Was ist Eva?

Hallo Dahinden,

Die Schlange war das schlauste Tier. Das heisst doch nicht,
dass sie schlauer ist als Gott. Wenn Gottes Ebenbild auf sie
reinfällt, ist das nur das Zeichen dafür, dass der Mensch eben
gerade nicht mehr in allem Gottes Ebenbild ist, wenn das auch
bereits in dem Augenblick indiziert ist, da Gott dem Menschen
etwas verbietet.

Wenn Gott der Menschin etwas verbietet, die es aber nicht einhält und Gott dann zu Strafmaßnahmen greift… dann ist Gott entweder nicht so schlau wie die Schlange oder Gott hat ein Machtproblem.

Wenn Gott aber allmächtig ist, wieso kann dann eine unbedeutende Schlange ein so planmäßiges Ziel erreichen, das Ebenbild Gottes in die Irre zu führen?

Ich sehe darin Widersprüche, und anscheinend war also diese Schlange vor diesem Gott da, und sie ist sogar mächtiger als Gott.

Wie der weitere Verlauf der Geschichte zeigt,
hätte der Mensch möglicherweise die Unsterblichkeit erhalten,
aber er hört nur, wie Gott sagt „sonst musst du sterben“ und
wie die Schlange sagt „keinesfalls musst du sterben“. Also
stellt sich nur eine Frage an den Menschen: Gott vertrauen
oder der Schlange? Dem Schöpfer oder dem Geschöpf?

Würde denn so ein Gott, den man als allmächtig definiert, etwas erschaffen, das ihn dann zum Narren halten könnte? Und ist es nicht auch merkwürdig, dass so ein Gott angeblich ein Ebenbild erschafft, das dann aber doch nicht so sehr ein Ebenbild sein kann?

Erkenntnis
gegen das Gebot Gottes suchen, nur um ihrer selbst willen,
oder vertrauen, dass die Erkenntnis im Gehorsam gegenüber Gott
die grössere und bessere ist? Und diese Frage stellt sich bis
heute.

Warum sollte man denn einem Wesen gehorchen, dass nicht einmal in der Lage ist, einer Schlange gegenüber rechtzeitig klar zu machen, dass die Mensch/innen nur da zu da sind, um zu gehorchen… aber eben nur diesem Gott?

MfG, IHF

Was ist die Schlange (gewesen)???

so einfach ist es nicht

Strafmassnahmen

müssen nicht ergriffen werden. Die Menschen sind von Natur aus sterblich. Gott sagt zwar „wenn du von dem Baum isst, musst du sterben“. Das heisst aber nicht, dass der Mensch sonst automatisch unsterblich wäre, sondern allenfalls, dass er, falls er recht handelt, einmal vom Baum der Unsterblichkeit essen darf. Dies aber weiss der Mensch (noch) nicht.

Wenn Gott aber allmächtig ist, wieso kann dann eine unbedeutende
Schlange ein so planmäßiges Ziel erreichen, das Ebenbild Gottes
in die Irre zu führen?

weil Gott nicht immer einfach anwesend ist. Er kommt zu denen, die beten, aber doch nicht einfach immer zu allen.

sie ist sogar mächtiger als Gott

das kann ich nicht nachvollziehen

Würde denn so ein Gott, den man als allmächtig definiert, etwas
erschaffen, das ihn dann zum Narren halten könnte

selbstverständlich. Darum nennen ihn bedeutende Theologinnen (jawohl, hauptsächlich Frauen) „Narr aus Liebe“. Vgl. sinngemäss Hildegard von Bingen, Therese von Avila und wörtlich Silja Walter.

Und ist es nicht auch merkwürdig, dass so ein Gott angeblich ein
Ebenbild erschafft, das dann aber doch nicht so sehr ein Ebenbild
sein kann

Nun, es hat einen freien Willen, d. h. es hört einen Ausspruch Gottes und kann sich nun frei entscheiden, ob es diesem Ausspruch gehorchen will. Gehorcht es ihm, bleibt es Ebenbild, gehorcht es ihm nicht, führt der freie Wille von Gott weg.

Ein grosser Irrtum ist es hingegen, zu glauben, die Menschen seien nur dazu da,

um zu gehorchen

Gruss
Mike

Strafmassnahmen

müssen nicht ergriffen werden.

Was ist dann eine Vertreibung, und die weiteren Folgen… all diese Mühsal und die Schmerzen, nur so?

Die Menschen sind von Natur aus
sterblich.

