Was ist mit mir los?

Hallo,
also ich weiß nicht ob ich hier so richtig bin^^
auf jeden fall, ich bin 16.würde sagen ein ganz normales mädchen ;D
doch irgendwie…nja ich komm mla zum punkt.
ich muss immer losheulen.
natürlich nciht einfach so, aber in streitereien, ich kann garnihct disktuieren in einfachsten sachen weil mir immer gleich die tränen kommen…oder letztens in meiner prüfung,wusst ich was nicht und heul los vor den lehrern,obwohl ichs garnicht wollte, aberihc kann nix dagegen amchen…^^

sollt ich mla zum psychologen gehn oder so;D

Hi nylon…,

um nur auf deine Frage zu antworten

sollt ich mal zum Psychologen gehn oder so;D

ich denke, nein, nur weil man ein sensibles (oder auch übersensibles) Gemüt hat, muss bzw. braucht man nicht gleich zum Psychologen.

Um jedoch tiefer in die Thematik einzusteigen, wären einige Infos mehr ganz sinnvoll.

Das, was du schreibst, erinnert mich an meine Jugend… allerdings fing ich nicht an loszuheulen, sondern verließ türenknallend den Raum…
Der Hintergrund war, dass ich mich angegriffen fühlte. Ständig. Von fast allem. Obwohl ich heute mit fast 100%iger Sicherheit behaupten würde, dass mich keiner angegriffen hat, zumindest nicht beabsichtigt.

Und so kommt mir die Frage:
Was ist es denn, was dich in Streitereien so bewegt/berührt, dass es dir die Tränen in die Augen treibt?
Wie gesagt, aus eigener Erfahrung kommt mir der Gedanke, dass du dich vielleicht angegriffen fühlst.
Aber es gibt noch etliche Möglichkeiten mehr.
Interessant wäre diesbezüglich auch, wie dein Umfeld auf deine Tränen reagiert.
Wird die Streitigkeit, wenn du weinst, sofort geschlichtet bzw. ad acta gelegt?

Dann könnte es sein, dass du dir im Laufe deines (noch recht jungen) Lebens angewöhnt hast schnell loszuheulen, um gewisse Dinge zu erreichen, die du auf der sachlichen Ebene (=im ernsthaften Gespräch) nicht in der Lage bist auszutragen.

Da du auch die Schule erwähnst:
Wie kannst du denn mit „scheitern“ umgehen?
Kommst du damit klar, wenn du das Gefühl hast, dass du etwas nicht schaffst?

Eine Möglichkeit, die eventuell deine Situation etwas verbessern könnte, wäre die Tränen zu akzeptieren.
Ich weiß, das ist schwer, man kommt sich wie eine Heulsuse vor. Aber sensibel zu sein ist ja auch was schönes, wenn es auch gesellschaftlich nicht so anerkannt ist.
Denn alles, was wir gewaltsam zu unterdrücken versuchen, lässt sich nicht verändern.
Veränderung tritt nur dann ein, wenn wir uns so akzeptieren, wie wir sind, wenn wir all die Macken, Unzulänglichkeiten, Schwächen etc. annehmen.

Und vielleicht tröstet es dich auch ein wenig, wenn ich dir schreibe, dass das mit zunehmendem Alter sicherlich weniger wird, weil man sich dann mehr im Griff hat.
(Ob das ein erstrebenswerter Zustand ist, seine Gefühle zu unterdrücken, sei dahingestellt…)

Sei lieb gegrüßt
jeanne

Weinen, ungewollt
Hi,

ja, hier bist du richtig mit deiner Frage.

würde sagen ein ganz normales mädchen

würde ich auch sagen, auch mit dieser Eigenschaft, daß du nah am Wasser gebaut bist.

Da du gerne chattest: Passiert dir das auch, wenn du im Chat in eine Streiterei verwickelt bist? Oder nur, wenn du real Leuten gegenüberstehst?

Und im RL: Kommen dir die Tränen immer, wenn du irgendwie herausgefordert bist (Streit, Prüfung) oder auch, wenn du irgendetwas Trauriges oder Erschütterliches siehst (DVD, TV)

Das sind Fragen nur so für dich selbst, damit du es unterscheidest.

sollt ich mla zum psychologen gehn oder so;D

Ja, wenn du davon wegkommen willst, wäre ein „Psychotherapeut“ (so heißen die Leute, die du meinst) einer, der dir dabei helfen könnte. Und zwar in diesem Fall sollte es einer sein, der „Verhaltenstherapie“ macht. Das hört sich dramatisch an, ist aber der richtige Ansprechpartner für ungewollte Tränen.

