Hallo liebe Experten,
kann jemand mal einem Südlicht erklären, was das ist? Bei uns gibt’s die ja nicht.
Vielen Dank schon mal.
Susi
Hallo liebe Experten,
kann jemand mal einem Südlicht erklären, was das ist? Bei uns gibt’s die ja nicht.
Vielen Dank schon mal.
Susi
In manchen Kommunalordnungen hat sich Historisches erhalten. Frühers waren die Bürgermeister in vielen, meist kleineren Gemeinden einfache Bauern, die - fies formuliert - nicht einmal richtig schreiben und rechnen konnten. Um Schlimmes zu vermeiden, hatte man diesen einfachen Leuten Fachleute (Stadtschreiber, Juristen) an die Seite gestellt. Diese nennt man, je nach Bundesland 1. Stadtrat, Beigeordneten oder berufsmäßige Stadträte. In der Regel sind dies die Stellvertreter des Bürgermeisters (Oberbürgermeisters) und meist auch die Chefs der Verwaltung.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Klaus,
In manchen Kommunalordnungen hat sich Historisches erhalten.
Frühers waren die Bürgermeister in vielen, meist kleineren
Gemeinden einfache Bauern, die - fies formuliert - nicht
einmal richtig schreiben und rechnen konnten. Um Schlimmes zu
vermeiden, hatte man diesen einfachen Leuten Fachleute
(Stadtschreiber, Juristen) an die Seite gestellt. Diese nennt
man, je nach Bundesland 1. Stadtrat, Beigeordneten oder
berufsmäßige Stadträte. In der Regel sind dies die
Stellvertreter des Bürgermeisters (Oberbürgermeisters) und
meist auch die Chefs der Verwaltung.
Aha! Vielen Dank. Ich hab im Internet eine Stellenausschreibung gesehen, das sind Beamte auf Zeit. Damit jeder Bürgermeister seinen eigenen politisch genehmen einstellen kann, nehme ich mal an. Also hat so ein „berufsmäßiger Stadtrat“ eigentlich nichts mit dem Stadtrat zu tun, oder? Ist nicht gewählt und dürfte dann ja auch nicht stimmberechtigt sein.
Gruß
Susi
Das kommt auf die jeweilige Kommunalordnung an (jedes Bundesland hat so seine Extrawurst). Mit politisch genehmen Personen hat das erstmalig nichts zu tun. Berufsmäßige Stadträte sind in der Regel Fachleute (Juristen, BWL-er, Architekten), die natürlich das richtige Parteibuch haben (sollten).
In Baden-Württemberg gibt es m.E. eine sehr gute Lösung zur Besetzung von Bürgermeisterposten. In Kehl/Rhein ist eine Fachhochschule zur Ausbildung von „Bürgermeister“ (Dipl.-Verwaltungswissenschaftler FH). Die Absolventen bekommen die notwendigen Informationen, daß sie erfolgreich sich um Bürgermeisterposten in den Städten und Gemeinden bewerben können und werden oft auch gewählt, ohne eine vorherige parteipolitische Präferenz. Einer, der mehr oder minder frisch von der FHS kam, wurde - damals der jüngste Bürgermeister in einer Stadt - Bürgermeister von Spaichingen und ist jetzt der Ministerpräsident von Baden-Württemberg (Erwin Teufel). Am Rathaus von Spaichingen ist ein Bronzeschild, wo u.a. davon berichtet wird.
In anderen Bundesländern gibt keine ausgeprägten „Bürgermeisterschulen“ auch wenn viele Posten heute oft überregional ausgeschrieben werden. Das Modell Baden-Württemberg bietet aber keine Garantie, daß auch immer die besten Leute Bürgermeister werden. Ich habe auf solche Posten schon Unfähige erlebt, die auch dann wieder abgewählt wurden (ich bin Bayer, der in allen Bundesländern mit Bürgermeistern u.a. beruflich zu tun hat und sich so seine Gedanken macht…).
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]