Was ist eigentlich in Deutschland los?

Tach zusammen!

Mein Bild von den pflichtbewussten Deutschen gerät immer mehr in Schieflage. Früher hat man über Franzosen, Italiener, Briten u.a. gelästert.

Und heute:

10.5.2001 Pilotenstreik bei der Lufthansa
14.5.2001 Streik der Zivilangestellten der Bundeswehr
15.5.2001 Streik des Kabinenpersonal bei der Deutschen BA
17.5.2001 Pilotenstreik bei der Lufthansa ???
01.3.2002 Generalstreik gegen den EURO, weil man nicht mit Franzosen, Italienern, Spaniern u.a. in einen Topf geworfen werden möchte ???

Bin ich zu kritisch?

Tschö ErBi

was soll los sein…
Hi Erbi

Tach zusammen!

Mein Bild von den pflichtbewussten Deutschen gerät immer mehr
in Schieflage. Früher hat man über Franzosen, Italiener,
Briten u.a. gelästert.

Und heute:

10.5.2001 Pilotenstreik bei der Lufthansa
14.5.2001 Streik der Zivilangestellten der Bundeswehr
15.5.2001 Streik des Kabinenpersonal bei der Deutschen BA
17.5.2001 Pilotenstreik bei der Lufthansa ???

Alles ganz normaler Arbeitskampf…
ich Mein, es geht um Lohnerhöhungen, und wenn die Brummer mal nen Tag am Boden bleiben, was solls…
ist halt etwas spektakulärer als sonst, weil Berufsgruppen streiken, die das sonst nicht machen.

01.3.2002 Generalstreik gegen den EURO, weil man nicht mit
Franzosen, Italienern, Spaniern u.a. in einen Topf geworfen
werden möchte ???

HÄ…
Generalstreik???
HIER??? BEI UNS???
Nie was davon gehört, ehrlich…
*wunder*
Also, ich bin hier gewesen, von Streik damals keine Spur, ehrlich…
Business as usual…

Also, hier ist alles noch im grünen Bereich, zumindest was die Streikerei angeht…

Gruß
Mike

Hi
war nicht Schröder mit den Gewerkschaften 98 mit dem Slogen
„Ende der Masshaltung“ in der Öffendlichkeit aufgetreten.

Tach zusammen!

Mein Bild von den pflichtbewussten Deutschen gerät immer mehr
in Schieflage. Früher hat man über Franzosen, Italiener,
Briten u.a. gelästert.

Und heute:

10.5.2001 Pilotenstreik bei der Lufthansa
14.5.2001 Streik der Zivilangestellten der Bundeswehr
15.5.2001 Streik des Kabinenpersonal bei der Deutschen BA
17.5.2001 Pilotenstreik bei der Lufthansa ???

Dann ist das die Konsequenz!

01.3.2002 Generalstreik gegen den EURO,

Generalstreik ist in Deutschland nur erlaubt wenn die Demokratie gefährdet ist, was bei der Einführung des Euro wohl nicht der fall ist.

weil man nicht mit
Franzosen, Italienern, Spaniern u.a. in einen Topf geworfen
werden möchte ???

was ist den daran so schlimm??

Bin ich zu kritisch?

Gruß
Lukas

Tschö ErBi

Hi Mike,

01.3.2002 Generalstreik gegen den EURO, weil man nicht mit
Franzosen, Italienern, Spaniern u.a. in einen Topf geworfen
werden möchte ???

HÄ…
Generalstreik???
HIER??? BEI UNS???
Nie was davon gehört, ehrlich…
*wunder*
Also, ich bin hier gewesen, von Streik damals keine Spur,
ehrlich…

Ähm, da steht 01.03.200 2 *fg* - da warst du schon dabei? Wow, ein Mann aus der Zukunft…
Sorry, konnte ich mir jetzt nicht verkneifen *zwinker*
Aber ich bin mir sicher, daß du nächstes Jahr das selbe wirst schreiben können.

MfG Claus

Nix besonderes dieses Jahr
Hi,

Deutschland ist immer noch eines der Länder mit den wenigsten Streiktagen weltweit. Wir bekommen dieses Jahr vielleicht noch 10 Tage zusammen, meinetwegen auch 20, im Durchschnitt liegen wir, glaube ich, bei 6. Italien, Spanien, USA, GB schaffen da locker 20-30 im langjährigen Jahresdurchschnitt. Wir hatten doch schon ganuz andere Jahre, z.B. 1993, wo die Leute vom öff. Dienst 6 Wochen gestreikt haben, und die von Druck und Papier waren in dem Jahr auch mal wieder dran, wenn ich mich recht erinnere.

Gruß
Christian

*grins*
Hi Claus
*lach*

Kleiner Sehfehler…
Aber was ist schon ein Jahr unter Freunden

Ich hab von dem Quatsch wirklich noch nichts gehört
Generalstreik gegen den Euro…
Bei UNS…

Wer propagiert denn das???
Fragt sich
Mike

*Lachtränen aus den Augen wisch*

Weshalb streiken Menschen?

10.5.2001 Pilotenstreik bei der Lufthansa
14.5.2001 Streik der Zivilangestellten der Bundeswehr
15.5.2001 Streik des Kabinenpersonal bei der Deutschen BA
17.5.2001 Pilotenstreik bei der Lufthansa ???
01.3.2002 Generalstreik gegen den EURO, weil man nicht mit
Franzosen, Italienern, Spaniern u.a. in einen Topf geworfen
werden möchte ???

Bin ich zu kritisch?

Nein, ErBi,

denn Du stellst nicht die Frage, weshalb die Menschen streiken.

Marco

Hi Claus
*lach*

Kleiner Sehfehler…
Aber was ist schon ein Jahr unter Freunden

Ich hab von dem Quatsch wirklich noch nichts gehört
Generalstreik gegen den Euro…
Bei UNS…

Wer propagiert denn das???
Fragt sich
Mike

Vielleicht linke, oder rechte? Oder doch die Kirche? Oder das Krankenhauspersonal? Hmmmmmmmm ich weiß, die Heilsarmee

*Lachtränen aus den Augen wisch*

Hi1

Mein Bild von den pflichtbewussten Deutschen gerät immer mehr
in Schieflage. Früher hat man über Franzosen, Italiener,
Briten u.a. gelästert.

Und heute:

Ich denke, diese Fälle muß man einzeln betrachten.

10.5.2001 Pilotenstreik bei der Lufthansa

Dieser Fall ist m.E höchst strittig, denn einerseits wurde seitens des Cockpit-Personals vor 10 Jahren als sich die LH in einer Schieflage befand, ein nicht unerheblicher Gehaltsverzicht akzeptiert und auf der anderen Seite will die LH nun die Gehälter nicht angleichen.
Allerdings befinden sich die Pilotengehälter in D im internationalen Vergleich (lt. Aussage eines befreundeten Piloten Statistik habe ich eine zur Hand) auf hohem Niveau.
Des weiteren sind Steigerungen jenseits der 10-12% relaistisch niemandem zu verkaufen.Selbst innerhalb der LH macht sich bereits Unmut über die hohen Forderungen von Cockpit breit.

Man sollte sich also auch die Frage stellen, ob 1.) eine Gehaltserhöhung um 24%, auch angesichts des absoluten Niveaus der betreffenden Gehälter eine realistische Forderung ist und ob es 2.) akzeptabel ist, pro Streiktag einen Schaden von ca. 100 Mio. DM in einem Unternehmen mit tausenden abhängigen Mitarbeitern v.a. auch in niedrigeren Gehaltsklassen als die der Piloten, zu verursachen.

14.5.2001 Streik der Zivilangestellten der Bundeswehr

Durch Scharpings willkürlichen Kahlschlag bei den Standorten ist es nur verständlich, daß die Leute versuchen, ihren Arbeitsplatz zu retten.
Diese Streiks haben für 99% der Bevölkerung ohnehin keine Folgen.

15.5.2001 Streik des Kabinenpersonal bei der Deutschen BA

Tja, Kellner am Boden können auch nicht streiken…

17.5.2001 Pilotenstreik bei der Lufthansa ???

s.o.

