…und wie soll es in den nächsten Jahren weitergehen?
Was sagt ihr dazu, dass wir immer mehr arbeiten und weniger Geld kriegen und das wir für unser Geld nicht mehr das kaufen können, wie es noch vor ca. 10 Jahren war?
Wie kann es einen Wirtschaftsaufschwung geben, wen ich doch für mein geld weniger bekomme? Wird auf lange Sicht zur Inflation kommen?
Was sagt ihr dazu, dass wir immer mehr arbeiten und weniger
Geld kriegen und das wir für unser Geld nicht mehr das kaufen
können, wie es noch vor ca. 10 Jahren war?
eine gewisse Preissteigerung ist völlig normal; bei der Betrachtung von 10 Jahren und einer Inflationsrate von 1,5-2 Prozent kommt man auf eine generelle Preissteigerung von 15-20% (oder für die Klugscheißer unter uns 16-22%). Einzelne Produkt- und Dienstleistungsgruppen haben sich jedoch in dieser Zeitspanne unterschiedlich entwickelt.
Lebensmittel, Elektronikkram, Telekommunikation und Kleidung (bestimmte Segmente) sind sogar tendenziell günstiger geworden(*), Energiepreise und Wohnnebenkosten sind kräftig gestiegen.
Wer von außergewöhnlichen Preissteigerungen spricht, hat entweder ein außergewöhnliches Geldausgabeverhalten oder aber eine unausgewogene Wahrnehmung.
hallo erstmal, (oder ist das auch teurer geworden?)
schließe mich exc an. Erst wirklich mal schauen, was wer wann und warum
verdient hat und was wo wie viel gekostet hat. Und wenn teuer, was dran
Schuld ist.
Kleine Hilfe dazu, wenn’s das Budget noch erlaubt: in ibäh (oder
sonstwo) mal ne alte Zeitung ersteigern aus den 60er und 70er Jahren
und dann schauen, wie damals die Preise waren. Aber vorsicht: Da könnte
sich das Vorstellungsvermögen leicht verschieben.
Ja, aber wie ist das mit den Spritpreisen (z.B.)…und den Lebensmitteln. Kann man es denn nur auf die Wahrnehmung schieben?
Ich hab ehrlich gesagt Angst vor dem was hier noch so kommt. Wird es denn wieder so sein, dass ein Brot massig Geld kostet? Es ist ja nicht nur der Euro an sich, sondern auch die Lebenshaltungskosten, die mir Angst machen. Ich möchte doch nicht nur arbeiten gehen, um den Sprit zahlen zu können um auf Arbeit zu kommen. Oder die KiGa-Beiträge sind auch Hammer. Und so geht das doch immer weiter und ich mach mir meine Gedanken…
Wenn ich lese, dass der Euro in 5 Jahren 10 Cent an Wert verliert…wo soll das hinführen?
Ja, aber wie ist das mit den Spritpreisen (z.B.)…und den
Lebensmitteln. Kann man es denn nur auf die Wahrnehmung
schieben?
Bei den Lebensmitteln weitgehend ja, bei den Spritpreisen nein. Letztere sind in der Tat kräftig gestiegen. Bei den Lebensmitteln gab es in den vergangenen 15-20 Jahren teilweise deutliche Preisrückgänge, die vom Kunden aber nicht wahrgenommen wurden. Wenn nun die Preise bei einzelnen Warengruppen kräftig anziehen, hat das einerseits seine Ursache in dem Preiskampf der letzten Jahre und wird andererseits nicht gemeinsam mit den Preissenkungen der letzten Jahre gesehen. Wie ich schrieb, ist auch nach den xx % Preisanstieg heute nicht teurer als vor gut zehn Jahren.
Wenn ich lese, dass der Euro in 5 Jahren 10 Cent an Wert
verliert…wo soll das hinführen?
Nun ja, die Bruttolöhne steigen ja auch. Von 1996-2004 sind die Bruttolöhne um 22 %, die Preise jedoch nur um 14% gestiegen. Das dumme ist nur, daß sich Brutto- und Nettolöhne nicht unbedingt parallel entwickeln.
