Was ist das denn ?

Hallo Ihr lieben Allwissenden,
wir sind gerade im Garten am Hecke umflanzen, und beim buddeln haben wir diese Raupe gefunden, verdammt groß finde ich, ca. 3 cm lang und 1 cm Durchmesser, kann mir jemand sagen was das ist?
Ich danke im vorraus,
Gruß
Stefan

http://home.vrweb.de/stefanhaag/tierart/IMG_3251.JPG

http://home.vrweb.de/stefanhaag/tierart/IMG_3252.JPG

http://home.vrweb.de/stefanhaag/tierart/IMG_3253.JPG

Larve einer Gryllotalpa gryllotalpa
http://www.insektenbox.de/sonsti/maulgr.htm

vielen Dank
Hallo, vielen Dank,
ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell man hier eine Antwort bekommt.
Gruß
Stefan

Hallo Stefan,

ich meine, dass es sich um Engerlinge handelt.

Das ist im Vergleich zur Maulwurfsgrille zwar ein wenig enttäuschend, aber wenn Du Dir Bilder von Engerlingen suchen lässt, fällt die Ähnlichkeit auch ohne systematische Bestimmung auf.

Schöne Grüße

MM

Moin Stefan,

ich meine, dass es sich um Engerlinge handelt.

meine ich auch!

aber wenn Du Dir Bilder von Engerlingen suchen
lässt, fällt die Ähnlichkeit auch ohne systematische
Bestimmung auf.

http://images.google.de/images?svnum=100&q=Engerling

Olaf

Hallo !

Ds ist der Engerling eines maikäferähnlichen Käfers. Eines Junikäfers wahrscheinlich!

mfgConrad

Hallo

einwandfrei ein Maikäferengerling. Frisst die Wurzeln von Planzen ab.
Wenn ich einen ausbuddle lass ich ihn für die Amseln liegen. Der ist gleich weg.

Hallo

Hallo auch,
habe mich als Kind immer gefreut, wenn ich viele Maikäfern sammeln konnte (nur zum Anschauen), denn es krabbelt so schön auf der Hand.

einwandfrei ein Maikäferengerling. Frisst die Wurzeln von
Planzen ab.

Muss ja auch von irgendwas leben.

Wenn ich einen ausbuddle lass ich ihn für die Amseln liegen.
Der ist gleich weg.

Vor Jahrzehnten waren Maikäfer vielleicht (!) eine Plage, alle „7“ Jahre. Mittlerweile sind sie fast ausgerottet, von Rosenzüchtern und der Landwirtschaft mit Chemikalien und Pestiziden. Eine Schande, wie ich finde.
Schau doch mal hier rein :
http://www.kidsnet.at/Sachunterricht/maikaefer.htm. Ich hoffe, dass Katrin aus der 3c mal einen Maikäfer erleben und fühlen durfte. ich bin sicher, dass einige hier in diesem Forum noch keinen Maikäfer gesehen haben (in freier Natur).
Entsetzte grüße
Tommy

Hallo Tommy,

von fast ausgerottet kann keine Rede sein.

Jedesmal, wenn eine dickere Maikäfergeneration („Maikäferplage“) ansteht, gibts ausführliche Diskussionen darüber, ob und in welchem Umfang sie bekämpft werden sollte/darf.

Wegen des Obstes ists nicht so sehr, da gibts genug noch zugelassene Insektizide.

Aber Linden und Eichen im Mischwald, die beide kurzerhand krepieren, wenn sie im geeigneten Alter kahlgefressen sind: Dafür lohnt es sich schon, ein wenig die Pyrethrum- oder wasauchimmer-Keule zu schwingen.

Weil: Eine Eiche braucht ungefähr zehn Maikäfer-Hypes, um überhaupt sowas wie ein Baum zu werden. Und im Gegensatz zum Moiagägge ist die letztere tatsächlich auf dem Weg in den puren Museumsbestand.

Schöne Grüße

MM

Hi,

eine Larve der Maulwurfsgrille ist es mit Sicherheit nicht. Weil diese Larven habe ich auch, jedoch nur unter gehäckseltem Holz.
Maulwurfgrillen jedoch habe ich ZUM GLÜCK keine, denn das merkt man sofort, diese Biester fressen alles was unterirdisch wächst ab.
Ich bin auch der Meinung, dass es irgend was Maikäfer-mässiges ist.

