Was ist eine referenzielle Nominalphrase?
Freundliche Grüße
Inu
Was ist eine referenzielle Nominalphrase?
Freundliche Grüße
Inu
Halloo inu
Beispiele für Nominalphrasen finden sich oft in indirektem passiv formulierten Behördensprech, im Juristendeutsch oder auch in Pressemitteilungen von Behörden. Gestelzte Sprache, unpersönlich und künstlich förmlich. Verben werden zum Nominativ und statisch.
Beispiel:
„Zur Erlangung“ der Bescheinigung muß bla folgendes passieren statt
„Um die Bescheinigung zu erlangen“, müssen…
Werden Wortungetüme gebildet, spricht man von Nominalphrasen, die „in Aussicht Stellung“ fällt mir grad ein
Gruß
orangegestreift
Hallo Inu,
und um jetzt noch die Frage zu beantworten, was eine referentielle Nominalphrase ist: Referentiell heißt einfach, dass mit dieser Nominalphrase auf ein bestimmtes Objekt Bezug genommen wird.
Siehe z.B. diesen Artikel „Sprechen über Objekte“ (via Google Books), Abschnitt 1 reicht schon für einen groben Überblick.
Gute Nacht
Michael
jo, referentiell vergessen. Man kann Normativsätze immer mit „wer?“ oder „was?“ auf ein Norminativ abfragen. (auf Objekt referieren)
Normalwerweise wäre das ein Substantiv
Was war kalt? Die Nacht war kalt.
Wer war schneller? Der Zug war schneller.
auf eine Nominalphrase referieren, heißt, auf ein gebeuteltes Verb als Substantiv zu treffen
Was war nicht rechtmäßig?
Die " Hinzuziehung" eines Gutachters war nicht rechtmäßig
Was war unnötig?
Die Inanspruchnahme eines Anwalts.
Grüße
orangegestreift
Hallo orangegestreift,
Beispiele für Nominalphrasen finden sich oft in indirektem
passiv formulierten Behördensprech, im Juristendeutsch oder
auch in Pressemitteilungen von Behörden. Gestelzte Sprache,
unpersönlich und künstlich förmlich. Verben werden zum
Nominativ und statisch.
Ähm… nein.
Nominalphrasen sind ganz einfach Phrasen, deren Köpfe Nomen sind. In deinen Beispielen sind die angegebenen aus nominalisierten Verben zwar auch Nominalphrasen, aber deine Begründung stimmt leider nicht. Beispiel:
Die jeweils unterstrichenen Beispiele sind allesamt Nominalphrasen.
Werden Wortungetüme gebildet, spricht man von Nominalphrasen,
die „in Aussicht Stellung“ fällt mir grad ein
Vielleicht meinst du Nominal stil? Das ist etwas anderes.
Gruß,
jo, referentiell vergessen. Man kann Normativsätze immer mit
„wer?“ oder „was?“ auf ein Norminativ abfragen. (auf Objekt
referieren)
Frage: Was ist ein „Normativsatz“ und was ein „Norminativ“? Meinst du vielleicht Nominativ? Ja, den erfragt man mit „wer“ oder „was“. Was aber ein Nominativsatz sein soll, ist mir schleierhaft. Deine Beispiele sind jedenfalls keine. Es ging auch nicht um Sätze, sondern um Phrasen.
Normalwerweise wäre das ein Substantiv
Was war kalt? Die Nacht war kalt.
Wer war schneller? Der Zug war schneller.auf eine Nominalphrase referieren, heißt, auf ein gebeuteltes
Verb als Substantiv zu treffen
Leider auch inkorrekt. Es war auch nicht gefragt, was es bedeutet, auf eine Nominalphrase zu referieren, sondern was eine referentielle Nominalphrase ist, das bedeutet, dass die Nominalphrase (wie gesagt eine Phrase, deren Kopf ein Nomen ist, wobei dazu auch Namen und Pronomen zählen können) selbst referiert.
Tut mir Leid, aber wenn du mit einem Begriff nichts anfangen kannst, solltest du nicht versuchen, ihn aus der Kalten zu definieren. Du hast hier bei beiden Wörtern leider danebengetippt.
Grüße,
Was ist eine referenzielle Nominalphrase?