Sie waren aber doch das Ebenbild Gottes, also waren sie auch unsterblich.

Gott sagt zwar „wenn du von dem Baum isst, musst du
sterben“. Das heisst aber nicht, dass der Mensch sonst
automatisch unsterblich wäre, sondern allenfalls, dass er,
falls er recht handelt, einmal vom Baum der Unsterblichkeit
essen darf. Dies aber weiss der Mensch (noch) nicht.

Du meinst, es sei den Menschen und Menschinnen in Aussicht gestellt gewesen, von etwas zu nehmen, durch das sie einmal doch unsterblich geworden wären - hätten sie sich nicht schon von allein das genommen, waa sie gerade nicht ohne Gottes Willen hätten nehmen sollen?

Wenn Gott aber allmächtig ist, wieso kann dann eine unbedeutende
Schlange ein so planmäßiges Ziel erreichen, das Ebenbild Gottes
in die Irre zu führen?

weil Gott nicht immer einfach anwesend ist.

Gott ist immer überall, sieht alles, ist immer überall da.
Oder was ist sonst „Gott“?

Er kommt zu denen,
die beten, aber doch nicht einfach immer zu allen.

Das verstehe ich nicht… was ist aber dann mit denen, die beten, zu Gott, aber trotzdem z.B. in einer Gaskammer elendig erstickten?
Hat Gott da wieder einmal mehr unter Beweis gestellt, dass er eben nicht allmächtig ist? Und wenn er das nicht ist, was ist dann „Gott“?

sie ist sogar mächtiger als Gott

das kann ich nicht nachvollziehen

Sie ist machtvoll, weil sie Gottes Schwäche nutzt, womit sich zeigt, dass Gott nur ein Wesen unter anderen sein kann, aber nicht das höchste Wesen, aber vielleicht ist Gott auch gar kein Wesen?

Würde denn so ein Gott, den man als allmächtig definiert, etwas
erschaffen, das ihn dann zum Narren halten könnte

selbstverständlich. Darum nennen ihn bedeutende Theologinnen
(jawohl, hauptsächlich Frauen) „Narr aus Liebe“. Vgl.
sinngemäss Hildegard von Bingen, Therese von Avila und
wörtlich Silja Walter.

Ja, und damit bestätigt sich nur, dass Gott ein Wesen unter anderen ist; denn nur ein Wesen, dass nicht allmächtig ist, kann eine (Selbst-)Verliebtheit mit Liebe verwechseln und in der Folge so dermaßen versagen, wie dieser Gott.

Und ist es nicht auch merkwürdig, dass so ein Gott angeblich ein
Ebenbild erschafft, das dann aber doch nicht so sehr ein Ebenbild
sein kann

Nun, es hat einen freien Willen, d. h. es hört einen Ausspruch
Gottes und kann sich nun frei entscheiden, ob es diesem
Ausspruch gehorchen will. Gehorcht es ihm, bleibt es Ebenbild,
gehorcht es ihm nicht, führt der freie Wille von Gott weg.

Das schließt sich einfach aus; entweder hat man einen freien Willen oder man hat ihn nicht. Alles andere ist Erpressung… oder Zynismus… und das schließt auf ein Wesen, dass sehr schwach ist.

Ein grosser Irrtum ist es hingegen, zu glauben, die Menschen
seien nur dazu da,

um zu gehorchen

Wenn sie nicht gehorchen sollten, was sollten sie dann?

Gruß, IHF

Hallo
(Ẹva) =„Lebendige“, „Lebende“; wahrscheinlich mit dem hebr. Verb chajáh, „leben“,
Iceage Zitat…was hat dann die (listige) Schlange gemacht,
die schlauer war als das, was „Gott“ machen konnte, der Adam nach seinem Ebenbild machte. Zitat Ende
die Schlange, Satan, die Urschlange, der Teufel, selbst ein gefallener Engel der in Eden erst Eva durch eine Schlange betrog, er wird als die Urschlange bezeichnet, und deshalb wurde der Ausdruck „Schlange“ gleichbedeutend mit dem Schimpfwort „hinterhältiger Betrüger“…. Und Adam hörte dann auf seine Frau….
Die Schlussfolgerung:
die Intelligenz Gottes kann man niemals bezweifeln, er gab dem zuerst vollkommenen von ihm erschaffenen Engel, dann den Menschen (den er in seinem Ebenbild erschaffen hat), den freien Willen, der leider missbraucht wurde, es bewirkte Unvollkommenheit und Tod bis heute…der freie Wille war’s. Da lt. Jesus- er muss es wissen- z.B. in Luk.4:3-13, 10:18, u. a. bei einer Gelegenheit dazu einige klare Aussagen über den Teufel machte, nach Joh.12:31 u.a. ist er gar Fürst dieser Welt, wird es nach dem Bericht in Genesis mit Eva wohl so gewesen sein, siehe auch 1. Tim.2:14- …Schlachter 2000. Der Rest ist Glaube.… Joh.17:3 Gruß Speedy two

