Hallo Wolfgang,
Die wesentliche Prägung im Umgang mit Menschen, mit der
Umwelt, mit Konflikten und Streit, in seinen
Ausdrucksmöglichkeiten, seinem Verhältnis zu Bildung, Wissen
und Glauben, im Verhältnis zu materiellen Dingen u. v. m.
erhält Dein Kind von DIR.
aber nur bis zu einem gewissen Alter.
Die Chancen, die sich Deinem Kind
eröffnen lassen und die es sich selbst eröffnet, hängen stark
an der elterlichen Prägung und - falls überhaupt - nur
nachrangig daran, ob eine Schule privat oder öffentlich
getragen wird.
Das kann ich zwar bestätigen, aber es hängt auch stark vom persönlichen Engagement der Lehrer an dieser Schule ab. Meine Tochter hatte damals viel Glück mit der ersten Lehrerin, so hat Schule (bis auf die unvermeidlichen Widerwärtigkeiten wie frühes Aufstehen usw.) immer Spaß gemacht.
Mit der Auswahl einer bestimmten Schule hast Du Einfluß auf
das Umfeld, in dem Dein Kind einen großen Teil seiner Zeit
verbringen wird. Du hast damit Einfluß, aus welchen Schichten
sich das Umfeld rekrutiert,
und auch Einfluss darauf, woher das Kind seine Freunde sich aussucht.
Es gibt Umgebungen, in
denen elterliches Geld, Statussymbole oder religiöse
Autoritäten den Ton angeben.
Das ist aber nicht auf eine Schulart beschränkt.
Dein Kind wird sein Leben lang in einer dem Bevölkerungsquerschnitt
entsprechenden Umgebung klar kommen müssen - warum nicht auch
in der Schule? Besondere Neigungen und Begabungen lassen sich
dennoch besonders fördern.
Dem kann ich wiederum uneingeschränkt zustimmen.
Die Erziehung Deines Kindes ist Deine Aufgabe.
Hm, was machen eigentlich Eltern, die dieser Aufgabe nicht gewachsen sind?
Pädagogen und
Fachlehrer werden ihren Beitrag leisten, aber entscheidend
bleibt DEIN Beitrag.
Und dieser Satz ist schuld daran, dass ich mich diesmal nicht zu einem Sternchen durchringen konnte. Ich kannte aus dem Freundeskreis meiner Tochter zuviele Eltern, die ihre Kinder eben nicht optimal fördern konnten. Und diese Kinder fallen leider beim deutschen Schulsytem hinten runter.
Unvergessen die beste Freundin meiner Tochter, die als Kindergartenkind die Spiele, die ich mit meiner Tochter und meinem Neffen machte (Wortkette usw.) mühelos mitgemacht hat, aber mangels elterlicher Förderung den Sprung auf keine Art von weiterführender Schule geschafft hat.
Gruß, Karin