Wie du so einen in deiner Nähe findest? Die Krankenkasse hat Listen von Psychotherapeuten in deiner Umgebung, die schickt sie euch auf Anfrage zu. Dann kannst du auch aussuchen, ob du lieber zu einer Frau oder zu einem Mann gehen willst.

Gruß
Metapher

Sensibilität
Hi Jeanne,

sollt ich mal zum Psychologen gehn oder so;D

ich denke, nein, nur weil man ein sensibles (oder auch übersensibles) Gemüt hat, muss bzw. braucht man nicht gleich zum Psychologen.

man nennt das zwar im Volksmund gerne „Sensibilität“, aber das tut dem Begriff Unrecht. Es hat nichts mit Sensibilität zu tun, sondern mit einem Übermaß an Irritabilität.

Und dabei kann die Verhaltenstherapie durchaus gute Hilfe leisten.

Gruß
Metapher

6 „Gefällt mir“

Hallo, informier dich mal zum Thema Schilddrüsenunterfunktion, evtl steckt auch die dahinter. Wenn da noch ein paar der Symptome dazukommen, dann solltest du mal deine Schilddrüsenwerte überprüfen lassen. Allerdings sind viele Unterfunktionssymptome auch typische Pubertätserscheinungen (GEwichtszunahme, leichter Depri, schwer aus dem Bett kommen).
Evtl hilft es schon wenn du auf deine Jodversorgung und auch deine sonstige Ernährung achtest. Wenn wirklich was zu finden war, musst du evtl Schilddrüsenhormone einnehmen. Es gibt auch Schilddrüsenerkranungen, wo kein Jod mehr gegessen werden sollte.
Also ab zum Doc und Blut auf Schilddrüsenhormone testen lassen (TSH, ft3 und ft4)

Wie gesagt Schilddrüse wär mein Alternativtip.

Gruß Susanne

Hallo,

man nennt das zwar im Volksmund gerne „Sensibilität“, aber das
tut dem Begriff Unrecht. Es hat nichts mit Sensibilität zu
tun, sondern mit einem Übermaß an Irritabilität.

Was aus einem so kurzen Posting wohl kaum diagnostisch zu entnehmen ist.

Und dabei kann die Verhaltenstherapie durchaus gute Hilfe
leisten.

Dann gehört also der größte Teil der pubertierenden Jugend in psychotherapeutische Hände? Das hättet ihr wohl gerne! Aber im Ernst, das ist günstigstenfalls ein vorübergehendes Phänomen, welches zum erwachsen werden gehört und schlechtesten falls eins, das auf einem körperlichen Problem beruht, insbesondere bei Mädchen.

Beste Grüße

Gruß
Metapher

5 „Gefällt mir“

Sensibilität & Sentimentalität
Liebe Avera,

Was aus einem so kurzen Posting wohl kaum diagnostisch zu entnehmen ist.

Das hat nichts mit Diagnose zu tun, sondern mit richtiger Begriffsverwendung. Das mit dem populären Ausdruck „Sensibilität“ gemeinte Persönlichkeitsmerkmal (das „Sensibelchen“) ist eigentlich „Sentimentalität“ (in abfälliger Form „Gefühlsduseligkeit“).

Unter Streß aber zu Tränen zu neigen - die außerdem als Gefühlsausdruck hier gar nicht hingehören, vielmehr eher zu plötzlicher Entspannung des Stresses - ist eine Sache der Erregung (Irritation), nicht der Empfindung (Sensation). Eine übersteigerte Form ist mithin eine Sache der Irritabilität, nicht der Sensibilität.

Deshalb die Rückfragen an die leidende junge Dame.

Tatsächlich wird der Begriff aber sehr häufig auch in medizinischem Zusamenhang falsch verwendet. Z.B. wenn bei Allergien von „Desensibilisierung“ geredet wird.

Der Grund liegt darin, daß die beiden Begriffe, Sensibilität und Irritabilität, in der Wissenschaftsgeschichte relativ jung sind. Sie wurden in der Biologie der Romantik bzw. in der Naturphilosophie des Deutschen Idealismus neben der „Reproduktion“ als Grundbegriffe für die Definition des Begriffs „Leben“ eingeführt.

