Was ist der FH Abschluss wert?

Hallo zusammen!

Ich bin gerade 23 Jahre alt geworden, mein Maschinenbau-Studium angefangen hab ich an einer TU. Nach zwei Semestern musste ich feststellen das mir der Stil und die Anonymität der Uni nicht liegt und ich bin zur FH gewechselt. Mein Vordiplom hab ich im Februar erreicht, die SS Klausuren sind auch ganz gut gelaufen und aller Vorraussicht nach sollte ich jetzt nach weiteren zwei Semestern Studium fertig sein. Und genau davor hab ich Angst!

Ich weiß einfach nicht wo ich meinen Abschluss einordnen soll, in diversen Stellenangeboten steht zum Beispiel drin das Uni Absolventen mehr verdienen und die Aufstiegschancen höher sind. Jetzt hab ich mir überlegt an meiner FH den Master nach dem Diplom noch zu machen, aber viele raten mir davon ab da der in der freien Wirtschaft nicht richtig anerkannt wird.

Gleichen sich die Verdienstmöglichkeiten von Uni / FH Absolventen nach einiger Zeit Berufserfahrung an? Ich hab gehört das FH Absolventen nach dem Studium in den ersten Jahren weniger verdienen als Uni Leute, das soll daran liegen das FH Leute eher ins Berufsleben einsteigen können als die von der Uni. Die von der Uni bekommen als Ausgleich für ihr längeres Studium am Anfang mehr Geld, was sich allerdings nach einiger Zeit angleichen sollte.

Ich weiß im Moment einfach nicht wo ich stehe und krieg etwas Panik das ich mit der FH den falschen Weg gewählt habe. Ich hab auch keine Lust mir im späteren Berufsleben immer was von einem Uni Absolventen vorschreiben zu lassen und beruflich nicht aufsteigen zu können…

Kann mir das vielleicht jemand von Euch, der auch an einer FH studiert hat (Maschinenbau) irgendwelche aufmunternde Worte geben?

Die garantierte Karriere …
Hi,
… gibt es für Ingenieure nicht aufgrund des Studienabschlusses.
Sondern es ist in erster Linie Fachwissen, Engagement, Führungskompetenz, Durchsetzungsfähigkeit und Teamfähigkeit gefragt.
Ausser dem ersteren (Fachwissen) lernt man das weder an der TU noch an der FH.
Viele Führungskräfte haben jedoch an der TU studiert. Das heisst aber nicht, dass sie die TU zur Führungskraft ausgebildet hätte, sondern dass diese Leute sich selbst gefordert haben und durchgebissen haben - z.B. zum theoretischeren TU Abschluss - Und das sie das auch später tun.

Ich bin gerade 23 Jahre alt geworden, mein
Maschinenbau-Studium angefangen hab ich an einer TU. Nach zwei
Semestern musste ich feststellen das mir der Stil und die
Anonymität der Uni nicht liegt und ich bin zur FH gewechselt.

Weshalb du wohin gewechselt bist, ist eigentlich egal. Ob du Karriere machst hängt von Dir ab. Wie gut kommst Du mit Deinem Umfeld zurecht, wirst Du von den Kollegen anerkannt, forderst Du Dich selbst bis an die Grenze und ziehst die Projekte durch oder gibst Du vorher auf? Die Fragen kannst nur Du beantworten.

Mein Vordiplom hab ich im Februar erreicht, die SS Klausuren
sind auch ganz gut gelaufen und aller Vorraussicht nach sollte
ich jetzt nach weiteren zwei Semestern Studium fertig sein.
Und genau davor hab ich Angst!

Wieso? Ist doch gut. Und Du bist jung. Das ist sehr gut.

Ich weiß einfach nicht wo ich meinen Abschluss einordnen soll,
in diversen Stellenangeboten steht zum Beispiel drin das Uni
Absolventen mehr verdienen und die Aufstiegschancen höher
sind. Jetzt hab ich mir überlegt an meiner FH den Master nach
dem Diplom noch zu machen, aber viele raten mir davon ab da
der in der freien Wirtschaft nicht richtig anerkannt wird.

Was der Master bringt, kann man im Moment nicht sagen, dafür ist das zu jung. Aber nocheinmal: Deine Karriere hängt in erster Linie von Deiner Persönlichkeit ab und nicht vom Papier, auf dem Diplom steht (Ausnahme: öffentlicher Dienst).

