Was ist los mit mir? (lang)

Hallo zusammen,

irgendwie habe ich das Gefühl nicht ganz „normal“ zu sein. Manchmal bin ich so ein „Arschloch“ und reagiere bei Kleinigkeit völlig über. Im nächsten Moment könnte ich schon heulen, wenn ich sehe wenn andere Menschen so zu ihren Mitmenschen sind. Neulich zum Beispiel hat eine ältere Frau bei einem Einkaufswagen den Euro oder den Chip falsch eingeschoben und irgendwo untergeschoben. Der war weg. Sie (verzweifelt) „Und nun?“ und ihre Tochter(?) hat sie voll angepfiffen „Boah, bist du dumm“ etc. Ich musste mich wegdrehen und habe erstmal still in mich hineingeweint. Die Szene fand ich voll schlimm. Noch schlimmer finde ich, dass ich selbst in der Situation GENAU so wie die jüngere Frau reagiert hätte.

Mein Mann hat auch unter mir zu leiden. Bei kleinsten Sachen drehe ich völlig frei und schreie ihn an, beschimpfe ihn und bin echt gemein. Ich will so nicht sein. Ich will das nicht. Ich liebe meinen Mann und habe Angst, dass ich ihn dadurch vergraule. Wenn mir irgendwas nicht passt, dann raste ich sehr schnell aus. Danach hat sich die Sache aber auch genauso schnell erledigt. Ich denke, nein ich weiß, dass ich andere Menschen mit diesem Verhalten verletze. Mir tut es hinterher auch immer total leid, aber IN der Situation habe ich mich überhaupt nicht unter Kontrolle. Das ist irgendwie wie ein festgesetztes Verhaltenmuster, aus dem ich nicht ausbrechen kann. Ich kann mich selbst nicht leiden, wenn ich so bin. Ich frage mich manchmal, wie mein Mann es schafft mich trotzdem zu lieben. Und er ist soooooo lieb zu mir. Er tut alles für mich. Und trotzdem behandle ich ihn manchmal wie den letzten Dreck. Das macht mich fertig. Warum tue ich das? Warum??? :frowning:

Komme ich da irgendwie allein wieder raus? Kann ich selbst was tun? Oder sollte ich mir Hilfe suchen? Ist mir überhaupt zu helfen?

Verzweifelte Grüße
ausnahmefall

Hallo Ausnahmefall
First of all: Du bist kein Ausnahmefall.
Du fragst, was Du tun kannst. Als erstes: Diesen Deinen Nickname hier ändern. Weil Du eben - wiegesagt.
Viele Menschen haben so ein ähnliches Problem. Man nennt es „affektinkontinent“. Schon mal gehört?
Macht auch nix, ist ja nur ein Wort.
Bist Du sonst mit Deinem Leben zufrieden? Läuft es „rund“ ? Oder würdest Du gern anders leben?
Was würdest Du ändern wollen an / in Deinem Leben?
Gruß,
Branden

Hallo Branden,

danke schonmal für deine Antwort.

First of all: Du bist kein Ausnahmefall.
Du fragst, was Du tun kannst. Als erstes: Diesen Deinen
Nickname hier ändern. Weil Du eben - wiegesagt.

Naja… Diesen Nick habe ich schon seit vielen Jahren. Eigentlich überall, wo ich mich im Internet so rumtreibe… :wink: Ich denke, das hat mit dem Problem nichts zu tun. Der war eigentlich damals nur so eine „Schnapsidee“.

Viele Menschen haben so ein ähnliches Problem. Man nennt es
„affektinkontinent“. Schon mal gehört?

Nein :frowning:

Macht auch nix, ist ja nur ein Wort.

Gut :smile:

Bist Du sonst mit Deinem Leben zufrieden? Läuft es „rund“ ?

Hmmm. Ja. Und nein.

Oder würdest Du gern anders leben?

Nicht vollständig, nein.

Was würdest Du ändern wollen an / in Deinem Leben?