Dann gehört also der größte Teil der pubertierenden Jugend in psychotherapeutische Hände?

Der „größte Teil“ sowieso nicht. Und von dem Rest ausschließlich der Teil, der unter dem zu häufig auftretenden Phänomen leidet, und es daher zum Verschwinden bringen möchte. Dies ist aber dem kurzen Posting zu entnehmen, es ist ja sein Hauptanliegen.

das ist günstigstenfalls ein vorübergehendes Phänomen

Genau das können wir dem Posting nicht entnehmen. Fest steht nur, daß sie damit aktuell nicht klarkommt. Und daher schrieb ich, daß ein Verhaltenstherapeut ihr helfen kann, wenn sie Abhilfe sucht.

Im Falle, daß es ein reines Streßphänomen ist, und nicht eine Sache der Sentimentalität, würde sie in der VT die Fähigkeit der Affektkontrolle erlernen. Das hilft dann :smile:

Beste Grüße

Genauso gute zurück
Metapher

7 „Gefällt mir“

Das sollte ganz normal sein!
Damit verbunden sollte auch so ein „Klos-im-Hals“-gefühl sein.

Das hängt wohl damit zusammen, dass man unter MASSIVEN STRESS steht, wenn man sich mit „Mächtigeren“ anlegt oder anlegen möchte.
Das können Lehrer, Eltern, Chefs oder auch die viel beliebtere Klassenkameradin sein.

Das sollte sich recht leicht legen, wenn man seine Gedanken schon vor dem Streit(-Gespräch) ordnet.
*Was habe ich zu einem Thema zu sagen?
*Was mache ich, wenn xyz meine sachlichen Argumente lächerlich macht?
*Was mache ich bei Beleidigung.
*Was wenn xyz mir körperlich zu nahe tritt(schubsen, anfassen).
Dadurch wirst du mit zunehmender Erfahrung unempfindlicher gegenüber diesen Stresssituationen.

!!!
Ne andere Sache wäre es, wenn du auch bei „kleinerem Stress“ in Tränen ausbrichst.
zB ne zerbrochene Tasse oder nen Riss in der Lieblingshose.
Das könnte dann schon tiefere Gründe haben.–>Arzt/Psychloge fragen

also Kopf hoch
mfg andre

PS:
„Domian“ ist kein ernstzunehmender Psychologe, also schütte blos nicht dort dein Herz aus!!!
^^Das konnte ich mir nicht verkneifen :smiley::smiley::smiley:

Hallo,

man nennt das zwar im Volksmund gerne „Sensibilität“, aber das
tut dem Begriff Unrecht. Es hat nichts mit Sensibilität zu
tun, sondern mit einem Übermaß an Irritabilität.

Was aus einem so kurzen Posting wohl kaum diagnostisch zu
entnehmen ist.

ach, aber das…

Aber im
Ernst, das ist günstigstenfalls ein vorübergehendes Phänomen,
welches zum erwachsen werden gehört und schlechtesten falls
eins, das auf einem körperlichen Problem beruht, insbesondere
bei Mädchen.

…ist einem so kurzen Posting diagnostisch zu entnehmen?

Noch viel lustiger: Wenn man mal drüber nachdenkt, umfasst dieser Absatz so ziemlich alles und nichts inkl. Ms Beschreibung und sagt unter’m Strich genau „bla“ aus. Insbesondere bei Mädchen.

Such’s Dir aus.

.m

Lieber Malte,

es wird Dir vielleicht nicht gefallen, aber es gibt tatsächlich Dinge, mit denen habe ich mich weitaus intensiver beschäftigt als Du und kenne mich tatsächlich mit diesen besser aus. Aber selbst das würde Deiner Haltung mir gegenüber nichts ändern. Macht nichts, ich hab Dich auch nicht lieb.

Schöne Grüße

Avera

2 „Gefällt mir“

Liebe Avera,

Das hat nichts mit Diagnose zu tun, sondern mit richtiger
Begriffsverwendung. Das mit dem populären Ausdruck
„Sensibilität“ gemeinte Persönlichkeitsmerkmal (das
„Sensibelchen“) ist eigentlich „Sentimentalität“ (in
abfälliger Form „Gefühlsduseligkeit“).

