Hallo,
nachdem ich nicht mehr weiter weiss, möchte ich Euch um Rat fragen. Seit ca 1,5 Jahren lebt meine Frau von mir getrennt. In Kürze erwarten wir den Scheidungstermin.
Ich habe bei mir beobachtet das ich seit ca. 1 Jahr total passiv und lustlos geworden bin überhaupt noch etwas zu tun. Ich habe eigentlich privat immer etwas zu tun aber es ist in mir etwas so stark manifestiert, das mich nicht lässt. Es ist für mich eine sehr große Qual geworden, die mich immer mehr in die Enge treibt. Zuhause müsste ich eigentlich regelmäßig meine Wohnung reinigen einkaufen, bügeln auch papierkram erledigen und viele andere Dinge erledigen. Auch müßte ich mich um einige fachliche Dinge kümmern die sehr wichtig sind. Ich nehme mir manchmal was vor aber tue es dann letztendlich nie. Wenn ich dann etwas erledige , dann immer auf den letzten Rest. Z.B kann ich ja eine abend vorher in
Ruhe meine hemden Bügeln. Aber was tue ich? Ich bügel 1 Hemd am Morgen kurz bevor ich zur Arbeit gehe. Ich lasse immer mehr Dinge die erledigt werden müssen einfach liegen und sage mir dann innerlich naja kann ich auch morgen machen. Uns so häufte sich immer mehr an Dingen auf die zu erledigen sind. Selbst die LVA Anfrage doch bitte die Rentenanfrage zu kontrollieren habe ich doch tatsächlich 2 Monate einfach nicht gemacht. Auch habe ich immer sehr viel Sport getrieben im Fitnesscenter. Aber da gehe ich schon lange nicht mehr hin. Anstatt sehe ich umheimlich viel Fernsehen… Zudem gehe ich wochentags teilweise erst um 1…3 morgens schlafen und stehe dann wieder um 7 auf , damit bin ich natürlich morgens total gerädert auf der Arbeit. Man Leute ich habe total angst völlig abzurutschen und irgend wann noch nicht einmal die Lust zu haben zur Arbeit zu gehen. Natürlich habe ich auch mit meiner Psychologin darüber geredet aber die kommt jetzt mit dem Bolzen das ich ADS hätte= Aufmerksamkeits defizit Syndrom…
Nun hilft dies mir nicht wirklich, sonderen macht mich noch mehr konfus. Dann habe ich noch festgestellt das ich innerlich total zerissen und rastlos bin. Zudem tue ich sehr häufig mehere Dinge gleichzeitig auch der Arbeit. Kann momentan nicht 1 sache zuende bringen und dann eine Neue beginnen, sondern beginne alles auf einmal. Oh jeh ich sage euch es ist schlimm. Auch hat es lange gedauert bis ich endlich mal diesen Text verfasst habe. Auch vergesse ich seh viel dinge. Sorry für die Länge. Nun was sagt Ihr dazu? Was ist mit mir los ? Ich bin sehr beunruhigt…
Lieben gruß spezi
Hallo,
tritt dir selber mal in den A…!
Deine Frau ist weg und das Leben geht weiter!!!
Hört sich für mich so an, also das du immer noch nicht über die Trennung weg bist.
Falls das nicht zutrifft, nimm das o.g. nicht ganz ernst:wink:
LG Manu
Hi,
wie kommt die Psychologin zur Diagnose ADS? Aus meiner Sicht käme bei der geschilderten Situation und Symptomen eher eine Depression in Frage.
A.
Hallo Spezi,
Natürlich habe ich auch mit meiner
Psychologin darüber geredet aber die kommt jetzt mit dem
Bolzen das ich ADS hätte= Aufmerksamkeits defizit Syndrom…
Nun hilft dies mir nicht wirklich, sonderen macht mich noch
mehr konfus. Dann habe ich noch festgestellt das ich innerlich
total zerissen und rastlos bin. Zudem tue ich sehr häufig
mehere Dinge gleichzeitig auch der Arbeit. Kann momentan nicht
1 sache zuende bringen und dann eine Neue beginnen, sondern
beginne alles auf einmal.
Ich bin nur Laie, dies vorweg - aber ich habe ebenso wie meine Kinder (ausführlich und seriös !) diagnostiziertes ADS.
Wie kommt denn Deine Psychologin auf diesen Verdacht - oder ist es schon ihre Diagnose ? Ich frage deshalb, weil bei einer ausführlichen (mehrere Stunden !) ADS-Diagnose jede Menge Tests gemacht werden. Davon aber schreibst Du nichts.
