Was ist groupware?

Ich suche noch nach einer griffigen Erklärung für meinen Unterricht: Was ist das charakteristische an Groupware, insbes. Notes-Datenbanken? Hat jemand einleuchtende Beispiele für Anwendungen, die ich mit einer Notes-DB, aber nicht mit einer relationalen DB bedienen kann.

Die Unterscheidungen, die ich bisher verwende, finde ich noch nicht ausreichend:

relational: geeignet für exakte, strukturierte Daten (Zahlen, alles was berechnet wird, alles was nur in Echtzeit genutzt werden kann)
Notes: sehr geeignet für unstrukturierte Daten (Texte, Notizen, etc., alles was nicht berechnet, sondern ausgewertet und interpretiert wird, alles was in komplexen Gruppen zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten genutzt werden soll)

Anfangs glaubte ich, damit eine gute Erklärung zu haben, aber mittlerweile finde ich immer mehr Beispiele für das Gegenteil, sodaß die Erklärung nicht mehr charakteristisch ist.

Hat jemand eine Idee, wie man einem Fremden „Notes“ in wenigen Worten erklären kann?

Ich bin gespannt.

also ich denke da an dinge wie „rechtesystem“, jeder sieht nur das, was er sehen soll, ohne einen riesen administrationsaufwand, sicherheitsfunktionen, gutes zusammenspiel von intra-/internet undundund…

nur ein paar schlagworte :smile:

gruß kitty

Ich suche noch nach einer griffigen Erklärung für meinen
Unterricht: Was ist das charakteristische an Groupware,
insbes. Notes-Datenbanken? Hat jemand einleuchtende Beispiele
für Anwendungen, die ich mit einer Notes-DB, aber nicht mit
einer relationalen DB bedienen kann.

Meiner Meinung kann es die nicht geben. Ich glaube man kann alles, was man mit Notes machen kann, im Prinzip auch mit einer relationalen Datenbank und einer der üblichen Hochsprachen machen.

Aber: Man kann die Sachen, die Notes kann, in wesentlich kürzerer Zeit entwickeln. Eine kleine Diskussionsdatenbank ist mit Notes wirklich schnell erstellt - selbst wenn man nicht die Schablone nutzt - in z. B. 3 Tagen. Etwas Vergleichbares in Java oder C++ mit oder ohne Datenbank braucht sicherlich ein Vielfaches davon, ist also zu teuer und wird so nie realisiert.

Worauf ich hinaus will: Es gibt Programme, die man in Notes erstellen kann und in anderen System nicht, weil sie (nur) in Notes bezahlbar sind.

Die Unterscheidungen, die ich bisher verwende, finde ich noch
nicht ausreichend:

relational: geeignet für exakte, strukturierte Daten (Zahlen,
alles was berechnet wird, alles was nur in Echtzeit genutzt
werden kann)
Notes: sehr geeignet für unstrukturierte Daten (Texte,
Notizen, etc., alles was nicht berechnet, sondern ausgewertet
und interpretiert wird, alles was in komplexen Gruppen zu
unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten genutzt
werden soll)

Eine Trennung aufgrund der Struktur der Daten? Naja, RichText-Entsprechungen in relationalen Datenbank sind wohl eher selten oder umständlich.

Ein wichtiges Kriterium ist sicherlich die Menge. Wenn jemand mal versucht hat, in Notes mehr als 100.000 Dokumente in einer Datenbank zu halten, wird wissen, was ich meine. Für relationale Systeme sind Millionen von Datensätzen kein Problem (bei gleicher Rechnerbasis).

Ich kenne wenige Datenbanksysteme mit eingebauter Entwicklungsumgebung, mit E-Mail-Fähigkeiten und mit eingebautem Rechtesystem bis auf den einzelnen Datensatz runter.

Das sind die Stärken von Notes. Und einfach einzustellende und zu wartende Replikation, „unstrukturierte“ Datentypen wie RichText, eingebauter Web-Server, eingebauter E-Mail-Server usw.

Ich kann Groupware nicht definieren, möchte es eigentlich auch gar nicht versuchen, aber der Begriff hat sicherlich etwas mit Software und Gruppen zu tun. Software, die Gruppen in ihrer Eigenschaft als Gruppe bei der Zusammenarbeit unterstützt. Typische (Notes-)Anwendungen sind z.B. Diskussionsdatenbanken, Workflow-Anwendungen mit E-Mail-Benachrichtigung und „Schwarze Bretter“.

HTH
Thomas Bahn