Hallo,
ich habe eine einfache und doch schwere Frage: was ist Integration?
Was bedeutet Integration für dich?
Wann ist jemand „integriert“ und was bedeutet das für diesen Menschen und für die Menschen drum herum?
Wie definiert man den Begriff „Integration“?
Was hat das neue Zuwanderungsgesetzt damit zu tun?(by the way: weiß jemand wo ich alles dazu finde, also was da alles genau drin stehen soll und so?)
Dankeeeee,
Greeetz
Naddi
Hallo,
ich habe eine einfache und doch schwere Frage: was ist
Integration?
Was bedeutet Integration für dich?
Integration ist, dass jeder, der eine fremde Kultur, Sprache, Religion, Weltanschauung, usw. mitbringt, diese in einem defnierten andersartigen Umfeld (Staat, Volk) weiterhin pflegen kann, ohne dass ihm von diesem definierten Umfeld irgendwelche Nachteile drohen.
Integration heißt nebeneinander her zu leben bis hin zur Möglichkeit eines Staates im Staate.
Grüße
Heinrich
(der Assimilation viel sinniger findet)
Integration ist, dass jeder, der eine fremde Kultur, Sprache,
Religion, Weltanschauung, usw. mitbringt, diese in einem
defnierten andersartigen Umfeld (Staat, Volk) weiterhin
pflegen kann, ohne dass ihm von diesem definierten Umfeld
irgendwelche Nachteile drohen.
Aber ist das dann nicht Separation im Sinne von getrennter Lebensweise? Jeder lebt seine eigene Identität, ohne Einfluss auf anderen zu nehmen oder beeinflusst zu werden.
Bedeutet nicht Integration gerade die Beeinflussung der Identitäten untereinander?
Zum Beispiel hat die Integration von italienischen Gastarbeitern in Deutschland in den 60ern dazu geführt, dass sich auch die deutsche Lebensweise, am besten zu sehen an der kulinarischen Bereicherung, verändert hat. Dinge, die man heute für selbstverständlich hält, kamen erst durch die Integration von Ausländern und ausländischer Kultur. Somit verändert sich die eigene Kultur immer wieder und wird neu definiert. Das hat allerdings nichts mit Kulturverlust, sondern eher mit Kultur-Evolution zu tun.
Ciao
Kaj
Fehlinterpretation
Integrsation heißt nicht nebeneinander leben, sondern miteinander. Der Integrationswillige ist der Bewegende, nicht der statische. Er muss sich dem neuen Umfeld anpassen. Er muss derne Werte akzeptieren und als seine annehmen. Dies heißt nicht, dass er seinen Glauben, seine Gefühlswelt anpassen muss. Doch die Gesetze und Moralauffassung des Umfeldes akzeptieren und dasnach zu leben
Grüße
Raimund
Nur teilweise
Hallo Raimund,
Er muss sich dem neuen Umfeld anpassen. Er muss
derne Werte akzeptieren und als seine annehmen. Dies heißt
nicht, dass er seinen Glauben, seine Gefühlswelt anpassen
muss. Doch die Gesetze und Moralauffassung des Umfeldes
akzeptieren und dasnach zu leben
Tja, und das „Umfeld“ darf unbeweglich bleiben? Nein. Die Menschen, die dieses Umfeld darstellen, sollten lernen, die Unterschide zu akzeptieren und sogar als Bereicherung ihrer Kultur ansehen.
Gruß
Camilla
Hallo Camilla,
Die
Menschen, die dieses Umfeld darstellen, sollten lernen, die
Unterschide zu akzeptieren und sogar als Bereicherung ihrer
Kultur ansehen.
Seinen Gefühlswelt akzeptieren ja, doch nicht um sich selbst zu ändern.
Eine Änderung etgibt sich von alleine, wenn der Umwelt etwas am Integrationswilligem gefällt.
Nicht die Masse muss sich dem Einzelnen anpassen, sondern der Einzelne der Masse.
Akzeptiert dies der Einzelne nicht, ist er ein Integrstionsunwilliger.
Grüße
Raimund
Hi!
Tja, und das „Umfeld“ darf unbeweglich bleiben? Nein. Die
Menschen, die dieses Umfeld darstellen, sollten lernen, die
Unterschide zu akzeptieren und sogar als Bereicherung ihrer
Kultur ansehen.
