Hallo Michael,
zunächst einmal die wichtigste Frage:
selbstgenutzt oder vermietet ?
falls selbstgenutzt: keine Umwege über tilgungsfrei setzen und mittels BSV oder LV tilgen. Es gilt: tilgen, tilgen, tilgen und zwar so schnell wie möglich.
Falls vermietet: hier könnte sich evtl. ein Zinsdifferenzgeschäft lohnen (und nichts anderes ist die Tilgung über BSV oder LV)
Noch kurz was zur Bewertung von Alternativen:
nicht die Prozentsätze sind entscheidend, sondern die Summe aller fälligen Zahlungen. Hierzu würde ich kurz mal Excel bemühen und die jeden Monat fälligen Kosten ausrechnen lassen.
Als Erweiterung würde ich die Beträge noch abzinsen (z.B. mit 3% wg. Inflation oder mit dem %-Satz eines alternativen Investments).
Anschließend würde ich noch eine worst case Betrachtung durchführen (was passiert, wenn mir der BSV nicht rechtzeitig zugeteilt wird, was passiert, wenn die Anschlussfinanzierung nach 10 Jahren plötzlich bei 10% Zins p.a. liegt usw.)
Wichtig ist auch die monatliche Belastung, die sich im Laufe der Zeit ändert (z.B. Entfall/Senkung AFA, geringerer Zinsanteil und somit Steuervorteil bei Vermietung, Einsetzen eines BSV-Kredits) und natürlich nicht die max. mögliche Belastung überschreiten sollte.
Mit %-Sätzen (auch dem sogenannten Effektivzins wird leider sehr viel Mißbrauch getrieben).
- Ich bekomme 5,5% auf 10 Jahre fest. 1% Tilgung,
Sondertilung bis zu 7000€ im Jahr möglich. Danach habe ich
einen Bausparvertrag mit 4,25%.
Hast Du den BSV bereits in der Vergangenheit abgeschlossen oder müsstest Du ihn neu abschließen ? Im ersten Fall: prüfen, ob der BSV Vorteile bringt. Im zweiten Fall: höchstwahrscheinlich verdient hier nur einer: die Bank (Provision am BSV). Der niedrige Darlehenszins wird nämlich mit Zinsverlusten in der Ansparphase erkauft. Ausserdem ist die rechtzeitige Zuteilung nie garantiert, was zu einer teuren Zwischenfinanzierung führen kann.
Rate frei verhandelbar und
woraus ich schließe: BSV noch nicht abgeschlossen.
evtl. noch eine Summe von ca 25.000€ die ich noch weiter
finanzieren muss.
Wieso das ?
Hier muss ich nächste Woche zusagen
Wieso zusagen müssen ? Klingt für mich nach Pistole auf der Brust. Wenn man mal unter
http://www.baugeld-vergleich.de/baugeld-vergleich.htm
nachschaut, so kann man erkennen, dass die Zinsentwicklung z.Zt. eher nach unten geht.
Nicht unter Druck setzen lassen !
- Ich bekomme 5,65% auf 10 Jahre fest. Keine Tilgung,
keine Tilgung: nur, wenn Vermietung vorliegt ! Denn nur durch das Absetzen der Zinsen von der Steuer lohnt sich ein Zinsdifferenzgeschäft.
Sondertilgung oder Einzahlung auf Bausparvertrag jederzeit
möglich.
Klingt nach tilgungsfreiem Darlehen mit Tilgung über BSV, der natürlich neu abgeschlossen werden muß. Da der Zins in der Ansparphase nur 1,5 - 3 % beträgt, während die zu zahlenden Zinsen 5,65 % betragen, verliert man in der Ansparphase 2,65 - 4,15% Zinsen. Den dadurch verlorenen Betrag bekommt man hinterher durch den (etwas) niedrigeren Darlehenszins gar nicht mehr rein.
Übrigens wird es auch bei einer Vermietung knapp, da je nach Steuerlast immer noch viel Darlehenszins übrig bleibt (z.B. 3,67% bei 35% Grenzsteuersatz).
Achtung: ein BSV-Kredit muß relativ schnell abbezahlt werden => hohe monatliche Belastung.
Danach 4,75% aber abnehmend mit Sondertilgungen. D.h.
falls ich ca 22.000 € Sondertilgung einzahle bekomme ich 3%,
bei 8.000 € 4%.
Diese Konstruktion solltest Du uns mal genauer erklären. Ich vermute aber, dass die Sondertilgungen schwerer wiegen, als der danach gewährte Zinsvorteil. Hier sollte man mal genau nachrechnen.
Hier kann ich noch 2 Monate warten.
Würde mich mal interessieren, warum Du hier länger wareten kannst als bei der ersten Alternative.
Ich bin mal auf die 3475 verschieden Meinungen gespannt.
Meinungen kann es viele geben, aber zu einer Betrachtung der Zahlungsströme wird wahrscheinlich jeder raten.
Übrigens gibt’s für sowas auch kostenlose Software: http://www.zuckersoft.de/html/angebot.htm
http://www.krinke-online.de/
Grüsse
Sven