Ja, aber wie ist das mit den Spritpreisen (z.B.)…und den
Lebensmitteln. Kann man es denn nur auf die Wahrnehmung
schieben?
Nein, also im Fall des Öl-Preises haben wir es natürlich mit historischen Höchstständen zutun. Zum Glück muss man sagen, ist der Dollar zur Zeit sehr schwach. Ohne diesen Umstand wäre das Öl respektive das Benzin noch teurer.
Bei den Lebensmitteln gibt es sicherlich auch eine Teuerun, allerdings kommt diese wohl eher aus der „Masse“. Viele Produkte wurden „etwas“ erhöhr und in Summe macht sich das dann schon bemerkbar.
Hinzu kommt, dass Aldi, Lidl und Co. ja vor kurzem eine geschlossene Preiserhöhungsrunde für Lebensmittel gestartet haben. Begründet wurde dies damit, dass Lebensmittel nunmal etwas kosten müssten (Qualität). Außerdem wurde dies damit begründet, dass es ja nun wieder den Aufschwung gibt.
Gleichwohl hört man dies zwar oft, es ist aber nachweisbar, dass eben gerade dieser dann doch noch nicht in jedem Geldbeutel bemerkbar ist. Hier kann man sicher eine Unstimmigkeit und Ursache für das momentan empfundene Ungleichgewicht suchen und finden.
Ich hab ehrlich gesagt Angst vor dem was hier noch so kommt.
Wird es denn wieder so sein, dass ein Brot massig Geld kostet?
Es ist ja nicht nur der Euro an sich, sondern auch die
Lebenshaltungskosten, die mir Angst machen. Ich möchte doch
nicht nur arbeiten gehen, um den Sprit zahlen zu können um auf
Arbeit zu kommen. Oder die KiGa-Beiträge sind auch Hammer. Und
so geht das doch immer weiter und ich mach mir meine
Gedanken…
Also sicherlich ist es so, dass sich gewisse „Schlüsselprodukte“ wie eben Strom, Öl und weitere fixe Lebenshaltungskosten (Mieten bzw. Mietnebenkosten) verteuert haben. Hierdurch wird der Einzelne natürlich in seiner finanziellen Freiheit eingeschränkt. Wenn dann noch die oben genannten Erscheinungen hinzukommen, kann man natürlich zu solchen Eindrücken bzw. Gedanken kommen.
Nun ja, die Bruttolöhne steigen ja auch. Von 1996-2004 sind
die Bruttolöhne um 22 %, die Preise jedoch nur um 14%
gestiegen. Das dumme ist nur, daß sich Brutto- und Nettolöhne
nicht unbedingt parallel entwickeln.
Gruß
Christian
Ja, das ist es ja. Wenn ich z.B. sehe, dass man mit einem Netto von 2200€ am Minimum lebt, nur weil ich ein Haus finanziere (nichts großartiges - KP 69000€), dann frage ich mich doch…
Interessanter als die Frage nach dem Wert des Euro ist die Frage nach der Kaufkraft in Deutschland. Nach der Währungsreform (Euroeinführung) halbierte sich diese fast.
…und wie soll es in den nächsten Jahren weitergehen?
Der Euro wird schwächer werden. Keine Ahnung, weshalb die Amis aktuell den Dollar floaten lassen, das wird sich jedoch auch wieder ändern…
Was sagt ihr dazu, dass wir immer mehr arbeiten und weniger
Geld kriegen und das wir für unser Geld nicht mehr das kaufen
können, wie es noch vor ca. 10 Jahren war?
Was die Statistiker dazu sagen, kannst Du unten lesen.
Was ein Realist dazu sagt: komischerweise ist in dem Warenkorb von Destatis kaum etwas enthalten, was mich im Alltag wirklich betrifft.
Ich weiß, dass Yoghurt, Bananen, Toastbrot, Marmelade, Honig, Rindfleisch, Heizöl, Benzin, Autos und Kleidung ungefähr 50 - 150% mehr kosten, als vor 10 Jahren. Zudem weiß ich, dass die Nettogehälter faktisch stagnierten.
Hier muss ich mich allerdings wiederum ausnehmen, da ich vor 10 Jahren noch studiert habe.