…Ich weiß im Moment einfach nicht wo ich stehe und krieg etwas
Panik das ich mit der FH den falschen Weg gewählt habe.

Wieso? Mit Studienabschluss bist Du Ingenieur.

Ich
hab auch keine Lust mir im späteren Berufsleben immer was von
einem Uni Absolventen vorschreiben zu lassen und beruflich
nicht aufsteigen zu können.

Sorry, wenn das jetzt hart kommt: Das kannst Du Dir abschminken. Vorgesetzte wirst Du immer haben, egal ob FH oder TU. Selbst wenn Du eines Tages Geschäftsführer bist, wird es Leute geben (nämlich den/die Inhaber) die Dir Richtlinien geben oder Dir sogar Vorschriften machen.
Als Frischling von der FH/TU bist Du erst recht der Einsteiger und Anfänger. Dir muss klar sein: Anfängerjahre sind keine Herrenjahre. Fertige Mitarbeiter werden weder an der TU noch an der FH gebacken. Wenn Du als frisch gebackener Ing. in eine Firma kommst und den Ton angeben willst, hast Du schneller Feinde als Du Dir jetzt vorstellen kannst.
Vom richtigen Umgang mit Vorgesetzten hängt Deine eigene Karriere ganz entscheidend ab. Sich nichts vorschreiben lassen zu wollen - egal aus welchem Grund - ist der denkbar schlechteste Ansatz für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Wenn Du gleich weg vom Hörsaal keinen Chef haben willst, dann musst Du Dein eigenes Büro aufmachen.

Ciao Rossi

PS.: ****Werbung***** Bist Du schon VDI Mitglied?
Kuck mal hier: http://www.vdi.de/vdi/ist/k_beruf/index.php

Hallo Tobias,

bin zwar kein Maschbauer sondern Chemiker, aber arbeite in der Industrie.

Ein FH-Diplom und ein Uni-Diplom unterscheiden sich ziemlich und zwar in der Lohntüte und in der Leiter (der der Kariere).

Uni-Leute verdienen im Schnitt(!) deutlich mehr als FH-Leute, was weniger daran liegt daß FHler dümmer oder fauler wären, sondern weil Uni-Leute schlicht eher Positionen mit Leitungsfunktion kriegen.
Zudem verdienen Uni-Leute in vergleichbaren Positionen meist auch mehr.
Wir hatten so einen Fall in unserer Analytik.
Ein Labor wurde von einem Dr. geleitet (OK das ist wieder etwas anderes) ein anderes hatte einen FH-Ing. als ‚Leiter‘
Das hab ich in ‚‘ geschrieben, weil in der Stellenbeschreibung des Dr. das Wort ‚Laborleiter‘ auftauchte, in der des Ing. eben nicht. Ansonsten waren beide Beschreibungen formal nahezu identisch. Der Unterschied in der Lohntüte betrug damals (durch eine gezielte Indiskretion erfahren) knapp 1000,- DM (im Monat!).

In der Produktion tummeln sich in unsreer Firma kaum promovierte, daher kann ich dazu nichts sagen, im Außendienst haben die Herren Dr. alerdings wieder einen Wagen, der etwa eine Klasse größer ist als die der nicht promovierten.

Gandalf

Maschbau ist anders
Hi Gandalf,
im Maschbau gibt es zwar in manchen Unternehmen solche Tendenzen, aber bei weitem nicht überall.
Ein Ing. ist mit dem Diplom fertig, ein Chemiker ja eigentlich erst mit dem Dr. ,-)
Ciao Rossi

Hi Rossi,

stimmt, ich arbeite in der Chemischen Industrie.

Das es ev. hier anders zugeht als im Maschinenbau hab ich ja angedeutet. Aber die Chemie beschäftigt eine nicht geringe Zahl von Maschinenbauern!

Gandalf

Hallo Gandalf

Das ist in etwa das wovor ich Angst habe. Wieso kriegt der von der Uni mehr Geld und vielleicht die bessere Position im Betrieb als ich von der FH? Das hat meiner Meinung nach mit dem Studium doch nichts zu tun wie qualifiziert jemand für die Stelle ist. Ich hab ein bischen Panik davor das ich später nur aufgrund der Tatsache das in meinem Diplom das Kürzel „FH“ steht benachteiligt werde und das fachliche Kompetenz bei der Auswahl einer neuen Stelle nicht berücksichtigt wird sondern sturr danach vorgegangen wird, hat der „TU“ oder „FH“ im Diplom stehen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,
… gibt es für Ingenieure nicht aufgrund des
Studienabschlusses.
Sondern es ist in erster Linie Fachwissen, Engagement,
Führungskompetenz, Durchsetzungsfähigkeit und Teamfähigkeit
gefragt.
Ausser dem ersteren (Fachwissen) lernt man das weder an der TU
noch an der FH.