Meinen Job. Als allererstes meinen Job. Ich bin da voll zerrissen, was ihn angeht. Zu 50% liebe ich ihn und zu 50% hasse ich ihn. Durch den Job haben meine Mann und ich nicht allzu viel Zeit füreinander. Ich arbeite im Wechselschichtsystem und immer 12 Stunden. Diesen Monat z.B. über 250 Stunden. Das hasse ich. Allerdings mache ich mich nicht tot und kann viel „machen“ z.B. surfen, meinem Hoby (lesen) nachgehen usw. Das ist natürlich toll. Manchmal fühle ich mich voll unterfordert, manchmal genieße ich es, „meine Ruhe“ zu haben. Die meisten meiner Kollegen habe ich auch ganz gern. Meinen Chef nicht. Er terrorisiert uns wo er kann. Dem ist aber leider nicht wirklich beizukommen. Naja und so weiter. Also wie gesagt, irgendwo ist der Job klasse, irgendwie nicht. Wenn ich mich so richtig nur für schwarz oder weiß entscheiden müßte, könnte ich das nicht. Möchte ich einen anderen Job? Nein. Ja. Ich möchte den Job behalten, aber wesentlich weniger arbeiten. Leider geht das nicht. Auch aus finanziellen Gründen…
Dann habe ich einen (noch) unerfüllten Kinderwunsch. Zwar erst seit einem halben Jahr und eigentlich noch nichts dramatisches, aber es fängt an, an mir zu nagen.
Zu meiner Beziehung, falls es wichtig ist: Ich liebe meinen Mann. Ich liebe ihn wirklich. Ich will ihm nicht weh tun. Wenn es ginge, möglichst nie wieder. Er ist so lieb zu mir und tut so viel für mich. Ich versuche ihm das zurück zu geben und tue ihm dennoch immer wieder weh. Er sagt, es ist nicht so schlimm. Ich finde es schlimm. Wie gesagt, ich weine manchmal, wenn ich daran denke, was ich ihm so alles zumute. Im übrigen verstehe ich mich auch mit seinen Eltern und seiner Schwester ganz toll. Sein Bruder ist eher eigenartig. Der lehnt alle Partner seiner Geschwister aus Prinzip ab. Das tut mir schon weh, aber ich sage nichts dazu. Ich habe ja meinen Mann geheiratet und nicht seinen Bruder. Auch der Rest der Familie ist voll lieb! Mein Mann ist auch der Grund, warum ich überhaupt was an mir ändern möchte/muß bzw. überhaupt erstmal merke, daß ich es will. Nicht, weil er es verlangt! Nein, weil ICH es von mir verlange. Er hat es nicht verdient so behandelt zu werden! Keiner hat das, aber bei anderen Menschen kann ich mich meistens zurückhalten. Bei anderen habe ich selten diese „Aussetzer“.

Danke Branden, daß du geantwortet hast. Jetzt fühle ich mich schon nicht mehr ganz so schlecht.

Liebe Grüße
ausnahmefall

1 „Gefällt mir“

Hallo Du,

da ich genauso bin, wie Du es beschreibst, weiss ich glaub ich, denk ich, wie es Dir geht. Bei mir hat man in der Therapie relativ schnell die Überschrift „Borderline-persönlichkeitsstörung“ gefunden und damit in eine Kategorie gezwängt, in der ich jetzt scheinbar aufgeräumt bin. Was es hilft? nichts. Wahrscheinlich hast auch Du manchmal den Wunsch „normal“ zu sein, ich aber sage Dir:
„In einer wahnsinnigen Welt ist der Wahnsinnige der einzige Gesunde!“
Wer es schafft „NORMAL“ zu sein, der hat einfach ein großes Potential das Chaos, die Gewalt und die Unmenschlichkeit der Bedingungen, unter denen wir Leben, zu verdrängen und zu leugnen.
Das Du siehst, dass das was Du machst, nicht in Ordnung ist, und das Du nichts so sein willst, ist der erste Schritt. Es brauch jetzt gerade Menschen wie uns, die nicht an sich selbst verzweifeln, sondern die versuchen, etwas zu verändern, und Veränderung fängt immer beim einzelnen an! Leider kann ich Dir keine Rezepte ausstellen, bin selbst viel zu verzweifelt und hin-und hergerissen, was das Richtige wäre, das es zu tun gilt. Aber: mach Dich auf die Suche, es gibt eine Menge Menschen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, Lösungen für unser Dilemma zu finden. Das gibt Halt und schafft Zuversicht.
Und vielleicht findest Du in Deinem Mann einen Mitkämpfer - nichts ist wertvoller als jemanden zu haben, mit dem man gemeinsam diesen Weg gehen kann, jemanden, der an einen glaubt und der nicht aufgibt, daran zu glauben, das es eine bessere Zukunft gibt.
Das wichtigste aber ist: nimm Dich selbst an die Hand und verspreche Dir, dass Du Dich nicht aufgibst und glaub an das Potential das in Dir steckt! Das ist ganz sicher da, denn sonst hättest Du dieses Mitleid nicht, von dem Du erzählt hast, das zeichnet Dich aus, das Du in der Lage bist, das Leid in der Welt zu sehen und nicht nur gleichgültig vorbeischaust.
Ich wünsche Dir alles Gute, von ganzem Herzen,
Nadja