Unter Streß aber zu Tränen zu neigen - die außerdem als
Gefühlsausdruck hier gar nicht hingehören, vielmehr
eher zu plötzlicher Entspannung des Stresses - ist eine Sache
der Erregung (Irritation), nicht der Empfindung (Sensation).
Eine übersteigerte Form ist mithin eine Sache der
Irritabilität, nicht der Sensibilität.

Das mag so sein, ändert aber nur wenig daran, daß hierfür ein Grund vorliegt, der mit einer VT nicht zu beheben ist. Dieser Grund heißt Pubertät und das heißt Hormone.

Dann gehört also der größte Teil der pubertierenden Jugend in ::stuck_out_tongue:sychotherapeutische Hände?

Der „größte Teil“ sowieso nicht. Und von dem Rest
ausschließlich der Teil, der unter dem zu häufig auftretenden
Phänomen leidet, und es daher zum Verschwinden bringen
möchte.

Zunächst liegt einem solchen Leiden auch der Wunsch zugrunde, zu verstehen, was da überhaupt abläuft.

das ist günstigstenfalls ein vorübergehendes Phänomen

Genau das können wir dem Posting nicht entnehmen. Fest steht
nur, daß sie damit aktuell nicht klarkommt. Und daher schrieb
ich, daß ein Verhaltenstherapeut ihr helfen kann, wenn
sie Abhilfe sucht.

Dem widerspreche ich nochmals. Es gibt andere Wege, dieses Leid zu mildern, als zu versuchen, es sich abzugewöhnen.

Im Falle, daß es ein reines Streßphänomen ist, und nicht eine
Sache der Sentimentalität, würde sie in der VT die Fähigkeit
der Affektkontrolle erlernen. Das hilft dann :smile:

Die ganze Pubertät ist Streß und dauert Jahre. Zeig mir einen Jugendlichen, der nicht irgendwann die „Kontrolle“ verliert, sei es in dem er Türen knallt oder ständig in Tränen ausbricht.

LG

Avera

3 „Gefällt mir“

Bla
Oh, Du hältst Dich nicht so gern auf der Sachebene auf, oder?

1 „Gefällt mir“

Hallo,

also ich weiß nicht ob ich hier so richtig bin^^
auf jeden fall, ich bin 16.würde sagen ein ganz normales
mädchen ;D
doch irgendwie…nja ich komm mla zum punkt.
ich muss immer losheulen.
natürlich nciht einfach so, aber in streitereien, ich kann
garnihct disktuieren in einfachsten sachen weil mir immer
gleich die tränen kommen…oder letztens in meiner
prüfung,wusst ich was nicht und heul los vor den
lehrern,obwohl ichs garnicht wollte, aberihc kann nix dagegen
amchen…^^
sollt ich mla zum psychologen gehn oder so;D

Du hast hier unterschiedliche und auch konträre Antworten bekommen.
Dies liegt (auch) daran, daß eigentlich der Hintergrund Deiner
Befindlichkeit (außer daß Du 16 Jahr alt bist)nicht bekannt ist.

Hast Du dies Erscheinungen an Dir schon früher beobachtet ?
Hast Du eine körperliche Krankheit z.Z oder in der letzten Zeit
gehabt ?
Bist Du generell Unsicher oder ängstlich ?
Fühlst Du Dich irgendwie überfordert ?
Hat sich in Deinem pers. Umfeld in letzter Zeit etwas verändert ?
Dies kann sein:
Umzug oder Wechsel der Schule.
Verlust eines nahe stehenden Menschen.
Zurücksetzung, Benachteiligung durch andere.
Plötzliche Unzufriedenheit mit Deiner äußeren Erscheinung.
Eine enttäuschte oder unerwiderte Liebe.
Eine zerbrochene Freundschaft.
Sonstige Entäuschungen oder Verletzungen.
Oder noch andere Begebenheiten.

Je nach dem - sind die Antworten hier etwa zutreffend oder falsch.
Ich will Dich nicht dazu animieren auf diese Fragen hier einzugehen
sondern wollte nur aufzeigen, unter welche Kriterien Antworten auf
Dein Anliegen hier eventuell brauchbar sind oder nicht.
Gruß VIKTOR

Hallo Metapher,

ist dies also der Unterschied zwischen Affekt und Gefühl?
Wenn also jemand bspw. impulsiv ist, also keine gute Affektkontrolle hat und Gefühle übertrieben darstellt (unbewusst dramatisiert), werden die Affekte genutzt um Sensibilität „darzustellen“, um Aufmerksamkeit zu bekommen? (Bei einer hysterischen Persönlichkeit z.B.)