Hi

Die Schlange wurde vor allem als Anti-Bild abgebildet WEIL sie in den umliegenden orientalischen Traditionen so verehrt wurde.

Man wollte sich abgrenzen von diesen Schlangenanbetern. Das wird auch nochmal ganz deutlich bei Moses und der ehernen Schlange, eine ähnliche Anspielung wie beim goldenen Kalb, nur etwas verdreht.

  1. Könige 18,4: 4 Er tat die Höhen hinweg und zerschlug die Bildsäulen, und rottete die Aschera aus, und zertrümmerte die eherne Schlange, welche Mose gemacht hatte; denn bis zu jenen Tagen hatten die Kinder Israel ihr geräuchert, und man nannte sie Nechustan.

Bildsäulen: Anti Bilderverehrung
Aschera: weibl. Prinzip von Göttern, geht auf eine kanaanitische Göttin zurück
Schlange: Wurde genauso zum Götzen, wie sie es anderswo war.

lg
Kate

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Hallo,

Und welchen Schluss muss man daraus für die Intelligenz
„Gottes“ ziehen?

ich ziehe meinen Schluß hier auf die Intelligenz der Fragesteller,
welche die Mythen und Geschichten der Bibel wie einen Tatsachenbericht
hinterfragen.

Gruß VIKTOR

‚diesmal ist sie’s‘…
Wer Eva war können wir nicht wissen, denn es gibt zwei scheinbar widersprüchliche Berichte.
Der erste sagt: „Gott schuf den Menschen in seinem Bilde, / im Bilde Gottes schuf er ihn, / männlich, weiblich schuf er sie:“ Gen 1.27 ff). Für Luther war diese Textstelle so bedeutend, daß er sie in Großbuchstaben schrieb: „VND SCHUFF SIE EIN MENLIN VND FREWLIN“.
Kurz darauf folgt die merkwürdige zweite Schöpfungsgeschichte der Isch („Eva“), die nur im Kontext diskursfähig wird (meine ich): Der Mensch benennt alle Tiere, und Gott befindet, daß ihre Namen diejenigen sein sollen, die der Mensch ihnen gibt (Gen 2.19ff). Gott läßt hier also zu, daß der Mensch seine Schöpfung „vereinnamt“ (der „Rechtschreibfehler“ ist in diesem Wort beabsichtigt). Nun folgt die bekannte Geschichte, derzufolge „Eva“ (die danach von Adam „Ischa“ genannt wurde), aus einer dem Menschen entnommenen Rippe geschaffen wurde (Gen 2.21). Daraufhin ruft ja der Mensch: „Diesmal ist sie’s!“ - was für ein merkwürdiger Satz! - und er fährt fort: „Bein von meinem Gebein, / Fleisch von meinem Fleisch! / Die sei gerufen / Ischa, Weib“ (Gen Gen 2.23).
Ischa war ja bereits erschaffen von Gott, hier wird sie benannt und dadurch „erkannt“ - ein Wort, das ja in der Bibel auch als Synonym für vögeln erscheint.
Klar, wenn man(n) will, kann man(n) hier die Festschreibung des patriarchalen Machtanspruchs des Mannes über die Frau herauslesen. Jedenfalls ist Ischa (oder halt „Eva“) die erste Philosophin - denn weniger als nach ihrem Mann (oder nach Gott) gelüstet sie nach der Erkenntnis, was gut und böse sei. Also nimmt sie das Angebot der Schlange an - und gewinnt dadurch die Scham.
Wer ist also Eva? Die Frau, die das Bewußtsein dem „paradiesischen“ Glückszustand des naturhaften Wesens vorzieht? Das wäre eine sehr emanzipierte Sicht; für mich persönlich ist es die interessanteste - obwohl ich mir im wirklichen Leben meine Ischa durchaus gern als Rückkehrerin in die eher paradiesischen Gefilde vorstelle - und sie zuweilen auch so erlebe.