Das musst du mal näher erklären.
Wenn die Minderheit eine Kultur pflegt, in der es eine klare Trennung zwischen „Männerwelt“ und „Frauenwelt“ gibt …
wenn der Mann aus dieser Minderheitenkultur seine Frau stets drei Schritte hinter sich gehen lässt …
wenn die Minderheitenkultur Frauen klar macht, dass sie nur zweitklassige Menschen sind und dem Manne zu dienen haben …
wenn der Mann seiner Frau vorschreibt, wie sie sich in der Öffentlichkeit zu kleiden und zu verhalten hat …
wenn Frauen gegen ihren Willen verheiratet werden und bei einem Ausbruch aus dieser Zwangsehe Schande über die Familienehre bringen, die nur durch Blut gesühnt werden kann …
… dann darf ich das als Mitglied des Mehrheitskulturkreises als Bereicherung meiner Kultur ansehen?
Ich wusste nicht, dass wir uns auf dem Weg ins 15.Jahrhundert befinden.
Ich bleibe dabei: Integration ist Schrott. Assimilation ist der einzige Weg.
Grüße
Heinrich
Aber ist das dann nicht Separation im Sinne von getrennter
Lebensweise? Jeder lebt seine eigene Identität, ohne Einfluss
auf anderen zu nehmen oder beeinflusst zu werden.
Bedeutet nicht Integration gerade die Beeinflussung der
Identitäten untereinander?
Zum Beispiel hat die Integration von italienischen
Gastarbeitern in Deutschland in den 60ern dazu geführt, dass
sich auch die deutsche Lebensweise, am besten zu sehen an der
kulinarischen Bereicherung, verändert hat. Dinge, die man
heute für selbstverständlich hält, kamen erst durch die
Integration von Ausländern und ausländischer Kultur. Somit
verändert sich die eigene Kultur immer wieder und wird neu
definiert. Das hat allerdings nichts mit Kulturverlust,
sondern eher mit Kultur-Evolution zu tun.
Werfen wir doch mal einen Blick ins Lexikon:
Integration gibt es in verschiedenen Bereichen: soziologisch, psychologisch, verfassungsrechtlich, völkerrechtlich, wirtschaftlich, physiologisch und mathematisch. Uns dürfte der soziologische Aspekt interessieren. Richtig?
Also:
soziologische Integration: Bezeichnung für einen gesellschaftlichen Prozess der bewusstseinsmäßigen bzw. erzieherischen Eingliederung von Personen und Gruppen in bzw. ihre Anpassung an allgemein verbindliche Werte- und Handlungsmuster. Der Grad der Integration bestimmt das Ausmaß der Übereinstimmung der Gesellschaftsmitglieder über die gemeinsamen Ordnungsprinzipien und damit die gesellschaftliche Stabilität. Totale Integration bedeutet „Einfrieren“ des gesellschaftlichen Status quo und Unfähigkeit zu Wandes und Anpassung.
Dagegen:
Assimilation in Soziologie und Ethnologie: Bezeichnung für den sozialen Prozess der Angleichung von Menschen, die inmitten einer anderen ethnischen und rassischen Gruppe leben. Wesentliches Merkmal ist die Übernahme der sozialen Wertesysteme und der Verhaltensweisen der umgebenden Gruppe, im Unterschied zur Akkulturation, der Verlust jeglichen Gruppenbewusstseins bei der assimilierten Gruppe. Ein Assimilierungsvorgang stockt gewöhnlich immer dort, wo zwischen zwei ethnischen oder rassischen Gruppen starre Klassen- oder Kastenunterschiede, Unterschiede in Sprache, Religion, Bildung und Besitz nicht überwunden werden und sich ein politisch-soziales und ethnisches Machtgefälle entwickelt (Dissimilation, z.B. die Autonomiebestrebungen ethnischer Minderheiten)
[beides aus: Meyers Großes Taschenlexikon]
Du kannst dir aussuchen, welcher Begriff für die Menschen vorteilhafter ist.
Grüße
Heinrich
Hallo,
dein Artikel ist gespickt mit Vorurteilen.
Fremde Kulturen sind immer eine Bereicherung, da sie uns mit unterschiedlichen Gesichtspunkten konfrontieren.