Wie gesagt, ich bin 23 Jahre alt und im Grunde weiß ich noch nicht mal nach welchen Kriterien jemand ausgesucht wird. Das ist im Moment nur eine Art Angst von mir davor, das ich mit einem FH Abschluss nicht die gleichen Chancen habe wie jemand von der TU, wenn die von dir angesprochenen Fähigkeiten wie Engagement und Fachwissen genau identisch sind. Ich fänds unfair wenn bei der Auswahl nur sturr darauf geachtet wird ob „TU“ oder „FH“ im Diplom steht, die anderen Kompetenzen dabei aber unberücksichtigt bleiben würden.

Weshalb du wohin gewechselt bist, ist eigentlich egal. Ob du
Karriere machst hängt von Dir ab.

Wenn das so ist, dann sind meine Fragen beseitigt. Wenn wirklich darauf geachtet wird ob jemand fähig ist oder nicht dann sind die Chancen gleich und der Abschluss würde keine Rolle spielen.

Wieso? Mit Studienabschluss bist Du Ingenieur.

Richtig, ich wäre auch Dipl.Ing, aber wie bei allem anderen auch im Leben ist Dipl.Ing. nicht gleich Dipl.Ing. und Auto nicht gleich Auto. Überall gibt es Qualitätsunterschiede, Vorteile und Nachteile, ich versuch einfach einen gutes Gesamtbild mit meinem Studium hinzukriegen.

Sorry, wenn das jetzt hart kommt: Das kannst Du Dir
abschminken. Vorgesetzte wirst Du immer haben, egal ob FH oder
TU. Selbst wenn Du eines Tages Geschäftsführer bist, wird es
Leute geben (nämlich den/die Inhaber) die Dir Richtlinien
geben oder Dir sogar Vorschriften machen.
Als Frischling von der FH/TU bist Du erst recht der Einsteiger
und Anfänger. Dir muss klar sein: Anfängerjahre sind keine
Herrenjahre. Fertige Mitarbeiter werden weder an der TU noch
an der FH gebacken. Wenn Du als frisch gebackener Ing. in eine
Firma kommst und den Ton angeben willst, hast Du schneller
Feinde als Du Dir jetzt vorstellen kannst.
Vom richtigen Umgang mit Vorgesetzten hängt Deine eigene
Karriere ganz entscheidend ab. Sich nichts vorschreiben lassen
zu wollen - egal aus welchem Grund - ist der denkbar
schlechteste Ansatz für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Wenn
Du gleich weg vom Hörsaal keinen Chef haben willst, dann musst
Du Dein eigenes Büro aufmachen.

Stoppppp!! Da hast du mich falsch verstanden, diese Einstellung hab ich nicht und würde ich auch niemals an den Tag legen! Meine Befürchtung war nur einfach das jemand von der Uni für eine Stelle bevorzugt wird, obwohl ALLE anderen Fähigkeiten wie Fachwissen, Persönlichkeit etc identisch mit dem eines FH wären.

Hallo Tobias

Bedenke aber auch, dass du mit nem FH-Abschluss viel früher ans Geldverdienen kommst als ein TU 'ler.
Es ist halt die Frage, was du später im Beruf machen willst.
Wenn du an ein Forschungsinstitut willst, kannst du da mit dem FH-Diplom maximal Kaffee kochen. Da brauchste schon nen Dr…
In der freien Wirtschaft kannst du auch als FH’ler eine leitende Stellung einehmen. Da spricht nix gegen. Natürlich kaum Leiter der Entwicklungsabteilung, aber z. B. Leiter der Produktion (wo man als Dr. schräg angeschaut würde).

Das ist in etwa das wovor ich Angst habe. Wieso kriegt der von
der Uni mehr Geld und vielleicht die bessere Position im
Betrieb als ich von der FH?

Was ist „die bessere Position“? Da wo man mehr Geld bekommt? Na dann siehe oben.

