Hallo Ihr,
wer kann mir denn mal erklären, was ein ‚bounded warehouse‘ ist?
Vielen Dank schonmal!
Pole
Hallo Ihr,
wer kann mir denn mal erklären, was ein ‚bounded warehouse‘ ist?
Vielen Dank schonmal!
Pole
Hallo Pole,
ein Bonded warehouse ist ein Zollager. Beispiel Du hast eine Sendung in die USA. Ware trifft am Flughafen ein und wird in diesem bonded Warehouse / Zollager eingelagert (z.B. meist das Lager von einem Spediteur). Vorteil: Empfänger muss die Ware erst verzollen wenn er an die Ware ran will und wird erst dann „rechtlich“ in das Land eingeführt und die Zollabgaben fallen auch erst dann an. Nachteil: Ein Lagerplatz im bonded warehouse ist natürlich bedeutend teurer als ein „freigut“ (stink normales) Lager.
Somit empfiehlt sich ein bonded warehouse nur, wenn man Ware auf Abruf „drüben“ haben will damit man sofort nach Zollfreigabe rannkommt und sich die Übersee Transportzeit sparen will oder wenn die Fracht als Zollgut transportiert wird und irgenwo umgeschlagen wird.
Es gibt zwar noch Feinheiten, aber im groben hoffe ich Deine Frage beantwortet zu haben.
gruss
John
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Nachfrage
Hallo John,
ein Bonded warehouse ist ein Zollager. Vorteil: Empfänger muss die
Ware erst verzollen wenn er an die Ware ran will und wird erst dann
„rechtlich“ in das Land eingeführt und die Zollabgaben fallen
auch erst dann an.
Geht folgendes Szenario:
Ich liefere Waren (Ersatzteile) von D in ein Zolllager nach New York (JFK- Flughafen). Nun wird in Kolumbien ein Ersatzteil gebraucht. Ich lasse das Teil aus dem Zolllager nach Kolumbien transportieren (inkl. Einfuhr).
Damit spare ich mir doch die Ein-/Ausfuhrformalitäten D-USA und USA-Kolumbien.
Das Teil wird bei der Einfuhr behandelt als käme es direkt aus D ?
Ciao maxet.
Hallo Maxet,
finde ich eine komplizierte (und teure) Art es zu machen, aber rechtlich problemlos machbar. Nur, bonded warehouse heisst nicht gleich Ware einfach reinstellen und erstmal gar nix tun. Der Papieraufwand für denjenigen in JFK der einen inbound (also Eingang im bonded warehouse bzw outbound für den re-export erstellen muss ist nicht zu vergessen. Dafür kannst du es gleich aus D schicken und in Kolumbien in ein Zollager liefern (oder direkt an Endkunden, je nachdem). Spar dir doch das geld nach JFK (plus die Bonded warehosue kosten) und dann noch die Weiterleitung von JFK nach BOGota. Schick es direkt aus D nach Kolumbien.
Sollte aber Dein denken irgenwelche anderen Hintergründe haben - dann kann ich dir sagen, ja es ist möglich. Wenn dir die Mehrkosten im Tranpsort und handling weniger ausmachen als Dein „sonstiger“ nutzen…
Es zählt nicht das Land aus dem die Waren verschickt werden es zählt immer das Herstellerland „country of origin“ in Fachkreisen genannt. Somit würde Dein Umweg Export über JFK nach Kolumbien und Fracht aus Deutschland kommend laufen. Ohne jetzt was falsches sagen zu wollen aber sowas wird oft gemacht um Geld und waren zu „waschen“. Es werden allerdings auch genügend dabei erwischt…
Hoffe Deine Frage beantowrtet zu haben
John
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Hallo John,
finde ich eine komplizierte (und teure) Art es zu machen, aber
rechtlich problemlos machbar.
Es ging mir v.a. darum herauszufinden, ob ich die Sache richtig verstanden habe (Zollrechtl. vs. physische Absenderadresse).
Ciao maxet.