Und unsere Kultur ist nicht unbedingt immer fortschrittlich.
Deine Ausländerfeinldichkeit ist auch nicht sonderlich fortschrittlich.
Gruß
Camilla
Werfen wir doch mal einen Blick ins Lexikon:
Integration gibt es in verschiedenen Bereichen: soziologisch,
psychologisch, verfassungsrechtlich, völkerrechtlich,
wirtschaftlich, physiologisch und mathematisch. Uns dürfte der
soziologische Aspekt interessieren. Richtig?
Also:
soziologische Integration: Bezeichnung für einen
gesellschaftlichen Prozess der bewusstseinsmäßigen bzw.
erzieherischen Eingliederung von Personen und Gruppen in bzw.
ihre Anpassung an allgemein verbindliche Werte- und
Handlungsmuster. Der Grad der Integration bestimmt das Ausmaß
der Übereinstimmung der Gesellschaftsmitglieder über die
gemeinsamen Ordnungsprinzipien und damit die gesellschaftliche
Stabilität. Totale Integration bedeutet „Einfrieren“ des
gesellschaftlichen Status quo und Unfähigkeit zu Wandes und
Anpassung.
Dagegen:
Assimilation in Soziologie und Ethnologie: Bezeichnung für den
sozialen Prozess der Angleichung von Menschen, die inmitten
einer anderen ethnischen und rassischen Gruppe leben.
Wesentliches Merkmal ist die Übernahme der sozialen
Wertesysteme und der Verhaltensweisen der umgebenden Gruppe,
im Unterschied zur Akkulturation, der Verlust jeglichen
Gruppenbewusstseins bei der assimilierten Gruppe. Ein
Assimilierungsvorgang stockt gewöhnlich immer dort, wo
zwischen zwei ethnischen oder rassischen Gruppen starre
Klassen- oder Kastenunterschiede, Unterschiede in Sprache,
Religion, Bildung und Besitz nicht überwunden werden und sich
ein politisch-soziales und ethnisches Machtgefälle entwickelt
(Dissimilation, z.B. die Autonomiebestrebungen ethnischer
Minderheiten)
[beides aus: Meyers Großes Taschenlexikon]
Du kannst dir aussuchen, welcher Begriff für die Menschen
vorteilhafter ist.
Grüße
Heinrich
Hallo Heinrich,
verstehe ich das richtig:
Assimilation bedeutet, dass sich eine Hälfte der Gruppe und zwar die hinzu kommende an die schon dagewesene insofern anpasst, dass sie vollständig alles übernimmt und alles was davor war aufgibt.
Aber bedeutet Integration an sich nicht, dass dich zwei Gruppen aufeinander zubewegen, niemand alles aufgeben muss, sondern jeder einen Teil von sich so verändert dass beides zusammenpast. Sozusagen eine Mitte finden. ???
Ich weiß dass viele denken assimilation wäre Integration…gut, wenn man es frei wählt kann es ja so sein, aber ist es nicht grundsätzlich eine völlig blödsinnige Annahme?
Greeetz
Naddi
Integration ist, dass jeder, der eine fremde Kultur, Sprache,
Religion, Weltanschauung, usw. mitbringt, diese in einem
defnierten andersartigen Umfeld (Staat, Volk) weiterhin
pflegen kann, ohne dass ihm von diesem definierten Umfeld
irgendwelche Nachteile drohen.
Integration heißt nebeneinander her zu leben bis hin zur
Möglichkeit eines Staates im Staate.
Grüße
Heinrich
(der Assimilation viel sinniger findet)
Theoretisch ist das ja richtig, zumindest die eine Hälfte von Integration. Man darf nicht dazu gezwungen sein etwas aufgeben zu müssen. Auf der anderen Seite fehlt bei der ganzen Sache irgendwo die Anpassung. Assimilation ist Schwachsinn, das ist wie wenn du einem Christen sagst er darf nicht an Buddah glauben, wenn er weiterhin Weihnachten feiert!
Greeetz
Naddi
Aber ist das dann nicht Separation im Sinne von getrennter
Lebensweise? Jeder lebt seine eigene Identität, ohne Einfluss
auf anderen zu nehmen oder beeinflusst zu werden.
