Hallo Leute
Es gibt ja bei der Gravitation den Widerspruch zwischen ART und Quantenmechanik:
in der ART ist Gravitation eine Krümmung des Raumes, hervorgerufen durch Masse. Anziehungskräfte sind nichts weiter als geometrische Phänomäne von Objekte, die einfach nur den kürzesten Weg durch die Raumzeit nehmen und aufgrund der Krümmung derselben mit der Ursache der Krümmung kollidieren. Ein Stein fällt also auf den Boden, wenn man ihn fallen lässt, weil das der kürzestmögliche Weg des Steins durch die Raumzeit ist.
Die Quantenmechanik sieht in der Gravitation aber eine der Grundkräfte, die über das Austauschteilchen „Graviton“ übertragen wird. Wobei das Graviton die Kraft zwischen zwei Objekten austauscht. Problem dabei: Gravitation wirkt über enorme Distanzen und lässt sich nicht abschirmen. Dem Graviton müssen daher recht abenteuerliche Eigenschaften zugestanden werden.
Angeregt durch die Diskussion über das Higgs-Feld/-Teilchen habe ich mir überlegt, ob das Graviton nicht in Wirklichkeit zwischen dem Objekt mit Masse und dem Raum selbst wechselwirkt. Die Gravitation wäre demnach keine Kraft, die zwei Objekte sich gegenseitig anziehen lässt sondern eine Kraft, die den Raum direkt krümmt.
Beim Higgs-Teilchen wird ja problemlos akzeptiert, dass es zwischen Objekten und einem völlig hypothetischen Higgs-Feld interagiert.
Vorteil: der scheinbare Widerspruch löst sich in Luft auf. Für die ART ändert sich praktisch nichts - Masse löst weiterhin eine Krümmung des Raums hervor - wenn auch nicht einfach so (gibt es eine vernünftige Erklärung in der ART, warum Masse den Raum krümmt? den Schwachsinn mit der Gummiplane und den darauf liegenden Murmeln habe ich schon viel zu oft gehört.) sondern eben über eine Kraft. Die restlichen Formeln bleiben völlig intakt. Und für die Quantenmechanik ändert sich auch nicht viel. Ob das Graviton nun mit einem anderen Objekt oder einem „Gravitationsfeld“ interagiert, muss spätestens seit Postulierung des Higgs-Teilchens wurscht sein. Die Kraft an sich bleibt aber bestehen, muss aber nicht mehr so abenteuerliche Eigenschaften haben: es reicht, dass das Graviton eine sehr kurze Reichweite hat und nur den Raum direkt um das Objekt herum krümmt. Eine gewisse „Elastizität“ des Raums vorausgesetzt (he - laut aktueller Urknalltheorien kann der Raum sich überlichtschnell ausdehnen - und das ist allgemein akzeptiert!), bewirkt das, dass der Raum trotzdem auch in grosser Entfernung „mitgekrümmt“ wird. Die Raumkrümmung kann man auch nicht abschirmen. Da der Raum selbst nicht den Gesetzen der SRT unterliegt, spricht prinzipiell nichts dagegen, dass sich die Raumkrümmung mit Überlichtgeschwindigkeit ausdeht (wiederrum: der Raum kann sich offenbar mit Überlichtgeschwindigkeit ausdehnen).
Beide Theroien bestehen also weiterhin fast unverändert. Sspricht ja auch nichts dageben, dass das Graviton seine derzeitig POSTULIERTEN aber nicht BEWIESENEN Eigenschaften behält.
Ich gebe zu, dass ich sowohl von der ART als auch von Quantenmechanik unwesentlich mehr als nichts verstehe. Trotzdem denke ich, dass mein Ansatz Hand und Fuss hat - zumindest mehr als so manche anderen Theorien, die in diesem Forum gepostet wurden.
Daher die Frage an die wirklich Wissenden: Was spricht gegen meine Theorie? Sie scheint mir nämlich so offensichtlich zu sein, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass sie noch kein echter Wissenschafter angedacht hat.
Und ja, ich weiss: es ist eine Vermutung und keine Theorie - schließlich fehlt der gesammte wissenschaftliche Unterbau.
Aber bitte nur halbwegs fundierte Gegenargumente. Argumente nach dem Motto „steht so in den Lehrbüchern, also kannst du gar nicht Recht haben“ sollten seit dem Ende der heiligen Inquisition aus der Mode gekommen sein.
lg
Erwin
PS: Rache für Giordano Bruno!