Der Begriff Desensibilisierung ist an der richtigen Stelle, wenn man
von der körperlichen Wahrnehmung spricht.

  1. Frage: Es gibt ein Buch, das heißt „Hochbegabt und hochsensibel“- sind sehr intelligente Menschen sensibler oder irritabler (durch mehr Verzweigungen der nervlichen Leitungen) als weniger intelligente?

Gruß Anwärter

nicht nachvollziehbar

Das hat nichts mit Diagnose zu tun, sondern mit richtiger Begriffsverwendung.

Und darum ging es zuerst bei deinem Einwand. Deshalb hab ichs dir erklärt.

Das mag so sein, ändert aber nur wenig daran, daß hierfür ein Grund vorliegt, der mit einer VT nicht zu beheben ist.

Du bist also so genau informiert, was mit VT alles zu beheben ist?

Dieser Grund heißt Pubertät und das heißt Hormone.

Da komm ich mit der Logik nicht ganz mit. Das sind so die hilfreichen Argumente vom Typ:
„Ich hab ein Problem!“
Antwort: „Ach was, das ist kein Problem“

Oder:
„Mist, ich bin schon wieder naß geworden“
„Das macht nichts, das kommt vom Regen“
Oder:
„Ich friere in letzter Zeit immer so“
„Das ist kein Problem, das kommt von der Temperatur“

Interessant auch: Das dämliche Hormone-Argument, das von Machos Seite weibliche Stimmungsprobleme abzuwimmeln versucht, kommt doch sonst bei Frauen immer so gut. Versuchst du einen Rollenwechsel?

Zunächst liegt einem solchen Leiden auch der Wunsch zugrunde, zu verstehen, was da überhaupt abläuft.

Einem Leiden liegt zunächst der Wunsch zugrunde, davon wegzukommen.
Das war für die UP jedenfalls der Anlaß, hier zu fragen. Daß sie aktuell pubertiert, wird sie sicher schon selbst wissen.

Fest steht nur, daß sie damit aktuell nicht klarkommt. Und daher schrieb ich, daß ein Verhaltenstherapeut ihr helfen kann, wenn sie Abhilfe sucht.

Dem widerspreche ich nochmals. Es gibt andere Wege, dieses
Leid zu mildern, als zu versuchen, es sich abzugewöhnen.

Aussage 1: „X ist ein Weg, dem Leiden Abhilfe zu schaffen“
Aussage 2: „Dem wiederspreche ich. Es gibt andere Wege“
Einem solchen Gedankengang kann ich nicht folgen.

Die ganze Pubertät ist Streß und dauert Jahre.

Wer hätte das gedacht!

Zeig mir einen Jugendlichen, der nicht […] ständig in Tränen ausbricht.

Ich weiß nicht, in welchem Universum du diese Beobachtung ständig machst. Ja, es kommt 1. in der Pubertät, 2. bei Mädchen gehäuft vor. Wenn es alle(!) ständig(!) täten, würden die Betroffenen wohl kaum „leiden“, denn es tut nicht weh, und peinlich, wie den Betroffen fast immer, wäre es ihnen auch nicht.

Gruß
Metapher

5 „Gefällt mir“

exzellent :smile:
Lieber Metapher,

die Wortbedeutung lt. Synonymwörterbuch für exsellent ist:

_ ausgezeichnet
hervorragend, vortrefflich, fürstlich, überdurchschnittlich, beispiellos, bestens, brillant, exquisit, genial, herrlich, mustergültig, überragend, unübertrefflich, unübertroffen, vorzüglich_

Danke für Deinen mir sehr wertvollen Beitrag,
für den ich alle diese Synonyme zutreffend finde.
Deine Beiträge lese ich sehr gerne.

Danke für meine Bereicherung.
Unerschütterlich lieben Gruß von

el_condor

Huch?

