Meinst du jetzt die Rhinitis? Das weiß ich nicht. Es steht
aber da, dass sie therapieresistend war und in Folge dessen
nach abgeschlossener medikamentöser Therapie eine
Rö-NNH-Aufnahme gemacht wurde, die keinen Anhalt für eine
Sinusitis ergab.
Wenn nach abgeschlossener Therapie erst die NNH geröntgt wurde, wäre es ja auch kein Wunder, wenn sich jetzt keine Sinusitis mehr nachweisen ließe, die war dann ja auch gut überstanden.
Man hat nie wirklich raus gefunden, was genau der Erreger war.
Für die Pneumonie usw.
Es war übrigens Hochsommer.
Der Medikamentenmix der letztendlich angeschlagen hat nach 5
Tagen Behandlung mit den verschiedensten Mitteln, war:
„Darauf hin setzten wir das Kind auf Halospor i.v. über 5 Tage
und gaben dann darauf hin Gefalexin-Kapseln über weitere 5
Tage sowie 3 x 1 Tabl. Vagimid und an 3 aufeinanderfolgenden
Tagen jeweils 5ml Gammaglobulin i.v. Darunter prompte
Entfieberung.“
In der 2. Phase Zuchsolvintabl. und USI-Bronhexininhalat wg.
des pulmonalen Sekrets.
Vielleicht kann man hiermit die Erreger eingrenzen aber ich
kenne mich da ja nicht aus.
zumal das noch in der DDR war und mir extra ein Mittel aus der
Schweiz besorgt wurde. habe ich gehört.
Eingrenzen - nicht wirklich. Es handelt sich um unterschiedliche Antibiotika (teils Breitspektrumantibiotika), Immunmodulator und Schleimlöser:
Cefalexin (Cefalosporine – Antibiotikum)
Halospor (Antibiotikum – Breitsektrum) intravenös
Gammaglobuline i.v.(vorbeugend und auch während einer Immunsuppression – bei Antikörpermangellage)
Vagimid (eigentlich Vaginaltabletten mit Wirkstoff: Metronidazol gegen anaerobische Keime bzw. auch gegen Darmparasiten einsetzbar)
Zuchsolvin (keine Ahnung – Schreibweise?)
Bromhexidin – Schreibweise? (Sekretolytikum)
… ungewöhnliche Vorgehensweise, aber schließlich befand man den Keim als recht resistent, er sprach also nicht auf die üblichen Antibiotika an. Außerdem musste auch alles schnell geschehen, ernste Situation. Es erfolgte keine Keimbestimmung, kein Antibiogramm, (hätte es zu lange gedauert oder es gab keine Möglichkeit?) sodass nicht das wirksamste Antibiotikum herausgetestet wurde, die haben irgendwie alles mögliche genommen.
Ich weiß nur, dass ich bis zu meinem 14-15. Lebensjahr jedes
Jahr aufs neue mit Nasennebenhöhlen- und
Stirnhöhlenvereiterungen zu kämpfen hatte. Vorzugsweise im
Sommer.
Heutzutage könnte man im erneuten Falle einer resistenten Infektion wirklich mal eine Keimbestimmung machen lassen.
Jetzt ist meine Nasenschleimhaut ziemlich dünn und ich habe
auch öfter im Winter plötzliches, starkes Nasenbluten. Dann
kann ich mich mit dem Kopf übers Klo hängen bis ein ganzer
Schlauch raus kommt.
Eklig.
Damit nicht die Nasenschleimhaut im Winter zu stark austrocknet, kann man mit regelmäßig durchgeführten Nasenspülungen mit 0,9%iger warmer NaCl-Lösung vorbeugen, was ja auch hilft die Keimvermehrung im Zaum zu halten.
Es wäre schön, wenn hier noch ein Arzt vorbeischauen würde, um evt. etwas zur damals stattgefundenen Infektion zu sagen.
Alles Gute für Dich
Renate