3 „Gefällt mir“

Frage
Hallo Ausnahmefall!

Wenn du selbst unter deinem Zustand leidest und etwas dagegen machen WILLST, gibt es bestimmt auch Wege dir zu helfen. Vielleicht würde dir ein Training für Impulskontrolle schon mal helfen um nicht gleich alles was dir durch den Kopf schießt deinem Mann an den Kopf zu werfen.

Du schreibst du hättest gerne ein Kind.
Darf ich mal frech fragen woran es liegt, dass du noch keines hast?
Hab leider keine Info gefunden, wie alt du bist.
Will dein Mann vielleicht keine Kinder? So ein kleiner „Baby-Urlaub“ von der Arbeit würde dir vielleicht auch nicht schaden. Wenn mal ein Kind da ist, ists eh vorbei mit Vollzeit arbeiten. Macht dir das finanzielle Sorgen? Tut mir leid, wenn ich dich ausfrage, dass will ich nicht. Es interessiert mich einfach nur.

Momentan scheint solltest du dich mal damit etwas beruhigen, dass dein Mann es dir nicht extrem übel nimmt, wenn du mal wieder zu unsensibel bist. Männer brauchen das manchmal ja auch um sich in Erinnernung zu rufen, dass man zu seiner Frau lieb sein sollte. Würde meinem Freund vielleicht auch nicht schaden, wenn ich ihn mal ein bisschen wie Dreck behandeln würd.

lg infi

Hallo infi,

Wenn du selbst unter deinem Zustand leidest und etwas dagegen
machen WILLST, gibt es bestimmt auch Wege dir zu helfen.
Vielleicht würde dir ein Training für Impulskontrolle schon
mal helfen um nicht gleich alles was dir durch den Kopf
schießt deinem Mann an den Kopf zu werfen.

Wo findet man sowas?

Du schreibst du hättest gerne ein Kind.

Jaaaaaaaaaaaa :smile:

Darf ich mal frech fragen woran es liegt, dass du noch keines
hast?

Hat noch nicht geklappt. :frowning:

Hab leider keine Info gefunden, wie alt du bist.

27

Will dein Mann vielleicht keine Kinder?

Doch, gerne sogar! Wir üben ja auch fleißig. *grins*

So ein kleiner „Baby-Urlaub“ von der Arbeit würde dir vielleicht auch nicht schaden. Wenn mal ein Kind da ist, ists eh vorbei mit Vollzeit arbeiten. Macht dir das finanzielle Sorgen?

Naja, als „Urlaub“ würde ich das nicht sehen :wink: Denke also nicht, daß ich mit Kind weniger Stress habe. Also ich desillusioniere mich da auch nicht. Und finanziell… Es wird schon knapper werden mit dem Geld, aber nicht soooo dramatisch, weil mein Mann nicht so schlecht verdient. Direkt Angst habe ich nicht.

Tut mir leid, wenn
ich dich ausfrage, dass will ich nicht. Es interessiert mich
einfach nur.

Kein Problem :smile:

Momentan scheint solltest du dich mal damit etwas beruhigen,
dass dein Mann es dir nicht extrem übel nimmt, wenn du mal
wieder zu unsensibel bist. Männer brauchen das manchmal ja
auch um sich in Erinnernung zu rufen, dass man zu seiner Frau
lieb sein sollte. Würde meinem Freund vielleicht auch nicht
schaden, wenn ich ihn mal ein bisschen wie Dreck behandeln
würd.