Alles ganz normaler Arbeitskampf…
ich Mein, es geht um Lohnerhöhungen, und wenn die Brummer mal
nen Tag am Boden bleiben, was solls…

Das kostet die LH jeden Tag 100 Mio. DM
Der volkswirtschaftliche Schaden durch Verzögerungen bei den Passagieren ist sowieso kaum auszurechnen.
Und Du fragst, was soll´s???
Naja, passt ins Bild…

ist halt etwas spektakulärer als sonst, weil Berufsgruppen
streiken, die das sonst nicht machen.

Hier versucht eine Berufsgruppe mit exponierter Stellung im Unternehmen den Arbeitgeber zu erpressen.
Da die LH groß genug ist und die Subventionsleistungen seitens des Bundes im Notfall sicherlich noch Spielraum nach oben böten, würde ich langsam ernsthaft über eine Aussperrung nachdenken.
Eine agressive Akquise im nahen Ausland wäre ohnehin schon vor Wochen fällig gewesen.

01.3.2002 Generalstreik gegen den EURO, weil man nicht mit
Franzosen, Italienern, Spaniern u.a. in einen Topf geworfen
werden möchte ???

HÄ…
Generalstreik???
HIER??? BEI UNS???
Nie was davon gehört, ehrlich…
*wunder*
Also, ich bin hier gewesen, von Streik damals keine Spur,
ehrlich…
Business as usual…

Wobei warst Du hier? Beim Streik gegen den Euro? Muß wohl an mir vorbei gegangen sein…

Also, hier ist alles noch im grünen Bereich, zumindest was die
Streikerei angeht…

Das hat sich seit dem aktuellen LH-Desaster m.E. schlagartig geändert.

Wenn Angestellte um 1% hin oder her kämpfen, ist das o.k.
Was aber hier im Falle LH passiert, ist inakzeptabel.

Grüße,

Mathias

Alles Peanuts…
Hi Mathias

Ich denke, diese Fälle muß man einzeln betrachten.

10.5.2001 Pilotenstreik bei der Lufthansa

Dieser Fall ist m.E höchst strittig, denn einerseits wurde
seitens des Cockpit-Personals vor 10 Jahren als sich die LH in
einer Schieflage befand, ein nicht unerheblicher
Gehaltsverzicht akzeptiert und auf der anderen Seite will die
LH nun die Gehälter nicht angleichen.
Allerdings befinden sich die Pilotengehälter in D im
internationalen Vergleich (lt. Aussage eines befreundeten
Piloten Statistik habe ich eine zur Hand) auf hohem Niveau.
Des weiteren sind Steigerungen jenseits der 10-12% relaistisch
niemandem zu verkaufen.Selbst innerhalb der LH macht sich
bereits Unmut über die hohen Forderungen von Cockpit breit.

Man sollte sich also auch die Frage stellen, ob 1.) eine
Gehaltserhöhung um 24%, auch angesichts des absoluten Niveaus
der betreffenden Gehälter eine realistische Forderung ist und
ob es 2.) akzeptabel ist, pro Streiktag einen Schaden von ca.
100 Mio. DM in einem Unternehmen mit tausenden abhängigen
Mitarbeitern v.a. auch in niedrigeren Gehaltsklassen als die
der Piloten, zu verursachen.

Die 100 Mio sind Umsatzverluste…
bei einem Gesamtumsatz von über 15 Mia und einem gesamtgewinn vor Steuern wären das weniger als 1%.
das Juckt doch blos die Aktionäre. (bist Du einer?)
Zum Vergleich: Ein Mittelständischesn Unternehmen mit 500 000 Dm Umsatzt würde dann etwa 3000 Dm Umsatz einbüssen…
Gut, Die Rechnung ist a bissle schief, weil Streikverluste etwas anders abgerechnet werden müssen, aber viel wird nicht um sein.

das ein 24 % Forderung etwas überzogen aussieht, steht auf einem anderen Blatt.
ABER: dieser Arbeitskampf läuft nach Recht und Gesetz ab. Bis dato wurde an 3 Tagen gestreikt. Die meisten Destinations, insbesondere im Ausland, konnten bedient werden.
(was die VC vermutlich etwas geärgert hat)
Wennst mal erlebt hast, wie z.B. in Griechenland bei Olympic gestreikt wird, dann ist das die reine Erholung.

Alles ganz normaler Arbeitskampf…
ich Mein, es geht um Lohnerhöhungen, und wenn die Brummer mal
nen Tag am Boden bleiben, was solls…

Der volkswirtschaftliche Schaden durch Verzögerungen bei den
Passagieren ist sowieso kaum auszurechnen.
Und Du fragst, was soll´s???
Naja, passt ins Bild…

Tja, was willst Du?
Streikrecht abschaffen?
Alle Piloten verbeamten (dann dürfen Sie nicht streiken)?

Die meisten betroffenen Flüge waren innerhalb Deutschlands.
Alle wissen es, die Streiks sind angekündigt.
Einigen Stunden Verzögerung duch Benutzung von Zügen (gibt es auch noch…) sollten nichts ausmachen.
Wenn es was aus macht (Ja Ja, ich weiss) dann sollten die Leute mal drüber nachdenken, ob man seine Geschäfte nicht per Fax, Telephon, oder e-mail abwickeln kann. Das erfordert halt eine gewisse Kreativität auf beiden Seiten.
Sollten ein paar Tage mit eingeschränktem Flugdienst den Untergang der Deutschen Volkswirtschaft heraufbeschwören, dann kömmer den Laden gleich zusperren, und zwar wegen Dämlichkeit der Manager.

Wenns bei den öffentlichen Verkehrsbetrieben zu einem Streik kommt, bleiben mehr Leute hängen, und der VW-Schaden ist noch höher. Regen sich aber VIEL weniger Leut auf…

ist halt etwas spektakulärer als sonst, weil Berufsgruppen
streiken, die das sonst nicht machen.

Hier versucht eine Berufsgruppe mit exponierter Stellung im
Unternehmen den Arbeitgeber zu erpressen.

Gegernfrage: Arbeitskampf ist gegenseitige Erpressung, oder.
Arbeitnehmer: Ich leg dir deinen Betrieb still…
Arbeitgeber: ich schmeiss dann halt die Belegschaft peu a peu raus, wenn ihr zuviel verlangt
usw. usw. usw.

Da die LH groß genug ist und die Subventionsleistungen seitens
des Bundes im Notfall sicherlich noch Spielraum nach oben
böten, würde ich langsam ernsthaft über eine Aussperrung
nachdenken.

Auch dies ist nach Recht und Gesetz natürlich möglich. Allerdings müsste dann der gesamte Flugbetrieb eingestellt werden.
Der VW-Schaden wäre noch grösser.

01.3.2002 Generalstreik gegen den EURO, weil man nicht mit
Franzosen, Italienern, Spaniern u.a. in einen Topf geworfen
werden möchte ???

HÄ…
Generalstreik???
HIER??? BEI UNS???

Wobei warst Du hier? Beim Streik gegen den Euro? Muß wohl an
mir vorbei gegangen sein…

Ich habe mich in meine Zeitmaschine gesetzt… *LOL*
Der Streik soll erst 2002 stattfinden…
Ich hab noch nie nicht davon was gehört!!!
Auch nichts gefunden?
Du?

Also, hier ist alles noch im grünen Bereich, zumindest was die
Streikerei angeht…

Das hat sich seit dem aktuellen LH-Desaster m.E. schlagartig
geändert.

We will see…

Wenn Angestellte um 1% hin oder her kämpfen, ist das o.k.
Was aber hier im Falle LH passiert, ist inakzeptabel.

Wie willst Du es verhindern?
Per Gesetz maximale Lohnforderungen festschreiben?
Wie verträgt sich das mit einer freien Marktwirtschaft.
Noch mehr staatliche Eingriffe.
Ich weiß nicht

Ist halt der Preis des Kapitalismus…

Gruß
Mike

Diese Pilotenstreik-Sache
Hi,

ich wollte mich eigentlich aus der ganzen Pilotensteik-Sache raushalten, weil mich die Diskussion zu sehr aufregt. Ich habe versagt…

Zum Pilotenstreik gibt es zwei Kernaussagen.