Es ist

den Menschen und Menschinnen in Aussicht gestellt gewesen, von etwas
zu nehmen, durch das sie einmal doch unsterblich geworden wären -
hätten sie sich nicht schon von allein das genommen, waa sie gerade
nicht ohne Gottes Willen hätten nehmen sollen

Genau. Das gilt ebenso für die Sterblichkeit wie für die Vertreibung, die Mühsal und die Schmerzen.

Gott ist immer überall, sieht alles, ist immer überall da.

Gott k a n n immer überall sein, alles sehen, immer überall dasein.
Wenn Du betest, kannst Du fest darauf vertrauen, dass das gehört wird.
Wenn aber ein Mensch flucht, ist es für Gott ein Leichtes, mal kurz wegzuhören - zum Glück dieses Menschen.

Oder was ist sonst „Gott“?

Gott ist das vollkommene Wesen. Da wir hier nicht genau wissen können, was das ist, können wir auch nicht wissen, was Gott ist. Es gibt Anhaltspunkte, Annäherungen, Analogien. Z. B. dass Gott nicht lügt, oder dass Gott Gedanken hat, die uns unverständlich bleiben, oder dass Gott den freien Willen zulässt und also dass Gott uns verborgen ist (sonst wären wir überwältigt und hätten keinen wirklich freien Willen), oder dass Gott überzeitlich, allgütig und allweise sei
und dass Gott inkognito den Menschen erscheinen könne, um sie auf einen besseren Weg zu bringen und ihnen etwas Liebe zu schenken oder als Tröster auch in gewisser Weise auch immer bei ihnen zu bleiben, solange sie es eben wollen.
Diejenigen, die beten, aber trotzdem elendiglich umkommen, sind da natürlich ein harter Brocken (die Theologie hört dort so ziemlich auf, man nennt das die Theodizeefrage); immerhin kann Gott gerechtfertigt dastehen, wenn Gott selber auch mal gelitten hat und elendiglich ohnmächtig umgekommen ist.
Was wir am

Wesen

Gott insbesondere nicht begreifen, ist, warum uns der freie Wille gelassen wird, also z. B. der Wille, das Geschöpf höher zu achten als den Schöpfer.

nur ein Wesen, dass nicht allmächtig ist, kann eine (Selbst-)
Verliebtheit mit Liebe verwechseln und in der Folge so dermaßen
versagen, wie dieser Gott

was meinst Du damit

Zynismus

braucht es nicht, um die Menschen sich selbst zu überlassen. Die wollen das ja so oft!

Wenn sie nicht gehorchen sollten, was sollten sie dann

Man nennt es leben.

Gruss
Mike

Das ist historisch korrekt
Stellt den wahrscheinlichsten kulturellen Hintergrund auf interessante Weise dar. Ich hatte 2 Kön 18 gesucht, danke.

Theologisch ist die Schlange insofern von Belang, als dass sie für alles Mögliche steht, was man überschätzt. Also sie bedeutet alle weltlichen Dinge, die man vergöttlicht.

Gruss
Mike

Hallo.

wenn Adam Mensch bedeutet, was ist dann Eva?

Nach der Torah, Bibel ist Eva (Chawa) der Name für den weiblichen Teil des geteilten Menschen und der verbleibende männliche Rest heisst weiterhin Adam (Adom).

Und wenn „Gott“ alles gemacht hat, wer oder was hat dann die
(listige) Schlange gemacht, die schlauer war als das, was
„Gott“ machen konnte, der Adam nach seinem Ebenbild machte?

Zum einen hat nach dem Text auch G’tt die Schlange erschaffen und da sie hier als Diener G’ttes vorgestellt wird, muss man dieses auch für diese Stelle annehmen, dass sie hier alleine im Auftrag G’ttes handelt.

Ansonsten ist mir nicht ganz klar, warum du meinst, nach der Erzählung wäre die Schlange schlauber als irgendwer gewesen?

Und welchen Schluss muss man daraus für die Intelligenz
„Gottes“ ziehen?

Wenn man einen Text erst einmal nicht versteht, sollte man sicherlich nicht über die Intelligenz des Autors, noch über die Figuren aus dem Buch urteilen, sondern vielleicht versuchen, entweder den Text zu verstehen oder in als für einen unverständlich zur Seite legen. Oder nicht?

Gruss,
Eli

Hallo!

