vielleicht liegts ja am Wetter, aber momentan bin ich total ratlos und hoffe, dass jemand von euch vielleicht eine Idee hat, was mit mir los ist.
Eigentlich könnte ich der zufriedenste Mensch auf der Welt sein: Ich bin 40 und habe einen ordentlichen, sicheren Beruf, von dem ich recht gut leben kann.
Trotzdem bin ich in letzter Zeit total unzufrieden. Auf der einen Seite weiß ich, dass ich in meinem Job nur geringe Aufstiegschancen habe, will aber eigentlich auch gar nicht mehr weiter kommen, auf der anderen Seite bin ich auf jeden neidisch, der vorankommt und befördert wird.
Im Privatleben ist es so ähnlich: Ich war immer glücklicher Single und konnte mir nie vorstellen, eine Beziehung zu haben, auf der anderen Seite sehne ich mich immer öfter nach einem Partner.
Außerdem bin ich ziemlich schüchtern. Meine Meinung traue ich mich nur selten zu sagen. Und wenn ich es mache, dann habe ich das Gefühl, dass es keinen zweiten Menschen auf der Welt gibt, der meine Meinung mit mir teilt.
Irgendwie habe ich das Gefühl, irgendetwas lebenswichtiges nicht gelernt zu haben, aber ich habe keine Ahnung, wie ich etwas ändern kann.
Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass ich ziemlich zurückgezogen lebe und ein Einzelgänger bin.
Vielleicht hat jemand schon mal ähnliches mitgemacht und kann mir ein Anregungen geben.
du stellst dir wie viele, sofern sie dazu kommen, die Frage nach dem -Sinn.
Wenn im Leben alles Streben nach dem Auskommen geregelt schein,stellt sich oft die Frage: war das jetzt alles?
Dann merkt man, dass es mehr gibt im Leben, als Geld und Karriere.
Was gibt dir den Sinn im Leben, woran freust du dich, was bereichert dein Leben wirklich?
Was teilst du mit Wem?
Denke mal darüber nach. Und dann gehe mit großen oder auch mit kleinen Schtitten aufs Leben und die Menschen zu…
alles Gute iq13
klingt nach Midlife Crisis gepaart mit Einsamkeit. Vergiss die Schüchternheit und versuche doch einmal unter Leute zu gehen, aber nicht einfach so, sondern sehr gezielt:
Tanzschule
Überall da musst du keine Meinung haben (du kannst, aber musst nicht); du brauchst nur mitzumachen; und das geht auch relativ passiv (also du musst nicht gleich das Alphatier machen).
Wenn du im Job zufrieden bist und keinen Wert darauf legst weiterzukommen, fein, Hauptsache ist doch du behältst den Job.
Kleine Schritte Imre - versuche einem Verein beizutreten, bei einem Gesangsverein brauchst du nur zu singen und es entwickelt sich trotzdem ein umglaubliches Zusammengehörigkeitsgefühl. Geh’ hier und da mit auf ein Bier - nach dem Singen, vielleicht ist da auch eine nette Frau mit der du etwas plaudern kannst (keine Sorge, Frauen wissen nach ein paar Minuten, dass du schüchtern bist und die ganz Netten helfen dir da etwas darüber hinweg).
Tanzen ist auch ganz hervorragend (Schach, Billard, Schiessen da sind eher die Männer, aber da kannst du dich an Gesellschaft gewöhnen) Körperkontakt inklusive.
Probier doch das eine oder andere, mehr als schiefgehen kann es ja nicht.
gD asol
deine Idee, in einen Chor zu gehen finde ich gut, da bin ich nämlich schon.
Allerdings ist es auch hier so, dass ich momentan sehr unzufrieden bin. Bei anfallenden Arbeiten werde ich immer gefragt, weil ich sehr zuverlässig bin, aber wenn es darum geht, dass ein paar Leute etwas zusammen unternehmen, dann bin ich meistens außen vor. Ich werde dann gefragt, wenn jemand unbedingt etwas machen will, aber ansonsten keinen findet, der Zeit hat.
Da ich in einem kleinen Ort lebe, ist es auch nicht so leicht, einen Verein zu finden, der meinen Interessen entspricht, dazu müsste ich in einer größeren Stadt wohnen, weil ich sehr stark an Kultur, Theater und Musik interessiert bin.
Ich gehe schon immer wieder zu kulturellen Veranstaltungen in die nächstgelegene Stadt, aber Kontakte konnte ich dabei auch noch nicht knüpfen.
langsam, langsam!
Ich versuch einmal etwas direkt zu sein, aber nicht einschnappen, oder beleidigt sein.
Die Arbeiten machst du nicht weil du zuverlässig bist, sondern nicht NEIN! sagst. ich bin selbst auch sehr hilfsbereit, aber nicht ständig im Einbahn Modus. Wenns was zu arbeiten gibt - okay „bin DABEI“
. Ach ich soll das alleine machen - no way!
Zu Unternehmungen nehmen sie dich nicht mit? Warum eigentlich? Versuch das mal für dich so realistisch wie nur möglich zu beantworten. (Weil ich zur Unterhaltung nichts beitrage? Weil ich lästig bin - ununterbrochen quatsche? Weil ich ungepflegt bin? Weil ich Mundgeruch habe? Weil ich mich ständig beklage? Weil mein Habitus nicht entspricht? …)
Bei Beförderungen wirst du übergangen! Warum eigentlich! Hast du deinen Plafond erreicht? Hast du eigentlich schon mal angedeutet, dass du gerne…! Plus alle Fragen wie oben.
Was hindert dich daran in der nahen Stadt Vorschläge wie ich sie unterbreitet habe umzusetzen.
Theater? Konzert? Da sitzen doch alle und schauen nach vorne. Und wenn du da nicht mit jemanden hingehst, dann gehst du auch wieder alleine nach Hause!
Du wirst nur gefragt, wenn andere keine Zeit haben? Dann sag’ mal NEIN! Ich habe schon anderes vor! Was? Darüber will ich nicht sprechen - lächeln und Abgang!