  1. Die Forderungen sind absolut berechtigt.
  2. Die Forderungen werden schlecht verkauft.

zu 1.
a)
Die Piloten haben Anfang der 90er-Jahre den wesentlichen Teil des Lohnverzichts des LH-Personals übernommen, bei gleichzeitiger Ausweitung der Arbeitszeit. Wer übrigens bei 45 Stunden im Monat (Netto-Flugzeit) aufschreit, hat seinen Vater noch nicht regelmäßig Sonntags (wenn er denn mal frei war) über Unterlagen für Lehrgänge und Prüfungen, Anflugkarten usw. sitzen sehen.
b)
Die Piloten werden im Vergleich zur ausländischen Konkurrenz zum Teil deutlich schlechter bezahlt. Der Witz ist, daß die erworbenen Fluglizenzen größtenteils international gültig sind, und ein Wechsel uzur Konkurrenz relativ einfach wäre.
Übrigens: Wo sind denn die ganzen Leute, die gleiches Geld für gleiche Leistung für Frauen verlangen (und das zu recht)?
c)
Die Arbeitszeiten sind nahe an kriminell. Es gibt keinen Schichtdienst mit Wochenrhythmus, wie er eigentlich physiologisch am vernünftigsten wäre, sondern Wechseldienst. Bei Abflug um 6 Uhr wird dann mal gegen 3 Uhr aufgestanden. Da wird der freie Vortag auf einmal als gar nicht mal so frei wahrgenommen. Es gibts Stand-by-Tage, an denen man zwar eigentlich frei hat, aber verfügbar sein muß. Die sind in den 45 Stunden im Monat auch nicht drin. Es gibt keine 5 Tage-Woche. Da wird es dann mit der Familie schon mal ein bißchen schwierig, wenn die ganze Republik frei hat, und der Familienvater am Sonntag morgens früh raus muß und dann so gegen 18 Uhr wieder zurück ist. Mal abgesehen davon, daß es am Vortag dann entweder auch Arbeit oder ein nur sehr mageres Abendprogramm gibt.
d)
Die gesundheitlichen Gefahren des Jobs sind beträchtlich. Von der Strahlenbelastung über die Zeitumstellungen bis hin zur Schädigung ds Gehörs aufgrund der ständigen Schwankungen des Luftdrucks. Daß das auch für das Kabinenpersonal gilt, ist unbestritten.
e)
TDM 500 für einen Kapitän mit 25 Dienstjahren auf der 747 hört sich vielleicht viel an, entspricht aber dem, was auf vergleichbaren Positionen mit ähnlicher Arbeitszeit, ähnlicher Verantwortung usw. bezahlt werden würde. Als Kapitän mußt Du nicht nur wissen, was passiert, wenn Du auf ein Knöpfchen drückst, sondern auch, warum es passiert. Gleichzeitig erwartete der Arbeitgeber, daß Du Deine Leistung auch möglichst wirtschaftlich erbringst. Also ist man praktisch kaufmännischer und technischer Geschäftsführer.
Ein erster Offizier fängt im ersten Berufsjahr mit rund TDM 120 an, was zwar nett, aber aufgrund der teueren Ausbildung wieder relativ niedirg ist. Wenn man mal von TDM 100 für ein BWL-Studium ausgeht (essen, wohnen, sonstiges) ist es bei der Pilotenausbildung TDM 100 (essen, wohnen, sonstiges) zzgl. Ausbildungskosten (irgendwas zw. TDM 80-100). Somit wären wir dann bei TDM 180-200. Bafög gibts wohl nicht, also muß die Kohle ja irgendwo herkommen. Ich weiß zwar jetzt nicht wie der aktuelle Stand ist (Ausbildungskosten vorlegen oder hinterher abstottern), bezahlt werden muß es so oder so.
f)
Der Vorwurf der Erpressung durch Personal in exponierter Stellung: Daß ich nicht lache. Wenn bei uns 5% des Personals streiken würde, könnten wir auch zumachen. Beim ÖPNV streikt doch auch nicht der Fahrkartenverkauf, sondern das fahrende Personal. Streikt die ÖTV, streiken doch auch nicht die Politessen oder die beim Ordnungsamt, sondern die Müllabfuhr und das Staßenverkehrsamt. Usw, usw. Wenn ich den Arbeitgeber nicht schädigen wollte, brauchte ich ja nicht zu streiken. Darum geht es doch gerade: Der Arbeitgeber muß abwägen: Zwischen dem Schaden des Streiks und der Kosten aufgrund der gehaltsmäßigen Zugeständnisse.

zu 2.
a)
Wer sich beim Streiken mit Champagner und Canapes erwischen läßt, ist ein Idiot.
b)
Wer statt Öffentlichkeitsarbeit während des Streiks lieber Highlife macht, ist ein Idiot.
c)
Wer statt der Gründe für den Streik die Ziele iin den Vordergrund stellt, ist ein Idiot.
d)
Wer statt 15% in drei aufeinanderfolgenden Jahren 25-46% in einem Jahr fordert, ist ein Idiot.
e)
Die VC ist zum ersten mal Verhandlungspartner der LH. Insofern müssen die wohl noch üben.

Gruß
Christian

Hi Christian!

ich wollte mich eigentlich aus der ganzen Pilotensteik-Sache
raushalten, weil mich die Diskussion zu sehr aufregt. Ich habe
versagt…

Hast Du nicht.
jeder darf doch hier mitmachen, oder nicht?

Zum Pilotenstreik gibt es zwei Kernaussagen.

  1. Die Forderungen sind absolut berechtigt.
  2. Die Forderungen werden schlecht verkauft.

…was beides kategorische Aussagen sind, die viele Leute so sicherlich nicht unterschreiben würden.

zu 1.
a)
Die Piloten haben Anfang der 90er-Jahre den wesentlichen Teil
des Lohnverzichts des LH-Personals übernommen, bei
gleichzeitiger Ausweitung der Arbeitszeit. Wer übrigens bei 45
Stunden im Monat (Netto-Flugzeit) aufschreit, hat seinen Vater
noch nicht regelmäßig Sonntags (wenn er denn mal frei war)
über Unterlagen für Lehrgänge und Prüfungen, Anflugkarten usw.
sitzen sehen.

Mein Dad leitet seit 25 Jahren ein U. mit 120 MA allein in D.
Er kann nicht streiken, wenn er nach einer 75h-Woche in Asien und dazwischen 5h Schlaf wieder ins Büro muß.
Ich bin 28, also kenne ich das.

Wer Verantwortung übernimmt, verdient üblicherweise gut.
Das Problem, daß ich hiermit habe, ist auch nicht, daß die Piloten mehr Geld wollen. Nur die Art, wie sie versuchen das Mehrgehalt zu erreichen stört mich.
Man bietet 10,5% allein für dieses Jahr mit der Option auf weitere jährliche Steigerungen und die Jungs lehnen das ab. das ist unverschämt und nicht nachvollziehbar.

b)
Die Piloten werden im Vergleich zur ausländischen Konkurrenz
zum Teil deutlich schlechter bezahlt. Der Witz ist, daß die
erworbenen Fluglizenzen größtenteils international gültig
sind, und ein Wechsel uzur Konkurrenz relativ einfach wäre.

Warum wechseln sie dann nicht??

Übrigens: Wo sind denn die ganzen Leute, die gleiches Geld für
gleiche Leistung für Frauen verlangen (und das zu recht)?

Das ist doch hier nicht das Thema.

c)
Die Arbeitszeiten sind nahe an kriminell. Es gibt keinen
Schichtdienst mit Wochenrhythmus, wie er eigentlich
physiologisch am vernünftigsten wäre, sondern Wechseldienst.
Bei Abflug um 6 Uhr wird dann mal gegen 3 Uhr aufgestanden. Da
wird der freie Vortag auf einmal als gar nicht mal so frei
wahrgenommen. Es gibts Stand-by-Tage, an denen man zwar
eigentlich frei hat, aber verfügbar sein muß. Die sind in den
45 Stunden im Monat auch nicht drin. Es gibt keine 5
Tage-Woche. Da wird es dann mit der Familie schon mal ein
bißchen schwierig, wenn die ganze Republik frei hat, und der
Familienvater am Sonntag morgens früh raus muß und dann so
gegen 18 Uhr wieder zurück ist. Mal abgesehen davon, daß es am
Vortag dann entweder auch Arbeit oder ein nur sehr mageres
Abendprogramm gibt.