Wenn Gott der Menschin etwas verbietet, die es aber nicht
einhält und Gott dann zu Strafmaßnahmen greift… dann ist
Gott entweder nicht so schlau wie die Schlange oder Gott hat
ein Machtproblem.

Da fehlt die Logik.

Grüße

Andreas

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Hallo Mike.

aber er hört nur, wie Gott sagt „sonst musst du sterben“ und
wie die Schlange sagt „keinesfalls musst du sterben“.

Wobei die Schlange ja noch „trickreicher“ vorging, in dem sie sich zum einen an die Frau wandte, an welche das Verbot selbst nicht direkt ging und zum anderen, wandelt die Schlange das „Verbot“ ja ab und spricht vom Berühren und nicht vom „Essen“. Als dieses dann alles so bei Adam ankommt, ist der Selbstbetrug schon perfekt.

Aber wie du dann ausführst, fragt G’tt zurecht: „Wo bist DU ?“

Gruss,
Eli

israelitischer Schlangenkult aus Midian
Hi,

Die Schlange wurde vor allem als Anti-Bild abgebildet WEIL sie in den umliegenden orientalischen Traditionen so verehrt wurde.

Wieso als Anti-Bild?
Der Schlangenkult, den Hiskia in 2. Könige 18 stoppt, ist, wie der Text selbst zeigt, derselbe, den die Israeliten aus Midian mitgebracht haben, und auf den sich auch die Episode 4. Mose 21.9 bezieht.

Näheres über diesen Nechusch’tan -Kult hab ich hier zusammengefaßt:
/t/eherne-schlange/4300859/9

Es gibt deutliche Hinweise, daß aus Midian, genauer: aus der Kupfermine in Timna, ebenfalls die Mischkan, die sog. „Stiftshütte“ stammt.

Die Schlange im Paradiesmythos 1.Mose 2.4ff ist aber, ebenso wie einige andere bestandteile des Paradiesmythos, ein ganz und gar anderes mythenhistorisches Erbe. Der Lilu ist ein als Schlange gedachter Baumdämon sumerisch/akkadischer Herkunft. Der an ihn assoziierte Nacht- und Sturmdämon Ardat Lili ist der Vorläufer des späteren israelitischen Dämons Lilith.

Näheres dazu ebenfalls im Archiv:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Man wollte sich abgrenzen von diesen Schlangenanbetern.

Ja, aber erst in der Königszeit. Und die Schlange des Paradiesmythos hat wie gesagt einen ganz anderen Hintergrund. Sie hat mit diesem Schlangenkult nichts zu tun.

Gruß
Metapher

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Zitat: Was ist die Schlange (gewesen)???
Die Schlange oder Drache, Satan die Urschlange, der die ganze bewohnte Erde irreführt, auch so wird er in der Bibel bezeichnet- ein Meister der Täuschung und v.m.
Zitat: ich ziehe meinen Schluss hier auf die Intelligenz der Fragesteller,
welche die Mythen und Geschichten der Bibel wie einen Tatsachenbericht
hinterfragen.Zitat . Ende
Die Bibel sagt ähnliches- 1.Tim.1:3,4… nicht aber für solche die nach Verständnis darin suchen und es auch finden können.
Eine andere Überlegung wäre:
Würden nur Mythen und Sagen in der Bibel enthalten sein, würde sie wahrscheinlich auch nicht mehr Beachtung finden als ein normales Märchenbuch…
Zitat: Wenn man einen Text erst einmal nicht versteht, sollte man sicherlich nicht über die Intelligenz des Autors, noch über die Figuren aus dem Buch urteilen, sondern vielleicht versuchen, entweder den Text zu verstehen oder in als für einen unverständlich zur Seite legen. Oder nicht? Zitat Ende
Ein wahres Wort, es gibt sie noch, Menschen mit Unterscheidungsvermögen
herzlichen Dank Gruß Speedy two

Hi,
die Schlange war mal a) listig und b) Gottheit (die eherne Schlange).
Zudem beteten die Israeliten auch das Goldene Kalb (Stier Aspis) an .
lg O

http://de.wikipedia.org/wiki/Eherne_Schlange

http://www.hannelore.org/grossegoettin/schlange.htm

Huhu VIKTOR,

wäre ich nicht so blöde, wie Du meinst, dass ich es sein müsste, würde ich fast auf den sicher weit hergeholten Gedanken kommen, Du könntest gar auch anerkanntes Mitglied einer gewissen Organisation hochintelligenter Menschen sein.

