Was ist da los?

Hallo,

angeblich werden Einkommenssteuererklärungen vom Finanzamt ja in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet. Deshalb gebe ich meine Erklärung immer möglichst früh ab.
Beispiel:
Abgabe der Erklärung 2004 am 05.01.2005
Bis heute (nach 7 1/2 Wochen) keine Antwort erhalten.

— Ab hier wird’s spekulativ (evtl. auch etwas provokativ):

Ich geh mal davon aus, dass bis zum 05.01.2005 im für mich zuständigen Finanzamt maximal 100 Erklärungen eingegangen waren. Davon hat der für meine Erklärung zuständige Finanzbeamte vermutlich max. 10 auf den Tisch bekommen.
Das bedeutet, dass der/die Mann/Frau für die Bearbeitung einer Erklärung mind. 5 Tage benötigt. 1 Woche! Falls die Erklärung jetzt bearbeitet wird; sonst verschlechtert sich der Schnitt noch.
— Spekulations-Modus Aus —

Was ist da los? Sind die Arbeitsabläufe so miserabel geplant oder die Mitarbeiter schlecht geschult oder motiviert?
— Provokations-Modus Aus —

An wen kann man sich wenden, um eine Verbesserung zu erreichen? Ich befürchte, wenn ich mich mit meinen Bedenken an den Bearbeiter selbst wende, wandert meine Erklärung im Stapel wieder ganz nach unten.

Grüsse
Andi

Hi Andi,

du hast recht, das ist alles sehr spekulativ, was du da äußerst.

Also:

Die Finanzbeamten warten nicht nur auf deine Erklärung, sondern es sind noch etliche Steuererklärungen aus 2002 und 2003 abzuarbeiten, weil die so spät abgegeben haben.

Das Einkommensteuerprogramm 2004 in den Finanzämtern läuft erst seit Anfang Februar, bis Ende 2004 mussten noch die letzten Änderungen einprogrammiert werden.

Es dauert ca. 10 Tage von der Bearbeitung bis zum dem Tag, an dem du den Bescheid bekommst, die musst du schon mal hinzurechnen.

Sieben Wochen sind daher eine durchaus realistische Wartezeit.

Gruß

Peter

Hallo Peter,

du hast recht, das ist alles sehr spekulativ, was du da
äußerst.

Also:

Die Finanzbeamten warten nicht nur auf deine Erklärung,
sondern es sind noch etliche Steuererklärungen aus 2002 und
2003 abzuarbeiten, weil die so spät abgegeben haben.

Also sind die Arbeitsabläufe schuld:
Es müssen natürlich die Erklärungen bevorzugt bearbeitet werden, die nicht verspätet abgegeben wurden.
Im konkreten Beispiel: Erst die Erklärungen 2004, dann die des Jahres 2003, dann 2002.
Denn wer sich mit der Abgabe mehr als 12 Monate Zeit lässt, hat es wohl mit der Bearbeitung auch nicht so eilig.

Das Einkommensteuerprogramm 2004 in den Finanzämtern läuft
erst seit Anfang Februar, bis Ende 2004 mussten noch die
letzten Änderungen einprogrammiert werden.

Wer hat das verschlafen? Diejenigen, die die Anforderungen für das Programm festlegen mussten oder die Softwarefirma, die die Anforderungen umsetzen musste (Erstellung des Einkommensteuerprogramms).
Oder wurde tatsächlich bis zum Ende des Jahres am Steuerrecht des entsprechenden Jahres herumgebastelt, so dass die Anforderungen einfach noch nicht festgelegt werden konnten?

Es dauert ca. 10 Tage von der Bearbeitung bis zum dem Tag, an
dem du den Bescheid bekommst, die musst du schon mal
hinzurechnen.

Sieben Wochen sind daher eine durchaus realistische Wartezeit.

Schön wär’s.

Viele Grüsse
Andi

Servus Andi,

folgender Vorschlag:

Man teilt jeweils zwanzig Steuerpflichtigen in der Veranlagung einen Sachbearbeiter zu.

Finanzierung:

Anhebung des KSt-Satzes auf 56% (kein Witz, das hab ich vor einigen Jährchen noch gerechnet). Begleitend Anhebung des USt-Satzes auf 20% wie auf europäischer Ebene üblich.

Problem:

Die durch dieses Finanzierungsmodell alsbald in die Arbeitslosigkeit Übergegangenen sind nicht alle durch die Vermehrung der Planstellen auf den FÄ aufzufangen.

Lösungsansatz:

Wir treffen uns dann wieder im Politikbrett und jammern laut darüber, dass niemand die Arbeitslosen einstellen will.

Schöne Grüße

MM

Hallo Andreas,

du hast recht, das ist alles sehr spekulativ, was du da
äußerst.

Also:

Die Finanzbeamten warten nicht nur auf deine Erklärung,
sondern es sind noch etliche Steuererklärungen aus 2002 und
2003 abzuarbeiten, weil die so spät abgegeben haben.