Das ist auch in sonstigen Positionen miut vergleichbaren gehältern völlig normal.
Sorry, aber das Argument lockt mich nicht hinter dem Ofen vor.

d)
Die gesundheitlichen Gefahren des Jobs sind beträchtlich. Von
der Strahlenbelastung über die Zeitumstellungen bis hin zur
Schädigung ds Gehörs aufgrund der ständigen Schwankungen des
Luftdrucks. Daß das auch für das Kabinenpersonal gilt, ist
unbestritten.

Klar. Aber ist das bei beruflichen Vielfliegern anders, die nicht „nur“ fliegen müssen, sondern danach noch 15 Stunden arbeiten?

e)
TDM 500 für einen Kapitän mit 25 Dienstjahren auf der 747 hört
sich vielleicht viel an, entspricht aber dem, was auf
vergleichbaren Positionen mit ähnlicher Arbeitszeit, ähnlicher
Verantwortung usw. bezahlt werden würde.

Um heute in D TDM 500 zu verdienen, mußt Du schon ordentlich was auf die Beine stellen.
Daher sehe ich diese Forderung (als Ergebnis einer 24%igen Gehaltssteigerung) als utopisch an.

Als Kapitän mußt Du
nicht nur wissen, was passiert, wenn Du auf ein Knöpfchen
drückst, sondern auch, warum es passiert. Gleichzeitig
erwartete der Arbeitgeber, daß Du Deine Leistung auch
möglichst wirtschaftlich erbringst. Also ist man praktisch
kaufmännischer und technischer Geschäftsführer.

…und die verdienen im Schnitt ca. TDM 350 - 400.

Ein erster Offizier fängt im ersten Berufsjahr mit rund TDM
120 an, was zwar nett, aber aufgrund der teueren Ausbildung
wieder relativ niedirg ist. Wenn man mal von TDM 100 für ein
BWL-Studium ausgeht (essen, wohnen, sonstiges) ist es bei der
Pilotenausbildung TDM 100 (essen, wohnen, sonstiges) zzgl.
Ausbildungskosten (irgendwas zw. TDM 80-100). Somit wären wir
dann bei TDM 180-200. Bafög gibts wohl nicht, also muß die
Kohle ja irgendwo herkommen. Ich weiß zwar jetzt nicht wie der
aktuelle Stand ist (Ausbildungskosten vorlegen oder hinterher
abstottern), bezahlt werden muß es so oder so.

Keine Frage, nur ist das nicht das Problem der Allgemeinheit. Genau dazu wird es aber gerade gemacht.

f)
Der Vorwurf der Erpressung durch Personal in exponierter
Stellung: Daß ich nicht lache. Wenn bei uns 5% des Personals
streiken würde, könnten wir auch zumachen. Beim ÖPNV streikt
doch auch nicht der Fahrkartenverkauf, sondern das fahrende
Personal. Streikt die ÖTV, streiken doch auch nicht die
Politessen oder die beim Ordnungsamt, sondern die Müllabfuhr
und das Staßenverkehrsamt. Usw, usw. Wenn ich den Arbeitgeber
nicht schädigen wollte, brauchte ich ja nicht zu streiken.
Darum geht es doch gerade: Der Arbeitgeber muß abwägen:
Zwischen dem Schaden des Streiks und der Kosten aufgrund der
gehaltsmäßigen Zugeständnisse.

…und diese Abwägung sieht gerade äußerst ungünstig für die Piloten aus.

Unabhängig davon: wenn die Müllabfuhr streikt, stinkt es. Geld kostet das aber keines.

zu 2.
a)
Wer sich beim Streiken mit Champagner und Canapes erwischen
läßt, ist ein Idiot.
b)
Wer statt Öffentlichkeitsarbeit während des Streiks lieber
Highlife macht, ist ein Idiot.
c)
Wer statt der Gründe für den Streik die Ziele iin den
Vordergrund stellt, ist ein Idiot.
d)
Wer statt 15% in drei aufeinanderfolgenden Jahren 25-46% in
einem Jahr fordert, ist ein Idiot.
e)
Die VC ist zum ersten mal Verhandlungspartner der LH. Insofern
müssen die wohl noch üben.

Das sehe ich auch so.
Beginnen würde ich mit Arithmetik für Arme, 9. Klasse.
Dann würden die Jungs auch merken, daß eine jährliche Gehaltssteigeung zwischen 8 und 10% auf 3 Jahre viel mehr wert ist, als die kategorische Forderung nach 24% sofort…

Verstehe mich nicht falsch, auch ich bin der Meinung, daß Leute in derartigen Positionen ordentlich bezahlt werden sollten.
Aber so, wie das momentan durchgedrückt werden soll, steht man sich nur selbst im Weg.

Grüße,

Mathias

Hi Mike!

Ich denke, diese Fälle muß man einzeln betrachten.

10.5.2001 Pilotenstreik bei der Lufthansa

Dieser Fall ist m.E höchst strittig, denn einerseits wurde
seitens des Cockpit-Personals vor 10 Jahren als sich die LH in
einer Schieflage befand, ein nicht unerheblicher
Gehaltsverzicht akzeptiert und auf der anderen Seite will die
LH nun die Gehälter nicht angleichen.
Allerdings befinden sich die Pilotengehälter in D im
internationalen Vergleich (lt. Aussage eines befreundeten
Piloten Statistik habe ich eine zur Hand) auf hohem Niveau.
Des weiteren sind Steigerungen jenseits der 10-12% relaistisch
niemandem zu verkaufen.Selbst innerhalb der LH macht sich
bereits Unmut über die hohen Forderungen von Cockpit breit.

Man sollte sich also auch die Frage stellen, ob 1.) eine
Gehaltserhöhung um 24%, auch angesichts des absoluten Niveaus
der betreffenden Gehälter eine realistische Forderung ist und
ob es 2.) akzeptabel ist, pro Streiktag einen Schaden von ca.
100 Mio. DM in einem Unternehmen mit tausenden abhängigen
Mitarbeitern v.a. auch in niedrigeren Gehaltsklassen als die
der Piloten, zu verursachen.

Die 100 Mio sind Umsatzverluste…
bei einem Gesamtumsatz von über 15 Mia und einem gesamtgewinn
vor Steuern wären das weniger als 1%.
das Juckt doch blos die Aktionäre. (bist Du einer?)

Zu Zeiten des Shareholder Value kann dieses 1% bereits zur Vertrauensfrage führen.
Wir sprechen von der Verschwendung von DM 300.000.000 bis heute.
Das geht auch in einem Großkonzern wie der LH nicht in den hohlen Baum.

Zum Vergleich: Ein Mittelständischesn Unternehmen mit 500 000
Dm Umsatzt würde dann etwa 3000 Dm Umsatz einbüssen…
Gut, Die Rechnung ist a bissle schief, weil Streikverluste
etwas anders abgerechnet werden müssen, aber viel wird nicht
um sein.

Ich halte das für nicht vergleichbar.

das ein 24 % Forderung etwas überzogen aussieht, steht auf
einem anderen Blatt.
ABER: dieser Arbeitskampf läuft nach Recht und Gesetz ab. Bis
dato wurde an 3 Tagen gestreikt. Die meisten Destinations,
insbesondere im Ausland, konnten bedient werden.
(was die VC vermutlich etwas geärgert hat)
Wennst mal erlebt hast, wie z.B. in Griechenland bei Olympic
gestreikt wird, dann ist das die reine Erholung.

Und das soll eine Rechtfertigung sein?
Ich kenne das gut, denn ich bin bereits einmal von Mykonos per Schiff und Mietwagen nach München zurückgegurkt.
Der Spaß hat Olympic damals DM 4.500 gekostet. Nur mein Fall.
Was in GR, I, E und F so an postkommunistischer Streikkultur eingerissen ist, wünsche ich mir für D nicht.
Sonst verlassen uns hier nur noch mahr Firmen.