LG, IHF

Hallo Dahinden,

nur ein Wesen, dass nicht allmächtig ist, kann eine (Selbst-)
Verliebtheit mit Liebe verwechseln und in der Folge so dermaßen
versagen, wie dieser Gott

was meinst Du damit

„Gott“ - attribuiert mit vollkommen und allmächtig - setzt das Zutrauen alles Lebendigen voraus, und die Macht „Gottes“ kann nur bestehen, wenn das Gleichgewicht der natürlichen Verhältnisse besteht.

Die Männer, die über „Gott“ schrieben, waren aber eben nicht „vollkommen“ wie „Gott“, und darum erfanden sie den sogenannten Sündenfall, auch, weil sie meinten, „Gott“ habe sie nach diesem göttlichen Ebenbild erschaffen… was angesichts der menschlichen Grausamkeiten doch recht gewagt sein musste.
Das Ganze ist also ein verzweifelter Akt, den „Gott“ doch noch zu einem vollkommenen Wesen zu kreieren; so ist Gott es, aber nicht mehr der Mensch - außerdem ist noch der Widerspruch da, dass die Menschen von Anfang an „gut und böse“ unterscheiden hätte können müssen, weil sie ja wie „Gott“ gewesen sein sollen… Würde ein allmächtiges - und somit auch vollkommenes - Wesen ein anderes Wesen schaffen, das nach seinem Ebenbild auch ebenso vollkommen und allmächtig wäre, dann wäre es auch von Anfang an fähig gewesen, „gut und böse“ zu unterscheiden.

Also wenn „Gott“ letztlich doch nicht allmächtig ist, dann hat er auch versagt, weil „er“ nicht das Gleichgewicht alles Lebendigen, das Zutrauen ALLER hatte, und so konnte ein anderes Wesen (Schlange genannt) die Unvollkommenheit und den Mangel an etwas, Intelligenz, nutzen… es war also mit etwas ausgestattet, das „Gott“ nicht besaß… und so kann man interpretieren - mehr kann es ja nie sein -, dass die alten Männer, die sich diesen schwierigen Problemen ihrer Gottesvorstellung (Gott ist wie ich, ich bin wie Gott (gewesen)) widmeten, eigentlich vor schier unmöglichen geistigen Problemen standen… und sowas konnte nur ein „böses“ Wesen (Schlange, auch Eva) in ihnen hervorgebracht haben… das Bewusstsein dafür, dass „Gott“ nicht allmächtig/ vollkommen sein kann… oder aber das Bewusstsein, dass „Gott“ sie, diese Männer, doch niemals nach einem göttlichen Ebenbild erschaffe hatte… beides muss schmerzlich gewesen sein?

MfG, IHF

so einfach ist es nicht
Hallo IceageHatnochFragen,

Gott

setzt das Zutrauen alles Lebendigen voraus

oder zieht es an Sich.

außerdem ist noch der Widerspruch da, dass die Menschen von Anfang
an „gut und böse“ unterscheiden hätte können müssen, weil sie ja
wie „Gott“ gewesen sein sollen

Diese Diskrepanz zwischen dem Schöpfer und dem Ebenbild zeigt sich ja darin, dass Gott etwas verbieten/vorenthalten kann. Sie ist nicht zu leugnen.
Das Ebenbild des Vollkommenen wurde nicht als vollkommen betrachtet. Wenn also Gott „konstruiert“ wird (bspw. wenn eine philosophische Herleitung der Gottesexistenz und Seiner Eigenschaften betrieben wird), besteht stets schon das Vorzeichen des unvollkommenen Menschen.

Gott ist letztlich allmächtig. Dass das Zutrauen des Menschen fehlt, zeigt nur, dass dieser seinen freien Willen gebrauchen kann, nicht aber, dass er Gott in allem ebenbürtig wäre. Die Ebenbildlichkeit ergibt sich unter anderem zwar aus dem freien Willen, dessen falscher Gebrauch führt aber zum fehlgeleiteten Vertrauensakt. Was Gott nicht besitzt, ist der Hass, denn Gott ist die Liebe. Das „böse“ Wesen, wie Du es nennst, ist nichts als Täuschung, hier in der Gestalt der Selbsttäuschung Adams (vgl. Posting von Elimelech).

Dass die Erkenntnis, wenigstens in einem Sinn nicht wie Gott zu sein, für den Menschen schmerzlich ist, ist selbstverständlich.
Gruss.

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Danke, Dahinden, für Deine geduldigen Antworten:smile:

LG, IHF