Bedeutet nicht Integration gerade die Beeinflussung der
Identitäten untereinander?
Zum Beispiel hat die Integration von italienischen
Gastarbeitern in Deutschland in den 60ern dazu geführt, dass
sich auch die deutsche Lebensweise, am besten zu sehen an der
kulinarischen Bereicherung, verändert hat. Dinge, die man
heute für selbstverständlich hält, kamen erst durch die
Integration von Ausländern und ausländischer Kultur. Somit
verändert sich die eigene Kultur immer wieder und wird neu
definiert. Das hat allerdings nichts mit Kulturverlust,
sondern eher mit Kultur-Evolution zu tun.
Ciao
Kaj
Danke, das ist echt mal jemand der es blickt. Nicht: „Die müssen machen/die müssen sich integrieren!“ Sondern: „Wir müssen machen/wir müssen uns Integrieren!“
Leider sehen viel zu viele Deutsche die sogenannten „Ausländer“ als Gäste, die nur zu besuch da sind und irgendwann wieder gehen. Die „nicht von hier kommen“. Nach dem Motto: „Du bist Gast hier, du fasst hier nichts an!“
Greeetz
Naddi
Aber auch: Wir müssen uns anpassen! Wir müssen uns genauso verändern und unseren Part zur Integration beitragen!
Greeetz
Naddi
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Das musst du mal näher erklären.
Wenn die Minderheit eine Kultur pflegt, in der es eine klare
Trennung zwischen „Männerwelt“ und „Frauenwelt“ gibt …
wenn der Mann aus dieser Minderheitenkultur seine Frau stets
drei Schritte hinter sich gehen lässt …
wenn die Minderheitenkultur Frauen klar macht, dass sie nur
zweitklassige Menschen sind und dem Manne zu dienen haben …
wenn der Mann seiner Frau vorschreibt, wie sie sich in der
Öffentlichkeit zu kleiden und zu verhalten hat …
wenn Frauen gegen ihren Willen verheiratet werden und bei
einem Ausbruch aus dieser Zwangsehe Schande über die
Familienehre bringen, die nur durch Blut gesühnt werden kann
…
… dann darf ich das als Mitglied des Mehrheitskulturkreises
als Bereicherung meiner Kultur ansehen?
Ich wusste nicht, dass wir uns auf dem Weg ins 15.Jahrhundert
befinden.
Ich bleibe dabei: Integration ist Schrott. Assimilation ist
der einzige Weg.
Grüße
Heinrich
Hallo Heinrich,
meinst du nicht, dass die deutsche Kultur genauso schlechte Seiten hat? Dass wir genauso fehlerhaft sind? Nichts ist perfekt! Hieß es nicht auch immer, dass türkische Familien immer viele Kinder haben? Was ist daraus geworden? Was ist mit den türkisch-deutschen Ehepaaren die schon in der 3. Generation hier sind? Die die Sprache sprechen und sich angepasst haben. Die trotzdem noch ihre Religion ausüben, ihre Musik hören etc…
So und jetzt erzähl mir du, dass du noch nie einen Döner gegessen hast!!!
Greeetz
Naddi
Seinen Gefühlswelt akzeptieren ja, doch nicht um sich selbst
zu ändern.
Eine Änderung etgibt sich von alleine, wenn der Umwelt etwas
am Integrationswilligem gefällt.
Nicht die Masse muss sich dem Einzelnen anpassen, sondern der
Einzelne der Masse.
Akzeptiert dies der Einzelne nicht, ist er ein
Integrstionsunwilliger.
Grüße
Raimund
Sorry Raimund, da muss ich dir wiedersprechen. Beide Seiten müssen sich aufeinander zu bewegen, egal ob Mehrheit oder Minderheit!
Hi!
Aber auch: Wir müssen uns anpassen! Wir müssen uns genauso
verändern und unseren Part zur Integration beitragen!
Das bedeutet also, dass die Frauen in D einen Großteil ihrer in den letzten 100 Jahren erkämpften Rechte wieder aufgeben müssen, weil die Frauen, die zwar hier leben, aber einer fremden Kultur angehören, diese Rechte verwehrt bleiben?