Hallo Inu,
Eine Nominalphrase ist eine Phrase, deren Kopf ein nominales Objekt bildet, das heißt im Klartext eine „Wortgruppe“, dessen Hauptbestandteil, welches die Merkmale an die anderen Wörter weitergibt, ein Nomen, Pronomen oder Eigenname ist. Beispiele für Nominalphrasen habe ich weiter unten in meiner Antwort an orangegestreift geschrieben.
Referenziell bedeutet „hinweisend“, hier ist damit gemeint, dass eine Nominalphrase (s. oben) auf eine konkrete Entität, also eine Person oder ein Objekt oder eben eine bestimmte Sache hinweist. In „Das Auto meines Nachbarn ist total kaputt.“ ist der unterstrichene Teil eine solche referenzielle Nominalphrase, da sie auf einen konkreten Gegenstand verweist. „Autos sind nicht gerade umweltfreundlich.“ — hier ist die Nominalphrase „Autos“ nicht referenziell, da „Autos“ ein genereller Begriff ist und nicht auf eine bestimmte Sache Bezug nimmt. Eigennamen sind (bis auf wenige Ausnahmefälle) stets referenzielle Nominalphrasen, da sie eben auf eine bestimmte Person referieren, z.B.: „Barack Obama ist der derzeitige Präsident der USA.“ (beide unterstrichenen NPs sind referenziell), auch wenn der Name mehrdeutig ist, also z.B. nur „Walter ist krank.“, ist der Name referenziell. Auch Personalpronomen sind referenziell.
Nicht-referenzielle Nominalphrasen sind meist Aussagen über ganze Kategorien wie oben mit den Autos, oder: „Ich gebe Bettlern kein Geld.“, hier sind beide unterstrichenen Nominalphrasen nicht-referenziell („Ich“ aber natürlich schon).
Wo ich mir gerade unsicher bin, ist folgendes:
„Dort sitzt ein Frosch!“ (müsste referenziell sein)
„Ein Frosch frisst Fliegen.“ (ist nicht-referenziell)
Bin mir da nicht sicher, ob die Nominalphrase „der Frosch“ im 1. Satz referenziell ist, aber sollte sie wohl, da sie sich trotz unbestimmtem Artikel auf ein konkretes Objekt in der realen Welt bezieht.
Eventuell kann da noch jemand mehr Licht ins Dunkel bringen.
So in etwa. Keine Bilderbuchdefinition, aber sie dürfte zum Verständnis genügen.
Viele Grüße,
P.S.: Huch, ich hab weiter unten „referentiell“ geschrieben… muss natürlich mit z.
Ich bedanke mich ganz herzlich für die zahlreichen und ausführlichen Antworten. Ich denke, dass ich es verstanden habe.
Freundlichen Gruß
Inu
Falsche Antwort
Hallo!
Beispiele für Nominalphrasen finden sich oft in indirektem
passiv formulierten Behördensprech, im Juristendeutsch oder
auch in Pressemitteilungen von Behörden. Gestelzte Sprache,
unpersönlich und künstlich förmlich. Verben werden zum
Nominativ und statisch.
Was Du meinst, ist der Nominalstil mit zahlreichen Nominalisierungen. „Nomainalphrase“ ist einfach nur ein grammatikalischer Ausdruck wie Dativ oder Adverbiale oder Prädikat. Jeder deutsche Text enthält Nominalphrasen in rauen Mengen. In dem Satz „Der Bauer kommt nach Hause“ ist „Der Bauer“ eine Nominalphrase - mit Nominalstil hat das nichts zu tun.
Werden Wortungetüme gebildet, spricht man von Nominalphrasen
Nein, dann spricht man Nominalstil, Substantivierungen oder auch Funktionsverbgefügen - die Nominalphrase hat damit nichts zu tun.
http://de.wikipedia.org/wiki/Nominalphrase
http://de.wikipedia.org/wiki/Nominalstil
http://de.wikipedia.org/wiki/Funktionsverbgef%C3%BCge
http://de.wikipedia.org/wiki/Substantivierung
Gruß,
Max
Hallo!
auf eine Nominalphrase referieren, heißt, auf ein gebeuteltes
Verb als Substantiv zu treffen
Mit Verlaub, du hast nicht wirklich Ahnung von dem grammatikalischen Begriff der Nominalphrase. Was Du schreibst, liest sich zwar gelehrt, ist aber selbstzusammengereimter Schmarrn. Sorry.
Gruß,
Max