Alles ganz normaler Arbeitskampf…
ich Mein, es geht um Lohnerhöhungen, und wenn die Brummer mal
nen Tag am Boden bleiben, was solls…

Der volkswirtschaftliche Schaden durch Verzögerungen bei den
Passagieren ist sowieso kaum auszurechnen.
Und Du fragst, was soll´s???
Naja, passt ins Bild…

Tja, was willst Du?
Streikrecht abschaffen?
Alle Piloten verbeamten (dann dürfen Sie nicht streiken)?

Nein. Die LH müsste aussperren und ausländische Piloten engagieren.
Zu 10% mehr als die LH-Piloten heute bekommen.

Es geht mir prinzipiell gar nicht um dfas Streikrecht. Ab und an ist das wichtig, keine Frage.
Mir geht es um den speziellen Fall hier.

Die meisten betroffenen Flüge waren innerhalb Deutschlands.
Alle wissen es, die Streiks sind angekündigt.

Und deswegen ist alles gut?
Das erklär mal meinem Kollegen, der gestern abend erst um 10 zum Geburtstag seiner 3-jährigen Tochter kam.
Oder den Leuten, die neben der sozialistischen Umverteilöung noch ein bisschen was tun müssen und somit die Flugverbindungen dringend brauchen.

Einigen Stunden Verzögerung duch Benutzung von Zügen (gibt es
auch noch…) sollten nichts ausmachen.

Das zeigt mir, daß Dein Alltag sich wohl relativ weit ab von der Realität des Geschäftslebens bewegen muß.

Wenn es was aus macht (Ja Ja, ich weiss) dann sollten die
Leute mal drüber nachdenken, ob man seine Geschäfte nicht per
Fax, Telephon, oder e-mail abwickeln kann. Das erfordert halt
eine gewisse Kreativität auf beiden Seiten.

Das tut weh…
Glaubst Du, die Leute fliegen zum Spaß durch die Weltgeschichte?

Sollten ein paar Tage mit eingeschränktem Flugdienst den
Untergang der Deutschen Volkswirtschaft heraufbeschwören, dann
kömmer den Laden gleich zusperren, und zwar wegen Dämlichkeit
der Manager.

Eher wegen der Frechheit mancher Altsozis, die nach wie vor den Klassenkampf propagieren, obwohl wir ja schön längst die Diktatur des Proletariats leben.

Allerdings glaube ich nicht, daß Deutschland daran zugrunde geht.
Das wirzschaftl. Wachstum wird durch solche Aktionen aber sicherlich auch nicht gefördert.

Das ist eben eine Einsstallungssache. Du sagst, das passt schon und man kann sich das leisten.
Ich sage, das tut nichts zur Sache, denn wir können nicht alles tun, was wir uns vordergründig „leisten“ können.

Wenns bei den öffentlichen Verkehrsbetrieben zu einem Streik
kommt, bleiben mehr Leute hängen, und der VW-Schaden ist noch
höher. Regen sich aber VIEL weniger Leut auf…

Glaube ich nicht.
Wenn in München die öffentlichen Verkehrsmittel bestreikt werden, haben die Jungs es nicht leicht.
Wobei gerade diese Leute dringend mehr Gehalt haben müssten.
Weißt Du, was ein städtischer Busfahrer verdient?
Wahnnsinn, der hat insgesamt weniger, als ich alleine an Fixkosten für meine Wohnung habe.

ist halt etwas spektakulärer als sonst, weil Berufsgruppen
streiken, die das sonst nicht machen.

Hier versucht eine Berufsgruppe mit exponierter Stellung im
Unternehmen den Arbeitgeber zu erpressen.

Gegernfrage: Arbeitskampf ist gegenseitige Erpressung, oder.
Arbeitnehmer: Ich leg dir deinen Betrieb still…
Arbeitgeber: ich schmeiss dann halt die Belegschaft peu a peu
raus, wenn ihr zuviel verlangt
usw. usw. usw.

Das hat die LH bisher noch nicht gesagt.
Allerdings behauptet man dort ja, lieber noch etwas Stzreik akzeptieren zu können als den Forderungen nachgeben. Ist billiger.

Da die LH groß genug ist und die Subventionsleistungen seitens
des Bundes im Notfall sicherlich noch Spielraum nach oben
böten, würde ich langsam ernsthaft über eine Aussperrung
nachdenken.

Auch dies ist nach Recht und Gesetz natürlich möglich.
Allerdings müsste dann der gesamte Flugbetrieb eingestellt
werden.
Der VW-Schaden wäre noch grösser.

Nein, denn man sperrt nur die streikende Gruppe aus, also die Piloten. Die allerdings insgesamt, denn selektiv Ausspereren geht ja nicht.
Vorher kümmert man sich eben schon um Ersatz und die Sache kann mit 2-3 Tagen Ausfall über die Bühne gehen.

01.3.2002 Generalstreik gegen den EURO, weil man nicht mit
Franzosen, Italienern, Spaniern u.a. in einen Topf geworfen
werden möchte ???

HÄ…
Generalstreik???
HIER??? BEI UNS???

Wobei warst Du hier? Beim Streik gegen den Euro? Muß wohl an
mir vorbei gegangen sein…

Ich habe mich in meine Zeitmaschine gesetzt… *LOL*
Der Streik soll erst 2002 stattfinden…
Ich hab noch nie nicht davon was gehört!!!
Auch nichts gefunden?
Du?

Nein. Warum auch?
Die Sache ist durch. M.E. 10 Jahre zu früh, aber das können wir managen.
Kostet halt den Normalbürger auf 10 jahre 10% seines Jahreseinkommens.
Mir ist das, ganz ehrlich gesagt, egal.

Also, hier ist alles noch im grünen Bereich, zumindest was die
Streikerei angeht…

Das hat sich seit dem aktuellen LH-Desaster m.E. schlagartig
geändert.

We will see…

Wenn Angestellte um 1% hin oder her kämpfen, ist das o.k.
Was aber hier im Falle LH passiert, ist inakzeptabel.

Wie willst Du es verhindern?
Per Gesetz maximale Lohnforderungen festschreiben?
Wie verträgt sich das mit einer freien Marktwirtschaft.
Noch mehr staatliche Eingriffe.
Ich weiß nicht

Ist halt der Preis des Kapitalismus…

Ich will gar nichts reglementieren.
Ich möchte die Gewerkschaften abschaffen.
Diese OPrganisationen haben sich, wie wir ja sehen, völlig vom Alltagsleben der Bevölkerung und von jeglicher realistischen Einschätzung der Konjunkturlage in D verabschiedet, also haben sie sich überholt.

Gruß,

Mathias

Tach Christian

Ich mache folgende Anmerkungen zu denen Aussagen:

Zum Pilotenstreik gibt es zwei Kernaussagen.

  1. Die Forderungen sind absolut berechtigt.
  2. Die Forderungen werden schlecht verkauft.

zu 1.
a)
Die Piloten haben Anfang der 90er-Jahre den wesentlichen Teil
des Lohnverzichts des LH-Personals übernommen, bei
gleichzeitiger Ausweitung der Arbeitszeit. Wer übrigens bei 45
Stunden im Monat (Netto-Flugzeit) aufschreit, hat seinen Vater
noch nicht regelmäßig Sonntags (wenn er denn mal frei war)
über Unterlagen für Lehrgänge und Prüfungen, Anflugkarten usw.
sitzen sehen.

Andere Berufgruppen nehmen auch Arbeit mit nach Hause.

b)
Die Piloten werden im Vergleich zur ausländischen Konkurrenz
zum Teil deutlich schlechter bezahlt. Der Witz ist, daß die
erworbenen Fluglizenzen größtenteils international gültig
sind, und ein Wechsel zur Konkurrenz relativ einfach wäre.

