, Martin Bohus, Joachim Bauer, Bruno Waldvogel, Gerald Hüther, Gerhard Roth)

http://www.psychologie.uzh.ch/fachrichtungen/psypath…

http://www.jochen-peichl.de/downloads/Dr_Jochen_Peic…

http://www.michaela-huber.com/files/vortraege/ptbs_k…

http://derstandard.at/1277337665519/Psychotherapie-B…

http://www.martinsack.de/_downloads/Komplexe_PTBS_Ba…

http://www.psychotherapie-prof-bauer.de/

http://www.stern.de/panorama/kindesmisshandlung-dies…

http://www.stern.de/wissen/natur/trauma-schneise-in-…

http://www.buecher.de/shop/allgemeines/komplexe-trau…

http://www.faz.net/aktuell/wissen/mensch-gene/epigen…

http://meryemdeutschemuslima.wordpress.com/2009/11/1…

Sehr guter Überblick:

http://www.bionity.com/de/lexikon/Borderline-Pers%C3…

Guten Tag,

Borderline ist heute grundsätzlich heilbar. Allerdings ist der Krankheitsverlauf bei jedem Betroffenen unterschiedlich und nicht bei jedem Patienten wird eine vollständige Heilung erreichbar sein.

Häufig hört man ja, dass ein „Umgang mit der Erkrankung“ das maximal Mögliche sein soll, was mit Therapie erreichbar sein soll. Dem ist zu widersprechen. Diese Aussage stimmt so nicht. Die Erkrankung wird leider oft falsch behandelt und verschlimmert sich dann bzw. wird nicht ausreichend behandelt und es kommt deshalb nicht zu einer vollständigen Heilung. Die Erkrankung kann auch bereits soweit chronifiziert sein, dass eine Heilung nicht mehr möglich ist, aber dann ist zumindest noch Linderung erreichbar.

Man kann sagen, dass alles mit der richtigen Therapie steht und fällt.

Weitere interessante und vertiefende Links:

http://www.borderline-online.de/index.php?option=com…

http://www.borderline-online.de/index.php?option=com…

http://www.amazon.de/Kognitive-Verhaltenstherapie-na…

Innerhalb der Psychotherapie kann zusätzlich zur Unterstützung und Entlastung eine medikamentöse Therapie sinnvoll sein. Primäre Behandlung ist jedoch Psychotherapie, da nur so die Ursachen der Borderline-Störung behoben werden können.

Im Rahmen der Traumatherapie hat sich bei vielen Patienten Innere-Kind-Arbeit (Reddemann, Peichl,Wolter, aber auch Schematherapie) bewährt, ebenso EMDR.

Wer noch keine Therapie beginnen konnte, ist mit Selbsthilfeliteratur ganz gut beraten, um erste Schritte für sich selbst zu tun.

Dazu kann gehören:
-Informationen einholen über die eigene Erkrankung und so die beste Therapiemöglichkeit ausfindig machen, therapeutische Entscheidungen als mündiger Patient treffen, nicht alles mit sich machen lassen, unbrauchbare Therapieangebote als solche erkennen lernen und aussortieren und an „nicht geeignete Behandler“ Rückmeldung geben, dass sie nicht auf dem aktuellen Stand der Medizin sind.

  • Selbstfürsorge lernen, dazu gehört Achtsamkeit, geregelter Tagesablauf, Tagesablauf in einem schriftlichen Tagesablaufplan festlegen (STRUKTUREN GEBEN HALT(!!) und erden!!). Regelmäßige Schlafenszeiten, regelmäßiges Essen und Trinken, bei innerer Not ablenken, bewusst angenehme Tätigkeiten einplanen, mit den eigenen Kräften haushalten und seine Bedürfnisse ernst nehmen, DISZIPLIN!! Gedanken kontrollieren, auf Abstand gehen, wenn etwas zuviel wird, innerlich wie äußerlich

  • Finger weg von Drogen, Alk!! Beruhigungsmitteln, Schmerzmitteln nur sehr sparsam und wo’s nötig ist.

  • BEWEGUNG!!! Ausdauersport!!! Zum Stressabbau!!! SEHR, SEHR WICHTIG, schafft Entlastung für die Psyche

  • Zu guter Letzt:

Niemand muss sich umbringen! Es gibt heute gute Therapien, die helfen können, aber eben nur, wenn man die richtige macht und wenn man sie überhaupt macht!!!