Was ist die Genfer Nomenklaturregel ? =(

Guten Tag,
Wer kann mir die Genfer Nomenklaturregel von Grund auf erklären ?
Mein Problem ist, dass ich von der Realschule komme und wir dort kaum etwas in Chemie bearbeitet haben.
Nun bin ich auf dem Gymnasium, um dort mein Abitur zu machen und habe Chemie gewählt, weil ich zuvor davon ausgegangen bin, dass ich dort gute Grundkentnisse habe. Habe ich aber NICHT.
So nun haben wir das Thema Benennung von organischen Verbindungen und ich habe mir schon so einiges im Internet durchgelesen zu diesem Thema.
Aber so wirklich verstehen, tue ich es nicht.
Wäre vllt. jemand so lieb und würde mir das ganze Prinzip von Grundaus erklären, damit ich mithalten kann im Unterricht ???
Das wäre seeeeeehr lieb.

Habe mal eine Beispielaufgabe gemacht vllt. könnt ihr es mir an der erklären.
http://i31.tinypic.com/33pfwap.jpg

Guten Tag,

Hallo,

Wer kann mir die Genfer Nomenklaturregel von Grund auf
erklären ?

Ich habe die Genfer Nomenklaturregel noch nie gehört, aber wie so oft gibt es verschiedenen Namen für gleiche Dinge.

Mein Problem ist, dass ich von der Realschule komme und wir
dort kaum etwas in Chemie bearbeitet haben.
Nun bin ich auf dem Gymnasium, um dort mein Abitur zu machen
und habe Chemie gewählt, weil ich zuvor davon ausgegangen bin,
dass ich dort gute Grundkentnisse habe. Habe ich aber NICHT.
So nun haben wir das Thema Benennung von organischen
Verbindungen und ich habe mir schon so einiges im Internet
durchgelesen zu diesem Thema.

Ich wusste nicht, dass die Nomenklatur von org. Verbindungen in Genf erfunden wurde, aber man lernt nie aus :wink:

Aber so wirklich verstehen, tue ich es nicht.
Wäre vllt. jemand so lieb und würde mir das ganze Prinzip von
Grundaus erklären, damit ich mithalten kann im Unterricht ???
Das wäre seeeeeehr lieb.

Na sicher:
Wichtig dafür sind die sogenannten homologen Reihen der Alkane/Alkene/Alkine
Nimm zuerst die Reihe der Alkane (http://de.wikipedia.org/wiki/Alkane) die Alkene/Alkine haben nur eine andere Endung.
In der Schule benötigst du übrigens max. die ersten 10 Alkane.

Zur eigentlichen Benennung:
Dein Molekül: http://i31.tinypic.com/33pfwap.jpg

1.) Jetzt nimmst du dir die längste durchgängige (also ohne Knicke) Kette vor und bennenst diese Kette (zähl die Zahl der Cs der längsten Kette)

Zur Länge der Kette:
Du darfst Kohlenstoffe eines Alkans nach oben/unten (also gerade) biegen, musst dafür aber benachbarte Kohlenstoff mitbewegen: Bei deinem Beispiel dürftest du das C, dass nach unten gerichtet ist „hochklappen“ musst aber das C links davon ebenfalls um 90° nach oben klappen, somit wird die Kette nicht länger und du kannst einfach so weitermachen.

2.) Nun nummerierst du deine Kette, ausgehend von dem C, von dem die Abzweigung am wenigsten weit entfent ist. (Hier liegt dein Alkan richtig herum)

3.) Bestimmst du den Namen der Seitenkette(n). Dazu musst du wieder die Kohlenstoffe zählen und anstatt Methan (ein C, vollwertiges Alkan) hat dieses Anhängsel ein Wasserstoff zuwenig und heißt deswegen -yl. (Also Methyl)

4.) Alle Komponenten zusammenbringen und dabei so vorgehen:
Zahl-Nebengruppealkan (Bei deinem Beispiel: 2-Methylpentan)

5.) Hast du mehrere Nebengruppen (womöglich noch am selben C-Atom) werden diese durch Kommata getrennt.

Ganz toll ist auch der Artikel auf Wiki, wenn man nicht weiter weiß, von welcher Seite aus man das Ganze nummeriert. (http://de.wikipedia.org/wiki/Nomenklatur_%28Chemie%2…)

Ich hoffe ich konnte weiterhelfen,
Bernd

Guten Tag.

Das Beispiel ist relativ einfach. Du suchst die längste Kohlenstoffkette im Molekül. Fünf Kohlenstoffe sind darin: wir haben ein [bla]- pent -[blubb]. Und weil keine Doppelbindung zu sehen ist, wird das [blubb] ein -an. Also [bla]- pentan. Am zweiten Kohlenstoff bammelt ein Rest, nämlich ein Methylrest. Ergo 2-methyl-pentan.

Gruß Eillicht zu Vensre

IUPAC und Genf
Moin,

Ich habe die Genfer Nomenklaturregel noch nie gehört,

Ich wusste nicht, dass die Nomenklatur von org. Verbindungen
in Genf erfunden wurde, aber man lernt nie aus :wink:

erfunden wurde sie dort nicht, aber dort beschlossen bzw. beraten
http://de.wikipedia.org/wiki/IUPAC
speziell
Versuche, die chemische Nomenklatur zu standardisieren, begannen allerdings schon 1860, als August von Kekulé die ersten internationalen Treffen organisierte, die schließlich 1892 zur sog. Genfer Nomenklatur für organisch-chemische Verbindungen führten.

Genfer Nomenklatur ist also eine Art Jargon.

Gandalf

Dankeschön, man lernt eben nie aus :wink: