Was ist das Leben und wie ist es organisiert?

Hallo,

ich meine damit nicht das Leben jedes einzelnen sonder die Erklaerung dafuer dass im Leben viele Dinge aufeinander abgestimmt sind.

Meine Theorie dazu waere die folgende:

Was ist das Leben?

Das Leben ist der Ablauf eines Programms. Zweck von diesem ist das Ermoeglichen von Erfahrungen was zur Weiterentwicklung fuehrt.

Wie ist alles organisiert?

Die Koordination der Weiterentwicklung der Individuen erfolgt ueber eine kollektive Datenbank auf welchem die Programmierung aller Individuen und Dinge gespeichert ist. Das Individuum kann unbewusst die komplette Geschichte und Zukunft aufrufen (So wie ein Computerspiel komplett vorhersagbar ist wenn man die Programmierung kennt).

Das Individuum weiss unbewusst welche Erfahrungen es machen muss um sich weiter zu entwickeln und organisiert mit dem Wissen um die Programmierung der anderen Individuen/Dinge einen „Zufall“ der Situation die mit Erfahrungssammlung verbunden sind wie z.B. ein Schicksalsschlag.

Woher kommt die perfekte Abstimmung?

Die Programmierung der Individuen sowie der Dinge (inklusive die Auswirkungen die Erfahrungen auf die Programmierung haben) ist bekannt, weshalb die Zukunft bereits bekannt ist. Das kollektive Unterbewusstsein (oder der Zentralcomputer) kann somit von Anfang an bis zum Ende alle Schritte planen die zur optimalen Entwicklung der Individuen notwendig sind.

Was denkst Du darueber?

An welche Theorie glaubst Du?

Vielen Dank im vorhinein fuer viele kritische Meinungen

Gruss

Desperado

Das Leben kommt auf alle Fälle aus einer Zelle

„Das Leben kommt auf alle Fälle
aus einer Zelle,
doch manchmal endets auch - bei Strolchen -
in einer solchen.“

Heinz Erhardt

Hallo,

ich meine damit nicht das Leben jedes einzelnen sonder die
Erklaerung dafuer dass im Leben viele Dinge aufeinander
abgestimmt sind.

Meine Theorie dazu waere die folgende:

Was ist das Leben?

Das Leben ist der Ablauf eines Programms. Zweck von diesem ist
das Ermoeglichen von Erfahrungen was zur Weiterentwicklung
fuehrt.

Wie ist alles organisiert?

Hallo Desperado,

Deine Theorie ist wirklich interessant. Ich habe darüber meine Ansicht auf eine Kurzform komprimiert: Leben ist Zufall und Notwenigkeit. Und eben: Der Zufall war am Anfang !
Gruss: harta

Hallo Desperado,
Ich bin keine Philosophin, sondern Naturwissenschaftlerin. Als Biologin ist es natuerlich die komplexitaet in der organisation des lebendigen die mich immer wieder erstaunt, was die triebkraft hinter meiner forschung darstellt. Wenn du dich fuer das leben und dessen organisation interessierst und eine antwort darauf moechtest, warum in der natur viele dinge aufeinanderabgestimmt sind, dann setz dich doch am besten mal mit der Evolutionstheorie auseinander. Die Evolutionstheorie ist wunderbar einfach und bietet gedankenansaetze fuer vielfaeltige gebiete, die ueber die biologie hinausgehen.

lg,
daniela

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Hallo,

Das Leben ist der Ablauf eines Programms.

Du setzt voraus: Es gibt ein Programm. Das setzt voraus: es muss eine Maschinerie geben, auf der es läuft. Die Existenz dieser Maschinerie setzt aber wiederum voraus, dass sie vom Programm erzeugt wurde.

Zweck von diesem ist
das Ermoeglichen von Erfahrungen was zur Weiterentwicklung
fuehrt.

Wenn du einen Zweck unterstellst, dann mußt du voraussetzen, dass es einen Zweck überhaupt gibt und dass jemand/etwas _will_, was wiederum einen (freien?) Willen voraussetzt und etwas/jemand, der/das einen solchen Willen hat.

Meiner Meinung nach viel zu viele und viel zu schwerwigende Voraussetzungen, die Du einfach so in den Raum stellst.

Wie ist alles organisiert?

Das untersucht die Biologie. Hier sei dir die Lektüre von entsprechenden Lehrbüchern und der Besuch von Vorlesungen angeraten.

Woher kommt die perfekte Abstimmung?

Hier machst du wieder heftigste - und unnötige - Voraussetzungen.