Das hat meiner Meinung nach mit
dem Studium doch nichts zu tun wie qualifiziert jemand für die
Stelle ist. Ich hab ein bischen Panik davor das ich später nur
aufgrund der Tatsache das in meinem Diplom das Kürzel „FH“
steht benachteiligt werde und das fachliche Kompetenz bei der
Auswahl einer neuen Stelle nicht berücksichtigt wird sondern
sturr danach vorgegangen wird, hat der „TU“ oder „FH“ im
Diplom stehen.

NeinNeinNein
Du kannst nicht pauschal sagen: „Der mit Uni-Abschluss ist besser geeignet.“
Du kannst höchstens sagen :„Der mit Uni-Abschluss ist für diese Stelle besser geegnet.“

Viele Grüsse und weiterhin viel Erfolg

Ratz

Hi!

Ich bin gerade 23 Jahre alt geworden, mein
Maschinenbau-Studium angefangen hab ich an einer TU. Nach zwei
Semestern musste ich feststellen das mir der Stil und die
Anonymität der Uni nicht liegt und ich bin zur FH gewechselt.
Mein Vordiplom hab ich im Februar erreicht, die SS Klausuren
sind auch ganz gut gelaufen und aller Vorraussicht nach sollte
ich jetzt nach weiteren zwei Semestern Studium fertig sein.
Und genau davor hab ich Angst!

Dafür gibt es bei Deinem Studienfach absolut keinen Grund.

Ich weiß einfach nicht wo ich meinen Abschluss einordnen soll,
in diversen Stellenangeboten steht zum Beispiel drin das Uni
Absolventen mehr verdienen und die Aufstiegschancen höher
sind.

In welchen? Derartige Stellenangebote habe ich noch nicht gesehen.
Ab und an werden Uni-Absolventen etwas besser bezahlt, allerdings schwindet diese Differenz immer mehr.

Jetzt hab ich mir überlegt an meiner FH den Master nach
dem Diplom noch zu machen, aber viele raten mir davon ab da
der in der freien Wirtschaft nicht richtig anerkannt wird.

Der Master ist in der „freien Wirtschaft“ das i-Tüpfelchen - für FH- und auch für Uni-Absolventen.
Es ist also kein Fehler, den Master zu machen. Du dürftest damit in den meisten Fällen ein attraktiverer Bewerber sein, als ein Uni-Absolvent ohne Masterabschluß.

Gleichen sich die Verdienstmöglichkeiten von Uni / FH
Absolventen nach einiger Zeit Berufserfahrung an?

Ja.

Ich hab
gehört das FH Absolventen nach dem Studium in den ersten
Jahren weniger verdienen als Uni Leute, das soll daran liegen
das FH Leute eher ins Berufsleben einsteigen können als die
von der Uni. Die von der Uni bekommen als Ausgleich für ihr
längeres Studium am Anfang mehr Geld, was sich allerdings nach
einiger Zeit angleichen sollte.

Diesen Ausgleich wünschen sich viele in der Theorie. Die Praxis sagt, dass es noch einen kleinen Unterschied gibt, die FH-Leute allerdings oft als die attraktiveren Bewerber angesehen werden, da sie schon einmal (im Praktikum) „Arbeitsluft geschnuppert“ haben und eben etwas realitischere Gehaltsforderungen haben. Was man dann im Endeffekt bezahlt bekommt, steht ohnehin auf einem ganz anderen Blatt…

Ich weiß im Moment einfach nicht wo ich stehe und krieg etwas
Panik das ich mit der FH den falschen Weg gewählt habe.

Du hast lediglich einen ANDEREN Weg gewählt.
Mit Sicherheit keinen falschen.

Ich
hab auch keine Lust mir im späteren Berufsleben immer was von
einem Uni Absolventen vorschreiben zu lassen und beruflich
nicht aufsteigen zu können…

Das liegt nur an Dir, nicht an Deinem Abschluß.

Kann mir das vielleicht jemand von Euch, der auch an einer FH
studiert hat (Maschinenbau) irgendwelche aufmunternde Worte
geben?