Gruss,
Thomas

.

Hallo Stefan,
ich hoffe, Du bist wegen dem falschen Maulwurfsrillenhinweis nicht in Panik geraten, und auch nicht wegen einer möglichen Maikäfer-Plage. Ein Engerling richtet keinen grossen Schaden an. Man könnte bestimmen, welche Blatthornkäferart es ist. Und der Schaden richtet sich nach der Häufigkeit der Engerlinge im Boden.

http://www.fh-weihenstephan.de/fgw/wissenspool/infos…

Gruss,
K_K

Es war jeweils alle drei Jahre im Mai, …
in den 40er Jahren
03.00h gepolter im Treppenhaus, aufstehen dali dali…
die Maikäferjagd hat begonnen.
Mit Taschenlampen,Schirm, Leintüchern und Säcken ausgerüstet, ging es mit Kind und Kegel in den Wald.

In den kalten Mainächten erstarrten die Käfer und konnten wie Oliven von den Bäumen geschüttelt werden.

Das ganze Dorf war jeweils nächtlich auf den Beinen…für uns Kinder ein totales „Gaudi“.

Nach dem ersten Sonnenschein wurden die Käfer aktiv,halbgefüllte Säcke quollen auf.

In der Schule wurde der Maikäfer eingehend besprochen und gezeichnet.

Dann kam die biologische Abwehr durch einen Pilz in den 50igern, seither sind wir im Kanton Zürich „maikäferfrei“.

http://www.reckenholz.ch/doc/de/forsch/landbau/nutz/…

Gruss

Fritz
a.d.Uw

Hallo Tommy,

Hallo auch,
du bist ja vom Fach, aber

von fast ausgerottet kann keine Rede sein.

ich habe schon lange keine Maikäfer mehr gesehen (grabe auch nicht danach)

Jedesmal, wenn eine dickere Maikäfergeneration
(„Maikäferplage“) ansteht, gibts ausführliche Diskussionen
darüber, ob und in welchem Umfang sie bekämpft werden
sollte/darf.

Gibt es denn Maikäferplagen heutzutage wirklich noch ? á la Heuschreckenplage, die wirklich Schäden anrichten ?

Wegen des Obstes ists nicht so sehr, da gibts genug noch
zugelassene Insektizide.

Zu gelassen bedeutet für mich nicht, dass ich den Einsatz solcher Mittel auch gelassen hinnehme.

Aber Linden und Eichen im Mischwald, die beide kurzerhand
krepieren, wenn sie im geeigneten Alter kahlgefressen sind:

Kannst du mir mal ein Beispiel nennen, wann Maikäfer Mischwälder kahlgefressen haben ?

Dafür lohnt es sich schon, ein wenig die Pyrethrum- oder
wasauchimmer-Keule zu schwingen.

Vor allem „was-auch-immer“ klingt bedenklich

Weil: Eine Eiche braucht ungefähr zehn Maikäfer-Hypes,

Cooler Begriff

um überhaupt sowas wie ein Baum zu werden. Und im Gegensatz zum
Moiagägge

schwäbisch ?

ist die letztere tatsächlich auf dem Weg in den puren Museumsbestand.

Aber doch nicht wegen der Maikäfer ! Vielleicht wegen Forstwirtschaft oder Saurem Regen oder so.

Schöne Grüße

MM

Mal im Ernst: Du sprichst von früheren Generationen, oder ?
Auch Grüße und ´nen schönen Abend noch
Tommy

und dann posten :smile:

Danke !

Mfg. BelRia

Maikäfer, Artenschutz, Glühwürmchen, Generationen
Hallo Tommy,

hierzu

Gibt es denn Maikäferplagen heutzutage wirklich noch ? á la
Heuschreckenplage, die wirklich Schäden anrichten ?

eine Nachricht aus 2002:

http://www.bergstrasse.de/aktuelles/0205/02a.html

Zu gelassen bedeutet für mich nicht, dass ich den
Einsatz solcher Mittel auch gelassen hinnehme.

Hier eröffnest Du ein weites Feld. Worauf bezieht sich Deine Sorge vor allem?

Aber Linden und Eichen im Mischwald, die beide kurzerhand
krepieren, wenn sie im geeigneten Alter kahlgefressen sind:

Kannst du mir mal ein Beispiel nennen, wann Maikäfer
Mischwälder kahlgefressen haben?