Die korrekte Antwort auf diese Frage kennt keiner, aber die Evolutionstheorie bietet hier mit einem absoluten Minimum an Annahmen die nach heutigem Wissensstand eleganteste und vollständigste Erklärung dafür. Das problem ist, dass diese im Kern eigentlich einfache Theorie von so vielen Menschen so sehr mißverstanden wird, weil unser Gehirn nicht gut ist, dynamische und rückgekoppelte Modelle zu durchdenken.

Was denkst Du darueber?

Ich denke, dass deine Theorie für Dich ein netter Zeitvertreib sein mag, aber in der Sache bringt sie weder Dich noch andere auch nur ein Stück voran, weil eben viel zu viele willkürliche Annahmen getroffen werden.

An welche Theorie glaubst Du?

Ich glaube, dass wir in allem noch weit davon entfernt sind, das „Leben“ wirklich zu verstehen. Ich glaube aber auch, dass die Biologie (mit ihrer naturwissenschaftlichen Methodik) am hilfreichsten ist, um mehr über das Leben zu lernen. Wo die Grenzen der Biologie sind, kann die Philosophi helfen, Denkansätze zu erschaffen, welche neue Impulse für naturwissenschaftliche Betrachtungen und Untersuchungen geben können.

LG
Jochen

Hallo,

Das Leben ist der Ablauf eines Programms.

Du setzt voraus: Es gibt ein Programm. Das setzt voraus: es
muss eine Maschinerie geben, auf der es läuft. Die Existenz
dieser Maschinerie setzt aber wiederum voraus, dass sie vom
Programm erzeugt wurde.

Na ja, nicht ganz so streng. Möglicherweise
liefert die „Theistische Evolution“ einen An-
knüpfungspunkt: http://de.wikipedia.org/wiki/Theistische_Evolution

Grüße

CMБ

Hallo,

naja, es war mir schon klar, dass sowas auf einen theistischen Ansatz herausläuft. Anders bekommt man eine Teleologie ja wohl auch nicht unter…

Aber auch hier finde ich, dass die willkürliche Annahme eines „Gottes“ (oder irgendetwas vergleichbares) in der Sache nicht hilft, sondern im Gegenteil von einer (möglichen?) Lösung ablenkt. Die Geschichte hat das mehrfach gezeigt.

LG
Jochen

Was ist ‚‚Leben‘‘ ?
Für mich ist ‚‚Leben‘‘ ein Entwicklung von Reduplikation von Molkülen (rein chemischer Prozess) über Zellbildung mit Innenfunktionen und einer Außenhaut (Innen und Außen eines Organismus), über Zellverbände (’‚Volvox‘’), dann über die Zellteilung bis hin zu verschiedenen Arten an verschiedenen Umweltbedingungen gewachsenes Phänomen.
Grob zusammengefaßt.

(Und vor allem - (subjektiv) - daraus entstehende Vielfalt vom Insekt bis zum Dino, gar ‚künslicher Intelligenz‘ womöglich)

Aus Deiner Frage schwingt eine Menge (’‚Programm‘’) Determiniertheit /Vorbestimmtheit von Allem mit.
Es gibt Symmetriebrüche beim Wachstum von Kristallen; winzigste Änderungen der Anfangsbedingungen eines gewaltigen sogenannt chaotischen Systems (zB Wetter), die völlig andere Entwicklungen hervorrufen; … natürliche Unwägbarkeiten (nicht nur ‚‚Unmeßbarkeiten‘‘), die es in der Summe unwahrscheinlich erscheinen lassen, daß alle Entwicklung in EINE vorgegebene Richtung geht.

‚‚gott‘‘ ??

wieso gott …
davon war nirgends die rede.
da’s ne ganz andere baustelle.

Zuviel Matrix gesehen
Hi.

Dein Mix aus Wachowski´scher Matrix und Augustinischem Christentum ist SF-Stoff, mehr aber nicht. Deine Prämisse (alles ist aufeinander abgestimmt) ist reine Hypothese. Man könnte mit gleichem Recht das Gegenteil behaupten. Die menschliche Geschichte geht einher mit Massenschlächtereien gegen Menschen und gegen Tiere. Tod und Leid sind allgegenwärtig. Das physikalische Universum ist, nach unseren Maßstäben, weitgehend lebensfeindlich. Dass die Menschheit überhaupt existiert, mag ein reiner Zufall sein. Wo siehst du bei all dem eine „Harmonie“ (im Sinne eines perfekten Programms)? Der Programmierer müsste geisteskrank sein.

Es ließe sich noch viel sagen, aber erst interessiert mich mal deine ggfs. Antwort.

Gruß

Hi Desperado

Was denkst Du darueber?

Horst Trans Kritik kann ich nur zum kleinen Teil folgen. Ich stimme mit ihm darin überein, dass ich die Welt auch nicht als Computer-ähnliche oder Matrix-ähnliche Geschichte sehe.
Ich stimme aber nicht mit seiner insegsamt negativistisch wirkenden Sichtweise überein.

