Lieber A.Kenn,
ehrlichgesagt bin ich mehr als überrascht über diese Anfrage - denn ich bin beileibe kein Experte - weder für Faulheit, noch für Dummheit. Bestenfalls bin ich da ein Naturtalent.
Und ernsthaft geschrieben: Nein, eigentlich kenne ich das aus meiner eigenen Erfahrung genau andersherum - da werden Leute „zu selten“ faul oder dumm genannt - und im Betrieb mitgeschleppt, obwohl sie bewußt den Arbeitsgang torpedieren. Und zudem aber auch auf Kosten der engagierten Mitarbeiter leben. Aber das nur am Rande…
Viel mehr würde mich eigentlich interessieren, wohin Ihre Frage genau zielt, aus welchen Motiven sie enstprungen ist - denn so einfach ins Blaue hinein halte ich sie nicht für adäquat beantwortbar. Und wer-weiss-was ist ja nicht einfach nur dazu da um Fragen mal einfach in die Menge zu werfen, bloß weil sie grade durch den Kopf trudeln. Zumindest hatte ich das bisher so verstanden…
Trotzdem der -kurz gehaltene- Versuch: Naturgemäß wird man mit Faulheit alles Verhalten bezeichnen, dass entgegen einer gemeinhin anerkannten Einschätzung weniger Arbeit verrichtet, als notwendig. Der Kontext spielt da wohl auch mit hinein: Wer sein Geld für sich arbeiten lassen kann, weil er genug hat wird wohl kaum faul genannt werden, wenn er das halbe Jahr nur am Strand liegt - wer hingegen arbeiten müßte und doch nur Arbeitslosengeld bezieht schon eher.
Dummheit hingegen ist durch viele Filme erfolgreich torpediert worden (Forrest Gump ist nur einer von vielen „eigentlich dummen Helden“) - setzt aber doch auch voraus, dass man ein „durchschnittliches“ Wissen voraussetzt - und Dummheit eben bei Unterschreitung desselben attestiert. Wer tatsächlich glaubt 2 und 2 sei ungefähr ein halbes Dutzend - der hat ein Problem in Interaktion mit Anderen und vor allem beim Bezahlen von Rechnungen.
Ehrlichgesagt glaube ich, dass die Bewertung von Begriffen wie „Faulheit“ und „Dummheit“ auch gar nicht abgezogen werden sollte. Denn genau das macht sie ja aus. Wer „dumm“ ist, schadet sich damit (gewollt oder ungewollt) selber. Und das ist schlecht. Das selbe gilt für den Faulen. Es ist ein ähnliches Phänomen, wie wenn man einen Krieg nur noch einen Konflikt nennt, um ihn zu verharmlosen.
Eine ganz andere Frage wäre es natürlich, sich damit zu beschäftigen, ob unsere Maßstäbe für „Dummheit“ und „Faulheit“ richtig sind. Das aber ist etwas, was nun wiederum meine Kompletenzen übersteigt. Suchen Sie’s sich aus - entweder bin ich zu dumm oder zu faul dazu… 
Mit zwinkernden Grüßen
T. K.
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