Artikel nicht gelesen oder nicht zu beantworten?
Gruß,
Anwärter

Sensibilität - Ergänzendes
Hi Anwärter,

ist dies also der Unterschied zwischen Affekt und Gefühl?

zumindest berühren sich da zwei Themen, ja. Tränen sind in der Affekttheorie aufgefaßt als (körperliche) Äußerungen eines Affektes, dem wiederum eine (aktuelle und situativ ausgelöste) Emotion zugrunde liegt. Aber hier kommen wir in einen Bereich, der von sehr unterschiedlichen Terminologien bestimmt ist. Begriffe wie „Affekt“, „Emotion“, „Gefühl“ werden in Verhaltenstherapie, Psychoanalyse (verschiedener Schulen) und Affekttheorie unterschiedlich verwendet.

Wenn also jemand bspw. impulsiv ist, also keine gute Affektkontrolle hat und Gefühle übertrieben darstellt (unbewusst dramatisiert), werden die Affekte genutzt um Sensibilität „darzustellen“, um Aufmerksamkeit zu bekommen? (Bei einer hysterischen Persönlichkeit z.B.)

Bei der sog. histrionischen Persönlichkeit(sstörung), die du vermutlich meinst, werden tatsächlich Affekte (bzw. ihre mimischen und gestischen Äußerungen) gespielt, inszeniert. Dabei sind die zugrundeliegenden Gefühle (resp. Emotionen) gar nicht vorhanden (→ Krokodilstränen). Dadurch kommt der Eindruck zustande, daß sich hier jemand „in Szene setzen“ will. Ob das dann tatsächlich so ist, oder vielmehr ein unkontrollierbares Gefühlschaos zugrunde liegt (terminologisch „emotionale Instabilität“, die bei fast allen Persönlichkeitsstörungen eine Rolle spielt), läßt sich so ohne weiteres daraus nicht entnehmen.

Das hier thematisierte Weinen hat aber mit dieser Erscheinung nichts zu tun. Diese Tränen sind echt.

Der Begriff Desensibilisierung ist an der richtigen Stelle, wenn man
von der körperlichen Wahrnehmung spricht.

Stimmt. In der Medizin wird das Wort anders verwendet. Wenn ich mich recht erinnere, kommt ursprünglich „Sensibilität“ auch aus der Techniksprache: Die „Ansprechbarkeit“ eines Meßinstrumentes.

  1. Frage: Es gibt ein Buch, das heißt „Hochbegabt und hochsensibel“- sind sehr intelligente Menschen sensibler oder irritabler (durch mehr Verzweigungen der nervlichen Leitungen) als weniger intelligente?

Auch hier kommt es darauf an, von welcher Art von Intelligenz die Rede ist. Nein, Sensitivität(!), Sensibilität, Irritabilität, Sentimentalität usw. scheinen mir nicht mit der Intelligenz (die, die von IQ-Tests getestet wird) korreliert. Aber vielleicht wissen andere hier mehr darüber.

Aber sicher hat die sog. „emotionale Intelligenz“ etwas damit zu tun. Auch die Fähigkeit der Empathie setzt alles das in hohem Maße voraus.

Gruß
Metapher

Hallo Metapher,

danke für die Antwort. Ich lese auch sehr gerne Deine Beiträge.
In meinem (therapeutischen) Beruf wird viel über die Wahrnehmung gesprochen und (über) diese auch behandelt (hier gilt „Sensorik“ als Synonym für Wahrnehmung). Ich dachte, das wäre mit Sensibilität gleichzusetzen. Anscheinend werden diese Begriffe wirklich unterschiedlich gehandhabt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hochsensibilität

(–> das habe ich zum Zusammenhang IQ-Sensibilität(??) gefunden, Leute mit einem hohen IQ sind auch öfters Synästhesisten, soweit ich weiß, und Asperger-Autisten, die oft einen hohen IQ haben, müssen sich besonders gegen Reize abschirmen bzw. können sie nicht verarbeiten, wenn ich es richtig verstanden habe)

http://de.wikipedia.org/wiki/Sensitivität_(Psychologie)

http://de.wikipedia.org/wiki/Sentimentalität

http://de.wikipedia.org/wiki/Irritabilität

–> was hier wiederum eine andere Bedeutung zu haben scheint.

Damit kann man sich vielleicht nur noch mehr verwirren…

Ja, ich meinte übrigens die histrionische Persönlichkeit.
Ob jemanden aus dem Forum diese Links interessieren, weiß ich nicht. Nur der Vollständigkeit halber, wo ich das Thema nun schonmal „groß gemacht“ habe. Ich glaube, ich bewahr sie mir auch mal eher für später auf.

Grüße,
Anwärter