Ich hoffe, dies getan zu haben. Auch wenn ich „nur“ BWL an der FH studiert habe. Ich jedenfalls liege in meinem Bekanntenkreis aus Uni-BWLern, Juristen, FH-BWLern, Medizinern und verschiedensten Ingenieuren vorne im Rennen. Ich kann es nur noch einmal wiederholen: es liegt hauptsächlich an Dir. Der Abschluß tritt nach wenigen berufsjahren in den Hintergrund. Hauptsache man hat irgendeinen Hochschulabschluß natürlich…

Grüße,

Mathias

Beispiel aus meiner Familie.
Halloele Tobias,

bin auch 23 Jahre und studiere auch Maschinenbau an der FH. Nur ein kleines Beispiel aus meiner Familie:

Mein Onkel: 40 Jahre, FH-Ingenieur, Auslandspraktika, Vereinstaetigkeiten, soziales Engagement. Jetzt:
Leiter der technischen Entwicklung eines namhaften deutschen Automobilherstellers.

Mein Grosscousin: 43 Jahre, Uni-Ingenieur, nur gebueffelt. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Uni.

Was sagt uns dass? Es kommt immer darauf an was wir aus unserem Studium und unserer Zukunft machen. Persoenloch mache ich mir um meine Karriere ueberhaupt keine Sorgen. Meiner Meinung nach gibt es nicht DAS STUDIUM fuer DIE KARRIERE. Es gibt Dein Studium fuer Deine Karriere. Da kommt es eben auch darauf an, dass Du Deine sozialen Kompetenzen gut auspraegst.

Also viel Glueck fuer Deine letzten beiden Semester.

Bergsteiger

FH-Absolventen sind praxisorientierter ausgebildet
Hallo,
ich studiere an der FH zwar Informationsmanagement, trotzdem höre ich von allen Seiten immer wieder dasselbe: FH-Studenten werden wesentlich praxisorientierter ausgebildet. Allerdings: ich höre ebenfalls auch, dass der Verdienst im Berufsleben geringer ausfällt. Aber genau das sind die Gründe, warum viele Arbeitgeber (auch aus Kostengründen) sich inzwischen eher für FH-Absolventen entscheiden. Uni-Absolventen ziehen dann den Kürzeren.

gruß,
Matthias.

Kommt darauf an (wie immer)
Hallo Tobias,

Einleitung: Niemals eine Entscheidung im Leben bereuen. Sie war zu dem Zeitpunkt, an dem man sie traf, im allgemeinen richtig (Anonymität Uni etc.), es ist müßig, sie im nachhinein zu bereuen, da man die Konsequenzen der anderen Variante nicht kennt. Also nach vorne schauen…

Hauptteil: Es kommt darauf an. Ja, Uni-Absolventen steigen vor allem bei großen Konzernen häufig 1 Tarifklasse höher ein. Das liegt immer noch daran, dass der Arbeitgeber schlicht erwartet, dass jemand, der sich durch die anonyme Uni durchgebissen hat, bereits gewisse persönliche Qualitäten neben dem fachlichen erreicht hat, die vielleicht an der eher verschulten, überschaubareren FH nicht geprobt werden, aber im Arbeitsleben höchst(!) wichtig sind: z.B. Eigeninitiative, Selbstmotivation, Informationssuche und -aufbereitung…

Das sind Durchschnitts- und Erfahrungswerte vieler Entscheider, es mag zweifelhaft sein, läßt sich aber nicht ändern.

Aber 1.: In Entwicklungsbereichen wird man eher Uni-Absolventen finden (theoretisches Methodenwissen erforderlich, Domäne der Uni), aber dort ist generell der Verdienst höher, als z.B. in Produktionsabteilungen.
Im Umkehrschluss wird man in Produktionsabteilungen als Uni-Absolvent eher Exot sein, da einem die praktische Erfahrung mangelt.
Wo man jetzt leichter Karriere macht? IMHO eher in der Produktion… Wo man leichter versagt: IMHO in der Produktion…

Aber 2.: Nach drei Jahren kräht kein Hahn mehr nach Deinem Abschluss. Nur: Du hast mit 27 bereits 3 Jahre gearbeitet, während der Uni-Absolvent gerade die Arbeit aufnimmt! Bis dahin hast Du locker (bei ausreichender Eignung) einen Tarifklassensprung hinter Dir!

Aber 3.: Karriere ist IMHO immer: 70% pers. Eignung, 20% Glück und 10% Ausbildung. Arbeite also lieber an ersterem, suche zweiteres und pass auf, dass Du bei drei nicht unter die Räder kommst…

Aber 4.: Die meisten 23jährigen, die von Karriere träumen, sollten erst einmal mit dem arbeiten anfangen und Erfahrungen sammeln. Ich kenne keinen 23jährigen, der auch nur in der Nähe der persönlichen Reife für eine Leitungstätigkeit (die ja die Führung von ggf. 50jährigen erfordert!) wäre. Das dauert noch Jahre, und es ist gut so, für die anderen, aber auch für Dich!