Im in obiger Nachricht beschriebenen Gebiet sahs streckenweise ziemlich verheerend aus. Der Verlauf des 02er Sommers hat dann allerdings das Ärgste geheilt.

Dafür lohnt es sich schon, ein wenig die Pyrethrum- oder
wasauchimmer-Keule zu schwingen.

Vor allem „was-auch-immer“ klingt bedenklich

Ich habe den Begriff als Joker benutzt, weil die technische Entwicklung angesichts ständig enger werdender Zulassungsvoraussetzungen ziemlich schnell vorwärts geht.

Ein nicht mehr ganz junger Klassiker heißt Dimethoat:

http://www.waldportal.org/aktuell/news/news.heim.200…

Aber doch nicht wegen der Maikäfer ! Vielleicht wegen
Forstwirtschaft oder Saurem Regen oder so.

Da hat es verschiedenste Gründe und Anlässe. Der überraschendste ist, dass die robust anzuschauenden Riesen vor allem in höherem Alter überaus empfindlich auf Bodenverdichtungen reagieren. Einige prächtige etwa 150jährige Eichen hab ich bei Altshausen absterben sehen, als neben der Landstraße ein Fahrradweg angelegt wurde: Die Verdichtung des Unterbaus zum Asphaltieren, keinen Meter breit, reichte aus, um ihnen hinüberzuhelfen.

Die Forstwirtschaft, soweit nicht auf (schlechte) Erträge aus Fichtenschwachholz orientiert - kommt heute fast bloß noch bei Bauernwald vor - ist von Eichenbeständen in der Regel recht begeistert. Im Pfälzerwald bin ich erstmals großflächigen systematischen Pflanzungen von Eichen begegnet.

Und über diesen Bogen wieder zum Maikäferthema (er heißt auf Schwäbisch Moiagägge, das ist richtig):

Mal im Ernst: Du sprichst von früheren Generationen, oder?

Heute sind ziemlich viele Tiere weniger häufig, als sie vor zwei-drei Generationen noch waren. Teils hat das, dass man sie weniger sieht, aber auch mit anderen Lebensgewohnheiten zu tun - man ist weniger bei Nacht zu Fuß unterwegs, und so entsteht leicht der Eindruck, es gäbe z.B. fast keine Igel und Schleiereulen mehr. Man ist insgesamt (außer wandernderweise) weniger zu Fuß in der Feldmark unterwegs, so dass man leicht glauben könnte, die großflächige Begasung der Fuchsbauten in den 1960er Jahren - damals zur Tollwutprophylaxe - hätte die Bestände für die Art gefährdend zusammenschrumpfen lassen.

Die Lebensräume für Nachtigallen liegen heute ein bissel von den gewohnten Wegen ab, so dass man auch diese für etwas „von früher“ halten könnte. In Hochheim gabs eine, die von unserem Balkon aus hörbar alljährlich mitten auf der Autobahnbrezel sang - für die Vorbeifahrenden sicherlich nicht hörbar. Kartoffelkäfer hab ich nicht mehr, wie meine Vorfahren, zu Hunderten im Garten, sondern bloß noch halbdutzendweise (glaube, dass in dem etwas anarchistischen Garten auch einige Helfer brüten, denen der Colorado ganz gut schmeckt).

Bloß paar Beispiele.

Regelrecht nach Maikäfern graben tu ich auch nicht, aber beim Umgraben sind mir Engerlinge je nach Jahr schon dutzendweise entgegengepurzelt.

In der Tat ist der subjektive Eindruck, der entsteht, wenn man unter so einer rasselnden knisternden Eiche (z.B.) oder in einem dito Obstgarten steht, ein besonderes sinnliches Erlebnis, das in dieser Form ziemlich selten geworden ist. Ich müsste rechnen, denke es war tatsächlich eine Generation vorher, irgendwann zwischen 1971 und 1975, dass ich die Kerle bei der Arbeit gesehen und gehört habe - nicht bloß die hinterlassenen Gerippe.

Nicht, dass ich sie nicht mag, aber für besonders schutzwürdig im Sinn der Erhaltung der Art kann man Maikäfer nicht betrachten.

Schöne Grüße

MM

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