Wer hält sie den auf? Ich habe in einem anderen Brett schon mal geschrieben, dass die Leute mal sehen möchte, wenn Sie für SQ, TG oder CG nach lokalen Bedingungen arbeiten müssten.

c)
Die Arbeitszeiten sind nahe an kriminell. Es gibt keinen
Schichtdienst mit Wochenrhythmus, wie er eigentlich
physiologisch am vernünftigsten wäre, sondern Wechseldienst.
Bei Abflug um 6 Uhr wird dann mal gegen 3 Uhr aufgestanden. Da
wird der freie Vortag auf einmal als gar nicht mal so frei
wahrgenommen. Es gibts Stand-by-Tage, an denen man zwar
eigentlich frei hat, aber verfügbar sein muß. Die sind in den
45 Stunden im Monat auch nicht drin. Es gibt keine 5
Tage-Woche. Da wird es dann mit der Familie schon mal ein
bißchen schwierig, wenn die ganze Republik frei hat, und der
Familienvater am Sonntag morgens früh raus muß und dann so
gegen 18 Uhr wieder zurück ist. Mal abgesehen davon, daß es am
Vortag dann entweder auch Arbeit oder ein nur sehr mageres
Abendprogramm gibt.

Wenn ich auf Geschäftsreise bin, habe ich regelmässig 16-18 Stunden Tage. Was machen sie den an den Stand-by-Tagen, neben dem Telefon sitzen? Nein sie haben ja ein Handy, die Koffer stehen gepackt bereit, so können sie einkaufen, Behördengänge erledigen, im Schwimmbad oder Garten sitzen. Wohlgemerkt, das sei ihnen gegöhnt, aber sie sollten nicht darüber stöhnen, denn es wird als Arbeitszeit angerechnet.

d)
Die gesundheitlichen Gefahren des Jobs sind beträchtlich. Von
der Strahlenbelastung über die Zeitumstellungen bis hin zur
Schädigung ds Gehörs aufgrund der ständigen Schwankungen des
Luftdrucks. Daß das auch für das Kabinenpersonal gilt, ist
unbestritten.

Was ist mit dem Bauarbeiter, der bei Wind u. Wetter draussen ist, aber dann mit 58 Rheuma in den Knochen hat?

e)
TDM 500 für einen Kapitän mit 25 Dienstjahren auf der 747 hört
sich vielleicht viel an, entspricht aber dem, was auf
vergleichbaren Positionen mit ähnlicher Arbeitszeit, ähnlicher
Verantwortung usw. bezahlt werden würde. Als Kapitän mußt Du
nicht nur wissen, was passiert, wenn Du auf ein Knöpfchen
drückst, sondern auch, warum es passiert. Gleichzeitig
erwartete der Arbeitgeber, daß Du Deine Leistung auch
möglichst wirtschaftlich erbringst. Also ist man praktisch
kaufmännischer und technischer Geschäftsführer.

So ist man ja auch bezahlt!

Ein erster Offizier fängt im ersten Berufsjahr mit rund TDM
120 an, was zwar nett, aber aufgrund der teueren Ausbildung
wieder relativ niedirg ist. Wenn man mal von TDM 100 für ein
BWL-Studium ausgeht (essen, wohnen, sonstiges) ist es bei der
Pilotenausbildung TDM 100 (essen, wohnen, sonstiges) zzgl.
Ausbildungskosten (irgendwas zw. TDM 80-100). Somit wären wir
dann bei TDM 180-200. Bafög gibts wohl nicht, also muß die
Kohle ja irgendwo herkommen. Ich weiß zwar jetzt nicht wie der
aktuelle Stand ist (Ausbildungskosten vorlegen oder hinterher
abstottern), bezahlt werden muß es so oder so.

Natürlich zieht keiner die Ausbildungskosten bei den Steuern ab, oder?

f)
Der Vorwurf der Erpressung durch Personal in exponierter
Stellung: Daß ich nicht lache. Wenn bei uns 5% des Personals
streiken würde, könnten wir auch zumachen. Beim ÖPNV streikt
doch auch nicht der Fahrkartenverkauf, sondern das fahrende
Personal. Streikt die ÖTV, streiken doch auch nicht die
Politessen oder die beim Ordnungsamt, sondern die Müllabfuhr
und das Staßenverkehrsamt. Usw, usw. Wenn ich den Arbeitgeber
nicht schädigen wollte, brauchte ich ja nicht zu streiken.
Darum geht es doch gerade: Der Arbeitgeber muß abwägen:
Zwischen dem Schaden des Streiks und der Kosten aufgrund der
gehaltsmäßigen Zugeständnisse.

Es handelt sich um einen legitimen Arbeitskampf, dem die LH aus meiner Sicht mit entsprechenden Mittel begegnen sollte.

Zu dem Rest erübrigt sich der Kommentar.

Ich glaube mal Deiner Meinung fehlt aus familiären (??) Gründe etwas die Objektivität.

Tschö ErBi

hi mathias

Allgemein:
Die Sache mit den Peanuts stammt vom Herrn Kopper (Du weisst schon, der von der Kopperfield-Show… Wir lassen 5 Mia verschwinden…)

Wenn ein Streik keine Auswirkungen auf den Konzern hat, dann ist er sinnlos.

Gerade im Dienstleistungssektor sind davon dann eben auch die „unbeteiligten“ betroffen. Das ist zwingend. Und natürlich für die Betroffenen sehr lästig.
(ich fang jetzt nicht mit den „Einzelfällen“ an *g*)

Diese Reiseritis von Geschäftsleuten ist m.E. zu weiten Teilen schlicht auf die Bequemlichkeit der Kunden zurückzuführen. Umplanen ist Mühsam und offenbar sehr schmerzhaft.
No Brain, No Headache.
(Bekannte von mir arbeitet als Chefsekräterin in einem Grösseren Unternehmen, und wegen was da verreist wird, ist teilweise hahnebüchend.)

Nun ja, auch dieser Arbeitskampf wird einmal zuende gehen, man wird sich einigen, und dann wird man sich Fragen, wieso net gleich so…

noch ne Frage:
was hat eigentlich der Pilotenstreik mit „Sozialismus“ zu tun, kann mir nicht vorstellen, das die Piloten sehr „sozialistisch“ eingestellt sind.
(eher „egoistisch“ aber das ist doch mehr das Gegenteil…)

Zu den Gewerkschaften:
Die Vereinigung Cockpit hat sich von der DAG getrennt, weil Sie sich nicht mehr durch diese Vertreten sah…
Deine (im Grunde wahre) Ansicht, das „Die Gewerkschaften“ den Boden unter den Füssen verloren haben, greift hier also net so recht.
Dasselbe gilt übrigens auch für die Arbeitgeberverbände. Die kannst auch alle miteinander in den Sumpf werfen, aus genau den gleichen Gründen. (Verlust der Bodenhaftung)

Gruß
Mike

Alles Peanuts…
Hi Mike,

ich weiss gar nicht, warum überhaupt über diese Problematik gestritten wird. Kein Pilot der Lufthansa verdient unter 10.000,-DM n/m. Die Forderung nach 30 Prozent mehr ist einfach unverschämt, ne Schweinerei und ein Schlag ins Gesicht für die Leute, der mehr arbeiten aber nur einen Bruchbruchteil dessen verdienen…und vor allem, mit was wird diese Forderung gerechtfertigt?

CIAo

Hi Reiko

ich weiss gar nicht, warum überhaupt über diese Problematik
gestritten wird. Kein Pilot der Lufthansa verdient unter
10.000,-DM n/m. Die Forderung nach 30 Prozent mehr ist einfach
unverschämt, ne Schweinerei und ein Schlag ins Gesicht für die
Leute, der mehr arbeiten aber nur einen Bruchbruchteil dessen
verdienen…und vor allem, mit was wird diese Forderung
gerechtfertigt?

Das Argument ist dieses: Piloten anderer Fluglinien verdienen auch so viel, warum also nicht auch wir.

Gruß
Edith

Hi!

Allgemein:
Die Sache mit den Peanuts stammt vom Herrn Kopper (Du weisst
schon, der von der Kopperfield-Show… Wir lassen 5 Mia
verschwinden…)

Ist mir schon klar.

Wenn ein Streik keine Auswirkungen auf den Konzern hat, dann
ist er sinnlos.

