Hi Mike!
Ich denke, diese Fälle muß man einzeln betrachten.
10.5.2001 Pilotenstreik bei der Lufthansa
Dieser Fall ist m.E höchst strittig, denn einerseits wurde
seitens des Cockpit-Personals vor 10 Jahren als sich die LH in
einer Schieflage befand, ein nicht unerheblicher
Gehaltsverzicht akzeptiert und auf der anderen Seite will die
LH nun die Gehälter nicht angleichen.
Allerdings befinden sich die Pilotengehälter in D im
internationalen Vergleich (lt. Aussage eines befreundeten
Piloten Statistik habe ich eine zur Hand) auf hohem Niveau.
Des weiteren sind Steigerungen jenseits der 10-12% relaistisch
niemandem zu verkaufen.Selbst innerhalb der LH macht sich
bereits Unmut über die hohen Forderungen von Cockpit breit.
Man sollte sich also auch die Frage stellen, ob 1.) eine
Gehaltserhöhung um 24%, auch angesichts des absoluten Niveaus
der betreffenden Gehälter eine realistische Forderung ist und
ob es 2.) akzeptabel ist, pro Streiktag einen Schaden von ca.
100 Mio. DM in einem Unternehmen mit tausenden abhängigen
Mitarbeitern v.a. auch in niedrigeren Gehaltsklassen als die
der Piloten, zu verursachen.
Die 100 Mio sind Umsatzverluste…
bei einem Gesamtumsatz von über 15 Mia und einem gesamtgewinn
vor Steuern wären das weniger als 1%.
das Juckt doch blos die Aktionäre. (bist Du einer?)
Zu Zeiten des Shareholder Value kann dieses 1% bereits zur Vertrauensfrage führen.
Wir sprechen von der Verschwendung von DM 300.000.000 bis heute.
Das geht auch in einem Großkonzern wie der LH nicht in den hohlen Baum.
Zum Vergleich: Ein Mittelständischesn Unternehmen mit 500 000
Dm Umsatzt würde dann etwa 3000 Dm Umsatz einbüssen…
Gut, Die Rechnung ist a bissle schief, weil Streikverluste
etwas anders abgerechnet werden müssen, aber viel wird nicht
um sein.
Ich halte das für nicht vergleichbar.
das ein 24 % Forderung etwas überzogen aussieht, steht auf
einem anderen Blatt.
ABER: dieser Arbeitskampf läuft nach Recht und Gesetz ab. Bis
dato wurde an 3 Tagen gestreikt. Die meisten Destinations,
insbesondere im Ausland, konnten bedient werden.
(was die VC vermutlich etwas geärgert hat)
Wennst mal erlebt hast, wie z.B. in Griechenland bei Olympic
gestreikt wird, dann ist das die reine Erholung.
Und das soll eine Rechtfertigung sein?
Ich kenne das gut, denn ich bin bereits einmal von Mykonos per Schiff und Mietwagen nach München zurückgegurkt.
Der Spaß hat Olympic damals DM 4.500 gekostet. Nur mein Fall.
Was in GR, I, E und F so an postkommunistischer Streikkultur eingerissen ist, wünsche ich mir für D nicht.
Sonst verlassen uns hier nur noch mahr Firmen.
Alles ganz normaler Arbeitskampf…
ich Mein, es geht um Lohnerhöhungen, und wenn die Brummer mal
nen Tag am Boden bleiben, was solls…
Der volkswirtschaftliche Schaden durch Verzögerungen bei den
Passagieren ist sowieso kaum auszurechnen.
Und Du fragst, was soll´s???
Naja, passt ins Bild…
Tja, was willst Du?
Streikrecht abschaffen?
Alle Piloten verbeamten (dann dürfen Sie nicht streiken)?
Nein. Die LH müsste aussperren und ausländische Piloten engagieren.
Zu 10% mehr als die LH-Piloten heute bekommen.
Es geht mir prinzipiell gar nicht um dfas Streikrecht. Ab und an ist das wichtig, keine Frage.
Mir geht es um den speziellen Fall hier.
Die meisten betroffenen Flüge waren innerhalb Deutschlands.
Alle wissen es, die Streiks sind angekündigt.
Und deswegen ist alles gut?
Das erklär mal meinem Kollegen, der gestern abend erst um 10 zum Geburtstag seiner 3-jährigen Tochter kam.
Oder den Leuten, die neben der sozialistischen Umverteilöung noch ein bisschen was tun müssen und somit die Flugverbindungen dringend brauchen.
Einigen Stunden Verzögerung duch Benutzung von Zügen (gibt es
auch noch…) sollten nichts ausmachen.
Das zeigt mir, daß Dein Alltag sich wohl relativ weit ab von der Realität des Geschäftslebens bewegen muß.
Wenn es was aus macht (Ja Ja, ich weiss) dann sollten die
Leute mal drüber nachdenken, ob man seine Geschäfte nicht per
Fax, Telephon, oder e-mail abwickeln kann. Das erfordert halt
eine gewisse Kreativität auf beiden Seiten.