Naja, aber ich will ihm halt nicht weh tun. Ich bin in solchen Situationen schon echt gemein :frowning: Da fallen dann schon böse Schimpfwörter. Manchmal habe ich dann auch eine richtige Zerstörungswut in mir, die ich rauslassen möchte, aber es Gott sei Dank bisher noch nicht getan habe. Ich könnte dann um mich schlagen oder was kaputt machen. Und mal ein bißchen wäre ja vielleicht akzeptabel, aber doch nicht soooooo extrem! O_o Ich bin ja zumindest theoretisch der Meinung, daß Schimpfwörter aus einer Beziehung raus gehören. Ich finde nicht mal, daß mein Mann ein „Dämlicher Idiot“ ist, oder eine „Drecksau“. Das sind aber Beispiele aus meinen Kontrollverlusten :frowning: Wenn ich hier sitze und versuche das zu beschreiben, macht es mich schon wieder unendlich traurig, daß ich so fies bin :frowning:

Dir auch schonmal lieben Dabk für deine Antwort

Liebe Grüße
ausnahmefall

Hallo Nadja,

boah, deine Antwort ist echt toll!

Ja, das ist meine nächste Angst. Ich gehe zum Psychologen und werde in eine Schublade gesteckt. BPS. Davon habe ich gelesen. Das was auf Wikipedia dazu steht - insbesondere im Bereich Partnerschaft - beschreibt genau wie es bei mir läuft. Im nächsten Moment halte ich von „Selbstdiagnose“ rein gar nichts. Und BPS soll ja wohl auch eine recht schwammige Diagnose sein, weil das diagnostiziert wird, wenn nix anderes so richtig passt oder so. Aber das ist bloß das, was ich so gehört und gelesen habe.

Das was du gesagt hast ist echt klasse und wenn ich mehr als ein Sternchen geben könnte, würde ich es tun! Ich gebe nicht auf! Ich kämpfe nicht nur für mich, sondern vor allem für meine Beziehung.

Ganz ganz lieben Dank Nadja!

Liebe Grüße
ausnahmefall

da ich genauso bin, wie Du es beschreibst, weiss ich glaub
ich, denk ich, wie es Dir geht. Bei mir hat man in der
Therapie relativ schnell die Überschrift
„Borderline-persönlichkeitsstörung“ gefunden und damit in eine
Kategorie gezwängt, in der ich jetzt scheinbar aufgeräumt bin.
Was es hilft? nichts. Wahrscheinlich hast auch Du manchmal den
Wunsch „normal“ zu sein, ich aber sage Dir:
„In einer wahnsinnigen Welt ist der Wahnsinnige der einzige
Gesunde!“
Wer es schafft „NORMAL“ zu sein, der hat einfach ein großes
Potential das Chaos, die Gewalt und die Unmenschlichkeit der
Bedingungen, unter denen wir Leben, zu verdrängen und zu
leugnen.
Das Du siehst, dass das was Du machst, nicht in Ordnung ist,
und das Du nichts so sein willst, ist der erste Schritt. Es
brauch jetzt gerade Menschen wie uns, die nicht an sich selbst
verzweifeln, sondern die versuchen, etwas zu verändern, und
Veränderung fängt immer beim einzelnen an! Leider kann ich Dir
keine Rezepte ausstellen, bin selbst viel zu verzweifelt und
hin-und hergerissen, was das Richtige wäre, das es zu tun
gilt. Aber: mach Dich auf die Suche, es gibt eine Menge
Menschen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben,
Lösungen für unser Dilemma zu finden. Das gibt Halt und
schafft Zuversicht.
Und vielleicht findest Du in Deinem Mann einen Mitkämpfer -
nichts ist wertvoller als jemanden zu haben, mit dem man
gemeinsam diesen Weg gehen kann, jemanden, der an einen glaubt
und der nicht aufgibt, daran zu glauben, das es eine bessere
Zukunft gibt.
Das wichtigste aber ist: nimm Dich selbst an die Hand und
verspreche Dir, dass Du Dich nicht aufgibst und glaub an das
Potential das in Dir steckt! Das ist ganz sicher da, denn
sonst hättest Du dieses Mitleid nicht, von dem Du erzählt
hast, das zeichnet Dich aus, das Du in der Lage bist, das Leid
in der Welt zu sehen und nicht nur gleichgültig vorbeischaust.
Ich wünsche Dir alles Gute, von ganzem Herzen,
Nadja