Gerade im Dienstleistungssektor sind davon dann eben auch die
„unbeteiligten“ betroffen. Das ist zwingend. Und natürlich für
die Betroffenen sehr lästig.
(ich fang jetzt nicht mit den „Einzelfällen“ an *g*)

Ich denke übver jegliche Streiks so.
Nur um das klazustellen: es ist in Ordnung zustreiken, wenn es um wichtige Punkte wie die Abschaffung der Kinderarbeit geht.
Aber angesichts des heutiogen Lohnniveuas in diesem Land noch durch Streikes den Rest der Bevölkerung zu ärgern ist schlichtweg eine Frechheit.

Diese Reiseritis von Geschäftsleuten ist m.E. zu weiten Teilen
schlicht auf die Bequemlichkeit der Kunden zurückzuführen.
Umplanen ist Mühsam und offenbar sehr schmerzhaft.
No Brain, No Headache.
(Bekannte von mir arbeitet als Chefsekräterin in einem
Grösseren Unternehmen, und wegen was da verreist wird, ist
teilweise hahnebüchend.)

Das Argument ist zu 99% gegenstandslos.
Es gibt immer Einzelfääle, aber das ist hier unwichtig.

Nun ja, auch dieser Arbeitskampf wird einmal zuende gehen, man
wird sich einigen, und dann wird man sich Fragen, wieso net
gleich so…

In diesem Fall sehe ich das anders. Die Piloten haben ihren Ruf durch diese Aktion nachhaltig beschädigt.
LH wird doch nun mit Hochdruck nach Auswegen suchen, um derartiges in Zukunft zu verhindern.

noch ne Frage:
was hat eigentlich der Pilotenstreik mit „Sozialismus“ zu tun,
kann mir nicht vorstellen, das die Piloten sehr
„sozialistisch“ eingestellt sind.
(eher „egoistisch“ aber das ist doch mehr das Gegenteil…)

Derartige Gewerkschaftsaktionen sind Sozialismus pur. Die vermeintlich „gute Sache“ durchsetzen ohne Rücksicht auf Verluste.
Passt gut in das aktuelle politische Gesamtbild in der BRD.

Zu den Gewerkschaften:
Die Vereinigung Cockpit hat sich von der DAG getrennt, weil
Sie sich nicht mehr durch diese Vertreten sah…

Ganz klar. Denn selbst mit den Ballonmützen-Sozis von der DAG wären aus Rücksicht auf die anderen vertretenen Mitglieder 30% für eine einzelne Berufsgruppe nicht machbar gewesen…

Deine (im Grunde wahre) Ansicht, das „Die Gewerkschaften“ den
Boden unter den Füssen verloren haben, greift hier also net so
recht.

Doch, denn üblicherweise werden durch die Gwerkschaften Forderungen aufgestellt, ohne die allg. wirtschaftliche Situation im Land auch nur ansatzweise refelktiert zu haben.
Man lamentiert über Rekordgewinne ohne auch nur im Ansatz verstanden zu haben, was eine Reinvestition ist.
Und mich persönlch langweilt das eben langsam.
Jeder pitentielle ausländische Investor, der dieses alljährlich Spielchen ansieht, kehrt uns den Rücken.

Dasselbe gilt übrigens auch für die Arbeitgeberverbände. Die
kannst auch alle miteinander in den Sumpf werfen, aus genau
den gleichen Gründen. (Verlust der Bodenhaftung)

Oft ja.
Aber zu deren Verteidigung kann ich nur sagen, daß sie nur eine Reaktion auf unrealistische Gewerkschaftsforderungen in der Vergangenheit sind.

Grüße,

Mathias

Hi mathias

Wenn ein Streik keine Auswirkungen auf den Konzern hat, dann
ist er sinnlos.

Gerade im Dienstleistungssektor sind davon dann eben auch die
„unbeteiligten“ betroffen. Das ist zwingend. Und natürlich für
die Betroffenen sehr lästig.
(ich fang jetzt nicht mit den „Einzelfällen“ an *g*)

Ich denke übver jegliche Streiks so.
Nur um das klazustellen: es ist in Ordnung zustreiken, wenn es
um wichtige Punkte wie die Abschaffung der Kinderarbeit geht.
Aber angesichts des heutiogen Lohnniveuas in diesem Land noch
durch Streikes den Rest der Bevölkerung zu ärgern ist
schlichtweg eine Frechheit.

Tja, stimme dir teilweise zu, aber wie willst Du es verhindern.
Die gegenwärtige Art der Lohn- unfd Gehaltsfestlegung kommt mit einem Minimum an Staatseinmischung aus…
das Streikniveau in D.liegt am unteren Ende der Skala…
Wie soll das besser geregelt werden.
Kommission: mehr Staat und damit auch mehr Politik…
Koppelung an das Wirtschaftwachstum… wieder mehr staatliche Eingriffe…
Runder Tisch mit allen Beteiligten… was, wenn keine Einigung zustande kommt…

Diese Reiseritis von Geschäftsleuten ist m.E. zu weiten Teilen
schlicht auf die Bequemlichkeit der Kunden zurückzuführen.
Umplanen ist Mühsam und offenbar sehr schmerzhaft.
No Brain, No Headache.
(Bekannte von mir arbeitet als Chefsekräterin in einem
Grösseren Unternehmen, und wegen was da verreist wird, ist
teilweise hahnebüchend.)

Das Argument ist zu 99% gegenstandslos.

Na ja, das ist ein DAX-notiertes Unternehmen…
sagen wir, zu 98 %…

Es gibt immer Einzelfääle, aber das ist hier unwichtig.

Nun ja, auch dieser Arbeitskampf wird einmal zuende gehen, man
wird sich einigen, und dann wird man sich Fragen, wieso net
gleich so…

In diesem Fall sehe ich das anders. Die Piloten haben ihren
Ruf durch diese Aktion nachhaltig beschädigt.
LH wird doch nun mit Hochdruck nach Auswegen suchen, um
derartiges in Zukunft zu verhindern.

Klar, und genau das macht die LH ja gerade.
Wie lasse ich meinen Gegner dumm aussehen, ein kleines Lehrstück.

noch ne Frage:
was hat eigentlich der Pilotenstreik mit „Sozialismus“ zu tun,
kann mir nicht vorstellen, das die Piloten sehr
„sozialistisch“ eingestellt sind.
(eher „egoistisch“ aber das ist doch mehr das Gegenteil…)

Derartige Gewerkschaftsaktionen sind Sozialismus pur. Die
vermeintlich „gute Sache“ durchsetzen ohne Rücksicht auf
Verluste.

Dann ist Kapitalismus pur ebenfalls Sozialismus pur…
Ich setzte meine Gute Sache durch, ohne Rücksicht auf Verluste.
das ist nicht Sozialismus, das ist Egoismus und sonst nix…

Passt gut in das aktuelle politische Gesamtbild in der BRD.

da hast Du allerdings recht, Eghoismus, wohin man schaut!

Zu den Gewerkschaften:
Die Vereinigung Cockpit hat sich von der DAG getrennt, weil
Sie sich nicht mehr durch diese Vertreten sah…

Ganz klar. Denn selbst mit den Ballonmützen-Sozis von der DAG
wären aus Rücksicht auf die anderen vertretenen Mitglieder 30%
für eine einzelne Berufsgruppe nicht machbar gewesen…

hach, was musst Du die Ballonmützen Sozis der DAG lieben, mit denen wäre das nicht passiert…

Deine (im Grunde wahre) Ansicht, das „Die Gewerkschaften“ den
Boden unter den Füssen verloren haben, greift hier also net so
recht.

Doch, denn üblicherweise werden durch die Gwerkschaften
Forderungen aufgestellt, ohne die allg. wirtschaftliche
Situation im Land auch nur ansatzweise refelktiert zu haben.
Man lamentiert über Rekordgewinne ohne auch nur im Ansatz
verstanden zu haben, was eine Reinvestition ist.
Und mich persönlch langweilt das eben langsam.

und die Unternehmer lamentieren über die Restrukturierungskosten und was auch immer…
Dieses alljährliche Ritual ödet wirklich…
Alle wissen was sache ist, aber auf dem alljährlichen maiausflug müssen wieder Kräfte gemessen werden… irgendwie Pubertäres Verhalten.