Fazit: Ab ins Wasser, lerne schwimmen und geh nicht unter, das wird schon, egal mit welchem Abschluss…

Grüße
Jürgen

Hallo Tobias,

der Abschluss - egal an welcher Hochschule oder FH - ist soviel wert, wie DU draus machst. Meiner Meinung nach haben bei Typen ihre Vor- und Nachteile. Du hast wahrscheinlich den großen Vorteil, eher fertig zu sein und früher ins Berufsleben einsteigen zu können, außerdem hast Du wahrscheinlich schon während des Studiums die Möglichkeit das eine oder andere Praxissemster zu machen.
wenn Du allerdings nach Deinem Studium noch einen doktor machen willst, dann kann es schwierig werden. aber du sagtest ja, Du willst in die Wirtschaft also alles paletti.

Du hast jetzt die tolle Chance, Dich optimal auf Dein Berufsleben vorzubereiten. Sammle Praxiserfahrung, schau mal über den Tellerrand hinaus, geh für ein Semester ins Ausland, wenn Du die Möglichkeit hast (denn die kommst so einfach nicht wieder!) und die werden Dich als Maschinenbau-Absolvent mit Kußhand nehmen, versprochen! ich bin der Meinung, es wird viel mehr darauf ankommen, was Du nebenher machst, wie Du Dich qualifiziert, als für Deinen Abschluss. Das interessiert nicht so wirklich. ich hatte meinen Job zB schon, bevor ich überhaupt mein Diplom hatte und meine Noten feststanden. das hat niemanden mehr interessiert.

also ran!
Queedin

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

wenn Du allerdings nach Deinem Studium noch einen doktor
machen willst, dann kann es schwierig werden. aber du sagtest
ja, Du willst in die Wirtschaft also alles paletti.

Ich weiß es noch nicht, im Moment ist mein Traum Dipl.Ing. zu werden, alles was danach kommt steht erstmal außen vor. Um Doktor zu werden muss ich nach der FH den Master machen, dauert 2 Jahre, dann den Doktor Titel, dauert im Schnitt 4-5 Jahre, das würde bedeuten ich müsste nochmal 7 (!) Jahre nach dem Ing. dranhängen um mich dann Doktor nennen zu dürfen. Ich denke das kommt für mich nicht in Frage.

Aber 2.: Nach drei Jahren kräht kein Hahn mehr nach Deinem
Abschluss. Nur: Du hast mit 27 bereits 3 Jahre gearbeitet,
während der Uni-Absolvent gerade die Arbeit aufnimmt! Bis
dahin hast Du locker (bei ausreichender Eignung) einen
Tarifklassensprung hinter Dir!

Ich denke das ist der größte Vorteil den ich habe, ich steig mit 24 Jahren als Dipl.Ing. ins Berufsleben ein, wäre ich damals an der TU geblieben hätte ich locker 2-3 Jahre länger gebraucht. In dieser Zeit verdiene ich mit meinem FH Abschluss schon eine Menge Geld und hab 3 Jahre Berufserfahrung.

Aber 4.: Die meisten 23jährigen, die von Karriere träumen,
sollten erst einmal mit dem arbeiten anfangen und Erfahrungen
sammeln. Ich kenne keinen 23jährigen, der auch nur in der Nähe
der persönlichen Reife für eine Leitungstätigkeit (die ja die
Führung von ggf. 50jährigen erfordert!) wäre. Das dauert noch
Jahre, und es ist gut so, für die anderen, aber auch für Dich!

Das ist richtig, wann, und ob ich überhaupt jemals in eine solche Position reinkomme, hängt in erster Linie dann mit meinem Engagement, sprich von mir selbst ab.

In welchen? Derartige Stellenangebote habe ich noch nicht
gesehen.
Ab und an werden Uni-Absolventen etwas besser bezahlt,
allerdings schwindet diese Differenz immer mehr.

Bei uns an der FH liegen jeden Monat etliche Zeitschriften aus mit Stellenangeboten, außerdem gibt es jedes halbe Jahr den „Hochschulführer Stellenmarkt Technik“, in etwa alle namhaften Firmen sind dadrin vertreten und hinten gibt es eine Übersicht mit Verdienstmöglichkeiten. Bei jeder zweiten Firma gibt es die Unterteilung zwischen FH und TU.