Hallo!
Also Impulskontrolle machen die Psychotherapeuten + klinischen Psychologen in der Praxis, in der ich Praktikum mache (vorrangig mit Kindern, weil sie darauf spezialisiert sind). Bin mir aber recht sicher, dass es das auch für Erwachsene geben wird. Ich würde mal bei einem Psychologen deiner Wahl anrufen und einen Termin für ein Gespräch ausmachen. Das Erstgespräch und die Diagnostik übernimmt normalerweise die Krankenkasse, also finanziell brauchst du dir da keine Sorgen zu machen.
Ich würde dir das sowieso mal raten. Schaden kann es dir bestimmt nicht. Ich habe auch irgendwie das Gefühl (ich werd jetzt sicher gleich gesteinigt), dass da bei dir mehr im Busch ist. Kann sein ich täusch mich total, leg also nicht zuviel Wert auf meine Aussage. Mein Bauchgefühl kann auch trügen, immerhin stützt es sich auf keinerlei Fakten.

Darf ich wiedermal frech sein?
Ist es medizinisch abgeklärt, warum es mit dem Kindchen nicht klappt? Bei sehr vielen Paaren stecken auch psychische Gründe hinter einem unerfüllten Kinderwunsch. Urlaub bewirkt oft Wunder. Vielleicht kann ein unverbindliches Gespräch mit einem Psychologen ja auch in dem Bereich was zu Tage fördern. Natürlich nur, wenn medizinisch gesehen alles ok ist.

Solange kann ich nur sagen: Brav weiterüben.
Ich glaube ein Baby würde deinen Stress bestimmt nicht verringern, aber das ist positiver Stress, im Vergleich zu einer Arbeit die dich oft nervt.

Viel Glück
infi

Liebe Ausnahme :smile:,

es freut mich sehr, wenn Dir mein posting etwas geholfen hat.
Und wenn Du es schaffst, erfolgreich für Dich und Deine Beziehung zu kämpfen, dann schaffst Du es auch, Dich für andere einzusetzen, wenn Dein Beistand gebraucht wird. Ich wünsche mir nichts mehr, als eine Welt, in der das GEGENEINANDER durch ein FÜREINANDER ersetzt wird, und um so härter die Bedingungen werden, umso mehr Menschen braucht es, um dieser Entwicklung entgegen zu wirken.

Mit den besten Wünschen

Nadja

Hallo Ausnahmefall (wie das meinen Überzeugungen widerstrebt, jemanden so zu nennen, verrätst Du mir den ersten Buchstaben Deines Vornamens?).

Ich hab mal gelesen, was Dein Problem ist und was bisweilen geantwortet wurde.

Zuerst mal, Selbsteinsicht ist der erste Schritt zur Besserung. Den wichtigsten und meist auch schwersten Schritt hast Du schon gemacht, in dem Du Dir selbst eingestehst, dass Du mit Dir nicht zufrieden bist. Gratulation dazu, das zeugt von Stärke. Diese Stärke sollte es Dir ermöglichen, Dein Ziel auch zu erreichen.

Ich kenne mich in Deutschland nicht aus, mit den Gegebenheiten bez. Therapien, aber bei uns in der Schweiz sagt man, man soll sich erst an den Hausarzt wenden. Der kann Dir dann einen Spezialisten empfehlen.

Ich denke, anhand Deiner Ausführungen, dass das Problem eine Unzufriedenheit ist. Womit Du unzufrieden bist, kann u.U. schwer zu ermitteln sein, denn unser Unterbewusstsein können wir selbst eigentlich nicht gut einsehen.

Ich will Dir damit jetzt nicht zu nahe treten und Dir Deinen Kinderwunsch nicht streitig machen, aber ich persönlich würde die angesprochene Situation erst klären, bevor Ihr die Familie vergrössert. Seit wann genau hast Du den Kinderwunsch? Gibt es Paralellen zu der Erkenntnis, dass Du Dich Deinem Mann gegenüber nicht immer, sagen wir, lieb verhältst? Ein Kind ist zwar etwas sehr schönes, aber wenn die Beziehung schon ein wenig gespannt ist, kann es auch kontraproduktiv sein.
Ich bin kein Psychiater, aber vielleicht sprichst Du doch nochmal mit Deinem Arzt/ Deiner Ärztin über die ganze Situation.

Gruss und alles Gute
Pascal