By the way, diejenigen, die die „autoritären Systeme“ als wirtschaftlich den „demokratischen“ Systemen überlegen bezeichnet haben, sind in der Asienkriese ziemlich aufs Maul gefallen… *g*.

Fazit:;
Ich weiss nicht, wie du das derzeitige System der Lohnfestlegung verbessern willst.
Das gegenwärtige ist nervig, zugegeben…
Aber welches System ist besser und kommt ohne stärkere Eingriffe einer höheren Instanz (=Staat) aus?
Staatliche Eingriffe bei der Lohnfestlegung sind immer Scheiße…

Gruß
Mike

Hi Mike!

Wenn ein Streik keine Auswirkungen auf den Konzern hat, dann
ist er sinnlos.

Gerade im Dienstleistungssektor sind davon dann eben auch die
„unbeteiligten“ betroffen. Das ist zwingend. Und natürlich für
die Betroffenen sehr lästig.
(ich fang jetzt nicht mit den „Einzelfällen“ an *g*)

Ich denke übver jegliche Streiks so.
Nur um das klazustellen: es ist in Ordnung zustreiken, wenn es
um wichtige Punkte wie die Abschaffung der Kinderarbeit geht.
Aber angesichts des heutiogen Lohnniveuas in diesem Land noch
durch Streikes den Rest der Bevölkerung zu ärgern ist
schlichtweg eine Frechheit.

Tja, stimme dir teilweise zu, aber wie willst Du es
verhindern.

Indem die Macht der Gewerkschaften massiv gekappt und das Streikrecht den modernen Gegebenheiten angepasst wird.

Die gegenwärtige Art der Lohn- unfd Gehaltsfestlegung kommt
mit einem Minimum an Staatseinmischung aus…
das Streikniveau in D.liegt am unteren Ende der Skala…
Wie soll das besser geregelt werden.

Kein Streikrecht für Personen in Schlüsselpositionen (bezogen auf den reibungslosen Ablauf des Alltags).

Kommission: mehr Staat und damit auch mehr Politik…
Koppelung an das Wirtschaftwachstum… wieder mehr staatliche
Eingriffe…
Runder Tisch mit allen Beteiligten… was, wenn keine Einigung
zustande kommt…

Nein, einfach bestimmte Berufsgruppen aus dem Streikrecht ausnehmen.
Ich kann doch auch nicht streiken und lebe noch.
Wer sein gehalt mit seinem Arbeitgeber nicht selbst aushandeln kann, ist eben selbst schuld.
Ich habe keine Lust, den Kopf für die schwachsinnigen Forderungen anderer hinzuhalten indem mein alltäglicher Ablauf durch Streiks der Piloten, der Müllabfuhr o.ä. massiv gestört wird.

Diese Reiseritis von Geschäftsleuten ist m.E. zu weiten Teilen
schlicht auf die Bequemlichkeit der Kunden zurückzuführen.
Umplanen ist Mühsam und offenbar sehr schmerzhaft.
No Brain, No Headache.
(Bekannte von mir arbeitet als Chefsekräterin in einem
Grösseren Unternehmen, und wegen was da verreist wird, ist
teilweise hahnebüchend.)

Das Argument ist zu 99% gegenstandslos.

Na ja, das ist ein DAX-notiertes Unternehmen…
sagen wir, zu 98 %…

Es gibt immer Einzelfääle, aber das ist hier unwichtig.

Nun ja, auch dieser Arbeitskampf wird einmal zuende gehen, man
wird sich einigen, und dann wird man sich Fragen, wieso net
gleich so…

In diesem Fall sehe ich das anders. Die Piloten haben ihren
Ruf durch diese Aktion nachhaltig beschädigt.
LH wird doch nun mit Hochdruck nach Auswegen suchen, um
derartiges in Zukunft zu verhindern.

Klar, und genau das macht die LH ja gerade.
Wie lasse ich meinen Gegner dumm aussehen, ein kleines
Lehrstück.

Das ist erst der Anfang.
Vermutlich werden in 5 Jahren alle LH-Piloten einen Arbeitsvertrag in den USA haben.

noch ne Frage:
was hat eigentlich der Pilotenstreik mit „Sozialismus“ zu tun,
kann mir nicht vorstellen, das die Piloten sehr
„sozialistisch“ eingestellt sind.
(eher „egoistisch“ aber das ist doch mehr das Gegenteil…)

Derartige Gewerkschaftsaktionen sind Sozialismus pur. Die
vermeintlich „gute Sache“ durchsetzen ohne Rücksicht auf
Verluste.

Dann ist Kapitalismus pur ebenfalls Sozialismus pur…
Ich setzte meine Gute Sache durch, ohne Rücksicht auf
Verluste.

Es geht nur sekundär darum, wie, sondrn primär darum was hier durchgesetzt werden soll. Was soll die Wortglauberei?

das ist nicht Sozialismus, das ist Egoismus und sonst nix…

Passt gut in das aktuelle politische Gesamtbild in der BRD.

Sehe ich ähnlich. Die Fronten verhärten sich immer mehr.
Bald sieht das hier aus wie in GB.
Mir ist das nur recht.

da hast Du allerdings recht, Eghoismus, wohin man schaut!

Zu den Gewerkschaften:
Die Vereinigung Cockpit hat sich von der DAG getrennt, weil
Sie sich nicht mehr durch diese Vertreten sah…

Ganz klar. Denn selbst mit den Ballonmützen-Sozis von der DAG
wären aus Rücksicht auf die anderen vertretenen Mitglieder 30%
für eine einzelne Berufsgruppe nicht machbar gewesen.

hach, was musst Du die Ballonmützen Sozis der DAG lieben, mit
denen wäre das nicht passiert…

Nein, in der Tat lernen einige von ihnen in letzten Jahren, ordentliche Tarifpolitik zu machen.
Leider fällt das nicht allzusehr auf, denn andere Sparten geben sich nicht so moderat.

Deine (im Grunde wahre) Ansicht, das „Die Gewerkschaften“ den
Boden unter den Füssen verloren haben, greift hier also net so
recht.

Doch, denn üblicherweise werden durch die Gwerkschaften
Forderungen aufgestellt, ohne die allg. wirtschaftliche
Situation im Land auch nur ansatzweise refelktiert zu haben.
Man lamentiert über Rekordgewinne ohne auch nur im Ansatz
verstanden zu haben, was eine Reinvestition ist.
Und mich persönlch langweilt das eben langsam.

und die Unternehmer lamentieren über die
Restrukturierungskosten und was auch immer…
Dieses alljährliche Ritual ödet wirklich…
Alle wissen was sache ist, aber auf dem alljährlichen
maiausflug müssen wieder Kräfte gemessen werden… irgendwie
Pubertäres Verhalten.

Ja, und niemand tut es dagegen.
Ich würde schon mal testweise aussperren, um zu zeigen, daß Gehaltserhöhungen im Einzelfall verdient werden müssen und eben nicht pauschal mit der Gießkanne verteilt werden sollten.

By the way, diejenigen, die die „autoritären Systeme“ als
wirtschaftlich den „demokratischen“ Systemen überlegen
bezeichnet haben, sind in der Asienkriese ziemlich aufs Maul
gefallen… *g*.

Passt nicht so ganz hierher, aber ich bin grundsätzlich Deiner Meinung.

Fazit:;
Ich weiss nicht, wie du das derzeitige System der
Lohnfestlegung verbessern willst.

s.o.

Das gegenwärtige ist nervig, zugegeben…
Aber welches System ist besser und kommt ohne stärkere
Eingriffe einer höheren Instanz (=Staat) aus?
Staatliche Eingriffe bei der Lohnfestlegung sind immer
Scheiße…

Das stimmt.
Wir müssen die Gewerkschaften langfristig abschaffen.
Zuvor muß man sie aushöhlen. Und das geht, indem man zunächst einige Berufsgruppen aus dem System nimmt (s.o.)

Schlußendlich sollte dann der Fokus auf Betriebsvereinbarungen liegen.
Genügend Betriebsräte wird es ab 2002 ja geben…

Grüße,

Mathias