Du hast lediglich einen ANDEREN Weg gewählt.
Mit Sicherheit keinen falschen.

Das wird mir im Moment auch immer klarer, ein abgeschlossenes Studium ist in der Regel sowieso schon was außergewöhnliches, der Prozentsatz der Akademiker in Deutschland ist sehr gering, und jetzt werd ich bald Ingenieur sein und jetzt streb ich schon wieder nach was höherem. Wenn ich an der TU weiter studiert hätte würde ich mir bestimmt jetzt Gedanken über einen Doktor Titel machen, und wenn ich den hätte wollte ich Professor werden. Ich muss versuchen mit dem was ich bin irgendwann zufrieden zu sein!

Hi!

In welchen? Derartige Stellenangebote habe ich noch nicht
gesehen.
Ab und an werden Uni-Absolventen etwas besser bezahlt,
allerdings schwindet diese Differenz immer mehr.

Bei uns an der FH liegen jeden Monat etliche Zeitschriften aus
mit Stellenangeboten, außerdem gibt es jedes halbe Jahr den
„Hochschulführer Stellenmarkt Technik“, in etwa alle namhaften
Firmen sind dadrin vertreten und hinten gibt es eine Übersicht
mit Verdienstmöglichkeiten. Bei jeder zweiten Firma gibt es
die Unterteilung zwischen FH und TU.

Jetzt verstehe ich…
Vergiß diese Charts, sie sind lediglich ein Orientierungswert.
Dein Gehalt, auch Dein erstes, wird verhandelt, ausser Du gehst zu Siemens.

Du hast lediglich einen ANDEREN Weg gewählt.
Mit Sicherheit keinen falschen.

Das wird mir im Moment auch immer klarer, ein abgeschlossenes
Studium ist in der Regel sowieso schon was außergewöhnliches,
der Prozentsatz der Akademiker in Deutschland ist sehr gering,
und jetzt werd ich bald Ingenieur sein und jetzt streb ich
schon wieder nach was höherem. Wenn ich an der TU weiter
studiert hätte würde ich mir bestimmt jetzt Gedanken über
einen Doktor Titel machen, und wenn ich den hätte wollte ich
Professor werden. Ich muss versuchen mit dem was ich bin
irgendwann zufrieden zu sein!

…was ich hingegen nicht per se unterschreiben würde.
Man sollte durchaus versuchen, an seiner Qualifikation zu arbeiten. Nur gibt es noch weitere Möglichkeiten ausserhalb Diplom und Promotion.

Fange erst einmal an zu arbeiten und ahlte die Ohren offen.
Beispielsweise kann für einen Maschinenbauer, der am Yangtse Staudamm Teilprojekte leitet, das Beherrscgen der chinesischen Sprache durchaus vorteilhafter sein, als ein deutscher Doktortitel…

Grüße,

Mathias

Jetzt verstehe ich…
Vergiß diese Charts, sie sind lediglich ein Orientierungswert.
Dein Gehalt, auch Dein erstes, wird verhandelt, ausser Du
gehst zu Siemens.

Bei Siemens wird also strikt nach FH und TU unterschieden, so wie ich es aus deinem Satz rauslese. Oder meintest du dort wird über das Gehalt nicht verhandelt?

Hi!

Jetzt verstehe ich…
Vergiß diese Charts, sie sind lediglich ein Orientierungswert.
Dein Gehalt, auch Dein erstes, wird verhandelt, ausser Du
gehst zu Siemens.

Bei Siemens wird also strikt nach FH und TU unterschieden, so
wie ich es aus deinem Satz rauslese.

Ganz recht.

Oder meintest du dort
wird über das Gehalt nicht verhandelt?

Ganz recht.

Bei ordentlichen Unternehmen allerdings wirst Du schnel sehen, dass die Ausbildung wichtig, aber nicht alles ist.
Bei uns in der Firma verdienen di Leute mit FH Abschluß durch die Bank etwas mehr, denn sie leisten mehr (warum auch immer) und haben mehr Berufserfahrung bei gleichem Alter.

Alles in allem also kein Grund zur Aufregung, es liegt wirklich nur an Dir, was Du aus dem guten Rüstzeug einer Hochschulausbildung machst.
Leute, die dauernmd irgendwelche Hürden herbeten, sind einfach zu lahmarschig, selbige einzureissen, so sie überhaupt existieren.

Grüße,

Mathias