Ich finde es z.B. sehr fragwürdig, dass Töchter aus muslimischen Familien an Klassenfahrten nicht teilnehmen dürfen, weil ihre Religion vorschreibt, sie dürfen sich ohne einen männlichen Familienangehörigen nicht weiter von zuhause entfernen als ein Kamel an einen Tag laufen kann (ist gerichtlich bestätigt).
Ich finde es z.B. sehr fragwürdig, wenn Töchter aus muslimischen Familien sich vom Schulsport befreien lassen, da sie im Sportunterricht Haut zeigen müssen (Sport verstößt gegen das Sittlichkeitsgebot, was von deutschen Gerichten anerkannt ist).
Was machen wir, wenn muslimische Eltern ihre Kinder aus dem Unterricht nehmen, wenn im Geschichtsunterricht humanistische Themen diskutiert werden, wenn im Kunstunterricht der „David“ von Michelangelo oder die „Leda mit dem Schwan“ von da Vinci besprochen werden, oder wenn im Deutsch-Unterricht Texte gelesen werden, die gegen die Sittlichkeit eines Moslems verstoßen - sollen die Kinder muslimischer Eltern dann auch vom Unterricht freigestellt werden?
Sollen wir Rückschritt zugunsten einer falschen Toleranz in Kauf nehmen?
Grüße
Heinrich
Hi!
verstehe ich das richtig:
Assimilation bedeutet, dass sich eine Hälfte der Gruppe und
zwar die hinzu kommende an die schon dagewesene insofern
anpasst, dass sie vollständig alles übernimmt und alles was
davor war aufgibt.
Aber bedeutet Integration an sich nicht, dass dich zwei
Gruppen aufeinander zubewegen, niemand alles aufgeben muss,
sondern jeder einen Teil von sich so verändert dass beides
zusammenpast. Sozusagen eine Mitte finden. ???
Ich weiß dass viele denken assimilation wäre
Integration…gut, wenn man es frei wählt kann es ja so sein,
aber ist es nicht grundsätzlich eine völlig blödsinnige
Annahme?
Nehmen wir ein Beispiel aus der Vergangenheit:
Im 17., 18. und 19.Jahrhundert sind viele Menschen aus Deutschland in die USA (bzw. die britischen Kolonien in Nordamerika) ausgewandert - allein im 19.Jahrhundert ging das in die Millionen. Deutsche Sprache, deutsche Kultur, deutsches Brauchtum stieß auf engliche Sprache, angelsächsische Kultur. Für die deutschen Auswanderer gab es zwei Möglichkeiten: sie brachten ihre Kultur in die bestehende Kultur ein, vermengten sich aber über die Jahre und gingen in der Kultur ihrer neuen Heimat auf. Sie assimilierten. Ihre deutschen Wurzeln lassen sich vielfach nur noch durch Familienstammbäume und Nachnamen dokumentieren.
Oder die deutschen Einwanderer pflegten ihr Brauchtum, ihre Sprache weiter, ohne in der Masse der Bevölkerung aufzugehen. Sie haben alle Rechte, die jeder andere amerikanische Bürger auch hat. Sie unterliegen auch allen Pflichten, die jedem amerikanischen Bürger auferlegt sind. Die Amish in Pennsylvania sind so eine Bevölkerungsgruppe - integriert, aber nicht assimiliert.
Gleiches gilt für andere Bevölkerungsgruppen in den USA, die sich durch die Hautfarbe unterscheiden: Farbige, Asiaten, Latinos sind integriert, aber nicht assimiliert. Dagegen kann man z.B. in Brasilien in gewissem Maße eine Assimilierung der Rassen feststellen.
Ich bleibe bei meinem Statement, dass Integration eine rechtliche Gleichstellung, aber immer eine sichtbare kulturelle Grenze zwischen Bevölkerungsgruppen bedeutet. Im schlimmsten Falle führt dies zu Konflikten, Unruhen und der Forderung nach territorialer Autonomie (siehe aktuell Spanien und das Baskenland, oder vor gut zehn Jahren das Auseinanderfallen des Vielvölkerstaates Jugoslawiens trotz aller gesellschaftlichen Integration).
Nur wenn unterschiedliche Kulturkreise sich wirklich miteinander vermischen und ineinander aufgehen (eben Assimilation), können uns solche Probleme erspart bleiben.
Grüße
Heinrich