Als Betreiber einer Eventagentur für Kinderfeste bin ich auf eines meiner Konzepte angesprochen worden und ob ich die konzeptionellen Inhalte dieses Geschäftsbreiches verkaufen würde. Klar würde ich das, denn es schadet meiner Firma nicht aber was ist ein Konzept wert. Wie kalkuliert man den Preis für seine eigene Idee ohne sich zu blamieren. Hat jemand mit so etwas Erfahrungen?
Wenn man auf Basis mehrere Konzepte ein Geschäft betreibt und dann eines dieser Konzepte verkauft würde ich ja schon einen Nachteil für das eigene Geschäft darin sehen - nämlich, dass man mindestens eins der zuvor genutzten Konzepte nicht mehr oder nur noch gegen Lizenzzahlungen nutzen kann - ausser, es handelt sich um keinen vollständigen Verkauf sondern einen, der einem das Recht, selbst noch anhand dieses Konzeptes zu handeln vorbehält.
Dass wirklich KEIN Nachteil dabei rauskommt wäre aber selbst dann noch nicht unbedingt der Fall, denn erst wenn man z.B. auch noch das Recht, das entsprechende Konzept bei Bedarf weiter werblich und bildlich zu verwenden, weiter zu erklären, dass diese gute Idee von einem selbst stammte usw. weiter nutzen dürfte wäre vielleicht keine Einschränkung gegeben … und ob jemand es noch als Kauf zu entsprechendem Wert sieht, wenn er einem so viele verbleibende Rechte einräumt, ist Glückssache …
Ganz vergessen: was den Wert der Idee betrifft ist sowas eher kompliziert - kommt darauf an, was derjenige dann damit machen will und was man selbst damit machen könnte. Wenn man davon ausgeht, dass eine Eigennutzung 10x im Jahr eine Gewinn von jeweils 500,- Euro verschafft hat, müsste ein uneingeschränkter Verkauf ja den Gewinn von mindestens z.B. 5 Jahren a 5.000,- Euro ersetzen - wenn der Verkäufer nun aber das Konzept nur in einem Buch mit 49 anderen Konzepten abdrucken will würde er, wenn er jedes zu druckende Konzept so teuer einkauft, 1.250.000,- Euro für die Ideen für ein „Lustige Spiele für Kindegeburtstage“-Buch ausgeben, wobei er mit dem Buch vielleicht nur 15.000,- Euro verdienen würde.
Braucht er aber nur eine Idee, um z.B. einen Teilbereich eines oder mehrerer Vergnügungspark damit auszustatten, so hat er damit unter Umständen geringe Kosten, rechnet man Sie gegen 250 Betriebstage im Jahr und 10.000 tägliche Besucher, die das dann mitnutzen, auf.
Somit solltest du klären, was er damit vorhat, und ob dir die vollständige Eigennutzung vorbehalten bleiben könnte - dann lässt sich leichter sagen, was du verlierst und er gewinnt. Eventuell würde einer kaufenden Person ja auch ein umfängliches Nutzungsrecht ohne Abtretung ausreichen, eventuell unter der schriftlichen Versicherung, dass man es nicht an einen seiner direkten Konkurrenten ebenso weitergibt.
Was den tatsächlichen Wert betrifft sagt dir das trotzdem noch nichts - aber was ich z.B. einfach sagen kann ist, dass ich mal eine Domain hatte, die namentlich einer reichen Ente aus einem bekannten Comic entsprach - geplanter Einsatz eines potentiellen Käufers war die Nutzung für eine Abschlussarbeit, die sich mit kommerziellen Konzepten befasste und die dortige Präsentation der Ergebnisse dieser Abschlussarbeit. Da es für ihn nur eine nette Idee als Zusatz zu seinen Ergebnissen war hat er 50,- Euro dafür geboten. Die Domain ging dann für eine Weile zur Miete an einen gewerblichen Nutzer, der darauf Werbung für Finanzdienstleistungen präsentiert hat, und der selbst wo es nur eine Mietzeit war mir mehr als dem dreissigfache bezahlt hat.
Also kläre, was der Käufer damit vorhat, und kalkuliere dann einen Preis. 90% seines zu erwirtschaftenden Einkommens damit abzuschöpfen dürfte ihm die Freude am Geschäft vermiesen, da er kaum noch eigenen Gewinn machen würde, wenn du dagegen nur 1% seines späteren Gewinns siehst könnte es dir irgendwann leid tun - also ist keine klare Antwort ohne eine genauere Kenntnis der Umstände möglich.
Hallo!
Wie kalkuliert man den Preis für seine eigene Idee ohne sich zu blamieren.
Guck dir dir die Preise an, die manche Leute für Seminare nehmen, bei denen sie nichts weiter tun, als von ihren Ideen zu erzählen.
Hat jemand mit so etwas Erfahrungen?
Ja.
Grüße
Andreas
Guck dir dir die Preise an, die manche Leute für Seminare
nehmen, bei denen sie nichts weiter tun, als von ihren Ideen
zu erzählen.
Für den, der keine Ahnung hat, ist die Welt einfach. Kann er doch
einfach alles an seinen kurzsichtigen Maßstäben messen.
Als Antwort diese Geschichte:
Ein Autofahrer, der mit seinem Wagen in der Werkstatt ist, beschwert
sich über den Preis von 100 Euro: „Nur einmal mit dem Hammer drauf
gehauen und dafür so viel Geld!“
Ne, sagt der Meister, das Schlagen mit dem Hammer kostet nur 10 Euro.
Zu wissen, wohin man schlagen muss und diesen Punkt dann genau zu treffen: 90 Euro.
Hallo!
Und was hat das mit dem Thema zu tun?
Grüße
Andreas
Genauso viel, wie Dein Pauschalangriff auf Seminaranbieter:
Guck dir dir die Preise an, die manche Leute für Seminare nehmen,
bei denen sie nichts weiter tun, als von ihren Ideen zu erzählen.
Außerdem schrieb ich „OT“ = off topic
Ebenfalls Grüße
K.
Hallo!
Offenbar habe ich mich unklar ausgedrückt und bitte um Entschuldigung.
Ich würde nicht wagen, Seminaranbieter pauschal anzugreifen, wo ich doch selber Seminaranbieter bin.
Vielmehr wollte ich einen - zum Thema passenden - Tipp geben, wie man seine Ideen so verpacken kann, dass man mehr Geld dafür kriegt: Mit Seminaren.
Grüße
Andreas