Also sind die Arbeitsabläufe schuld:
Es müssen natürlich die Erklärungen bevorzugt bearbeitet
werden, die nicht verspätet abgegeben wurden.
Im konkreten Beispiel: Erst die Erklärungen 2004, dann die des
Jahres 2003, dann 2002.
Denn wer sich mit der Abgabe mehr als 12 Monate Zeit lässt,
hat es wohl mit der Bearbeitung auch nicht so eilig.

Ebendrum müsen die alten erst abgearbeitet werden. Die Logik ist doch klar: Wer zahlen muss, zögert die Sache noch hinaus.l Je schneller diese vom Tisch kommen, desto eher kommt Geld in die Kasse. Über die Motivation der Schnellabgeber kann hier natürlich nur spekuliert werden…

Das Einkommensteuerprogramm 2004 in den Finanzämtern läuft
erst seit Anfang Februar, bis Ende 2004 mussten noch die
letzten Änderungen einprogrammiert werden.

Wer hat das verschlafen? Diejenigen, die die Anforderungen für
das Programm festlegen mussten oder die Softwarefirma, die die
Anforderungen umsetzen musste (Erstellung des
Einkommensteuerprogramms).
Oder wurde tatsächlich bis zum Ende des Jahres am Steuerrecht
des entsprechenden Jahres herumgebastelt, so dass die
Anforderungen einfach noch nicht festgelegt werden konnten?

Ich glaube mich daran zu erinnern, dass der Vermittlungsausschuss an dem WoEn mit dem 12.12. getagt hat und die CDU-Nasen irgendeine Steuer(-ermässigung*) dem Hans verweigert haben und daher sich tierisch gefreut haben.

Es dauert ca. 10 Tage von der Bearbeitung bis zum dem Tag, an
dem du den Bescheid bekommst, die musst du schon mal
hinzurechnen.

Sieben Wochen sind daher eine durchaus realistische Wartezeit.

Schön wär’s.

Ich habe bei irgendeinem behördlichen bescheid mal mitbekommen, dass das 4-Augen-Prinzip durchgezogen wird. 1. Bearbeiter prüft Vollständigkeit, Plausibilität und fordert Unterlagen nach und gibt Daten ins Programm ein. Nach der Berchnung prüft ein zweiter das Ergebnis mit dem Antrag ab. Es ist natürlich undenkbar, dass bei dem Prüfer die Null-EURO und Nachzahlungsfälle irgendwie schneller vom Tisch kommen als die bei denen so richtige Erstattung fällig wird.

Und nicht vergessen:
Die im Finanzministerium wissen doch gar nicht was Zinsen sind und was sichsparen lässt, wenn man einen Monat mal 3 Mio EUR weniger an Anleihen aufnehmen muss …

Es besteht natürlich auch kein Zusammenhang zwischen dem Provozieren von Sperrzeiten und dem knappen etat der AA.

Ciao maxet.

*könnte Eigenheimförderung oder Pendlerpauschale gewesen sein

Hallo Martin,

Servus Andi,

folgender Vorschlag:

Man teilt jeweils zwanzig Steuerpflichtigen in der Veranlagung
einen Sachbearbeiter zu.

Und was sollen die Jungs den ganzen lieben langen Tag tun, wenn sie nach zwei, drei Wochen mit den 20 Erklärungen durch sind?

Finanzierung:

Anhebung des KSt-Satzes auf 56% (kein Witz, das hab ich vor
einigen Jährchen noch gerechnet). Begleitend Anhebung des
USt-Satzes auf 20% wie auf europäischer Ebene üblich.

Problem:

Die durch dieses Finanzierungsmodell alsbald in die
Arbeitslosigkeit Übergegangenen sind nicht alle durch die
Vermehrung der Planstellen auf den FÄ aufzufangen.

Lösungsansatz:

Wir treffen uns dann wieder im Politikbrett und jammern laut
darüber, dass niemand die Arbeitslosen einstellen will.

Also bitte, etwas mehr Ernsthaftigkeit, meine Herren :wink:

Zur Erinnerung meine Kritikpunkte(auf die du ja leider nicht eingegangen bist):

  1. Wieso werden mit 20-monatiger Verspätung abgegebene Erklärungen 2002 vor meiner zügig abgegebenen Erklärung 2004 bearbeitet?
  2. Weshalb kriegen die Finanzämter die Software, die sie für die Bearbeitung benötigen, nicht rechtzeitig auf den Rechner?

Viele Grüsse
Andi

P.S.: Hab grade gesehen, das Maxet meine Fragen schon beantwortet hat:
Zu 1. Zügige Abgeber erwarten Erstattung, Spätabgeber müssen meistens nachlöhnen und werden bevorzugt bearbeitet. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Zu 2. Die CDU-Nasen mussten kurz vor Jahresende noch ihre Profilneurose ausleben.

Danke Maxet