Das tut weh…
Glaubst Du, die Leute fliegen zum Spaß durch die Weltgeschichte?
Sollten ein paar Tage mit eingeschränktem Flugdienst den
Untergang der Deutschen Volkswirtschaft heraufbeschwören, dann
kömmer den Laden gleich zusperren, und zwar wegen Dämlichkeit
der Manager.
Eher wegen der Frechheit mancher Altsozis, die nach wie vor den Klassenkampf propagieren, obwohl wir ja schön längst die Diktatur des Proletariats leben.
Allerdings glaube ich nicht, daß Deutschland daran zugrunde geht.
Das wirzschaftl. Wachstum wird durch solche Aktionen aber sicherlich auch nicht gefördert.
Das ist eben eine Einsstallungssache. Du sagst, das passt schon und man kann sich das leisten.
Ich sage, das tut nichts zur Sache, denn wir können nicht alles tun, was wir uns vordergründig „leisten“ können.
Wenns bei den öffentlichen Verkehrsbetrieben zu einem Streik
kommt, bleiben mehr Leute hängen, und der VW-Schaden ist noch
höher. Regen sich aber VIEL weniger Leut auf…
Glaube ich nicht.
Wenn in München die öffentlichen Verkehrsmittel bestreikt werden, haben die Jungs es nicht leicht.
Wobei gerade diese Leute dringend mehr Gehalt haben müssten.
Weißt Du, was ein städtischer Busfahrer verdient?
Wahnnsinn, der hat insgesamt weniger, als ich alleine an Fixkosten für meine Wohnung habe.
ist halt etwas spektakulärer als sonst, weil Berufsgruppen
streiken, die das sonst nicht machen.
Hier versucht eine Berufsgruppe mit exponierter Stellung im
Unternehmen den Arbeitgeber zu erpressen.
Gegernfrage: Arbeitskampf ist gegenseitige Erpressung, oder.
Arbeitnehmer: Ich leg dir deinen Betrieb still…
Arbeitgeber: ich schmeiss dann halt die Belegschaft peu a peu
raus, wenn ihr zuviel verlangt
usw. usw. usw.
Das hat die LH bisher noch nicht gesagt.
Allerdings behauptet man dort ja, lieber noch etwas Stzreik akzeptieren zu können als den Forderungen nachgeben. Ist billiger.
Da die LH groß genug ist und die Subventionsleistungen seitens
des Bundes im Notfall sicherlich noch Spielraum nach oben
böten, würde ich langsam ernsthaft über eine Aussperrung
nachdenken.
Auch dies ist nach Recht und Gesetz natürlich möglich.
Allerdings müsste dann der gesamte Flugbetrieb eingestellt
werden.
Der VW-Schaden wäre noch grösser.
Nein, denn man sperrt nur die streikende Gruppe aus, also die Piloten. Die allerdings insgesamt, denn selektiv Ausspereren geht ja nicht.
Vorher kümmert man sich eben schon um Ersatz und die Sache kann mit 2-3 Tagen Ausfall über die Bühne gehen.
01.3.2002 Generalstreik gegen den EURO, weil man nicht mit
Franzosen, Italienern, Spaniern u.a. in einen Topf geworfen
werden möchte ???
HÄ…
Generalstreik???
HIER??? BEI UNS???
Wobei warst Du hier? Beim Streik gegen den Euro? Muß wohl an
mir vorbei gegangen sein…
Ich habe mich in meine Zeitmaschine gesetzt… *LOL*
Der Streik soll erst 2002 stattfinden…
Ich hab noch nie nicht davon was gehört!!!
Auch nichts gefunden?
Du?
Nein. Warum auch?
Die Sache ist durch. M.E. 10 Jahre zu früh, aber das können wir managen.
Kostet halt den Normalbürger auf 10 jahre 10% seines Jahreseinkommens.
Mir ist das, ganz ehrlich gesagt, egal.
Also, hier ist alles noch im grünen Bereich, zumindest was die
Streikerei angeht…
Das hat sich seit dem aktuellen LH-Desaster m.E. schlagartig
geändert.
We will see…
Wenn Angestellte um 1% hin oder her kämpfen, ist das o.k.
Was aber hier im Falle LH passiert, ist inakzeptabel.
Wie willst Du es verhindern?
Per Gesetz maximale Lohnforderungen festschreiben?
Wie verträgt sich das mit einer freien Marktwirtschaft.
Noch mehr staatliche Eingriffe.
Ich weiß nicht
Ist halt der Preis des Kapitalismus…
Ich will gar nichts reglementieren.
Ich möchte die Gewerkschaften abschaffen.
Diese OPrganisationen haben sich, wie wir ja sehen, völlig vom Alltagsleben der Bevölkerung und von jeglicher realistischen Einschätzung der Konjunkturlage in D verabschiedet, also haben sie sich überholt.
Gruß,
Mathias