An welche Theorie glaubst Du?

Naja, dass ich an Theorien „glaube“, wäre wohl zuviel gesagt, aber von den vielen Theorien, die großenteils auch durch die Praxis bzw. das reale Leben bestätigt wurden, möchte ich zwei nennen, die mich schon sehr überzeugen:
a) Die Evolutionstheorie (Aristoteles - Darwin)
b) Die Psychoanalyse (Freud als Standpunktsetzer und -halter, aber bitte nicht orthodox!)
Ich bin aber auch für Erfahrungen enseits der rationalen Erkenntnisse offen.
Gruß,
Branden

Was denkst Du darueber?

An welche Theorie glaubst Du?

Wie innen, so außen.

Sagt eigentlich alles, oder? Denk mal drüber nach und mach mal deine Beobachtungen.

Lg
Ina

Hi

Ich glaube, dass Du schon ziemlich genau weisst, was Du über das Leben glauben willst und was nicht und Du eher nach Bestätigung als nach zusätzlicher Erhellung suchst. Ich glaube auch, dass es Deinen Horzont erweitern könnte, viel Zeit mit anderem als Computern zu verbringen.

ich meine damit nicht das Leben jedes einzelnen sonder die
Erklaerung dafuer dass im Leben viele Dinge aufeinander
abgestimmt sind.

Meine Theorie dazu waere die folgende:

Was ist das Leben?

Das Leben ist der Ablauf eines Programms. Zweck von diesem ist
das Ermoeglichen von Erfahrungen was zur Weiterentwicklung
fuehrt.

Wie ist alles organisiert?

Die Koordination der Weiterentwicklung der Individuen erfolgt
ueber eine kollektive Datenbank auf welchem die Programmierung
aller Individuen und Dinge gespeichert ist. Das Individuum
kann unbewusst die komplette Geschichte und Zukunft aufrufen
(So wie ein Computerspiel komplett vorhersagbar ist wenn man
die Programmierung kennt).

Das Individuum weiss unbewusst welche Erfahrungen es machen
muss um sich weiter zu entwickeln und organisiert mit dem
Wissen um die Programmierung der anderen Individuen/Dinge
einen „Zufall“ der Situation die mit Erfahrungssammlung
verbunden sind wie z.B. ein Schicksalsschlag.

Woher kommt die perfekte Abstimmung?

Die Programmierung der Individuen sowie der Dinge (inklusive
die Auswirkungen die Erfahrungen auf die Programmierung haben)
ist bekannt, weshalb die Zukunft bereits bekannt ist. Das
kollektive Unterbewusstsein (oder der Zentralcomputer) kann
somit von Anfang an bis zum Ende alle Schritte planen die zur
optimalen Entwicklung der Individuen notwendig sind.

Was denkst Du darueber?

Du hast ein recht klares Weltbild und für solch eine (ich nenne es mal religiöse ) Klarheit werden Dich sicher viele beneiden.

An welche Theorie glaubst Du?

Ich glaube, dass ich und Du und der Rest der Welt existieren.

Vielen Dank im vorhinein fuer viele kritische Meinungen

Ich denke, dass Dein Horizont noch ordentlich Entwicklungspotential hat. Wenn Du mit Deinem Weltbild glücklich bist solltest Du die Schotten ordentlich dicht halten weil neue Gedanken da recht störend sein können.

Desperado

freundlicher Gruß

Udo jain

Mein Motto: Kopf hoch - Rückgrat gerade und oft lächeln

Hallo Daniela,

Ich bin keine Philosophin, sondern Naturwissenschaftlerin. Als
Biologin ist es natuerlich die komplexitaet in der
organisation des lebendigen die mich immer wieder erstaunt,
was die triebkraft hinter meiner forschung darstellt. Wenn du
dich fuer das leben und dessen organisation interessierst und
eine antwort darauf moechtest, warum in der natur viele dinge
aufeinanderabgestimmt sind, dann setz dich doch am besten mal
mit der Evolutionstheorie auseinander. Die Evolutionstheorie
ist wunderbar einfach und bietet gedankenansaetze fuer
vielfaeltige gebiete, die ueber die biologie hinausgehen.

ich freue mich, mal ne Biologin zu treffen die sich mit Evolution beschäftigt weil ich bin ein interessierter laie und besonders neugierig auf den Ursprung von dem ganzen Kram. Ich hab mal (paarmal) das buch „schöpfung und zufall“ von Robert Shapiro gelesen aber das iss ja mittlerweile schon Jahrzehnte alter Wissensstand. Gibt es da neue Erkenntnisse oder iss das immer noh eine grosse Unbekannte Phase?

Bitte antworte - danke

Freundlicher Gruss Udo Jain