Außerdem, ganz wichtig - Du schreibst, dass Du all diese Probleme erst seit der Trennung von Deiner Frau hast - und das spricht nun eindeutig GEGEN ADS, denn in den Diagnosekriterien ist festgelegt, dass die Symptome schon seit frühester Kindheit vorhanden sein müssen. Schau mal hier: http://www.leben-mit-adhs.de/Diagnostik/Diagnostik_1…
Ich denke daher auch eher Richtung Depression - aber Vorsicht, ich kann nicht diagnostizieren 
Solltest Du übrigens tatsächlich ADS haben, dann gräm Dich nicht, man kann damit leben !
Viele Grüße,
Inselchen
hallo spezi,
es gibt so einiges was da in frage kommen kann.
erschöpfungsdepression gibts da z.b - es gibt viele arten der depression und über diese eine weiss ich ein wenig was und was du schreibst erinnert mich schon irgendwie.
aber ads - also äh… ich will ja nix sagen aber ich würde nochmal zu einem anderen nervenarzt gehen und das mal absprechen.
wichtig hierbei wäre eine gute selbstbeschreibung über das von dir erwähnte hinaus - was ist mit deinen gefühlen - sind da welche oder fühlst du dich eher leer oder dauertrauer oder oder oder…
wenn du z.b die trennung - hier also die phase davor vor allem auch, evtl sehr viel arbeitest und weiss der himmel - könnte auch ein burn-out in frage kommen.
ansagen wie reiss dich zusammen nimm mal nicht ernst - es ist im gegenteil sehr wichtig dass du dich ernst nimmst und dich um dich kümmerst und dich nicht weiterhin in ein korsett zwängst.
vielleicht besorgst du dir mal ne überweisung zu einem psychotherapeuten und klärst mit dem in den probandenstunden ab ob es einen bedarf hinsichtlich einer thera gibt.
adressen bekommst du z.b über die kassenärtzliche vereinigung - dort weiss man auch halbwegs welcher thera gerade patienten aufnehmen kann - spart evtl viele vergebliche telefonate.
meine empfehlung: schreib dir auf was dir noch ausser dem genannten einfällt in sachen gemütszustand und den auswirkungen - so hilfst du dem thera dir zu helfen 
von allein würde es glaube ich persönlich sich eher nicht in luft auslösen - es sei denn du bist ein megaverdränger - was dann aber eines tages zum megagau führen kann.
liebe grüsse
nina
Hallo,
kann das Verhalten sehr gut nachvollziehen. Mir ging es vor ein paar Jahren ähnlich. Mir haben da folgende Dinge sehr geholfen:
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Arztbesuch beim Hausarzt: Der hat mir erst mal zwei Schlaftabletten gegeben, damit man zumindest mal zwei Nächte durchschläft und danach wieder halbwegs fit ist um normal denken und handeln zu können
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Durch Zufall haben wir und mit ein paar Leuten getroffen, denen es allen sehr ähnlich ging. Druch Gespräche (fast über ein Jahr) haben wir dann das Erlebte aufgearbeitet und unseren Gefühlen wie Wut, Unbeholfenheit, aber in erster Linie Trauer und auch Angst vor der Zukunft ein Gesicht gegeben und dann nach und nach alle „Zeifel“ ausgeräumt.
Ein Freund von mir hat sich damals mit anderen geschiedenen Männern getroffen. Die haben sich, warum auch immer erst einmal alle weiße Cabrios gekauft ;o) und sich dann wöchentlich zu diversen Aktivitäten getroffen. Das ging auch so über ein bis zwei Jahre, bis alle wieder IHR Leben gefunden hatten.
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Vielleicht hilft ein Buch zu dem Thema Scheidung? Manchmal hat man Glück und findt einen Autoren, der einem aus der Seele spricht.
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Durch eine Atemwegsentzündung und Burn-Out bin ich in den Genuß einer Kur gekommen. Diese Dreiwöchige Auszeit hat mir sehr geholfen, mich von meinem alten Leben zu verabschieden und neue Wege zu gehen. Sollte das alles bei Dir in Richtung Burn-Out gehen, dann sprech doch mal Deinen Arzt direkt darauf an, vielleicht gibt es da ja ne Kur oder ähnliches???
Anonsten: Trauern braucht viel, sehr viel Zeit!
Hallo Spezi
Natürlich habe ich auch mit meiner
Psychologin darüber geredet aber die kommt jetzt mit dem
Bolzen das ich ADS hätte= Aufmerksamkeits defizit Syndrom…
Nun hilft dies mir nicht wirklich, sonderen macht mich noch
mehr konfus.
Wundert mich wenig, denn wie mein Vorposter bin ich auch der Meinung, dass es mit ADS nix zu tun hat, sondern dass es sich um ne handfeste Depression bei Dir handelt.
Man könnte es jetzt halt „reaktive Depression nach Ternnung“ nennen, aber so what. Wichtig wäre imho ne anständige Therapie bei jemand, der vielleicht die reale Diagnose sieht. 
Gruß,
Branden