Hinzu kommen die in den Großstädten teilweise drastisch höheren Wohnkosten.
Eine Wohnung in München kostet heute locker 20% mehr als vor 10 Jahren.
Was dabei herauskommen wird: die soziale Schere wird sich weiter öffnen. Arbeit wird sich noch weniger lohnen. Leute wie Kurt Beck werden sich noch mehr zur Umverteilung berufen fühlen, was wiederum die Wirtschaft hemmt.
In 20 Jahren dann kommt die Revolution…
Was die Statistiker dazu sagen, kannst Du unten lesen.
Was ein Realist dazu sagt: komischerweise ist in dem Warenkorb
von Destatis kaum etwas enthalten, was mich im Alltag wirklich
betrifft.
Ich weiß, dass Yoghurt, Bananen, Toastbrot, Marmelade, Honig,
Rindfleisch, Heizöl, Benzin, Autos und Kleidung ungefähr 50 -
150% mehr kosten, als vor 10 Jahren. Zudem weiß ich, dass die
Nettogehälter faktisch stagnierten.
Hallo…
(muss wirklich extrem wertvoll geworden sein, bei dieser Rarität… )
Sorry, aber wenn Du von 2200 € netto und gleichzeitig von „am Minium leben“ redest könnte ich gerade aus der Haut fahren.
Es gibt Familien, die mit weitaus weniger klar kommen müssen und auch können. Und einige von denen müssen auch ein Haus abbezahlen, möglicherweise sogar noch ein Auto. Und viele von denen meckern noch nicht einmal .
Ja, sicher sind Spritpreis schwer in die Höhe geschnellt (und ich gehöre wirklich zu denen, die sich bald überlegen MÜSSEN, ob ich nur noch für den Sprit arbeiten gehe - oder lieber mit dem Arsch zu Hause bleibe). Auch einige Lebensmittel sind teurer geworden.
Diese Tendenz wird sicherlich auch weiter anhalten, weil Rohstoffe knapper werden und so manche Industrie(-bosse) sich nicht ihre tollen Gewinne vom Brot holen lassen wollen.
Außerdem will jeder AN mehr Lohn nach Hause tragen - das schlägt sich irgendwann natürlich auch in den Preisen nieder.
Letztendlich muss jeder für sich sein Kaufverhalten prüfen und entsprechend umstellen. (Muss es heute der 8 Euro Luxus-Kaffee sein oder kann es nicht auch der 5 Euro Normal-Kaffee sein? Eins von unzähligen Bsp.)
Auch heute gibt es die Möglichkeit sich mit 200 € im Monat (für 1-2 Personen) mit Lebensmitteln, Hygiene-Artikeln und Kleidung auszustatten, ohne am Hungertuch nagen zu müssen. Achja, die 3 Katzen habe ich vergessen, die haben auch Hunger.
Vom Grundprinzip denke, ist die Frage vom Wert des Euros falsch gestellt. Immerhin gehört der Euro (noch) zu den stabilsten Währungen der Welt.
Vielmehr stellt sich die Frage, ob unsere Regierung noch den Durchblick hinsichtlich der Lohnnebenkosten hat? über 40 % Lst und SVs (bei mir zB. 42 % ohne KSt) sind meiner Meinung nach viel zu viel.
Vor allem im Hinblick auf die immer geringere Leistung und der trotzdem steigenden Staatsverschuldung, die dem gegenüberstehen. (==> falsche Verteilung des vorhandenen Vermögens)
Aber das würde die Diskussion wohl völlig aus dem Ruder laufen lassen, oder nüch?
Ja, das ist es ja. Wenn ich z.B. sehe, dass man mit einem
Netto von 2200€ am Minimum lebt, nur weil ich ein Haus
finanziere (nichts großartiges - KP 69000€), dann frage ich
mich doch…
ich dachte, wir hätten über Inflation und die allgemeine Entwicklung von Netto- und Bruttolöhnen gesprochen und nicht darüber, daß Du mit Deinem Geld nicht auskommst. Da das dummerweise völlig verschiedene Fragestellungen sind, bin ich hier mit dem Latein am Ende.